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level42 hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Nur weil ich mich für die Chemo entscheide bedeutet das nicht das ich mein Kind nicht respektiere.

Na das hat ja damit nichts zu tun. Allerdings, wenn sich Dein Kind deutlich gegen eine Chemotherapie äußert und Du sie trotzdem durchführen lässt, ist dass eindeutig respektlos gegenüber dem Kind.

Tja letztendlich spielt das ja keine Rolle, da:
level42 hat folgendes geschrieben:

Letztendlich tragen die Eltern die Verantwortung für jede medizinische Behandlung und da sollte es den Eltern auch zustehen, darüber entscheiden zu dürfen
Gut rausgesucht.

Aber das eine bezieht sich auf die Einstellung gegenüber Ärzten und da muss nun mal bis 18 Jahre der gesetzliche Vertreter – im Normalfall also die Eltern – unterschreiben und nicht das Kind.

Und das andere Zitat bezieht sich auf die Einstellung zum Kind. Wobei ja je nach Alter das Kind mehr oder weniger mitsprechen kann. Aber auch ein sechsjähriges Kind ist in der Lage einzuschätzen, ob eine Behandlung gegenwärtig schadet oder nicht. Der Lebenserhaltungstrieb ist da völlig intakt und sollte mit berücksichtigt werden.

Und Eltern sind nun mal für die Bedürfnisse der Kinder da, auch wenn es bei den meisten andersrum ist.

Nun vielleicht sollten Kinder auch lernen das es in unserer Welt leider so zugeht.
Die Kinder vor der Realität abzuschirmen ist auch nicht gut.
Wenn Realitätsfremd bedeutet, dass ich meinen Kindern andere Werte mitgebe als; nach unten treten und nach oben kriechen, bin ich nichts lieber als das.

level42 hat folgendes geschrieben:

außer Notfallmedizin, da kann sich der Arzt auch über die Entscheidung der Eltern hinwegsetzen (z. Bsp Bluttransfusion). Eine Krebsbehandlung gehört aber meinem Wissen nach nicht zur Notfallmedizin.


Wie stehst du dazu?
Die Notfallmedizin stellt in gewisser Weise eine Ausnahme dar, denn da hat man in der Regel keine Zeit, um sich allumfassend informieren und danach entscheiden zu können. In diesem Falle würde ich dem Arzt fast blind trauen. Deswegen würde ich aber meinen gesunden Menschenverstand nicht ausschalten und wenn mir etwas unverhältnismäßig oder unlogisch erscheint, würde ich auf alle Fälle nachfragen und hinterfragen. Auch wenn sich im Nachhinein rausstellen würde, dass diese Behandlung nicht das wahre gewesen ist, würde ich dem Arzt keinen direkten Vorwurf machen. Aber wie gesagt, da geht es ja um akute lebensbedrohliche Fälle und nicht um Langzeittherapien. Und nach der Notfallversorgung würde ich schon versuchen auf die Krankheit einen Blick aus jeder Richtung zu werfen und danach die weitere Vorgehensweise entscheiden.

Du stellst fest es gibt keine 100% Sicherheit aber forderst das dann doch ein?
Ich habe hier keine 100% Sicherheit gefordert, sondern Fakten, spekulieren kann ich selber, dafür brauche ich keinen Arzt. Und wenn ich Meinungen hören will, frage ich danach.

Du hast doch ebend geschrieben das du weißt welche Person(singular) ich damit meine.
Was soll die Fragerei?
Es ist doch völlig egal was wir beide über Dr. Hamer denken. Entscheidend ist ja, dass diese Person/med. Richtung austauschbar ist. Und das wird nicht allen alternativen Heilmethoden gerecht. Was wäre denn, wenn Olivia bei einem erfahrenem TCM-Praktiker, Homöopath oder irgendeinen anderen gewesen wäre? Es geht doch in dem Fall darum, dass sie keine freie Therapiewahl hatten. Und da es laut Uni Marburg kaum zugelassene Krebsmedikamente für Kinder gibt, wiegt das doch noch viel schwerer. Denn wenn ein Medikament nicht zugelassen ist und der behandelnde Arzt es trotzdem verabreicht, kann er das ohne das er dafür einen rechtlichen Schaden befürchten muss, weil es unter freie Therapiewahl fällt. Und da beißt sich doch die Katze in den Schwanz, wenn da eventuell Medikamente im Einsatz waren, welche nicht zugelassen waren/sind und das ist ja wahrscheinlich.