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Mehr als 100 000 Demonstranten gegen Sozialkahlschlag

Dies ist eine Diskussion zum Thema "Mehr als 100 000 Demonstranten gegen Sozialkahlschlag" im "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" des Bereiches "Weltgeschehen"

  1. #79
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    Zitat Zitat von hives
    Flexibilisierung ist mit Sicherheit nicht die Lösung aller Probleme, wird jedoch in den Massenmedien (zusammen mit Eigenverantwortung) immer mehr als solche angepriesen
    Ja, weil die bürokratische Gängelung in Deutschlnd stellenweise wirklich die wirtschaftliche Entwicklung hemmt und teilweise auch für Stellenabbau verantwortlich ist.

    Ein Beispiel kenne ich aus eigener Erfahrung:
    Ich arbeitete im Jahre 2001 für eine Werbefirma (als Programierer), die die schwedische Firma Skanska betreute. Das war eine Baufirma, die im wesentlichen kleinere Häuser für ca 250 000 Euro anbot. Diese Häuser mußten natürlich erstmal gebaut werden. Also beschäftigte Skanska ca 300 Bauarbeiter über Subfirmen.

    Ein halbes Jahr später bekam die Firma eine Anzeige wegen Schwarzarbeit. Man war verwundert, waren doch ihrer Meinung nach keine Arbeiter illegal beschäftigt. Es kam heraus: Nicht die Arbeiter waren illegal, sondern was sie taten ! Die von Skanska beauftragte Subfirma hatte nicht nur Maurerarbeiten übernommen, sondern auch die Verklinkerung der Häuser. Meiner Meinung nach ist Verklinkerung zwar auch Maurerarbeit, aber die Maurer waren nicht speziell dafür ausgebildet worden, also war ihre Arbeit illegal. Diese geniale Regelung, die die Qualität erhöhen und mit Gewalt Arbeitsplätze schaffen sollte, bewirkte genau das Gegenteil: Skanska zog sich vom deutschen Markt zurück, und zwar ziemlich plötzlich.

    Ich muß hier zu bedenken geben, daß Skanska eine ziemlich große Firma ist, also durchaus das Geld gehabt hätte, noch eine weitere Firma zu bezahlen. Nur hätten sich dann die Häuser nicht mehr gerechnet.

    Meine Werbefirma, die bereits den nicht zu knappen Etat von Skanska verplant hatte, mußte Ende des Jahres ihren Mitarbeiterstamm von 18 auf 6 reduzieren. Meine Arbeitsstelle ging auch dabei drauf. Nur mal als Beispiel.

  2. #80
    Vorgesetzter und Richter
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    woppodaq du spiegelst einfach die im mainstream propagierte meinung wieder.
    Das was unsere Politiker und gewisse Personalvorstände von großen unternehmen (hartz) vorschlagen ist sicher auf unternehmen zugeschnitten und nicht auf die gesellschaft und den einfachen arbeiter, angestellten!

    dieser gedanke eines posters hier über dass was die betriebe durch entlassungen als gewinn verbuchen, ist eigendlich das geld der gesellschaft und sollte dieser auch wieder zugeführt werden, ist meinermeinung das treffenste!

    schön wie du die schuld in die schuhe von stonstjemandem steckst mit deinem beispiel...schuld allein hat die firma! schuld ist deren egoismus!

    und denken der markt würde sich in dieser situation ohne eingriff des staates selbst "heilen" ist meiner meinung nach naiv!

    EDIT:

    Es ist ein Skandal, dass DaimlerChrysler seit über 10 Jahren in Stuttgart keinen müden Euro Gewerbesteuer bezahlt. Es ist ein Skandal, dass jeder Hundebesitzer in München mehr Steuern bezahlt als Siemens.

    aus der rede zur demostration!
    .....evtl. ist er der glücklichste Mensch auf der Welt!

  3. #81
    Auserwählter Meister der Fünfzehn
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    Standard

    Zitat Zitat von Woppadaq
    Zitat Zitat von hives
    Flexibilisierung ist mit Sicherheit nicht die Lösung aller Probleme, wird jedoch in den Massenmedien (zusammen mit Eigenverantwortung) immer mehr als solche angepriesen
    Ja, weil die bürokratische Gängelung in Deutschlnd stellenweise wirklich die wirtschaftliche Entwicklung hemmt und teilweise auch für Stellenabbau verantwortlich ist.

    Ein Beispiel kenne ich aus eigener Erfahrung:
    Ich arbeitete im Jahre 2001 für eine Werbefirma (als Programierer), die die schwedische Firma Skanska betreute. Das war eine Baufirma, die im wesentlichen kleinere Häuser für ca 250 000 Euro anbot. Diese Häuser mußten natürlich erstmal gebaut werden. Also beschäftigte Skanska ca 300 Bauarbeiter über Subfirmen.

    Ein halbes Jahr später bekam die Firma eine Anzeige wegen Schwarzarbeit. Man war verwundert, waren doch ihrer Meinung nach keine Arbeiter illegal beschäftigt. Es kam heraus: Nicht die Arbeiter waren illegal, sondern was sie taten ! Die von Skanska beauftragte Subfirma hatte nicht nur Maurerarbeiten übernommen, sondern auch die Verklinkerung der Häuser. Meiner Meinung nach ist Verklinkerung zwar auch Maurerarbeit, aber die Maurer waren nicht speziell dafür ausgebildet worden, also war ihre Arbeit illegal. Diese geniale Regelung, die die Qualität erhöhen und mit Gewalt Arbeitsplätze schaffen sollte, bewirkte genau das Gegenteil: Skanska zog sich vom deutschen Markt zurück, und zwar ziemlich plötzlich.

    Ich muß hier zu bedenken geben, daß Skanska eine ziemlich große Firma ist, also durchaus das Geld gehabt hätte, noch eine weitere Firma zu bezahlen. Nur hätten sich dann die Häuser nicht mehr gerechnet.

    Meine Werbefirma, die bereits den nicht zu knappen Etat von Skanska verplant hatte, mußte Ende des Jahres ihren Mitarbeiterstamm von 18 auf 6 reduzieren. Meine Arbeitsstelle ging auch dabei drauf. Nur mal als Beispiel.
    Du hast hier ein Beispiel beschrieben - ich habe nie behauptet, dass jede Flecibilisierung schlecht ist und die totale Inflexibilität ein Ziel sein sollte - wichtig ist mir bei der ganzen Diskussion das folgende:
    "Flexibilisierung" ist auch (und momentan vor allem) die Entsorgung der sozialen Sicherungen ("Bevormundungen"), das Abschaffen der langfristig gesicherten Beschäftigung etc.
    Ich kenne auch viele Dinge, die in unserer Gesellschaft nicht "flexibel" genug sind, die Frage ist doch: Werden sie geändert, wenn ich nach Flexibilisierung rufe?
    "Es gibt keine Alternativen" wird in (fast) allen Medien verbreitet - das heisst vor allem: Es gibt keine starke Lobby, die diese vertreten...

    Flexibilisierung ungleich Flexibilisierung. Es ist eine Worthülse, die vor allem gerne von Menschen gebraucht wird, die darin die totale Ökonomisierung des Menschen und Sozialabbau "verstecken".
    Das alles allein bringt den Leuten, die nach Flexibilisierung gerufen haben, jedoch nur wenig...
    "Currently, however, our PSYOP campaigns are often reactive and not well organized for maximum impact." -- US DoD 2003

  4. #82
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    >>Zinsloser Kredit, 25 Jahre lang

    Diese Mehrleistung muß selbstverständlich drin sein in dem Preis, den die Betriebe für die auf 35 Stunden berechnete Arbeitswoche ihrer Mitarbeiter bislang bezahlen. Die passende Lohnform, die diese Mehrleistung in der bezahlten Arbeit einschließt, ergibt sich für Hartz »folglich« ganz »einfach« daraus, daß man die 35 Wochenarbeitsstunden als Durchschnitt auf ein ganzes Berufsleben berechnet, in dem sich die tatsächlich gearbeiteten Wochenstunden ganz aus der freien Kalkulation des Kapitals mit der Arbeitskraft ergeben. Schon dran gewöhnt, daß Überstunden- und Wochenendzuschläge vom Lohnzettel gestrichen sind und der versprochene Ausgleich von Guthaben der – bei VW schon länger eingeführten – Jahresarbeitszeitkonten am Ende eines Arbeitsjahres regelmäßig auf unbestimmte Zeit verschoben wird, darf der Arbeiter dies nach den Vorstellungen von Hartz jetzt als Prinzip der Entlohnung für seine Lebensarbeitszeit akzeptieren.<<


    das ist nichts anderes, als der mehr als durchsichtige versuch, mehrarbeit ohne entsprechenden lohnausgleich ganz offiziell zu etablieren.
    der trend wird zur regel.


    >>...Je länger der Abrechnungszeitraum veranschlagt wird, in dem für eine Durchschnittsarbeitszeit ein fixer Lohn bezahlt wird, desto mehr Freiheiten in der Beanspruchung der Arbeitskraft erwirbt sich das Kapital mit der Bezahlung dieser fixen Größe. Durch die Ausdehnung dieses Prinzips aufs ganze Arbeitsleben spielt für die Entlohnung der Unterschied zwischen Normalarbeitszeit (pro Tag, pro Woche, pro Monat, jetzt sogar pro Jahr) und Zusatzarbeit endgültig keine Rolle mehr. Gleichgültig dagegen, in welcher Phase seiner »demographischen Arbeitszeit« er sich gerade befindet, bekommt der Arbeiter monatlich einen Durchschnittsbetrag ausbezahlt.

    ...Für die fünf Stunden zusätzliche Arbeit pro Woche streicht das Unternehmen nicht nur den Profit schon laufend ein, sondern läßt sich den für das Zustandekommen dieses Ertrags unverzichtbaren Kostenfaktor ›Arbeit‹ auch noch von seiner Belegschaft über Jahre hinaus vorfinanzieren.

    ...Denn soviel steht jetzt schon fest – und ist durch die Erfahrungen mit der Jahresarbeitszeit und dem Ausgleich entsprechender Konten längst verbürgt –, daß die Praxis dieser Idee ein wenig anders ausschaut. Auf alle Fälle wird der Hauptteil des Arbeitslebens erst einmal länger gearbeitet, und ohne diese Vorleistung, ohne daß der Arbeiter erst einmal jahrelang seine eigene Ausbeutung zinslos vorfinanziert, geht die Rechnung für ihn am Ende seines Arbeitslebens garantiert nicht auf. Was dann aus seinem Guthaben wird, das wird sich zeigen; und hängt von lauter Imponderabilien ab. Er muß ja sein ganzes Arbeitsleben erst einmal durchstehen, er darf nicht arbeitslos werden, sein Arbeitgeber darf nicht pleite gehen, und er darf auch nicht zu früh den Löffel abgeben – sonst sind größere Teile seines Lohns einfach dahin. Mit dem Eintreten eines oder mehrerer dieser Risiken des modernen Fabrikarbeiterlebens steht absehbar die Bezahlung der bereits abgeleisteten Mehrarbeitsstunden in Frage. Darum, daß die von ihm erbrachte Arbeit überhaupt bezahlt wird, darf sich der Arbeiter dann extra noch kümmern.<<


    außer spesen-nichts gewesen, sagt man nicht so?
    die einlösung des "lebensarbeitszeitguthabens" auf jahrzehnte in die zukunft verschoben, auf den sankt nimmerleinstag...

    ein wirklich "tolles" konzept.
    und die gewerkschaftsspitzen sind sich nicht schade genug, so eine verarschung mit abzunicken
    Fürchte dich vor den Gleichgültigen,
    weder töten und verraten sie,
    aber nur mit ihrer stillschweigenden Zustimmung
    gibt es auf der Welt Mord und Verrat.

    resistance=existence

  5. #83
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    Zitat Zitat von samhain
    ein wirklich "tolles" konzept.
    und die gewerkschaftsspitzen sind sich nicht schade genug, so eine verarschung mit abzunicken
    Da sage mal einer, die Gewerkschaften vertreten als einzige noch die Interessen der Arbeiter !!

  6. #84
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    >>Mär vom Aufschwung

    Worauf gründen sich die Erwartungen? Hoffnungen auf einen fragilen Boom und neue Krisenrisiken<<

    http://www.jungewelt.de/2003/11-11/004.php

    eine wirklich sehr gute analyse, die klar macht, wie zerbrechlich dieses ganze system ist.
    was tun eigentlich die ganzen politiker, börsenfuzzis und wirtschaftsgranaten, bevor sie abends das licht ausmachen?

    beten, das der mehr als wahrscheinliche super-gau nicht eintritt?

    sich weiterhin abends vorm spiegel im schönreden üben?

    "tanz auf dem vulkan" fällt mir dazu ein...
    Fürchte dich vor den Gleichgültigen,
    weder töten und verraten sie,
    aber nur mit ihrer stillschweigenden Zustimmung
    gibt es auf der Welt Mord und Verrat.

    resistance=existence

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