Feminismus

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Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
Nichts ist so alt wie die Unterdrückung der Frau. (Frei nach dem Gesetz des Stärkeren) Die Gleichberechtigung ist noch sehr jung und durchaus noch nicht in allen Bereichen erfolgreich. Uralte Denkweisen lassen sich nicht einfach aus den Köpfen verbannen.

Selbst die Französische Revolution war nur von Männern, für Männer gedacht.


Erste Ansätze einer Frauenrechtsbewegung entstanden im Zeitalter der Aufklärung gleichzeitig mit dem Beginn bürgerlicher Emanzipationsbestrebungen. Grundgedanke war die Gleichheit aller Menschen, wie sie beispielsweise im Laufe der französischen Revolution proklamiert wurde. So forderte Olympe de Gouges mit ihrer Déclaration des droits de la Femme et de la Citoyenne bereits 1791, also kurz nach der Deklaration der Menschen- und Bürgerrechte (1789), dieselben Rechte und Pflichten für Frauen ein. Denn Formulierungen von Menschen- und Bürgerrechten galten zu diesem Zeitpunkt nur für Männer.
Frauenbewegung

Olympe de Gouges bezahlte ihren Mut mit ihrem Leben und bleibt somit die Heldin aller Feministinen.


Am 30.10.1793 wurden alle „Clubs und Vereine von Frauen“ verboten. Zu diesem Zeitpunkt wurde de Gouges bereits einige Monate gefangen gehalten.
Am 03.11.1793 wurde Olympe de Gouges guillotiniert.

Olympe de Gouges


Wir sind also noch lange nicht am Ziel der wirklichen Gleichberechtigung angekommen.

Hier soll der Begründungszusammenhang für unsere frauenspezifische Arbeit in Zeiten des Gender Mainstreaming kurz skizziert werden. Auch in Zeiten der Gleichberechtigungsgesetze wird der Unterschied in den Lebenswelten von Frau und Mann nicht ausreichend berücksichtigt. Die Lebenssituationen von Frauen sind nach wie vor von ungleichen gesellschaftlichen Machtverhältnissen zwischen den Geschlechtern und gesellschaftlichen Subgruppen geprägt, die sich zu Ungunsten von Frauen auswirken. Dies zeigt sich auf unterschiedlichen Ebenen z. B.:

Feministische Grundlagen | FrauenTherapieZentrum


Auch in der Arzt-Patientin-Beziehung und Krankheitsdiagnostik zeigen sich deutlich Auswirkungen des Geschlechtsrollenstereotyps. Frauen werden häufiger stigmatisiert, psychiatrisiert und medikamentös behandelt
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
AW: Feminismus

Am 03.11.1793 wurde Frau de Gouges hingerichtet und
Du kommentierst das mit dem Satz:
Wir sind also noch lange nicht am Ziel.
Seltsam.

Aber was möchtest du denn gerne diskutieren?
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Feminismus

Hallo Al´Azrad;
Am 03.11.1793 wurde Frau de Gouges hingerichtet und
Du kommentierst das mit dem Satz:
Wir sind also noch lange nicht am Ziel.
Seltsam.
Japp in dem Link darunter, kann man dann lesen in welchen Bereichen die Gleichberechtigung es noch nicht geschafft hat sich durchzusetzen.

Aber was möchtest du denn gerne diskutieren?
Über die Herrlichkeit des gewaltätigen, Trieb und Hormongesteuerten Mannes .....

:ironie:

Nein eher über die Gründe die zum Frauenhass und der Diskrimminierung der Frauen führten und wann werden wir das Unrecht endlich beseitigt haben?!


Frühe Ideen des abendländischen Feminismus finden sich in den Schriften von Marie Le Jars de Gournay, die schon im 17. Jahrhundert die Menschenrechte proklamierte. Aber auch die Schriften von Christine de Pizan, Olympe de Gouges, Mary Wollstonecraft, Hedwig Dohm gelten als typische frühe Werke der abendländischen feministischen Philosophie.
Feminismus

Kate Millett prägte 1970 mit ihrem Werk Sexual politics (dt. Sexus und Herrschaft) entscheidend den Diskurs des radikalen Feminismus in den 1970er und 1980er Jahren. Sie betrachtet das Patriarchat als das grundlegende Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnis, da es in nahezu allen Gesellschaftsformationen als Konstante vorkommt, auch in „sozialistischen“ Gesellschaften. Es steht demnach über dem Klassenwiderspruch. Obwohl Millett sich auch als Sozialistin bezeichnet, fordert sie, das Patriarchat unmittelbar und sofort zu bekämpfen, ohne auf eine sozialistische Revolution zu warten, die nicht auf der Tagesordnung stehe. In diesem Kampf stehen sich Männer und Frauen unversöhnlich gegenüber. In anderen Teilen ihres Buches analysiert sie die anthropologischen und religiösen Mythen, die die Unterdrückung der Frauen rechtfertigen. Des Weiteren kritisiert sie Schriftsteller wie D.H. Lawrence, Henry Miller und Norman Mailer, denen sie vorwirft, mit ihrer patriarchalen Erotik zur Erniedrigung und Unterwerfung der Frauen beizutragen
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
AW: Feminismus

Ja ja die lieben Männer..
:wink:
aber was wäre denn -
Mann ohne Frau
Frau ohne Mann

sicher hat der Mann eine stärkere Schlafkraft...
das die Frau mit ihrer Sprachfägikeit auszugleichen vermag.

Und ist eine Frau dann sehr beschlagen und der Mann fühlt sich dann unterlegen -

einige gleichen dies mit Schlagkraft aus:kloppe:...sieht man eh --......kann jeder in der Zeitung zuHauf nachlesen...und die Kinder sind da auch leider meist schutzlos ausgeliefert...
ist aber eh laut Bibel erlaubt - die Züchtigung...hier im Forum wurde ich darauf aufmerksam gemacht - wo ich zuerst an eine Verarschung dachte - dem LEIDER aber nicht so war.

Aber gehen wir mal von dieser Warte aus...
ein MANN - der sich als Mann fühlt, der hat keine Angst.
Der weiß, allein kommt er nirgendwo hin.
(Das wusste sogar Göttervater ZEUS....dieser Schlingel).

Auch in der Geschichte haben sich einige sehr starke Frauen gezeigt...
aber denen wurde meist auch übel mitgespielt und sie verschwand dann von der Bildfläche oder wurde als Mittel zum Zweck eingesetzt.

Eine meiner Paradefrauen..ist nach wie vor.....
Marie Deraismes - die versteckte sich nicht, nein kriegte auch Unterstützung von Männern - die Großloge hatte keine Angst.
http://www.abacus-freimaurer.eu/liberale-freimaurer.html

Bertha von Suttner - neuerer Zeit...die hatte auch die Unterstützung der Männer und einer Schweizer Loge - Alpina...
da könnte man aufzählen ohne Ende....und da waren MÄNNER zugegen und keine Waschlappen oder JA-Sager

Tja - und die Frau muss nach jahrtausendlanger Unterdrückung erst wieder lernen...SIE ist Mensch
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Feminismus

Glaubst du wirklich, daß Wörter wie Frauenhass heutzutage hierzulande noch hilfreich sind?

Ja, denn ich sehe nicht das sich da so viel geändert hat, die gleichen Religionen mit ihren frauenfeindlichen Bildern, niedrigere Löhne, der Versuch Frauen mit Geld zu Ködern, damit sie überhaupt noch Nachwuchs bekommen.

Ein weiteres trauriges Kapitel war natürlich der Nationalsozialismus, dass ist noch nicht so lange her, hast du das Gefühl das Thema Emanzipation ist so weit fortgeschritten das es keiner Diskussion darüber mehr bedarf?
Nach dem nationalsozialistischen Ideal sollte die Frau sich im Gegensatz zu den emanzipatorischen Entwicklungen in der Weimarer Republik wieder vermehrt dem Mann unterordnen. Gesetze schränkten Berufs- und Bildungschancen der Frauen deutlich ein. Der Muttertag und die Stiftung des Mutterkreuzes wurden 1938 institutionalisiert, „um die Rolle und Wertigkeit der Frau zu untermauern“.

Frauen im Nationalsozialismus

Ach so, dass Verhalten einiger männlicher Exemplare Frauen gegenüber, denn auch heute noch, denken Männer durchaus so wie seit tausenden Jahren, auch wenn sie sonst nichts von der Bibel wissen. Außerdem leben hier durchaus auch fremde Kulturen, die mit Gleichberechtigung nichts am Hut haben.

Insofern ist die Bibel ein verfassungswidriges Buch, denn sie vereinbart sich nicht mit dem Grundgesetz. (Art 3 I GG)
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
AW: Feminismus

sicher hat der Mann eine stärkere Schlafkraft...
das die Frau mit ihrer Sprachfägikeit auszugleichen vermag.
......
ein MANN - der sich als Mann fühlt, der hat keine Angst.
Der weiß, allein kommt er nirgendwo hin..
.....
da könnte man aufzählen ohne Ende....und da waren MÄNNER zugegen und keine Waschlappen oder JA-Sager

:argh:

Kriegerin, du willst mit Klischees über Männer für Gleichberechtigung ins Feld ziehen?

Na ich weiß nicht, ob das so sinnig ist.

@Bona
Ich bin ja mit dir durchaus einer Meinung, dass es auch heute noch ein Thema ist, was der Diskussion würdig ist und auch zeitgemäß ist. Denn es gibt noch Benachteiligung von Frauen.
Aber ich halte die kämpferische Haltung oder Vergleiche aus der Vergangenheit nicht für sinnvoll, weil sie bei vielen Menschen - vor allem Männern - einen Beißreflex auslösen und nicht die Notwendigkeit dieses Themas für hier und heute klar machen.
:gruebel:
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Feminismus

Hallo sillyLilly;

@Bona
Ich bin ja mit dir durchaus einer Meinung, dass es auch heute noch ein Thema ist, was der Diskussion würdig ist und auch zeitgemäß ist. Denn es gibt noch Benachteiligung von Frauen.
Aber ich halte die kämpferische Haltung oder Vergleiche aus der Vergangenheit nicht für sinnvoll, weil sie bei vielen Menschen - vor allem Männern - einen Beißreflex auslösen und nicht die Notwendigkeit dieses Themas für hier und heute klar machen.

Eben das Thema ist noch jung und hat sich noch lange nicht erledigt, ich wünschte Frauen würden mehr Krallen zeigen.

Männer finden das Thema eh albern und wollen nichts davon hören, ist doch normaler Selbstschutz, wer verzichtet schon freiwillig auf Privilegien? Noch dazu wenn man Frauen damit so schön einschüchtern kann.......
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
AW: Feminismus

Krallen zeigen ist in den richtigen Situationen auch gut, aber gleich als Gesprächseinstieg vielleicht wenig motivierend ;)


Vielleicht sollten wir einfach sachlich darüber reden, welche Benachteiligung wir heute noch sehen?
Ich fang mal mit ein paar Punkten an, die mir einfallen:

Ich sehe einmal die Benachteiligung bezüglich Lohn. Ich glaube dazu brauche ich nicht mal was sagen, weil das doch allgemein auch gesehen wird.

Außerdem sehe ich es in der Politik. Auch wenn wir eine Bundeskanzlerin haben. Ich bin selber politisch aktiv und bekomme deswegen hautnah immer wieder die Machtstrukturen innerhalb der politisch agierenden Leute mit. Es sind überwiegend Männernetzwerke in denen Frauen eher benutzt werden. Männernetzwerke versuchen Frauen zu benutzen, indem sie sie fördern, solange sie für deren Zwecke brauchbar sind. Die Quoten wirken sich leider nicht nur positiv aus, denn man kann aktive Frauen auch sehr schön mit dem "das ist die Quotenfrau" hinter ihrem Rücken "verunsachlichen", wenn sie vielleicht anfängt sich eigenen Boden zu schaffen, ein eigenes Netzwerk aufbaut und damit die Gefahr besteht, dass sie unabhängig agiert.
Wenn ich als Frau auch noch tageslichttauglich ausschaue, dann ist es auch noch doppelt schwer inhaltlich ernst genommen zu werden. Lustig sind im Gegensatz dazu auch die Vorurteile gegenüber Frauen, die sich die Ellbogen zugelegt haben, die frau dafür braucht und nicht so feminin aussehen.... dass sie ein Mannweib wäre ... oder dass sie eigentlich wie ein Kerl agieren würde. Trotzdem muss ich auch sagen, dass es ohne die Quoten im politischen gar nicht ginge. Denn es braucht erst mal etwas Zeit damit sich diese Mechanismen ändern.

Dann fällt es mir auch oft noch im Sprachgebrauch auf.
Ich erinnere mich noch gut, als vor einigen Jahren irgendwo - ich glaube es war ein Schweizer Kanton- die behördlichen Berufsbezeichnungen in weibliche Bezeichnungen ändern wollte.
Überall fand man das voll unsinnig, warum ein Busfahrer denn Busfahrerin heißen solle.
Das aber in allen Amtsregelungen vorher immer die männliche Form genutzt wurde und damit alle Frauen mit Männerbezeichnungen leben mussten, dass fand keiner komisch.
Die Sprachregelungen in denen alles weiblich und männlich ausgedrückt wird sind zwar etwas übertrieben, aber sie machen manchmal auch deutlich wie sehr der Sprachgebrauch eigentlich männlich ausgerichtet ist.
Wer einmal ein Buch für LeserInnen gelesen hat, dem fällt das hinterher erst richtig auf ;)

Dann fällt mir auf, dass es heutzutage irgendwie komisch angesehen wird, wenn man sich mit Frauenthemen beschäftigt und diese ins Gespräch bringt. Es wird ziemlich schnell als Emanzentum angesehen und nicht ernst genommen, lächerlich gemacht oder als überkämpferisch angesehen. Diese Umdeutung vom Opfer zum Täter, die da stattgefunden hat wird aber nicht nur von Männern sondern auch von Frauen selber getätigt.
Wobei ich es auch nicht mehr richtig finde, sich als Opfer zu sehen. Denn juristisch ist schon die Grundlage geschaffen für Gleichberechtigung. Ich finde dass früher ein kämpferischer Ton angesagter war als heute.
Denn heutzutage gilt es auch von Frauen Verständnis dafür zu haben, dass es z.b. nicht nur Mädchenarbeit in der Jugendhilfe geben darf... um eine Benachteiligung in manchen Bereichen zu vermeiden,die dann in die andere Richtung gehen würde. Gerade mit der Erfahrung die Frauen in Benachteiligung haben, sollten wir diese Erfahrung in die Gesellschaft einbringen Menschen als Menschen zu sehen und nicht Frauen und Männer in verschiedene Lager zu teilen, zwischen denen einen Frontlinie verläuft.
Es ist schwierig heutzutage.
 

rootkit

Erhabener auserwählter Ritter
31. Mai 2010
1.108
AW: Feminismus

Männer finden das Thema eh albern und wollen nichts davon hören, ist doch normaler Selbstschutz, wer verzichtet schon freiwillig auf Privilegien? Noch dazu wenn man Frauen damit so schön einschüchtern kann.......
Naja.

Wie würdest Du reagieren auf die Behauptung "Frauen finden … [randomfact]"?
Wäre dies eine weltanschauliche Diskussion um Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher Herkunft, dann könnte ich Dir jetzt unterschwelligen Rassismus wider Willen unterstellen; alleine mir fällt kein Kampfbegriff ein, der in einem Wort "auf Vorurteile mit den selben vorurteilsbehafteten Mitteln reagieren" beinhaltet.
Und dann auch noch solche herabwürdigenden Formulierungen. Das "Verhalten einiger männlicher Exemplare". Ja sind wir hier im Pavianzoo?

Auch ist mir noch nicht ganz klar, was konkret Du hier ausdiskutieren willst. Bennene doch mal konkret Roß und Reiter(/in ;)) Bis jetzt sehe ich hier keinerlei Diskussionsgrundlage – außer eben, daß Du hier mal irgendwie schön spritzig auf die Kacke gehauen und diese mit ein paar historischen Links gewürzt hast.
 

eKnaDeG

Gesperrter Benutzer
20. April 2008
221
AW: Feminismus

Würden die Männer die Frauen lieben und die Frauen die Männer würde sich alles wie von selbst regeln. Aber wenn ihr euch gegenseitig mit Scheiße beschmeißen wollt und ihr Lust habt euch die Krallen zu zeigen.... Viel Spaß.
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
AW: Feminismus

Na toll, da bringe ich sachliches Futter in den Thread, ohne Kampfatitüde und Provokation ... und ihr ignoriert das. *schmoll*
Wollt ihr euch provozieren lassen?
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
AW: Feminismus

:argh:

Kriegerin, du willst mit Klischees über Männer für Gleichberechtigung ins Feld ziehen?

Na ich weiß nicht, ob das so sinnig ist.

Noch nie was davon gehört...
"Man soll einen Gegner mit den eigenen Waffen schlagen"...
der andere Weg hat nix gebracht...
denn der andere Weg - sehen/sahen wir eh wohin uns der gebracht hat.

Und so tut sich Mann nach wie vor sehr leicht...

ER der Jäger
SIE das brave Wildbret - das sich bereitwillig erledigen lässt...BRAVO
Gibt es wirklich - auch hier im Forum - wenig Frauen, (eine Frau nur ) die mal mit der Faust durchaus auf den Tisch hauen kann
>>mit mir nicht.....na ja...ist im Grunde - eh nicht mehr mein Problem...

Warst du wirklich mal in der Politik...und da bist du ohne Ellbogentechnik durchgekommen....
Gratuliere...
Nur so läuft der Hase aber nicht... ich bin im chin. Sternb. - TIGER .
Sehr gerne sogar....:)
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
AW: Feminismus

Krallen zeigen ist in den richtigen Situationen auch gut, aber gleich als Gesprächseinstieg vielleicht wenig motivierend ;)
Nett gesagt, aber der TE geht es um den Streit, nicht um Diskussion.

Was du dann allerdings zur Diskussion stellst....räusper....
Vielleicht sollten wir einfach sachlich darüber reden, welche Benachteiligung wir heute noch sehen?
Einverstanden.
Schauen wir uns deine Punkte an.
Ich sehe einmal die Benachteiligung bezüglich Lohn. Ich glaube dazu brauche ich nicht mal was sagen, weil das doch allgemein auch gesehen wird.
Es gibt ungleiche Bezahlung.
Daraus eine allgemeine Benachteiligung abzuleiten, ist nicht korrekt.
Um so eine These wirklich zu untermauern braucht es Statistiken und keine Behauptungen.
Wir hatten diesen Punkt schon in einem anderen Thread.
Glaube mir: die Statistiken sind bei weitem nicht so eindeutig, wie du vermutest.
Außerdem sehe ich es in der Politik. Auch wenn wir eine Bundeskanzlerin haben. Ich bin selber politisch aktiv und bekomme deswegen hautnah immer wieder die Machtstrukturen innerhalb der politisch agierenden Leute mit. Es sind überwiegend Männernetzwerke in denen Frauen eher benutzt werden. Männernetzwerke versuchen Frauen zu benutzen, indem sie sie fördern, solange sie für deren Zwecke brauchbar sind. Die Quoten wirken sich leider nicht nur positiv aus, denn man kann aktive Frauen auch sehr schön mit dem "das ist die Quotenfrau" hinter ihrem Rücken "verunsachlichen", wenn sie vielleicht anfängt sich eigenen Boden zu schaffen, ein eigenes Netzwerk aufbaut und damit die Gefahr besteht, dass sie unabhängig agiert.
Ein schönes Beispiel dafür, wie gefährlich Frauenquoten sein können.
Ich war selbst politisch aktiv und kenne zum Beispiel die Schwierigkeiten, die Frauenquote erfüllen zu müssen.
Da müssen sehr oft Männer, die ein Amt wirklich anstreben, zurückstehen.
Und eine zufällig anwesende Frau wird gewählt, weil sie eine Frau ist.
Diese Netzwerke existieren, weil sie nützlich sind.
Warum sind so wenig Frauen vertreten? Weil sich so wenig Frauen darin engagieren.
Die Netzwerke an sich sind zweckorientiert und nicht geschlechtsbedingt.

Wenn ich als Frau auch noch tageslichttauglich ausschaue, dann ist es auch noch doppelt schwer [...]
Ja, die allgemeine Jammerei über Umgangston und geschlechtsspezifische Herabwürdigungen.
Einen Mann hat das natürlich nicht zu stören, wenn er als Jammerlappen oder grober klotz bezeichnet wird.
Wer in die Arena steigt, sollte sich nicht über das Spiel beschweren.
Dann fällt es mir auch oft noch im Sprachgebrauch auf.
Das ist nicht dein Ernst!
Du willst politisch korrekte Sprache?
Du willst das alle Welt noch schleimiger und hinterfotziger lügt, weil eine ehrliche Bezeichnung sofort
gebrandmarkt werden kann?
Schade, ich hätte dich für weiter gehalten.
Dann fällt mir auf, dass es heutzutage irgendwie komisch angesehen wird, wenn man sich mit Frauenthemen beschäftigt und diese ins Gespräch bringt.
Hallo wach?
Man muss heutzutage einen schnellen Umschaltfinger und enorme Überblätterkompetenz haben, um den inflationären Frauenthemen entgehen zu können. Oft genug schaue ich bei jeder Zeitung vorne nach, ob ich etwa aus Versehen doch die Brigitte gekauft habe.
Es ist schwierig heutzutage.
Ja, als Mann.
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
AW: Feminismus

Al
Du versuchst es doch immer mal wieder mich anzuraunzen um mich zu provozieren *lach*

Bei Männern ist es mir noch nicht aufgefallen, dass ihre politischen Inhalte anders bewertet werden, je nachdem wie sie aussehen. :gruebel: Mag aber sein, dass mir das entgeht, weil ich ja ne Frau bin.


Dein Einwand mit dem Sprachgebrauch verstehe ich nicht. Ich hab nix davon gesagt, dass ich eine Regel für politisch korekte Sprache einführen will.
Ich habe lediglich davon geschrieben, dass es mir im Sprachgebrauch auffällt.... bitte unterstell mir nicht, dass ich irgendwelche Regeln aufstellen wolle, wenn ich das nicht geschrieben habe.

Diese von mir genannte Beispiel hat eine Diskussion angezettelt. Ich fand es gut durch so eine Aktion eine Diskussion in Gang zu bringen und ein Bewußtsein dafür zu schaffen . Ist schon *überlegt* über 15 Jahre her, wenn ich mich recht erinnere

An Sprache kann man mE manche Veränderungen in der Gesellschaft beobachten und verfolgen. Manchmal kann man durch Sprach auch Impulse zum Nachdenken geben.

Man muss heutzutage einen schnellen Umschaltfinger und enorme Überblätterkompetenz haben, um den inflationären Frauenthemen entgehen zu können. Oft genug schaue ich bei jeder Zeitung vorne nach, ob ich etwa aus Versehen doch die Brigitte gekauft habe.

*lach*
Ich lese ehrlich gesagt wenig Zeitungen. Die Zeit und regionale Blätter .....
Insofern kann ich das nicht wirklich beurteilen.

:gruebel:
Das könnte auch der unterschiedlichen Wahrnehmung geschuldet sein oder?

Es gibt doch immer wieder die Meinung über schlechte Autofahrerinnen. Männer haben da auch immer so ihre Erfahrungen zu....

Ich habe seit einiger Zeit mal einen Versuch der selektiven Wahrnehmung mit mir selber gestartet.

Immer wenn im Autoverkehr jemand völlig blöde Sachen macht .... sage ich "Oh Mann.... das ist bestimmt ein Kerl" ... oder sowas in der Art. (Meist schau ich dann ja auch irgendwann noch mal in das Auto rein .... )

Und weißt du was?
Tatsächlich ... ich kann mich seit ca 2 Jahren nur an Kerle erinnern, die ich völlig panne gefahren sind. Ich kann mich an so gut wie keine Frau mehr erinnern.

Ich weiß das ich davor (vor Selbstversuch) noch der Meinung war, dass die Straßenidioten sich gleichmäßig auf Frauen und Männer verteilen. Mittlerweile kann ich Stein auf Bein schwören, dass es fast nur Männer sind.

(Ich bin ganz froh das ich eine Zeit vor der Selbstmanipulation hatte, sonst müsste ich mir das ja jetzt selber glauben ;) )
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
AW: Feminismus

Unterschiedliche Wahrnehmung ist ein wichtiger Punkt.
ZUm Autofahrer-Beispiel:
Es hängt doch stark davon ab, was du als idiotisches Fahren betrachtest.
Ampelduelle, kreischende Reifen, Vollgas auf der Landstraße =eindeutig männlich.
Riskante Überholmanöver und Drängelei auf der Autobahn => da holen die Frauen schnell auf.
Parkplatzverschwendung in der Innenstadt => immer noch ein weibliches Terrain.
Soweit meine Wahrnehmung.

Wer unterdrückte Frauen sehen will, sieht sie.
Wer emanzipierte Frauen sehen will aber auch.
Und absolut niemand betrachtet unterdrückte Männer.
Das wird das Megathema der nächsten Jahre. :zwinker:
 

rootkit

Erhabener auserwählter Ritter
31. Mai 2010
1.108
AW: Feminismus

Bei Männern ist es mir noch nicht aufgefallen, dass ihre politischen Inhalte anders bewertet werden, je nachdem wie sie aussehen.
jooa das gibt's schon.
Es gab da mal den "Turnschuhminister" - der sich später für u.a. bessere Chancen auf der großen politischen Bühne ein neues Corporate Design zulegte.
Aktuell haben wir den Fall eines Piraten im Berliner Stadtparlament, der mit orangener Latzhose und Pali-Küchentuch auf dem Kopf arbeiten geht – was ihm bereits in der ersten Dienstwoche den Schienbeintritt einer berufsbetroffenen ehemaligen Zentralrätin eingebracht hat.
 

rootkit

Erhabener auserwählter Ritter
31. Mai 2010
1.108
AW: Feminismus

Den versuche ich z.zt. so weit es geht zu ignorieren. Jede Form von Aufmerksamkeit, die er bekommt, ist momentan im Sinne seiner PR.
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Feminismus

Hallo Azrad,

Nett gesagt, aber der TE geht es um den Streit, nicht um Diskussion.
Keineswegs, ich habe mehrere Male darauf hingewiesen das die Kirche mit der Bibel als Waffe bis heute für Frauenfeindlichkeit sorgt und das dies einigen so gar nicht klar ist.
Papst Paul der II erklärte 1988 in einer Ansprache, die Frau soll still zuhören und sich ganz unterordnen. Er gestatte es keiner Frau zu lehren und sich über den Mann zu erheben.
Gleichberechtigung und Grundgesetz haben nach wie vor anscheinend vor der Kirche halt gemacht. Von anderen Religionen rede ich erst gar nicht.

Es gibt ungleiche Bezahlung.
Daraus eine allgemeine Benachteiligung abzuleiten, ist nicht korrekt.
Um so eine These wirklich zu untermauern braucht es Statistiken und keine Behauptungen.
Wir hatten diesen Punkt schon in einem anderen Thread.
Glaube mir: die Statistiken sind bei weitem nicht so eindeutig, wie du vermutest.
Was ist es denn wenn keine Benachteiligung?!
Von Frauen dominierte Berufe werden schlechter bewertet und bezahlt als typische Männerberufe“, sagte sie dem Nachrichtenmagazin FOCUS. In mehreren Studien und statistischen Erhebungen wurden Lohndifferenzen zwischen zwölf und 40 Prozent in gleichen Berufssparten ausgemacht, auch wenn männliche und weibliche Beschäftigte gleich qualifiziert waren.
Gehalt: Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit - Gehalt - FOCUS Online - Nachrichten

Ein schönes Beispiel dafür, wie gefährlich Frauenquoten sein können.
Ich war selbst politisch aktiv und kenne zum Beispiel die Schwierigkeiten, die Frauenquote erfüllen zu müssen.
Da müssen sehr oft Männer, die ein Amt wirklich anstreben, zurückstehen.
Und eine zufällig anwesende Frau wird gewählt, weil sie eine Frau ist.
Diese Netzwerke existieren, weil sie nützlich sind.
Warum sind so wenig Frauen vertreten? Weil sich so wenig Frauen darin engagieren.
Die Netzwerke an sich sind zweckorientiert und nicht geschlechtsbedingt.
Schönes Vorurteil, mangelnde Kinderbetreuung kommt da nicht in Frage?!
Nein weil Frauen immer noch Kinder kriegen, an der Qualifikation liegt es jedenfalls nicht.
Gegenwärtig sind etwa die Hälfte aller Studienanfänger/innen Frauen (Wintersemester 2004/2005: 49 %). Frauen stellen auch 49 % der erfolgreichen Prüflinge. Bei der Erlangung des Doktortitels sind es noch 39 %, bei der Habilitation 23 %. 14 % aller Professuren werden von Frauen besetzt,
Was bedeutet heute Feminismus? : Der Stand der Dinge : Artikel Feminismus : fluter.de

Ja, die allgemeine Jammerei über Umgangston und geschlechtsspezifische Herabwürdigungen.
Einen Mann hat das natürlich nicht zu stören, wenn er als Jammerlappen oder grober klotz bezeichnet wird.
Wer in die Arena steigt, sollte sich nicht über das Spiel beschweren.
Ob du das als Mann wirklich beurteilen kannst, kaum eine Frau würde es wagen einen Mann so zu beschimpfen, wie das andersherum normal ist.

Das ist nicht dein Ernst!
Du willst politisch korrekte Sprache?
Du willst das alle Welt noch schleimiger und hinterfotziger lügt, weil eine ehrliche Bezeichnung sofort
gebrandmarkt werden kann?
Schade, ich hätte dich für weiter gehalten.
Nicht jeder hat so einen schlechten Umgangston wie du, Frauen in der Regel sehr viel seltener, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Hallo wach?
Man muss heutzutage einen schnellen Umschaltfinger und enorme Überblätterkompetenz haben, um den inflationären Frauenthemen entgehen zu können. Oft genug schaue ich bei jeder Zeitung vorne nach, ob ich etwa aus Versehen doch die Brigitte gekauft habe.
Wir reden von den ernsten Themen bei Feminismus sehen ja einige rot und denken lediglich an Kochrezepte, als hätten Frauen keine anderen Probleme.
Noch ein paar Zahlen:
Bis zum 15 Mai 1997 kannte das deutsche Strafrecht keine Vergewaltigung in der Ehe. Vergewaltigung und sexuelle Nötigung wurden bis dahin nur bestraft, wenn sie außerhalb der Ehe erfolgten.

Eindeutig ist die Bibel die größte Quelle der Frauenfeindlichkeit überhaupt. Ute Ranke-Heinemann, Theologieprofessorin sagt in ihrem Buch: Eunuchen für das Himmelreich dazu. S 140
"Nimmt man die Repressionen gegen die Frauen, ihre Zurückdrängung, Diffamierung und Verteufelung alles in allem, so bedeutet die ganze Kirchengeschichte eine einzige lange Kette männlicher bornierter Willkürherrschaft über die Frau. Und diese Willkürherrschaft besteht auch heute noch ungebrochen fort. Die Unterordnung der Frau unter den Mann ist ein Postulat der Theologen während der ganzen Kirchengeschichte geblieben und in der Männerkirche von heute ist sie immer noch als gottgewollt dogmatisiert".

Und meiner Meinung nach, ebenso auch in allen anderen monotheistischen Religionen, in denen die Frauenfeindlichkeit ihren Ursprung hat. Angefangen mit der angeblichen Erbsünde.
 
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