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Nichts

the_midget

Meister vom Königlichen Gewölbe
28. Juni 2004
1.437
Mr. Anderson schrieb:
Je nachdem, wie man es betrachtet. Gäbe es nur ein bestimmtes "Etwas", und wäre dieses "Etwas" an einer bestimmten Stelle nicht da, dann wäre dort nichts, bzw. dort wäre das "Nichts".

Das ist es ja gerade. Nichts ist eben nicht das, was ist, wenn nur ein spezifisches Etwas nicht da ist, sondern wenn alle "Etwasse" nicht da sind.

Da "Nichts" aber sowieso eines unserer eigenen menschlichen Begriffe ist,(...)


Ist es wohl nicht. [edit: ist es natürlich schon, aber begriffe sind nicht ausreichend um nichts zu beschreiben. Mann kann nur sagen was nicht nichts ist, und da kann man in der Tat jedes beliebige Einzelbeispiel nehmen. Aber jedes einzelne reicht nicht aus.] Es ist einfach nahezu unmöglich sich darüber sprachlich zu äußern. In dem Fall scheitert wirklich unsere Sprache, und das macht das darüber denken so schwer. Und das darüber kommunizieren erst recht.

Zum Beispiel wenn du irgendwohin gehst weil du jemanden treffen willst, und die Person ist dann da nicht, heißt das ja auch nicht das da niemand ist. Du bist dann zum Beispiel da oder zufällige Passanten oder was weiss ich. Nur die Person ist dann halt nicht da. Man kann das Wort nichts nicht für einzelne Dinge verwenden.

gruß

midget
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
ich muss sagen, ich finde die definition von nichts als abwesenheit von allem (genauer: allen etwassen) nicht so schwierig bzw. problematisch. was ist denn daran auszusetzen bzw. schwierig, sich vorzustellen? man kanns halt schlecht malen, das stimmt. aber liebe kann man auch schlecht malen...
 

the_midget

Meister vom Königlichen Gewölbe
28. Juni 2004
1.437
antimagnet schrieb:
ich muss sagen, ich finde die definition von nichts als abwesenheit von allem (genauer: allen etwassen) nicht so schwierig bzw. problematisch. was ist denn daran auszusetzen bzw. schwierig, sich vorzustellen? man kanns halt schlecht malen, das stimmt. aber liebe kann man auch schlecht malen...

Du kannst dir nicht alles wegdenken ohne dabei an alles zu denken. Also denkst du doch wieder an alles und nicht an nichts.

mgt
 

jayden

Großmeister
10. August 2005
94
Hmm nichts existiert nicht 8) würde ich mal sagen.

Solange etwas eine Eigenschaft besitzt ist es beschreibbar und somit existent.

Wenn ich im nichts bin dürften meine Atome dort auch nicht sein. Dann würde es jedoch Ortsgebunden sein. Hätte somit ein Eigenschaft (nichts existiert nur in X/Y) <-- klingt absurd :O_O:

Wenn meine Atome das nichts verdrängen/verschieben oder wie auch immer -> Hat nichts die Eigenschaft sich verdrängen zu lassen. Atomen zu weichen oder Information (Das bsp. Wasser) von a nach b zu übernehmen und nach c zu übergeben.

Wenn das nichts nur Existiert wenn man nicht da ist um es zu Messen oder es Wahrzunehemen -> dann ist es eigentlich schwachsinn :roll: und es hat dennoch eine Eigenschaft 8O

Nu würde mich interessieren was hinter der Urknallwelle liegt besser gesagt vor der Welle (somal sie existiert) würde die Materie und somit die Eigenschaften erst in diesen Raum geschwemmt wäre das davor liegende ein großes nichts. Das man jedoch auch beschreiben kann ^^

lg
 

Mr. Anderson

Vorsteher und Richter
24. Februar 2004
704
Je nachdem, wie man es betrachtet. Gäbe es nur ein bestimmtes "Etwas", und wäre dieses "Etwas" an einer bestimmten Stelle nicht da, dann wäre dort nichts, bzw. dort wäre das "Nichts".
Das ist es ja gerade. Nichts ist eben nicht das, was ist, wenn nur ein spezifisches Etwas nicht da ist, sondern wenn alle "Etwasse" nicht da sind.
So meinte ich es ja. Vielleicht nur etwas blöd ausgedrückt. Wenn es nur ein bestimmtes Etwas gäbe (also wenn ein bestimmtes etwas alle möglichen "Etwasse" repräsentieren würde), und dieses Etwas an einer Stelle nicht anzutreffen wäre, dann wäre nichts da.

Zum Beispiel wenn du irgendwohin gehst weil du jemanden treffen willst, und die Person ist dann da nicht, heißt das ja auch nicht das da niemand ist. Du bist dann zum Beispiel da oder zufällige Passanten oder was weiss ich. Nur die Person ist dann halt nicht da. Man kann das Wort nichts nicht für einzelne Dinge verwenden.
Ich würde auch nicht sagen, dass dort - im allgemeinen Sinne - "niemand" ist. Das hätte wieder eine andere Bedeutung. Aber wenn man z.B. jemanden sucht, oder wenn man etwas bestimmtes sucht, und es im erwarteten Raum nicht antrifft, dann denkt man auch spontan: "Nichts." Das wäre sozusagen "Nichts" light ;) . Man hat also festgestellt, dass von einer bestimmten auf Anwesenheit überprüften Sache nichts da ist. Daraus meine ich ableiten zu können, dass man sich auch das allgemeine "Nichts" vorstellen kann.

Du kannst dir nicht alles wegdenken ohne dabei an alles zu denken. Also denkst du doch wieder an alles und nicht an nichts.
Es kommt aber nicht darauf an, ob man nichts denkt, sondern ob man geistig erfassen kann, was das "Nichts" ist.
 

racingrudi

Geheimer Meister
11. September 2004
475
wie paradox das ganze doch ist. wie der herr keiner, der gauner. keiner war's ...

da ist ... was? nichts! wo ist nichts? da!

nichts, also ich meine jetzt DAS nichts :wink: , kann wirklich nicht existieren. wenn irgendwann vor dem urknall nichts gewesen sein soll, dann hätte sich da auch nie was geregt. also: kein urknall, denn, so mein verständnis, wo nichts ist, da kann sich auch kein extrem verdichteter klumpen energie befinden. gähnende leere. die abwesenheit von allem. also kein urknall. der schlüssel steckt doch irgendwo in der unendlichkeit, in der ewigkeit. womöglich ist die ganze schoße eine art perpetuum mobile. die kacke ist, dass wir dazu verdammt sind, in anfängen und enden zu denken. wir fragen uns immer: was war vor dem urknall? was kommt danach? wir fassen dieses ewigkeitskonstrukt nicht. es geht nicht. es liegt wohl auch mit daran, dass wir eben überall hier auf erden anfänge sehen und beobachten können, wie dinge zugrunde gehen. alpha und omega. ich möchte atheisten nicht zu nahe treten, aber schon allein in der ewigkeit ist irgendwas unendlich mächtiges zu finden, etwas ungreifbares, allerdings ohne wolke sieben und bart: ich nenne es einfach mal GOTT. es soll mir in den fällen trost sein, die sich mit unseren hirnen einfach nicht denken lassen.

gruß
rg
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
the_midget schrieb:
Du kannst dir nicht alles wegdenken ohne dabei an alles zu denken. Also denkst du doch wieder an alles und nicht an nichts.

mgt


aber ich muss doch nicht nichts im kopf haben, wenn ich über (das) "nichts" nachdenke. ich hab doch auch keinen apfel im kopf, wenn ich über nen apfel nachdenke.
 

the_midget

Meister vom Königlichen Gewölbe
28. Juni 2004
1.437
Mr. Anderson schrieb:
So meinte ich es ja. Vielleicht nur etwas blöd ausgedrückt. Wenn es nur ein bestimmtes Etwas gäbe (also wenn ein bestimmtes etwas alle möglichen "Etwasse" repräsentieren würde), und dieses Etwas an einer Stelle nicht anzutreffen wäre, dann wäre nichts da.

okay dann hab ich dich nicht ganz richtig verstanden. Nur frage ich mich gerade, ob dann nicht auch noch die eine Stelle durch eine alle-Stellen- repräsentierende-Stelle zu ersetzen ist. Nur ein bisschen "Nichts" gibts wohl nicht. Übrigens kommt mir gerade das Nichts aus der unendlichen Geschichte in den Sinn...

Ich würde auch nicht sagen, dass dort - im allgemeinen Sinne - "niemand" ist. Das hätte wieder eine andere Bedeutung. Aber wenn man z.B. jemanden sucht, oder wenn man etwas bestimmtes sucht, und es im erwarteten Raum nicht antrifft, dann denkt man auch spontan: "Nichts." Das wäre sozusagen "Nichts" light ;) . Man hat also festgestellt, dass von einer bestimmten auf Anwesenheit überprüften Sache nichts da ist. Daraus meine ich ableiten zu können, dass man sich auch das allgemeine "Nichts" vorstellen kann.

Also ich dachte wir reden hier nicht vom Alltags-Nichts. "Nichts los hier";"hab kein Haus kein Geld also nichts";"Was denkst du gerade Schatz? "- "Nichts" etc.).

Es kommt aber nicht darauf an, ob man nichts denkt, sondern ob man geistig erfassen kann, was das "Nichts" ist.

Da hast du vielleicht recht. Es gibt wohl ein geistiges Erfassen jenseits von Sprache und Denken.

Mir hat das von Benkei mit dem Potential gefallen. Je weniger vorhanden ist, desto mehr Potential gibt es. Wenn nichts vorhanden ist, gibt es das meiste (na ja quasi unendliches) Potential. Je mehr existiert, desto weniger Potential ist da. Da ja anscheinend schon sehr viel existiert (wir das Universum etc.) muss es mal ein Riesenpotential gegeben haben, daß man durchaus als "Nichts" beschreiben könnte.

gruß

midget
 

the_midget

Meister vom Königlichen Gewölbe
28. Juni 2004
1.437
antimagnet schrieb:
aber ich muss doch nicht nichts im kopf haben, wenn ich über (das) "nichts" nachdenke. ich hab doch auch keinen apfel im kopf, wenn ich über nen apfel nachdenke.

Ne denn Apfel hast du nicht im Kopf, aber eine "geistige Repräsentation" davon.

Befolg mal folgende Anweisung:

Denken Sie jetzt nicht an einen Apfel!


mgt
 

the_midget

Meister vom Königlichen Gewölbe
28. Juni 2004
1.437
antimagnet schrieb:
ja, heißt denn die anweisung: denken sie jetzt nicht an nichts?

:wink:

ich hatte ja vorher gesagt:
the_midget hat folgendes geschrieben:
Du kannst dir nicht alles wegdenken ohne dabei an alles zu denken. Also denkst du doch wieder an alles und nicht an nichts.

Und "alles wegdenken" heisst ja in gewisser weise auch nicht an alles zu denken.

Also ist die Anweisung: Denken Sie jetzt nicht an Alles!

mgt
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
ich glaube, ich habe an mir vorbeigeredet.

ich meinte zuerst, ich könne nicht an alles denken, da meine hirnkapazitäten begrenzt sind. in abstrakter form kann ich aber natürlich über "alles" nachdenken, genau wie ich auch über "nichts" nachdenken kann.
 

DragoMuseveni

Geheimer Meister
26. Dezember 2005
149
Hi

the_midget schrieb:
antimagnet schrieb:
:

ich hatte ja vorher gesagt:
the_midget hat folgendes geschrieben:
Du kannst dir nicht alles wegdenken ohne dabei an alles zu denken. Also denkst du doch wieder an alles und nicht an nichts.

Und "alles wegdenken" heisst ja in gewisser weise auch nicht an alles zu denken.

Also ist die Anweisung: Denken Sie jetzt nicht an Alles!

mgt


An Nichts denken heißt vielleicht einfach:
NICHT DENKEN!




In übriegen the_midget freut mich das du doch noch an der diskussion teilnimmst! :roll:
 

the_midget

Meister vom Königlichen Gewölbe
28. Juni 2004
1.437
antimagnet schrieb:
ich glaube, ich habe an mir vorbeigeredet.

ich meinte zuerst, ich könne nicht an alles denken, da meine hirnkapazitäten begrenzt sind. in abstrakter form kann ich aber natürlich über "alles" nachdenken, genau wie ich auch über "nichts" nachdenken kann.

Also ich glaub wir haben uns da jetzt irgendwie verfranst und reden tatsächlich von unterschiedlichen Dingen. Is eh ein mindgroupfuck was wir hier alle machen :wink:

DragoMuseveni schrieb:
An Nichts denken heißt vielleicht einfach:
NICHT DENKEN!

Ja, aber wenn du nicht denkst, denkst du ja auch nicht an nichts. Au ich krieg Kopfweh ;-)

Man landet immer bei dieser doppelten Verneinung, das geht einfach nicht.
Uns fehlt ein Begriff für "nicht nicht".

gruß

midget
 

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
4. November 2004
3.945
@ Mr. Anderson

Hm, jetzt bin ich nicht ganz sicher, was Du genau meinst. Den Raum? Der darf ja auch ruhig Eigenschaften haben.

Nicht den Raum. Das "Nichts". Du sagst ja, das "Nichts" ist im Raum. Das ist eine Ortsangabe. Das "Nichts" kennt aber keine Position oder einen Ort.

Dem Tarvoc-Zitat stimme ich übrigens nicht ganz zu. Ich kann dem Begriff "Nichts" schon Eigenschaften zuweisen.

Aber dann ist es doch, meiner Meinung nach, nicht mehr "Nichts". Selbst die Aussage "Nichts" ist nichts wäre, meines Erachtens nach, im Grunde nicht zu "gebrauchen. Denn es wäre wieder eine Eigenschaft. Das ist auch der Grund warum man über das "Nichts" im Grunde genommen nichts sagen kann.

Wenn das nicht gehen würde, dann hätte Tarvoc auch nichts über das "Nichts" schreiben können

Ich glaube mich erinnern zu können, dass er sich dieses Dilemmas bewusst war. Schau einfach mal in dem Thread den ich am Anfang dieses Threads verlinkt habe. :wink:

Je nachdem, wie man es betrachtet. Gäbe es nur ein bestimmtes "Etwas", und wäre dieses "Etwas" an einer bestimmten Stelle nicht da, dann wäre dort nichts, bzw. dort wäre das "Nichts".

Du versuchst also ein vereinfachtes Modell vom "Nichts" zu konstruieren? (Erinnert mich an die VWL ... :wink: )

Da "Nichts" aber sowieso eines unserer eigenen menschlichen Begriffe ist, schlägt das "Nichts" meiner Meinung nach auch überall dort zu, wo etwas ganz Bestimmtes, für das wir ein Begriff haben, nicht anzutreffen ist, so gesehen also abwesend ist.

Aber dieses "Nichts" betrifft doch nur eben diese abwesende Sache. Wenn ich ins Nachbarbüro gehe, weil ich Frau Nina Nicht eine Frage stellen will und feststelle sie ist nicht da ... dann bezieht sich dieses nicht doch auf Nina. Damit wäre es doch nicht "Nichts", sondern "nur" "nicht Nina", oder?
(Ich hoffe man konnte mir folgen ...)

Ist eine ziemlich komische Sicht, ich weiß Die habe ich mir auch vorhin gerade erst zusammengebastelt.

Tss ... diese Studenten ... denn ganzen Tag mit nichts beschäftigt ... :wink:


@ jayden

würde die Materie und somit die Eigenschaften erst in diesen Raum geschwemmt wäre das davor liegende ein großes nichts. Das man jedoch auch beschreiben kann

Ich glaube hier würde tatsächlich der Begriff "Leere" besser passen.


Btw:

Dieses Zitat habe ich schon im anderen Thread gepostet, und es passt auch hier ganz gut und trifft auch auf die Aussage racingrudis zu:
wir fassen dieses ewigkeitskonstrukt nicht.

"Verlieren wir uns nicht in der Unendlichkeit, wir sind nicht fähig, uns die geringste Idee von ihr zu bilden, und es ist uns völlig unmöglich, auf den Ursprung der Dinge zurückzugehen. Im Übrigen ist es für unsere Ruhe gleichgültig, ob die Materie ewig ist oder ob sie geschaffen worden ist, ob es einen Gott gibt oder ob es keinen gibt. Wie töricht ist es, sich so sehr wegen der Dinge zu quälen, die wir unmöglich erkennen können und die uns nicht glücklicher machen würden, wenn wir sie ergründen könnten."
[La Mettrie, J. O. de (2001). Der Mensch eine Maschine (T. Lücke, Übers.). Stuttgart: Reclam. (S. 60f) (Orig. ersch. 1748)]

Was aber nicht zwangsläufig heißt, dass ich mich aus dieser Diskussion zurückziehe ... :wink:
 

Mr. Anderson

Vorsteher und Richter
24. Februar 2004
704
Du sagst ja, das "Nichts" ist im Raum. Das ist eine Ortsangabe. Das "Nichts" kennt aber keine Position oder einen Ort.
Das würde ich so nicht sagen. Die Koordinaten des Raumes sind ja nicht wirklich eine Beschreibung dessen (des "Nichts"), was der Raum enthält.
Aber dieses "Nichts" betrifft doch nur eben diese abwesende Sache. Wenn ich ins Nachbarbüro gehe, weil ich Frau Nina Nicht eine Frage stellen will und feststelle sie ist nicht da ... dann bezieht sich dieses nicht doch auf Nina. Damit wäre es doch nicht "Nichts", sondern "nur" "nicht Nina", oder?
Es wäre selbstverständlich nur "nicht Nina"; aber anders ausgedrückt: nichts von Nina. Also die komplette Negation der Anwesenheit eines bestimmten Etwas, was in unserem Mikrouniversum, also der Menge dessen, was wir suchen, alles darstellt.
Seltsam, je mehr ich über dieses Mini-Modell schreibe, desto komischer kommt's mir vor ;)
 

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