Hallo hausmarke20
hierzu kann ioch dich beruhigen. Kein Arzt ist wild darauf Menschen „auszuschlachten“. Unter anderem deshalb, weil derjenige Arzt, der mit den Angehörigen die Frage der Organspende behandelt, nicht die so „gewonnenen“ Organe einem Spender zukommen läßt (moralisch-ethische Gründe lass ich mal weg).....ich habe die Sache heute mal auf der Arbeit angesprochen, aber die meisten denken das die Ärzte sie dann eher schlachten als ihnen wieder zum Leben verhelfen wenn sie Organspender sind.
Spenderorgane werden an Eurotransplant gemeldet, und dort nach Indikationslisten weiter verteilt, ein einzelner Arzt (auch ein Chefarzt) hat darauf keinen Einfluss).
http://www.eurotransplant.nl/
@ JimmyBond
meistens werden die Patienten, die zur Organspende in Frage kommen auf einer Intensivstation am „Leben“ erhalten, bis man ihnen die Organe entnimmt. Dadurch wird zwar Zeit für die Entscheidung gewonnen, sorgt aber auch für viele ethische durchaus zwiespältige Situationen.wenn jemand stirbt, dann kann es schon innerhalb weniger tage zur beerdigung kommen. wie aber ist es wenn der leichnahm organspender war/ist? bis zu wie lange kann dieser leichnahm dann zu medizinischen zwecken einbehalten werden?
@ Trasher
Genau deshalb habe ich darauf hingewiesen, dass man sich nicht nur den Ausweis besorgen sollte, wenn man potenzieller Organspender sein möchte, sondern man sollte dies schon im Vorfeld mit der Familie diskutieren. Ich habe solche Gespräche schon geführt. Mit Angehörigen, die nicht wussten, dass der Betroffene sich für eine Organspende entschieden hat ist dies eine praktisch katastrophale Situation, bei der ich mir sehr gut vorstellen kann, dass die Ungewissheit, was nun das betroffene Familienmitglied wirklich wollte und nicht wollte zu langfristigen schweren Gewissensbiossen führen kann (egal wie man sich entscheidet).
Bei allen negativen Stimmen sollte man aber auch nicht die positiven vergessen. Aus eigener Erfahrung habe ich Angehörige erlebt, die trotz der Trauer Stolz waren dem Betroffenen den letzten Willen (der schon bekannt war) zu erfüllen; und diejenigen, die ein Spenderorgan bekommen und eine zweite Chance bekommen (hier kenn ich vor allem Patienten die einer Herz- oder Nieren-TX bekommen haben).
Letztlich ist es eine persönliche Entscheidung (egal ob man nun per se Organspender ist und sich dagegen entscheiden muss; oder ob man per se nicht Organspender ist und sich dafür entscheiden muss).



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