Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Unter "Gegenstimmen in den USA" (Hervorhebung von mir)Lynn Schultz-Writsel von der American Psychiatric Association sagt über die KVPM-Broschüre „Psychiatrie begeht Betrug“: „Wir haben in keiner Weise darauf reagiert. Es gab keine heftigen Reaktionen von Mitgliedern, darauf zu antworten. Und jedenfalls spricht die Veröffentlichung für sich selbst.“ Kevin Dwyer von der amerikanischen National Association of School Psychologists sagt, dass er sich nicht so sehr darüber Sorgen macht, dass die Leute die Psychiatrie-Broschüren von CCHR über ADHS ernst nehmen würden. „Was mir Sorgen macht“, erklärte er, „ist, dass Leute dieses Material aus zweiter Hand zitieren, ohne die Scientology-Organisation als Quelle anzugeben.“ [4]
Schau, wenn Du Dich intellektuell wirklich ausreichend mit Psychotherapie beschäftigt hättest, dann wüßtest Du z.B. dass Therapieerfolge auch stark mit der Bereitschaft des Patienten zusammenhängen, geheilt zu werden. Weiterhin wüßtest Du, dass die Psyche noch weniger als der Körper einer Maschine gleich ist. Deren Reparatur-Chancen sind ihrer Natur nach um ein Vielfaches höher. Psychische Erkrankungen können sich im Gegensatz zur schnellen Reparatur einer Sache, über mehrere Jahre, gar Jahrzehnte hinziehen und das übrigens ohne Medikamente. Die meisten Patienten sind froh darüber, dass sie mit Hilfe ihrer Medis ihre Halluzinationen los werden und in Zeiten von schlimmen Depressionen ein wenig Anschub bekommen, um ihr Leben einigermaßen gestalten zu können.
Psychotherapie ist eine lebendige Beziehung zwischen Therapeut und Patient / Klient. Der therapeutischen Beziehung selbst wird eine überragende Bedeutung für die Heilung zuerkannt. Was ist aber mit den Patienten die keinerlei Eigenbemühungen zur Therapie beisteuern wollen? Was ist mit jenen, die aufgrund ihres Störungsbildes vorerst nicht mehr in der Lage sind, sich aktiv an ihrer Genesung zu beteiligen?
Die "Citizens Commission .." stigmatisiert die Psychiatrie. Sie wirft Psychiatern vor, dass sie ihre Patienten nicht ernst nehmen und ihen Medikamente aufzwingen. Einzelfälle werden erst gar nicht detailiert betrachtet, sondern die Profession wird generell als kriminell hingestellt.
Wenn Du, wie Du meinst, mehr Fortschritte ohne Therapeut gemacht hast, dann ist das schön für Dich. Was für Dich gilt, muß aber nicht zwangsläufig für alle anderen auch gelten. Sei doch froh, dass sich Deine mentale Gesundheit verbessert. Damit einhergehend dürfte sich Dein Leben im allgemeinen auch verbessert haben.![]()
Jede psychische Störung ist so individuell wie es der einzelne Mensch auch ist.
Ich habe versucht kurz und knapp auf Deine Anschuldigungen einzugehen. Im Übrigen sind die "Anti-Psychiatrie" und Thomas Szasz's Theorien längst in die heutige Psychiatrie postitiv eingeflossen.
Glücklicherweise hat Simple Man dem Ursprung des Filmes nachgeforscht und den Bezug zu Scientology erwähnt. Da stellt sich mir die Frage, ob Scientology mit seiner gewiss einseitigen und polemischen Kritik an der Psychiatrie eigene Heilsversprechen publiziert. Auf den ersten Blick habe ich keine direkte Werbung für Scientology finden können. Ich kann mir vorstellen, dass die Kirche der Scientologen auf Zustrom der mit der Psychiatrie unzufriedenen Ex-Patienten hofft. Die vorgebliche Bemühung um Aufklärung ist in Wahrheit Mitgliederwerbung einer Organisation, die an den Xenu-Mythos glaubt. Hier die Story von Xenu auf Englisch.
Und hier noch eine sehr gute Darstellung: South Park Studios Deutschland - Was Scientologen tatsächlich glauben von hier: South Park Studios Deutschland - Schrankgeflüster
Ich halte den Film "Industry of death" nach wie vor für gefährlich und die Seiten der "Citizens Commission On Human Rights" für Blendwerk und für einen Wolf im Schafspelz. Ungeachtet ihrer Erfolge in der Therapie psychischer Störungen, wird die psychiatrische Profession unter dem Deckmantel des Schutzes der Menschenrechte einfach nur eines: in den Dreck gezogen.
Noch ein paar Worte zu Scientology:
ScientologyGegner von Scientology – insbesondere Ex-Scientologen, die sich öffentlich gegen Scientology wenden – werden zu „unterdrückerischen Personen“ erklärt, und Scientologen brechen in der Regel alle freundschaftlichen Kontakte mit ihnen ab.[48][49] Personen, die Kontakt mit „unterdrückerischen Personen“ pflegen, werden Scientology-intern als potentielle Schwierigkeitsquellen (potential trouble sources) bezeichnet.[49]
Hier noch ein link für Sektenangehörige, welche aussteigen möchten: Zeugen Jehovas und Scientology: Aussteiger berichten
Und schließlich: Psychogruppen nutzen Sehnsüchte ihrer Opfer
Mein persönliches Fazit: Ich vertraue jedem Psychiater, der mich (angeblich!) mit Medis "vollstopfen" möchte, unendlich mehr, als jeder vermeintlichen Schützenhilfe der Scientologen.
Gruß,
Tele



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