Ist Glauben pflicht ?

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fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
Tizian schrieb:
Lieber fumerat,
ich zum Beispiel habe deshalb ein Problem damit, da du dies als allgemein gültige Wahrheit feststellst, nicht nur dass Götter existieren, nein, dass einer auch allmächtig ist. Aber kannst du wirklich behaupten, du wärst im Besitz der allgemein gültigen Wahheit. Warum nicht zauberweib oder irgendwer anderes? Glaubst du, dass es eine Wahheit gibt?
Ich bin der Ansicht, daß mein Glauben der einzig wahre ist. Ja. Und behaupten kann das ja jeder andere auch. Damit hab ich kein Problem.

zauberweib schrieb:
denk einfach nochmal in ruhe drüber nach... an was die menschen deiner meinung nach - wenn du wählen dürfstes - glauben sollen.. an gott. oder an DEINE VORSTELLUNG davon..
Jeder Mensch muß/darf selbst entscheiden an was er glauben will. Außerdem ist es nicht meine Vorstellung von Gott, sondern die welche uns Gott über seine Propheten selbst mitgeteilt hat an die ich glaube.

zeskwetsch schrieb:
Und du findest es nicht arrogant, deinen Glauben als den einzig wahren zu betrachten?
Wie reagierst du denn wenn dir gegenüber jemand behauptet, sein Glaube wäre der einzig wahre?
Ich finde im Zusammenhang mit dem Glauben darf man arrogant sein. Schließlich ist es ja auch eine persönliche Sache.
Auf die zweite Frage: Ich fall auf jeden Fall nicht gleich in Ohnmacht. :wink:

Grüße fumarat
 

muhman

Geheimer Meister
21. Februar 2003
225
@fumarat

So wie ich das verstehe basiert dein Glaube nicht auf Erfahrungssache, sondern nur auf die Überlieferung von anderen Personen.
Mag schon sein, dass du sehr gläubig bist, aber so wie es aussieht ist es mehr der Glaube an das, was andere Menschen dir sagen und hat meiner Auffassung nach wenig mit den glauben an Gott zu tun.
Ich kenne selber einige Moslems und einer meiner besten Freunde ist sogar einer. Ich habe bei vielen den Eindruck gewonnen, dass ihr glaube mehr auf Angst vor der Hölle basiert.
Das ist meiner Meinung nach verständlich und es wäre bei mir vielleicht auch so, wenn ich so aufgewachsen wäre. Immerhin gibt es im Koran zahlreiche Stellen, die immer wieder vor der Hölle warnen, wenn man nicht gläubig ist.
Tut mir Leid aber, was du schreibst habe ich schon von jeden meiner Bekannten gehört, die dieser Religion angehören. Es ist von vorne bis hinten islamisches Gedankengut und es steckt abselut keine Individualität darin.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
muhman schrieb:
@zauberweib
So in etwa verstehe ich Gott auch, obwohl ich den Begriff ,,Gott" irritierend finde.
Ich habe diese Antwort auch nicht so sehr auf dich bezogen. Ich wollte nur allgemein zu verstehen geben, dass man sich mal fragen sollte, ob ein Wesen überhaupt allmächtig sein kann. Und zumindest die Kirche oder der Islam verstehen Gott ja als allmächtiges Wesen.
Aber ich glaube wenn sie irgendwann ein Wesen sehen könnten, das ihre Vorstellung von Gott gleichkommt, würden sie niemals auf die Idee kommen, dass wirklich Gott ist. Die meisten würden wahrscheinlich denken es sei ein Außerirdischer. :D

*nick* den begriff "gott" verwende ich in diskussionen, weil da am ehesten "klar" (naja :) ) ist was gemeint ist. ausserdem isses kürzer als zu schreiben "die eine macht, die alles erschafft, erhält und wieder zu sich nimmt" oder "die kraft, die sich das leben ausdenkt" oder sowas in der art :)

gott als ausserirdischer *lol* .. wer weiss, möglich is ja grundsätzlich alles, doch das löst das problem nicht, verschiebts nur.. denn was ist für den ausserirdischen gott?? :)
"gott" ist für mich immer und überall. als (wie auch immer körperliches) wesen ist das (für meine vorstellungskraft) nicht möglich. "luft" jedoch oder licht (mir fällt der begriff "äther" ein) ist gasförmig, und kann somit überall gleichzeitig sein. das machts mir leichter vorzustellen. und reduziert die gefahr, irgendeine wesensperson als gott ansehen zu wollen. ich meine... so mit 14, 15 waren das billy idol oder die duranies.. *gg* solche verwechslungen möcht ich doch nu langsam ausschliessen :)

allesliebe
zauberweib

p.s. notom, dein post les ich mir nochmal in ruhe durch, intressante ansätze hast du da!
 

Angel of Seven

Großer Auserwählter
23. Juli 2002
1.924
muhman schrieb:
Allmächtig kann kein übergeordnetes Wesen sein. Die Vorstellung von einem Wesen ist eine weltliche Vorstellung.
Selbst wenn man alle Eigenschaften, die ein Wesen definiert begstreichen würde, müsste ein Wesen immer noch durch seine eigenen Augen sehen können. Wenn Gott ,,allmächtig" sein soll, müsste er in der Lage sein jeder Mensch zu sein und jedes Tier (einfach alles), um die Dinge aus jeder Perspektive sehen zu können.

Genauso wie Du es am Ende beschrieben hast ist eine schöne Definition von Gott (wenigstens ein guter Teil) :lol:

Er müsste auch die Grenze zwischen Existenz und nicht-Existenz in der Lage sein zu überschreiten, und somit auch nicht zu existieren.

Hier irrst Du allerdings, es gibt keine nicht-Existens, der Beweis ist ist unsere eigene Existens.


Wenn man all diese Voraussetzungen zusammenfasst (obwohl mit Sicherheit mehr dazu gehören), wäre er schon kein Wesen mehr und könnte auch keine Vorderungen stellen, da seine Gesetze ziemlich relativ wären und niemand sie niemand richtig interpretieren könnte. Ein Mensch kann die Dinge nur aus einer Sicht sehen. Versuchen mehrere etwas zu interpretieren ist es halt aus der Sicht von mehreren aber immer noch nicht von allen. Der Begriff Gesetz ist etwas was die Menschen erfunden haben und würde kaum die sogenannten Gesetze von Gott richtig beschreiben.

Warum wäre er kein Wesen mehr? Nur halt kein Wesen was in die Vorstellungszwänge der Menschheit paßt.
Forderungen? was für Forderungen? Forderungen werden immer nur von irgendwelchen Fundamentalisten interpretiert.
Gesetz hat nicht der Mensch erfunden! Um eine funktionierende "Wirklichkeit" zu erhalten, bedarf es zahlreicher Gesetze. Denke hierbei zunächst mal an die Naturgesetze die für alle Lebewesen gleich gültig sind. Um eine funktionierende Gemeinschaft von Menschen zu verwirklichen, bedarf es einiger Grundregeln, die in den zehn Geboten zusammengefaßt sind. Wenn Du Dir allerdings Naturvölker anschaust, wirst Du erkennen das ihre Lebensweise auf einen ähnlichen Regelwerk begründet ist, obwohl sie niemals ein Buch gesehen haben, geschweige denn Lesen können.


Das einzige was daraus entsteht ist, dass sich Menschen wieder etwas eigenes zusammen stricken, was aber wohl eher als Werkzeug benutzt wird um Menschen zu kontrollieren. Alles was man sagt und tut wirkt auf dieser Welt Einfluss aus und Einfluss ist etwas wovon ein Mensch nicht genug bekommen kann. Jeder will sich immer an die Spitze kämpfen. Mit den Grundgedanken, dass es nur einen allmächtigen Meister gibt kann imgrunde kein Mensch klar kommen, was den Wunsch nach Weltherrschaft, Genmanipulation oder einfach nur Arroganz ist.
Kein Mensch kann den anderen sagen was der richtige glaube ist. Versucht er es trotzdem ist es eher so als ob ein Blinder einen Blinden führt.

Was der Mensch aus seinen "Glauben" macht ist ganz und gar seine eigene Interpretation und hat mit Gott oder der Wahrheit meist nicht mehr viel zu tun.


@fumarat

Sag mal, gehst Du regelmäßig zum Gottesdienst Deiner Gemeinde oder bist Du gar nicht Gemeindetechnisch gebunden?



Nachtrag: Ach so, hab ich ganz vergessen! :oops: Es ging ja darum ob Glaube Pflicht ist. Ja, Glaube ist Pflicht für eine erkennendes bewußtes Wesen. Auch wer nicht an einen Gott oder ähnliches glaubt, glaubt etwas, ob er will oder nicht.



lichtvolle Grüße


Angel of Seven
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
fumarat schrieb:
Jeder Mensch muß/darf selbst entscheiden an was er glauben will. Außerdem ist es nicht meine Vorstellung von Gott, sondern die welche uns Gott über seine Propheten selbst mitgeteilt hat an die ich glaube.

richtig.. DEIN GLAUBE, DEINE VORSTELLUNG von gott. so stellst du dir vor, dass es richtig ist. nicht mehr und nicht weniger.

Ich finde im Zusammenhang mit dem Glauben darf man arrogant sein.

bin laden stimmt dir da sicher zu....

Schließlich ist es ja auch eine persönliche Sache.

EBEN. das heisst, du hast kein recht, über den glauben eines ANDEREN zu urteilen, denn auch für andere ist es eine persönliche sache.. nun begriffen? :)

grüsse
zauberweib
 

NoToM

Intendant der Gebäude
13. Januar 2003
852
Angel of Seven schrieb:
Nachtrag: Ach so, hab ich ganz vergessen! :oops: Es ging ja darum ob Glaube Pflicht ist. Ja, Glaube ist Pflicht für eine erkennendes bewußtes Wesen. Auch wer nicht an einen Gott oder ähnliches glaubt, glaubt etwas, ob er will oder nicht.

Diese Aussage finde ich sehr interessant. Ich habe eigentlich so gut wie nie Kontakt mit Geistlichen, aber in den Ferien ergab sich einmal ein Gespräch mit einem Orthodoxen Pope (schreibt man das so?). Er behauptete mehr oder weniger das Selbe. Darüber denke ich oft nach, nur die Logik dahinter ist mir nicht ganz klar. Etwas nicht zu "wissen" ist doch nicht automatisch daran zu "glauben", oder ? Der Pope begründete es folgendermassen: Ich glaube ja zumindest an meine eigene Existenz. Nur ich glaube nicht daran, ich weiss, dass ich existiere. Darüber kann mann sich natürlich Stundenlang streiten so bald man das Leben von der philosophischen Seite her betrachtet. (zB. ich denke nicht, ich werde gedacht)

Was meinst Du mit; "jeder glaubt etwas" ?

Gruss

NoToM
 

Angel of Seven

Großer Auserwählter
23. Juli 2002
1.924
NoToM schrieb:
Was meinst Du mit; "jeder glaubt etwas" ?

Nun ja, wenn man nicht an einen Gott oder anderen höheren Existens glaubt die für die Schöpfung ürsprünglich verantwortlich war (und somit die eigene Existens ermöglicht hat) so glaubt man in der Regel an die Evolution, wo aus einer Ursuppe sich nach und nach Atome und irgendwann daraus Einzeller gebildet haben und sämtliches Leben seinen Anfang nahm. Die Frage die sich hierbei ergibt ist der Ursprung dieser Ursuppe. Eingefleischte Materialisten glauben an keine geistigen Ursache, die meisten "Gläubigen" nehmen Gott als geistige Ursache allen Lebens, wie dem auch sei, ein jeder hat sein persönliches Erklärungsmodell an das "er" glaubt. Nun gibt es auch ein paar "einfache" Zeitgenossen die diese Fragen des Woher und Warum überhaupt nicht interessieren und daran keinen Gedanken verschwenden, selbst die "glauben" das es nicht wichtig ist den Ursprung seiner Existens zu ergründen und haben damit auch einen gewissen eigenen "Glauben".
Wenn einer zu Dir sagt: "laß mich in Ruhe mit Deinen lästigen Fragen über "Glauben", ich glaub an gar nichts!" Selbst diese Person glaubt an etwas, wenn auch dieses Erklärungsmodell offensichtlich nicht befriedigende Antworten beinhaltet.
Also, jeder glaubt, nur wie weit man mit seinen "Glauben" der Wirklichkeit entsprechen kann, daran scheiden sich die Geister!


lichtvolle Grüße


Angel of Seven
 

NoToM

Intendant der Gebäude
13. Januar 2003
852
NoToM schrieb:
Was meinst Du mit; "jeder glaubt etwas" ?

Angel of Seven schrieb:
Nun ja, wenn man nicht an einen Gott oder anderen höheren Existens glaubt die für die Schöpfung ürsprünglich verantwortlich war (und somit die eigene Existens ermöglicht hat) so glaubt man in der Regel an die Evolution, wo aus einer Ursuppe sich nach und nach Atome und irgendwann daraus Einzeller gebildet haben und sämtliches Leben seinen Anfang nahm. Die Frage die sich hierbei ergibt ist der Ursprung dieser Ursuppe.

Ok, ich verstehe was Du meinst.
Es sind die klassischen Fragen, die viele von uns beschäftigen. Wer bin ich, was ist der Sinn in meinem Leben, woher kommen wir, wohin gehen wir und vorallem warum das ganze Theater. :wink:

Diese Fragen beschäftigen auch mich. Es gibt viele grosse öffentliche THEORIEN zu diesen Themen, und jeder von uns hat wahrscheinlich dazu noch seine ganz eigene. Die ganzen Religionen sind für mich solche grosse, allgemein bekannten THEORIEN, auch die Evolution zähle ich dazu. Aber wozu daran Glauben ? Ich kenne viele dieser Theorien, die meisten verstehe ich aber nicht zu 100% Soll ich jetzt einfach eine mir passende aussuchen und daran Glauben ? Wozu ? Währe es nicht Sinnvoller, mir eine dieser Theorien welche mich am meisten anspricht, herraus zu picken und sie weiter zu verfolgen ? Versuchen sie zu bestätigen oder zu wiederlegen. Beides währe doch erstrebenswert, oder ? Auch zu wissen, dass ich falsch liege, währe für mich ein Erfolg, denn nur so käme ich (wir?) vorran. Nun, vielleicht ist Glauben ja etwas für die "einfacheren" Zeitgenossen. :wink:

Bei den alteingesessenen Religionen habe ich das Gefühl, dass nur gepredigt, aber nicht hinterfragt wird. Das währe ja Gotteslästerung. Man wird vor vollendete "Tatsachen" gestellt. Das hat aber in meinen Augen nichts mehr mit Glauben zu tun, sondern mit Wissen, oder ?

Hin und wieder Tauchen auch "Beweise" für das in der Bibel beschriebene auf. Ein "Forscher" hat eine Planke der Arche Noah gefunden, stand vor kurzem mal wieder in der Zeitung. Ich finde es schon erstaunlich, dass sich jemand überhaupt die Mühe macht, nach einem Schiff zu suchen, das schon rein von seiner theoretischen Grösse her, unmöglich zu bauen währe. (von jeder Art ein Paar)
Aber vielleicht ist die Arche ja nur ein Symbol, eine Metapher für unseren Planeten in den unendlichen Weiten des Alls. Im Prinzip kann man wahrscheinlich jeden Satz in der Bibel so hinbiegen, dass er irgendwie "Sinn" macht. Nimmt man sie jedoch so wie sie ist, wort wörtlich, währe ihr richtiger Platz für mich in meiner Bücherwand gleich neben den Werken der Gebrüder Grimm in der abteilung Märchenbücher, freigegeben ab 18.

Was mir an diesem Thread auffällt ist, dass ich bisher noch nichts von einem Vertreter der klassischen Religionen gelesen habe (bitte korrigieren, falls ich mich irre)
Sind sie etwa doch nicht so breit vertreten, wie ich gedacht haben oder finden sich einfach keine in diesem Forum ? Falls ersteres zutrifft frage ich mich, wieso überhaupt dieser ganze ressourcen verschwendende Apparat (Kirche) geduldet wird.
Währe es nicht gar Sinnvoller, die ganze Manpower, Zeit, Finanzen usw. zB. in den Umweltschutz zu investieren ? (Arterhaltung) [/quote]

Angel of Seven schrieb:
Eingefleischte Materialisten glauben an keine geistigen Ursache, die meisten "Gläubigen" nehmen Gott als geistige Ursache allen Lebens, wie dem auch sei, ein jeder hat sein persönliches Erklärungsmodell an das "er" glaubt.

Ja, seltsam oder ? Mann kennt viele Theorien welche den Ursprung zu erklären versuchen und dann denkt man, ja, genau diese Theorie gefällt mir, welch ein angenehmer Gedanke doch ein Geistiger Ursprung ist, wenigstens einer der den Grund kennt (Der Allmächtige).
Ist Glauben einfach nur ein Selbstbetrug, soetwas wie der "unsichtbare Freund" in der Kindheit ?

Ich freue mich auf jedenfall auf weitere Diskussionen ! :)

Gruss

NoToM
 

Angel of Seven

Großer Auserwählter
23. Juli 2002
1.924
NoToM schrieb:
Diese Fragen beschäftigen auch mich. Es gibt viele grosse öffentliche THEORIEN zu diesen Themen, und jeder von uns hat wahrscheinlich dazu noch seine ganz eigene. Die ganzen Religionen sind für mich solche grosse, allgemein bekannten THEORIEN, auch die Evolution zähle ich dazu. Aber wozu daran Glauben ? Ich kenne viele dieser Theorien, die meisten verstehe ich aber nicht zu 100% Soll ich jetzt einfach eine mir passende aussuchen und daran Glauben ? Wozu ? Währe es nicht Sinnvoller, mir eine dieser Theorien welche mich am meisten anspricht, herraus zu picken und sie weiter zu verfolgen ? Versuchen sie zu bestätigen oder zu wiederlegen. Beides währe doch erstrebenswert, oder ? Auch zu wissen, dass ich falsch liege, währe für mich ein Erfolg, denn nur so käme ich (wir?) vorran. Nun, vielleicht ist Glauben ja etwas für die "einfacheren" Zeitgenossen. :wink:

Wirklich sehr lobenswert Deine Einstellung! "Auch zu wissen das man falsch liegt" als Erfolg zu werten, ist nicht Jedermanns Sache.
Nun ja, mit Glauben wirst Du Dich schon begnügen müssen, denn eins kann ich Dir verraten: "wer meint zu wissen, weiß im Grunde nichts" und das gilt für beide Vertreter der "Welterklärungsfraktion", für die Gottgläubigen und für die Materialisten gleichermaßen.
Theorien zu favorisieren und weiter zu verfolgen ist im Grunde alles was uns übrig bleibt, damit reihst Du Dich in die Liga der sogenannten "Suchenden" ein.


Bei den alteingesessenen Religionen habe ich das Gefühl, dass nur gepredigt, aber nicht hinterfragt wird. Das währe ja Gotteslästerung. Man wird vor vollendete "Tatsachen" gestellt. Das hat aber in meinen Augen nichts mehr mit Glauben zu tun, sondern mit Wissen, oder ?

Das siehst Du genau richtig, vor allem wenn man heimlich diese "Tatsachen" hinterfragt und zu ganz anderen Schlüssen kommt, das ist nicht nur bei den klassischen Religionen der Fall, sondern tritt verstärkt auch bei neueren Sekten auf, wo dann noch Psychodruck auf die zweifelnden Mitglieder ausgeübt wird.


Hin und wieder Tauchen auch "Beweise" für das in der Bibel beschriebene auf. Ein "Forscher" hat eine Planke der Arche Noah gefunden, stand vor kurzem mal wieder in der Zeitung. Ich finde es schon erstaunlich, dass sich jemand überhaupt die Mühe macht, nach einem Schiff zu suchen, das schon rein von seiner theoretischen Grösse her, unmöglich zu bauen währe. (von jeder Art ein Paar)
Aber vielleicht ist die Arche ja nur ein Symbol, eine Metapher für unseren Planeten in den unendlichen Weiten des Alls. Im Prinzip kann man wahrscheinlich jeden Satz in der Bibel so hinbiegen, dass er irgendwie "Sinn" macht. Nimmt man sie jedoch so wie sie ist, wort wörtlich, währe ihr richtiger Platz für mich in meiner Bücherwand gleich neben den Werken der Gebrüder Grimm in der abteilung Märchenbücher, freigegeben ab 18.

Jeder der behauptet ein Teil der Arche Noah gefunden zu haben, lügt. Das alte Testament ist fast ausschließlich symbolhaft/allegorisch zu sehen, anders war es den damaligen Völkern ja gar nicht zu erklären. Angenommen die Arche Noah wäre tatsächlich ein Raumschiff gewesen, wie hätte man das den damaligen Leuten in einer verständlichen Form näherbringen können?
In Märchenbüchern steckt übrigens auch eine Menge Wahrheit, wenn man die Schlüssel kennt!


Was mir an diesem Thread auffällt ist, dass ich bisher noch nichts von einem Vertreter der klassischen Religionen gelesen habe (bitte korrigieren, falls ich mich irre)
Sind sie etwa doch nicht so breit vertreten, wie ich gedacht haben oder finden sich einfach keine in diesem Forum ? Falls ersteres zutrifft frage ich mich, wieso überhaupt dieser ganze ressourcen verschwendende Apparat (Kirche) geduldet wird.
Währe es nicht gar Sinnvoller, die ganze Manpower, Zeit, Finanzen usw. zB. in den Umweltschutz zu investieren ? (Arterhaltung)

Kannst ja mal auf ein ultrachristliches Forum gehen (voher bitte eine Packung Beruhigungspillen nehmen) kein Wunder das sich solche Leute hier kaum wiederfinden.
Mit der Kirche hatte ich mir mal ähnliches wie Du es formuliert hast gedacht, dann erkannte ich aber das ein gewisser Menschenstamm dieses Zinnober anscheinend zum glücklichsein braucht, manche Menschen können anscheinend nur spirituelle Lehren annehmen wenn eine "Respektsperson" von oben herab auf sie einhämmert. Hab mich damit abgefunden, heißt aber nicht das jeder unbedingt mitmachen muß!

Angel of Seven schrieb:
Eingefleischte Materialisten glauben an keine geistigen Ursache, die meisten "Gläubigen" nehmen Gott als geistige Ursache allen Lebens, wie dem auch sei, ein jeder hat sein persönliches Erklärungsmodell an das "er" glaubt.

Ja, seltsam oder ? Mann kennt viele Theorien welche den Ursprung zu erklären versuchen und dann denkt man, ja, genau diese Theorie gefällt mir, welch ein angenehmer Gedanke doch ein Geistiger Ursprung ist, wenigstens einer der den Grund kennt (Der Allmächtige).
Ist Glauben einfach nur ein Selbstbetrug, soetwas wie der "unsichtbare Freund" in der Kindheit ?

Das hängt damit zusammen das bei manchen Menschen der "Gottesfunke" oder nenn es "die gefühlsmäßige Gewissheit einer Existens Gottes" tief im "Selbst" verankert ist, und bei manchen "nur" mehr oder weniger. Es gibt Menschen die haben einen starken Glauben von Kindheit an, bis zum Lebensende, der niemals angezweifelt wird (ich bin so ein Exemplar), manche finden im Laufe ihres Lebens "ihren" Glauben, andere wiederum haben ein gestörtes Verhältnis weil sie "Gott" unbewußt für irgendetwas in ihrer Psyche verantwortlich machen, andere sind nüchterne "gefühlslose Menschen" wo ein Gedanke an Geistigkeit schon absurd ist usw... Wir sind halt alle verschieden, ein bunter Mix! :p




lichtvolle Grüße


Angel of Seven
 

muhman

Geheimer Meister
21. Februar 2003
225
@Angel of Seven

Hier irrst Du allerdings, es gibt keine nicht-Existens, der Beweis ist ist unsere eigene Existens.
Du hast mir damit eigentlich eher zugestimmt als widersprochen. :)
Es ist richtig, dass es keine nicht-Existenz gibt. Das ,,nichts" ist bestandteil der Existenz. Wenn das nicht so wäre, wärst du oder ich überall, weil da ja kein ,,Nichtts" zwischen wäre.
Ich hatte mich vorher vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Ich meinte damit eigentlich eher, dass Gott existieren und nicht existieren muss, weil ,,Nichts" und ,,Etwas" zusammen funktionieren.
Wenn Gott nur existieren würde, wäre die Tatsache, dass er nicht existiert seine Grenze.
Man kann übrigens entweder behaupten, dass es kein ,,nichts" gibt oder dass es kein ,,etwas" gibt. Es hängt ganz vom Standpunkt ab.
Wenn du zum Beispiel die Augen zumachst, kannst du entweder behaupten, dass du nichts siehst oder dass du Dunkelheit siehst.
Wir wissen nun einmal nicht alles und wir sollten deshalb auch nicht so schnell beschließen, dass die begrenzte menschliche Perspektive real ist.
Ich will hier aber auch nicht soweit aushohlen.
Ich wollte mit dem Satz nur ausdrücken, dass Gott (wenn er allmächtig) ist, auch die Möglichkeit hat nicht zu existieren.

@Zauberweib
Ich benutze aus dem gleichen Grund den Begriff ,,Gott".
Was die anderen Punkte angeht, die du angesprochen hast, so wollte ich damit nur klarmachen, dass egal welches Bild man sich von Gott macht, es einen leicht irritieren kann.
Wenn ich jetzt behaupte Gott ist mein Beschützer, oder er tut nur gutes, dann kann es sein, dass man von diesem Bild irgendwann enttäuscht wird.
Das passiert häufig bei den Christen. Ihnen werden von Kind an Eigenschaften von Gott aufgezählt und sie erschaffen sich daraus ein Gottesbild. Wenn jemand der Meinung ist, dass Gott ihn enttäuscht hat, hat ihn wohl eher sein Gottesbild enttäuscht.
Ich frage mich, warum die Christen überhaupt so ein Gesetz vermitteln, dass sie sich kein Gottesbild machen dürfen, wenn sie sich sowieso nicht daran halten.
Ich bin auch der Meinung, dass man niemanden zwingen kann sich an religiöse Gesetze zu halten. Ich halte es sogar für unmöglich.
Wenn ein Mensch jedoch aufhören würde sich an alle Gedanken fest zu klammern und somit ein Teil dieser wird, dann werden Gesetze überflüssig.
Wenn der Gedanke kommt ,,Ich will meinen Mitmenschen jetzt fertig machen", dann kommt er halt, das heißt noch lange nicht, dass man von diesen Gedanken gelengt werden muss.
 

muhman

Geheimer Meister
21. Februar 2003
225
Tut mir Leid! Der erste Satz sollte eigentlich nur ein Zitat werden. Ich bin neu hier und bin halt bin den Funtkionen hier noch nicht so vertraut :oops:
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
@muhman
So wie ich das verstehe basiert dein Glaube nicht auf Erfahrungssache, sondern nur auf die Überlieferung von anderen Personen.
Ähm, jein. Meine Glaubensinhalte und -praktiken basieren auf Überlieferungen, ja. Der Glaube an sich ist aber trotzdem eine persönliche Erfahrung.

Ich habe bei vielen den Eindruck gewonnen, dass ihr glaube mehr auf Angst vor der Hölle basiert.
Ja und? Es ist beides. Einmal die Angst vor einer Bestrafung andererseits aber auch die Freude auf eine Belohnung. Ein Beispiel: Ich stehle nicht weil ich eine göttliche Bestrafung fürchte, ich speise einen Armen weil ich dafür Belohnung erhoffe.

Es ist von vorne bis hinten islamisches Gedankengut und es steckt abselut keine Individualität darin.
Glaub mir. Ich hab lang genug gebraucht, bis ich genügend selbstbewußt war meine Glaubensvorstellungen auch öffentlich zu vertreten. Es steckt hier und heute in Europa eine Menge Individualismus drin einen "altmodischen" Glauben gegen den Mainstream zu leben.

Angel of Seven schrieb:
Sag mal, gehst Du regelmäßig zum Gottesdienst Deiner Gemeinde oder bist Du gar nicht Gemeindetechnisch gebunden?
Ich versteh nicht was du mit dieser Frage bezweckst. :roll: :)

zauberweib schrieb:
bin laden stimmt dir da sicher zu....
Toll, jetzt hast du mich endlich entlarvt und gleich in eine Ecke geworfen... :?

zauberweib schrieb:
EBEN. das heisst, du hast kein recht, über den glauben eines ANDEREN zu urteilen, denn auch für andere ist es eine persönliche sache.. nun begriffen?
Ja, das hab ich schon immer begriffen. Wann hatte ich das Gegenteil behauptet?

Angel of Seven schrieb:
Jeder der behauptet ein Teil der Arche Noah gefunden zu haben, lügt. Das alte Testament ist fast ausschließlich symbolhaft/allegorisch zu sehen, anders war es den damaligen Völkern ja gar nicht zu erklären. Angenommen die Arche Noah wäre tatsächlich ein Raumschiff gewesen, wie hätte man das den damaligen Leuten in einer verständlichen Form näherbringen können?
Die Arche Noah ein Raumschiff. Tolle Theorie. :) Aber ich glaub dann doch lieber, das Noah ein klassisches Schiff baute, ist mir weniger utopisch. Hierzu ein Link: http://www.wort-und-wissen.de/disk/d90/4/d90-4.html


Zur Frage ob jeder glaubt: Manche Atheisten vertreten vielleicht die Meinung zu wissen (wissenschaftlich begründet, Evolution...) daß es keinen Gott gibt. Genauso wie manche Gläubige meinen im Besitz eines wissenschaftlich realen Beweises für Gott zu sein. Egal ob wir es glauben oder wissen nennen. Jeder hat eine Meinung, und jede Meinung einen dafür verantwortlichen Urheber. :wink:

Grüße fumarat
 

zeskwetsch

Geheimer Meister
27. Dezember 2002
238
zauberweib schrieb:
fumarat schrieb:
Jeder Mensch muß/darf selbst entscheiden an was er glauben will. Außerdem ist es nicht meine Vorstellung von Gott, sondern die welche uns Gott über seine Propheten selbst mitgeteilt hat an die ich glaube.

richtig.. DEIN GLAUBE, DEINE VORSTELLUNG von gott. so stellst du dir vor, dass es richtig ist. nicht mehr und nicht weniger.

Ich finde im Zusammenhang mit dem Glauben darf man arrogant sein.

bin laden stimmt dir da sicher zu....

Schließlich ist es ja auch eine persönliche Sache.

EBEN. das heisst, du hast kein recht, über den glauben eines ANDEREN zu urteilen, denn auch für andere ist es eine persönliche sache.. nun begriffen? :)

grüsse
zauberweib
Toll, und was soll ich jetzt noch schreiben? :mrgreen:
*demzauberweibeinelangt* :mrgreen: - aber natürlich auf nette Weise
 

Angel of Seven

Großer Auserwählter
23. Juli 2002
1.924
muhman schrieb:
Angel of Seven schrieb:
Hier irrst Du allerdings, es gibt keine nicht-Existens, der Beweis ist ist unsere eigene Existens.
Du hast mir damit eigentlich eher zugestimmt als widersprochen. :)
Es ist richtig, dass es keine nicht-Existenz gibt. Das ,,nichts" ist bestandteil der Existenz. Wenn das nicht so wäre, wärst du oder ich überall, weil da ja kein ,,Nichtts" zwischen wäre.

Tut mir Leid, diesen Gedankengang kann ich absolut nicht nachvollziehen, warum soll ein "nichts" zwischen uns beiden sein? "NICHTS" ist ein Gedankenkonstrukt welches auch nur als dieses existiert. Genaugenommen gibt es kein Nichts, gäbe es ein "Nichts" so könnten wir uns dessen nicht bewußt werden. Wären wir uns eines "Nichts" bewußt so wäre es im gleichen Moment kein "Nichts" mehr, da es mit Bewußtsein erfasst würde und den Status eines "Nichts" verlieren würde. Mindestens wäre es ja dann ein Gedanke, den man nicht als "Nichts" bezeichnen kann.
Wenn es ein "Nichts" gäbe, so wäre alles "Nichts" und damit nicht existent, das bedeutet: weil es uns gibt kann es kein "Nichts" geben . Ich hoffe Du kannst mir folgen, ich habe mir sehr viele Gedanken um diese Dinge gemacht!

Ich hatte mich vorher vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Ich meinte damit eigentlich eher, dass Gott existieren und nicht existieren muss, weil ,,Nichts" und ,,Etwas" zusammen funktionieren.
Wenn Gott nur existieren würde, wäre die Tatsache, dass er nicht existiert seine Grenze.
Man kann übrigens entweder behaupten, dass es kein ,,nichts" gibt oder dass es kein ,,etwas" gibt. Es hängt ganz vom Standpunkt ab.

Dein Gedankenfehler liegt darin begründet das Du denkst ein "Nichts" wäre Bestandteil des Ganzen, in Wirklichkeit gibt es nur "Nichts" oder "Alles", ein dazwischen existiert nicht!


Wenn du zum Beispiel die Augen zumachst, kannst du entweder behaupten, dass du nichts siehst oder dass du Dunkelheit siehst.
Wir wissen nun einmal nicht alles und wir sollten deshalb auch nicht so schnell beschließen, dass die begrenzte menschliche Perspektive real ist.
Ich will hier aber auch nicht soweit aushohlen.
Ich wollte mit dem Satz nur ausdrücken, dass Gott (wenn er allmächtig) ist, auch die Möglichkeit hat nicht zu existieren.

Wenn Du die Augen zumachst kannst Du niemals "Nichts" sehen, ein allmächtiger Gott hat sicherlich die Wahl nicht zu existieren, da wir aber existieren, ist klar wie er sich entschieden hat!
Um es nochmals klar auszudrücken: Gott könnte niemals gegen die von Ihm erschaffenen Naturgesetzte verstoßen, das würde er tun wenn er sich so mir nichts dir nicht sich entschließen würde nicht mehr zu existieren, auch sind diese ganzen Gedankengänge von uns ziemlich menschlich unvollkommen, da wir immer unser unreales Zeitverständnis mit in die ganze Sache verknüpfen!


@fumarat

Angel of Seven hat folgendes geschrieben::
Sag mal, gehst Du regelmäßig zum Gottesdienst Deiner Gemeinde oder bist Du gar nicht Gemeindetechnisch gebunden?


Ich versteh nicht was du mit dieser Frage bezweckst.

Ist doch ganz einfach: Bist Du in irgendeiner Kirche regelmäßig aktiv? :roll:

Angel of Seven hat folgendes geschrieben::
Jeder der behauptet ein Teil der Arche Noah gefunden zu haben, lügt. Das alte Testament ist fast ausschließlich symbolhaft/allegorisch zu sehen, anders war es den damaligen Völkern ja gar nicht zu erklären. Angenommen die Arche Noah wäre tatsächlich ein Raumschiff gewesen, wie hätte man das den damaligen Leuten in einer verständlichen Form näherbringen können?

Die Arche Noah ein Raumschiff. Tolle Theorie. Aber ich glaub dann doch lieber, das Noah ein klassisches Schiff baute, ist mir weniger utopisch. Hierzu ein Link: www.ich bin so verstockt.de

Bitte nicht das Wort im Mund umdrehen, darauf reagiere ich sehr allergisch! Ich schrieb angenommen nur um klarzumachen das eine "moderne" Vorstellung eines Raumschiffes einer damaligen Bevölkerungsstruktur nicht begrifflich darzustellen wäre, da sie von der Denkfähigkeit und selbst Phantasievorstellung nicht dazu in der Lage wären!
Ich bin keineswegs der Meinung das die Arche Noah ein Raumschiff war, allerdings halte ich diese Möglichkeit, im Gegensatz zu Dir, für weit wahrscheinlicher als das es sich um ein mit Hand gebautes Holzschiff gewesen ist, das dazu noch alle existierenden Lebewesen (und das in doppelter Ausführung) beherbergen könnte. Zudem stellt sich die Frage was mit dem ganzen Pflanzenmaterial was mindestens ebenso wichtig wäre geschehen ist? Oder ein Männchen der millionen Vogelarten wird von einer der tausend Katzenarten gefressen ( allein die Nahrungsvorräte für die Tiere wäre eine Masse die auf der Fläche Italiens angebaut hätten werden müssen, abgesehen davon das viele Tiere Fleischfresser sind und das bedeutet noch mehr Tiere an Board). Also, siehst Du ein das es sich um ein Gleichniss handeln muss oder soll ich Dich darüber aufklären was es bedeutet absurde fundamentalistische Thesen als Wahrheit zu akzeptieren?


lichtvolle Grüße


Angel of Seven
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
Angel of Seven schrieb:
Ist doch ganz einfach: Bist Du in irgendeiner Kirche regelmäßig aktiv?
Wenn du es unbedingt wissen willst. Ja ich bin in meiner Gemeinde regelmäßig aktiv. Bin mal gespannt was jetzt kommt...

zur Arche: Verzeih meine böse Unterstellung. :) Das kommt vom schnellen drüberlesen.. :oops:
Ich glaub Pflanzen haben kein Problem damit eine Sintflut zu überleben. Hast du überhaupt den Link gelesen? Ob man die Sintflut auch als Gleichnis sehen könnte hab ich mir auch schon öfters überlegt. Bin mir da aber nicht so sicher.

Grüße fumarat
 

MadX

Geselle
28. Februar 2003
37
Hi!

Schlagt mich nicht sofort, wenn ich jetzt was sage, was schonmal gesagt wurde ... Hab mir die vorigen 3 Seiten nämlich nicht durchgelesen! :oops:

Es gibt da passend zum Thema Glauben ein tolles Zitat/Dialog:
"An was glaubst du?"
"Gott!"
"Gibt es etwas wichtigeres als Gott?"
"Nichts ist wichtiger als Gott!"
"Gut! Dann "veehre" ich das Nichts!" :lol:

Nun zum eigentlichem: Ist Glauben Pflicht? Definitiv: nein! Wieso sollte es auch? Glauben dient nur zum Halt der Menschen damit nicht alles (wieder) ins Chaos stürzt. Gäbe es sowas wie Kirche/Bibel/Gebote ... Richtlinien nicht, was wäre dann heute in der Welt los? Allein MIT diesen ganzen Dingen gehts ja drunter und drüber. ich weiß ned ob ich den Spruch noch richtig zusammenkriege, aber der Sinn sollte noch erkennbar sein *g*
"Religion ist nur das Werkzeug zum Glauben" ... Oder so ... kA ... So ähnlich ging es jedenfalls! :roll:

Leute die an NICHTS glauben gibt es auch nicht, wenn dann glauben sie an sich ... Und es ist ja nichtmal verkehrt. Jeder ist sein eigener Gott! Jeder (So stehts auch in der Bibel, auch wenn ich von diesem Buch ned viel halte, Überlieferungsmäßig gesehen) JEDER mensch hat etwas göttliches in sich. Diese Kraft/Macht, ist das was uns ausmacht. Die Seele halt. Das woran die ganzen Leute glauben, lieber Threaderöffner *namevergessen*, ist irgendwie nichts anderes als diese Kraft ... genannt je nachdem was in den alten Büchern der einzelnen Religionen steht. Diese netten geschichten drumherum, die du so fantastisch findest sind ja auch nur im übertragendem Sinne zu sehen, denke ich ... Oder aber die Bibel und so berichten von Außerdirischen die mal auf der Erde waren *auf Däniken anspiel* :idea: Jedenfalls ist das was uns, die Welt und das Universum zusammenhält, erschaffen hat ist unsichtbare ... Magie ... Wenn ich das mal so sagen kann.

Hab ich schon erwähnt das ich neu dazugestoßen bin? :D Find das Forum jedenfalls klasse. In jeder Hinsicht
 

muhman

Geheimer Meister
21. Februar 2003
225
@Angel of Seven

Ich glaube du verstehst einfach nicht, was ich meine!
Ja es gibt entweder nichts oder etwas. Das ist der Grund warum beides zusammen gehört. Es kann beides das Gleiche sein oder beides ist verschieden. Es kommt einfach auf die Auslegung an.
Wenn man die Welt nur auf der Basis von Begriffen, sieht existiert überall etwas. Wenn man das jedoch nicht tut sieht man sie als nichtig an.
So wie wir die Welt sehen, ist alles nur die Interpretation der Dinge, die wir sehen oder fühlen mit der Hilfe der Begriffe in unseren Kopf.
Und diese Begriffe sind Überlieferungen von den Personen, die vor uns waren.
Die Dinge auf der Welt werden nur eingegrenzt, aber nicht wirklich erfahren.
Das was wir als ,,ich" ,betrachten ist aus diesem Grund eher die zusammenfügung der Vereinbahrungen unzähliger Personen.
Aus diesem Grund weiß im Grunde auch keiner wirklich wer er ist.

Hier noch ein Zitat zum Thema Realität aus dem Film Matrix von Morpheus:


[/quote]Was ist Realität? Wenn du die Realität als das betrachtest, was du siehst, hörst und fühlst, ist die Realität nichts weiter, als elektrische Impulse interpretiert von deinem Verstand
Aber man kann über dieses Thema echt Bücher schreiben. Ich empfehle dir einfach mal das Buch von Ken Wilber ,,Wege zum Selbst" zu lesen.

Vorhin hast du geschrieben:


in Wirklichkeit gibt es nur "Nichts" oder "Alles", ein dazwischen existiert nicht


Habe ich niemals behauptet!



@fumarat

Wenn du gläubig bist, warum solltest du dich dann vor einer Bestrafung fürchten?
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
@fumarat

Wenn du gläubig bist, warum solltest du dich dann vor einer Bestrafung fürchten?
:) Du bist lieb. Du versucht mir die Angst zu nehmen.
Ich hüte mich vor Sünden, weil ich der Überzeugung bin, daß ein Tag kommen wird, an dem abgerechnet wird. Und ich habe Angst, daß ich an jenem Tag zu viele schlechte Taten auf mir lasten habe.

Grüße fumarat
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
@ zeskwetsch - ich werd dir meine posts in zukunft zum genehmigen geben.. oder noch besser.. du kriegst die hälfte davon hab, damit du auch was zum posten hast *lol* :) :) :)
@ fumarat in eine ecke stellen wollte ich dich eigentlich nicht (obwohl.. doch, los, stell dich in die ecke, geh nicht über los und ziehe keine 4000 mark ein :) ) von dem was du aussagst - sollte dies wirklich dein standpunkt sein -ist es nur noch ein winziger schritt hin zum fanatismus. man selber hält sich natürlich immer für den guten (siehe ebush) und rechtfertigt jegliches handeln mit dem satz "ich meins ja nur gut!" .. so wie früher, wenn der vater den sohn mit dem rohrstock verprügelt hat mit den worten "glaube mir mein sohn, es schmerzt mich mehr als dich" :(
aber ich weiche schon wieder ab..

@ notom deine kritik ist angebracht und in einigen fällen stimmt sie auch. noch immer gibts nicht wenige - strenggläubige - menschen, die steif und fest behaupten, dass z.b. homosexualität eine krankheit wäre, die geheilt werden könne und müsse. es gibt hier sogar organisationen die - wie ich finde - relativ aggressiv in die öffentlichkeit gehen und natürlichihre glaubensbrüder unds chwestern regelrecht dazu aufstacheln, doch alle "kranken" zu ihnen zu bringen, um sie "heilen" zu können.. also, bei sowas könnt ichkotzen und ich fühl mich einfach hilflos, machtlos.. :(
deshalb (naj, nicht nru deshalb) gibts bei mir zwei wichtige punkte den glauben betreffen:
1. glaube ist privatsache.
2. leben ist veränderung

es gibt nichts statisches, und dadurch, dass der glaube persönlcih ist, nichts absolutes. so ist mE gottes allmacht (allmöglichkeit) zu verstehen. bei / für gott ist eben ALLES MÖGLICH. und das sogar gleichzeitg. gott kann dir als alter mann mit bart erscheinen und exakt im selben moment mir als junge rassige amazone im knappen bikini (wobeis dir umgekehrt vermutlich lieber wäre :) )
"glauben" ist ein "tuns-wort" - etwas aktives, etwas, das passiert.. etwas das nach meinem verständnis sowohl geist als auch körper und seele fordert. etwas, dass sowohl vom verstand, als auch vom herz und vom bauch in sich stimmig sein muss, um für mich "wahr" zu sein. erst dann kann ich sagen, jep, das glaube ich. und dann kann ich - mithilfe dieser mir dann innewohnenden "grundeinsteillung" ganz gut meine entscheidungen treffen... ja, ich denke, so lässt sich das gut erklären.. es ist ein parameter-setzen, anhand derer dann bestimmt wird, wie gut das programm dann läuft.. und das programm ist mein leben.. und das betriebssystem unter dem es laufen muss, is erde 21.jh. oder so.. :)

@ angel of seven, was soll ich noch sagen? du hast ja schon alles gesgt.. :) :) :) (gibs zu, zeskwetsch hat dich geschickt :) :) )


achja, zum schluss ist nir noch was nettes aufgefallen:

fumarat hat ein beispiel gebracht, was die handlungen seines glaubens angeht:
Ich stehle nicht weil ich eine göttliche Bestrafung fürchte, ich speise einen Armen weil ich dafür Belohnung erhoffe.


nunja... ich nenn das schleimig und scheinheilig. das passiert, wenn man die welt fein säuberlich in zwei hälften - "gut" und "böse" - trennt..
nicht stehlen, aus angst vor einer bestrafung? hast du selber denn kein bewusstsein, gefühl dafür, was recht ist und was nicht?
und armenspeisung, weil man dann belohnt wird? also, wenn ich einem hungernden was zu essen gebe, dann aus eben jenem grund... weil er hunger hat..
ich denke, das ist wohl ein grundsätzllicher unterschied... fumarat, ich hab den eindruck, du hast deine "do + don't" liste im kopf und bei allem, was dir begegnet, bei jeder entscheidung, kuckst du einfach auf die liste und handelst danach. ohne dir eigentlich konkret über die situation bewusst zu werden. du kuckst nur, wo auf deine rliste das steht und dann tust dus oder lässt dus. ganz einfach.
für mich ist der glaube aber mehr als ne liste, die mir das denken und die fähigkeit, die richtigen entscheidungen zu treffen, abnimmt.. ich strebe damit eine lebenseinstellung, weltanaschauung an, die es mir ermöglicht, VON SELBER das richtige zu tun. ohne auf irgendwelche listen zu kcuken, bücher zu wälzen oder was auch immer :)
man muss nicht gläubig sein, um einen hungernden zu essen zu geben. es reicht zu erkennen, dass er hunger hat..

alles liebe
zauberweib
 
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