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16 Gründe für Religiosität

NoToM

Intendant der Gebäude
13. Januar 2003
852
Psychologe definiert 16 Gründe für Religiosität

Nicht nur die Angst vor dem Tod, sondern die persönlichen Bedürfnisse lassen Menschen religiös werden

Menschen sind nicht nur aus Angst vor dem Tod religiös, wie viele annehmen. Für Religiosität gibt es weit mehr Gründe, meint Steven Reiss, Professor für Psychologie und Psychiatrie an der Ohio State University in Columbus. Genau 16 sind es laut seiner Theorie der Religion, die er in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Zygon (Band 39 (2), S. 303) vorstellt.

Reiss bezieht sich dabei auf eine von ihm entwickelte Theorie der menschlichen Motivation, die so genannte Sensitivitätstheorie. Diese geht – auf der Grundlage von wissenschaftlich erhobenen Daten – davon aus, dass es 16 grundlegende Bedürfnisse gibt, die das Handeln und die Persönlichkeit des Menschen bestimmen. Dazu gehören zum Beispiel der Wunsch nach Unabhängigkeit, sozialem Kontakt, Anerkennung oder Status.

Kompletter Bericht unter: http://www.wissenschaft.de/wissen/news/241296.html

Leider kostet der ganze Artikel auf http://www.ingenta.com/ 38us$!
Wär bestimmt noch interessant gewesen...
 

NiE

Großmeister
21. April 2004
52
artikel ist gut, mir ist das aber schon bekannt.
viele gläubige haben auch garkeine angst vorm tod, sondern sehehn die glaubensgemeinschaft als hauptgrund für das glauben. jeder mof oder hinterwäldler, der im wahren leben keine fraunde hat, kann hier eintreten und für ein entgeld (kirchensteuer) aufmerksamkeit und anerkennung erlangen.
 

NoToM

Intendant der Gebäude
13. Januar 2003
852
Kann hier jemand eine Brücke schlagen von seinen Charaktereigenschaften zu seiner Religion ? Also extrem Ordnungsliebend = Ritualfixiert usw.

Ach ja, bitte Post von NiE ignorieren, sonst wird hier nur gestritten und das Thema aus den Augen verloren... :roll:
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
Ich halte solche Spielereien von Psychologen für äußerst unseriös und sogar gefährlich. Ich hasse es wenn "Wissenschafter" meinen sie könnten Geisteshaltungen eines Menschen materiell nachweisen. Erst beginnt es mit einem Psychoprofil, dann kommen irgendwelche Hormonwerte um schlußendlich in der Genetik zu enden. Eine sehr gefährliche Verbindung, die als wissenschaftliches Grundwerk für alle möglichen Scheußlichkeiten hinhalten kann. Das hat erstmal mit dem Thema Religiösität gar nichts zu tun.

Man setze in obigen Artikel, statt Religiösität, einfach mal Kindesmißbrauch, um zu verstehen was ich meine.


Grüße fumarat
 

NoToM

Intendant der Gebäude
13. Januar 2003
852
Ok, aber vielleicht kannst Du mir ja trotzdem die Frage beantworten, ob dies grundsätzlich auf dich zutrifft. Wie man das deuten muss, ist sicherlich ein anderes Thema.

Ich halte mich zB für sehr Freiheitsliebend (im Geiste!) und finde vielleicht desshalb keinen Draht zum Thema Religion auch wenn ich mich nicht gerade als Atheist bezeichnen würde.
 

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
Von meinen Charaktereigenschaften...ich bin...hm, ich weiss es nicht. Dazu bräuchte ich einen überbezahlten (geldgierigen) Psychologen ;)
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
fumarat schrieb:
Ich halte solche Spielereien von Psychologen für äußerst unseriös und sogar gefährlich. Ich hasse es wenn "Wissenschafter" meinen sie könnten Geisteshaltungen eines Menschen materiell nachweisen. Erst beginnt es mit einem Psychoprofil, dann kommen irgendwelche Hormonwerte um schlußendlich in der Genetik zu enden. Eine sehr gefährliche Verbindung, die als wissenschaftliches Grundwerk für alle möglichen Scheußlichkeiten hinhalten kann. Das hat erstmal mit dem Thema Religiösität gar nichts zu tun.

Man setze in obigen Artikel, statt Religiösität, einfach mal Kindesmißbrauch, um zu verstehen was ich meine.


Grüße fumarat

was ist daran schlimm, wenn man versucht, den motivationen von kinderschändern aus wissenschaftlicher sicht auf die schliche zu kommen?

weiters: wissenschaftler können halt einfach nicht auf die ursache gott rekurrieren. also, dass jemand glaubt, weil gott das so will, ist für wissenschaftler keine überprüfbare hypothese. was sollen sie denn sonst machen, wenn nicht "materiell" forschen? im übrigen halte ich bedürfnisse nicht für materiell (es gibt wohl materielle bedürfnisse, aber das bedürfnis an sich ist es nicht) - hast du schon mal eines gesehen?

aber: es ist und bleibt eine theorie (das ist und bleibt es aber immer). klar kann das von psychogrammen bis zur genetik gehen. verschiedene wissenschaftler versuchen immer wieder, "ihre" theorien zu belegen. der eine halt biologisch-genetisch, der ander (sozial)psychologisch. dass es 16 verschiedene bedürfnisse gibt, hat der jetzt halt postuliert und wohl auch empirisch belegt. ich wette mit dir, es lassen sich auch 15 oder 17 verschiedene bedürfnisse postulieren und empirisch belegen. es gibt auch genügend bedürfnistheorien, die nur von einem einzigen grundbedürfnis ausgehen (das ist dann meist sicherheit, liebe, nahrung oder sowas). das wissenschaft immer missbraucht werden kann, ist doch auch nix neues. theorien zum lernverhalten von kindern können zu ihrem wohl eingesetzt werden (z.b. bei gutem unterricht) und zu ihrem wehe (z.b. bei der ausbildung zu kindersoldaten). man kann durch bestrahlung menschen heilen, und sie auch töten. man kann mit der angesprochenen theorie religiöse menschen diffamieren, man kann aber auch fehlentwicklungen entgegensteuern. wie wäre es, wenn man mit hilfe dieser theorie, die bedürfnisse religiöser extremisten so genau eruieren könnte, dass man sie befriedigen kann (die bedürfnisse natürlich!), ohne dass sie gleich menschen töten? ich selbst glaube ja, dass mit subjektiven theorien über religion weitaus mehr schindluder getrieben wird (z.b. zur diffamierung) als mit wissenschaftlichen. das einzige problem ist, (und das ist dne verschissenen journis anzulasten und nicht den wissenschaftlern): das wird immer so vermittelt, als sei es jetzt die ultimtive wahrheit, nur weil es "die wissenschaft" so rausbekommen hat. "die wissenschaft" gibt es aber gar nicht. die sind sich alle gar nicht so einig, was "die wahrheit" ist. wissenschaftler wissen das, journalisten kehren das häufig unter den teppich...
 

NoToM

Intendant der Gebäude
13. Januar 2003
852
Gaara schrieb:
Von meinen Charaktereigenschaften...ich bin...hm, ich weiss es nicht. Dazu bräuchte ich einen überbezahlten (geldgierigen) Psychologen ;)

Naja, sooo schwer kann das ja nicht sein. :wink:

@antimagnet

Dem kann ich voll und ganz zustimmen !
 

Ismael

Erhabener auserwählter Ritter
1. Januar 2004
1.118
ich bin ein ruhiger , gerechtigkeitsliebender freier mensch....und ich bin ein gläubiger mensch ( ich für mich selbst würde sogar sagen ein wissender mensch..)

habe mich mit sogut wie allen religionen beschäftigt und deren bücher gelesen
also freiheitsliebend und religionsablehnend passt wohl nicht :)
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
@antimagnet:

was ist daran schlimm, wenn man versucht, den motivationen von kinderschändern aus wissenschaftlicher sicht auf die schliche zu kommen?
Glaubst du ernsthaft dass das geht? Wie stellst du dir das außerdem vor? So um die Pubertät eine psychologische Rasterfahndung? Mal sehen was deine Meinung ist wenn du oder dein Kind dabei die Bescheinigung: "Hochgradige Neigung zu Kinderschändigung, potentieller Terrorist, etc..." bekommst.

Abgesehen davon halte ich die Theorie für Schwachfug.


@Notom:

Dazu gehören zum Beispiel der Wunsch nach Unabhängigkeit, sozialem Kontakt, Anerkennung oder Status.
Diese Punkte treffen auf mich nicht zu, nein, wirklich nicht.


Grüße fumarat
 

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
NoToM schrieb:
Naja, sooo schwer kann das ja nicht sein. :wink:

Oogeh : Ich bin freiheitsliebend (:D wie jder andere hier auch ^^), mag Freunde und Familie, mag Kunst, ich habe keine Wutanfälle, ich bin oft zu faul, ich kann keine geraden Linien zeichnen...so. So richtig was draus schliessen kann ich auch nicht T_T :wink:
 

NoToM

Intendant der Gebäude
13. Januar 2003
852
fumarat schrieb:
@Notom:

Dazu gehören zum Beispiel der Wunsch nach Unabhängigkeit, sozialem Kontakt, Anerkennung oder Status.
Diese Punkte treffen auf mich nicht zu, nein, wirklich nicht.

Das waren nur Beispiele so wie ich das verstanden habe, also Menschen mit zB. einem grossem Unabhängigkeitsbedürfniss tendieren eher zum Atheismus usw.

Schade sind diese 16 Gründe nirgens nachzulesen, hab im Web nix gefunden (ohne zu bezahlen...38$ sind selbst mir etwas zu viel)
 

NoToM

Intendant der Gebäude
13. Januar 2003
852
bombaholik schrieb:
Wie wäre es mit dem Argument, dass es Gott (+Dämonen, Engel etc) gibt?

Das Eine schliesst doch das Andere nicht aus. Ich finde, auch für einen Gläubigen kann das durchaus trotzdem ein interessantes Thema sein.
Ich habe das jedenfalls nicht als Kritik am Glauben verstanden.
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
@bomba:

das kann nicht wissenschaftlich überprüft werden.

@fum:

an sich hast du da schon auch recht. aber für mich gehört das in die kategorie "schindluder treiben mit wissenschafltichen erkenntnissen". aus der tatsache, das triebtäter bestimmte motive haben folgt nicht, dass jeder der diese motive auch hat, ein triebtäter ist.

mir ist noch ein kritischer punkt eingefallen - aber ich weiß nicht, ob unser wissenschaftler drauf reingefallen ist, oder ob er das berücksichtigt:
man kann nicht vom verhalten religiöser menschen auf motive schließen und dann diese motive wiederum als erklärung für religiösität heranziehen. das wäre ein zirkelschluss (aus phänomen folgt erklärung, aus erklärung folgt phänomen)...
 

DruWidMan

Geselle
1. Juni 2004
10
16 Gründe - so ein Quatsch!

Hallo - darf ich mich mal einklinken?

16 Gründe für Religiosität?
Dummes Zeug!
Es gibt nur einen Grund:
Der ist Gott.
Und wenn es Gott nicht gäbe,
dann gäbe es keinen Grund!

Glauben - das sollte keiner.
Gott kann man erfahren.
Dann kann man das
Glatteis des Glauben vermeiden.

Sucht nicht - laßt Euch finden!

Herzlich: Dru.
 

Lyle

Vorsteher und Richter
16. Februar 2003
777
NoToM schrieb:
Das waren nur Beispiele so wie ich das verstanden habe, also Menschen mit zB. einem grossem Unabhängigkeitsbedürfniss tendieren eher zum Atheismus usw.
Das habe ich anders verstanden. So wie die Theorie in der Quelle dargestellt wird, behandelt sie nicht den Glauben, sondern die Religion. Dass heißt, wenn du ein großes Unabhängigkeitsbedürfnis hast, dann würdest du versuchen bei Deiner Religionsausübung eine Position einzunehmen, bei Der Du entweder an der möglichst weit in der Spitze einer Hierarchie stehst, oder in der es keine Hierarchie gibt.
Was damit aber nicht gelöst wird, ist die Frage: Warum wird überhaupt geglaubt? Warum versuchen die Menschen überhaupt eine Rückverbindung mit Gott aufzunehmen - denn das ist ja die eigentliche Bedeutung von Religion (religare = rückverbinden)

Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob das in der Theorie geklärt wird oder nicht. (Ich weiß ja nicht, wie treffend sie widergegeben ist) Wird es nicht geklärt, d.h. versucht sie zu beschreiben warum innerhalb des Rahmens den der Glaube vorgibt, welche Religosität ausgelebt wird, oder wie der existierende Glaube durch psychologische Effekte beeinflusst wird, dann finde ich es ohne genauere Kenntnis der Theorie schwierig ein vollständiges Urteil zu fällen, vorausgesetzt ich wäre als Laie dazu überhaupt in der Lage.

Versucht sie jedoch allein durch Psychologie zu erklären, wie der Glaube an Gott (Götter, das Göttliche, etc.) zustande kommt, dann kann ich ganz einfach sagen: Die Theorie ist falsch, oder zumindest ausgesprochen unvollständig, denn sie berücksichtigt nicht die Existenz Gottes (hier nicht Götter, das Göttliche, etc.)
 

bombaholik

Auserwählter Meister der Neun
14. Oktober 2003
924
Wissenschaftlich.

Bitte, aber eine Erklärung anhand von Psychologie??

Ist Psychologie was zum Anfassen?
Dort geht es ebenfalls um geistiges unmaterielles, was dann Folgen auf die Materie hat. z.b. Gedanke - Handlung.

So kann ich ebenfalls Gott beweisen.

Ich sehe eine Wirkung in der Welt, nennen wir sie mal Leben oder Evolution und Ich kann mir den Ursprung vorstellen.

Ich habe vielleicht nicht gerade die passenden Argumente, aber du dürftest wohl raffen was ich meine.

Es steht auf gleicher Stufe ob ich sage ich habe Gott persönlich erlebt und du ich hätte es mir im Hrin eingebildet.
 

Woppadaq

Großmeister-Architekt
2. August 2003
1.228
Re: 16 Gründe - so ein Quatsch!

DruWidMan schrieb:
Es gibt nur einen Grund:
Der ist Gott.
Und wenn es Gott nicht gäbe,
dann gäbe es keinen Grund!

Für mich einer der wichtigsten Gründe, warum ich NICHT an Gott glaube !



Aber mal ne Nebenfrage:
Bedeutet Religiösität gleich Glaube an Gott ?
Kann man auch religiös sein und NICHT an Gott glauben ?
Ich sag dann schon mal im voraus, daß dies bei mir der Fall ist.
 

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