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Dies ist eine Diskussion zum Thema "gibt es mehr geld, als man waren damit kaufen kann ?" im "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" des Bereiches "Weltgeschehen"
tjo...
Generelle Antwort:
Hängt von der Preisentwicklung der Waren ab, gelle?
Antwort in Bezug auf den momentanen Zustand:
Ja.
Zu dem Thema hat sich Bernard Lietaer, einer der 'Väter' des Euro geäußert:
Das ganze Interview gab es unter http://www.brandeins.de/magazin/arch.../artikel9.html zu lesen, leider ist der Link im Augenblick (?) tot.(...)Unsere Währungen sind reine Fiat-Währungen, das heißt, die Geldschöpfung geschieht heute aus dem Nichts, beziehungsweise sie beruht auf der Kreditvergabe der privaten Banken und ist somit an keine materielle Wirklichkeit mehr gebunden. Die Digitalisierung des Geldes durch die Computertechnik ermöglicht es zudem, große Geldsummen als elektronische Daten zu übermitteln. Dadurch haben die spekulativen Devisentransaktionen in einem ungeheuren Ausmaß zugenommen. Heute entsprechen nur zwei Prozent aller Devisentransaktionen einem realen Austausch von Gütern und Dienstleistungen, 98 Prozent sind spekulativ. In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts lag das tägliche Volumen der Devisentransaktionen bei 20 bis 30 Milliarden US-Dollar. Heute werden weltweit jeden Tag zwei Billionen US-Dollar transferiert. Zwei Billionen Dollar, haben Sie eine Vorstellung, wie viel Geld das ist?
brand eins: Ehrlich gesagt, nein.
Lietaer: Wenn Sie eine Druckerpresse hätten, die pro Sekunde eine Dollarnote drucken könnte und Tag und Nacht in Betrieb wäre, müssten Sie 63416 Jahre lang drucken, um diese Summe zu erreichen. Sie müssten zurückgehen in die Jungsteinzeit und einen Neandertaler die Druckerpresse in Gang setzen lassen, um die Geldmenge in Papier zu erzeugen, die heute täglich zu spekulativen Zwecken um den Globus fließen. Die Währungsreserven aller Zentralbanken der Welt, ihre sämtlichen Goldbestände eingeschlossen, entsprechen nur den Transaktionen, die in sieben bis acht Stunden getätigt werden. In einer weltweiten Währungskrise wäre keine Instanz in der Lage zu intervenieren. Die Mittel dazu sind überhaupt nicht vorhanden.
(...)
ja also das ist schon ziemlich krass
ich stelle mir aber schon die frage, wie es so weit kommen konnte.
das geht doch nur wenn irgendwann mal jemand einfach so milliarden erfunden hat, und die auf ein konto getan hat
ich weiß das sit jetzt vereinfacht, aber ist doch so.
wenn unsereeiner aufs konto schaut, dann sieht er doch nur geld das er eingezahlt hat oder das er als gehalt bekommt.
das muss der konzern ja irgendwo herhaben.
aber was ich auch irgendwie beeindruckend finde, ist dass wenn die BRD z.b. jährlich mehrere milliarden schulden macht, dann gibts dieses geld eigentlich gar nicht, sondern nur als binary code in nem pc.
wenn man das löschen könnte, wow
auch habe ich das in dem film verlockende falle mit staunen festgestellt, was so ein virtueller bankraucb bringen würde.
-.-When there's nothing left to burn, you have to set yourself on fire-.-
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@Dark in Doubt:
"ich stelle mir aber schon die frage, wie es so weit kommen konnte.
das geht doch nur wenn irgendwann mal jemand einfach so milliarden erfunden hat, und die auf ein konto getan hat"
tja, mein Lieber, vielleicht war das WIRKLICh so...
In jedem Fall haben findige Bankiers im vorletzten Jahrhundert
erkannt, dass, wenn man eine Bank betreiben will, man etwa
70mal soviel Geld verleihen kann, als man selbst -gedeckt-
besitzt..(vielleicht war es auch aber auch nur 7mal soviel,,)
Der Zins macht's möglich...
Nehmen wir mal den Dollar. Sein Nennwert war ja einst
durch den Gegenwert in Gold (gelagert in Fort Knox) gesichert,
jedenfalls hab ich das so verstanden..Wenn ich mit dem Dollar
eine Ware erwerbe, dann garantierte der Gegenwert in Gold
seitens der Regierung dem Verkäufer, dass das bedruckte
Stück Papier auch tatsächlich Wert besitzt.
(Vor diesem Hintergrund kann praktisch jeder eine eigene
Währung heraus geben, wenn er eine entsprechende Deckung
nachweisen kann - in Deutschland zuletzt vor ein paar Jahren
auf regionaler Ebene von einer Einzelperson praktiziert)
Nun legt der Verkäufer den oder die erhaltenen Dollar auf
sein Konto und läßt sie sich, sagen wir ein Jahr verzinsen.
Der Gegenwert der ursprünglichen Einzahlung ist ja durch
das Gold gedeckt gewesen. Die Zinserträge können es nicht
mehr sein, es sei denn das Bundesschatzamt beschäftigt
einen Alchimisten.
Folge: Irgendwann müsste es durch die allgemeine Verzinsung
mehr Geld geben, als seinem Gegenwert entspricht, der damit,
wie in den USA ja geschehen auch hinfällig wird, weil das
Gold peu a peu zur Deckung der Währung veräußert werden
mußte (aber die Regierungen dort haben es verstanden, sich
durch 'Anleihen' bei 'befreundeten' Staaten liquide zu halten..)
Finanzpolitik ist ein Verschwörungsthema, dass viel zu wenig
Beachtung findet....nur mal hier hin gestellt, die Staatverschuldung
der BRD und der dafür zu entrichtende jährliche Zins (u.a. aus dem
Steueraufkommen)
Qui bono?
"Ja, Ja, Ja"
Zinsen kann nur jemand bezahlen, der durch diese Dollars selbst einen Gewinn einfährt. Er braucht also keinen Alchemisten, er kann bei Bedarf Gold nachkaufen.Nun legt der Verkäufer den oder die erhaltenen Dollar auf
sein Konto und läßt sie sich, sagen wir ein Jahr verzinsen.
Der Gegenwert der ursprünglichen Einzahlung ist ja durch
das Gold gedeckt gewesen. Die Zinserträge können es nicht
mehr sein, es sei denn das Bundesschatzamt beschäftigt
einen Alchimisten.
Im Allgemeinen kauft sich der Geldverleiher aber keinen glänzenden Klumpen Metall sondern einen glänzenden Klumpen Glas in der Frankfurter City.![]()