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Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?

Dies ist eine Diskussion zum Thema "Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?" im "Philosophisches und Grundsätzliches" des Bereiches "Nachdenkliches"

  1. #7
    Gesperrter Benutzer
    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    1.204

    Standard AW: Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?


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    Zitat Zitat von Liliane Beitrag anzeigen


    dann dieser Vorstellung gemäß im Grunde auf einer niedrigeren Entwicklungsstufe als das Herdentier?
    Wer sagt das Tiere niederer sind?

    LG
    Sisgards

  2. #8
    Auserwählter Meister der Neun
    Registriert seit
    01.07.2010
    Beiträge
    1.769

    Standard AW: Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?

    Zitat Zitat von lumin Beitrag anzeigen
    Nietzsche und auch Schopenhauer dachten bei Nirvana und Leerheit, man würde in ein Nichts fallen, also eine Art Nihilismus. Das ist aber im Buddhismus niemals gemeint. Leerheit heisst vielmehr "Leer von", also der Geist hat keine festen Eigenschaften wie Grösse, Geruch, Geschmack, Gewicht udgl. Dagegen wohnt dem Geist aber das Potential inne, alles zu erfahren, was da ist, sogar das Potential, Dinge im RAum erscheinen zu lassen. Das ist eigentlich mit Leerheit gemeint. Nietzsche verstand das aus kulturellen Unterschieden heraus nicht, und also wie sollen dann seine Kommentare dazu erhellend sein?
    Dinge im Raum erscheinen lassen? Etwas, was ich anfassen kann? Oder eine magische Evokation? Eine Anwesenheit von Energie? Oder eine Halluzination? Etwas, das nur ich oder der Erleber sieht?

    Ich muß Dich bitten, mir zu sagen, wo Nietzsche Nirwana, bzw. Leerheit mit einer Art Nihilismus gleichsetzt.

    Zitat Zitat von lumin Beitrag anzeigen
    Du wirst wohl nicht bestreiten können, dass es einen Erleber gibt, also denjenigen, der durch diese Augen schaut und diese Ohren hört, nicht wahr. Dieser Erleber kann aber nicht örtlich dauerhaft eingegrenzt werden (etwa: er sitzt im Hirn, oder im Herz oder im Knie). Sondern der Erleber nimmt immer gerade dort etwas wahr, wo etwas geschieht. Er kann noch nicht mal auf diesen Körper eingegrenzt werden, wie zahlreiche out of the body-Erlebnisse verdeutlichen können.
    Ich würde sagen, dass dieser Erleber sehr wohl lokalisiert werden kann und zwar im Hirn, dort wo alle durch die Sinne vorsortierten Reize verarbeitet werden. Deinen Erleber nenne ich die Gesamtheit der Sinne. Reize können leider auch fehlverarbeitet und fehlinterpretiert werden.

    Zitat Zitat von lumin Beitrag anzeigen
    Bezgl warum Wiedergeburt:
    Aus Unwissenheit. So einfach. Der sich nicht erkannt habende Geist greift nach den vor ihm im Raum erscheinenden Dingen, will Glück erfahren und Leid vermeiden. Dadurch grenzt er sich selber von diesem RAum ab, er konstruiert ein du und ein ich, wo es eigentlich keine Trennung gibt. Eben Unwissenheit. Und dann springt er eben auf den nächsten Zug auf, der ihm Glück suggeriert und Leid zuentfliehen erscheint.
    Lebende Menschen brauchen Grenzen, um glücklich zu sein. Das sind teilweise aus Fremdheit und Unwissenheit entstandene Grenzen, aber auf jeden Fall Grenzen, die jede/r für sich ausloten muß. Das es gelingen kann eigene Grenzen zu verschieben, sogar zu öffnen, ist eines. Aber eine totale Entgrenzung gegenüber Etwas, was wegen der begrenzenden Sinne nicht erfahrbar ist, ist in meinen Augen nicht einmal anzustreben. Die einzige totale Entgrenzung, die ich gerade noch gelten lassen kann, ist die gegenüber mir selbst, um mich so umfassend wie möglich erfahren zu können. Dafür hilft mir die Meditation - das Erfühlen meines Selbstes und meiner Grenzen.

    Tele

  3. #9
    Ritter vom Osten und Westen Großinspekteur-Inquisitor Benutzerbild von Grubi
    Registriert seit
    01.06.2008
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    Beiträge
    5.417

    Standard AW: Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?

    Zitat Zitat von Sisgards Beitrag anzeigen
    Hallo Tele,

    ein Mensch kann sich auch auf den Tod ``freuen``wenn er nicht krank ist.

    Menschen die Nahtod Erfahrungen haben oder auch aus einer Erkrankung heraus gesunden haben eine andere Wahrnehmung als jene die es nicht haben.
    So trennen sich zum Beispiel auch Menschen wenn der eine wieder gesund ist.
    Auch mit der Begründung:
    Der Partner hält mich auf!Also bremst mich.

    Sie haben einfach eine andere Einstellung zu sich gewonnen und auch der Welt um sie herum.

    Doch Tele gibt es!

    Vielleicht kommt die Antwort Tele auf Deine Frage Tele!Aber sie kommt wenn es an der Zeit ist

    LG
    Sisgards
    Hi Sis

    Ich bin mir gerade nicht sicher ob du "keine Angst vor dem Tod" mit "freuen auf den Tod" verwechselst...
    Ist es nicht eher so dass Menschen die dem Tod von der Schüppe gesprungen sind sich mehr dem Leben zuwenden und dadurch Freude empfinden ?
    Also eine Freude die weniger auf das Ableben ausgerichtet ist.

    Gruss Grubi
    Die Dunkelheit ist real, Licht scheint nur so...

  4. #10
    Vorgesetzter und Richter Benutzerbild von lumin
    Registriert seit
    29.01.2010
    Ort
    bei mir
    Beiträge
    904

    Standard AW: Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?

    @ Liliane:
    Auf relativer Ebene neigen wir dazu in Subjekt, Objekt und Tat zu unterscheiden, auf absoluter Ebene ist aber gar kein Unterschied da sondern Subjekt Objekt und Tat sind eine Einheit des Ganzen. Das Problem ist, dass sich der Erleber vom Erlebten als getrennt wahrnimmt, ohne es aber tatsächlich zu sein. Das ist die grundlegende Unwissenheit, die jedes Wesen individuell überwinden muss, um zur Erleuchtung zu kommen. Erklären kann man das tatsächlich nur sehr schwer, aber Erleuchtung will ja auch erfahren werden, und jeder Versuch einer Beschreibung dieser Erfahrung zwingt schon zu einer Einschränkung, die es in der Soheit tatsächlich schon nicht gibt. So, du stehst mit dem Nichtverstehen gar nicht alleine da, aber es will eben weniger verstanden als vielmehr erfahren werden.
    @ tele:
    Ich werde sicherlich nicht den Nietzsche erneut durchwühlen, um dir Zitate zu bringen. Du brachtest die Verbindung Nietzsche und Buddhismus, und ich gebe dir den Hinweis, dass er weder Leerheit noch Nirvana richtig verstanden hat, sondern fehlinterpretiert hat. Das kannst du glauben oder lassen, jedenfalls waren es die Missverständnisse dieser Philosophen, die den Buddhismus zu Anfang des letzten JAhrhunderts ziemlich verwirrt aussehen liessen. Damals dachten die Leute tatsächlich, die Buddhisten würden das "Nichts" anstreben, meinetwegen das Fallen in ein schwarzes Loch ohne Erleben ohne überhaupt Leben, am besten ganz Tod und unwiederbringlich, eben Nihilistisch. Diese fehlinterpretation ging in Wesentlichen auf Schopenhauer zurück, aber auch Nietzsche interpretierte so. Wenn du es besser wissen solltest, kannst du mich gerne korrigieren.
    Den Erleber nur im Hirn zu lokalisieren ist wissenschaftlich einfach nicht mehr haltbar. Es gibt zu viele Studien über Hirntote, die später doch wieder ins Leben zurückkamen und eben ihre Erlebnis detailliert wiedergeben konnten. Zudem, woher weisst du denn dass das Hirn der Produzent des Erlebers wäre. Woher weisst du, dass das Hirn nicht etwa nur eine Empfangsstation des Geistes ist, die dem Geist quasi zu dessen Ausdruck verhilft. Woher willst du lapidar gesprochen wissen, dass das Hirn der Sender und nicht etwa der Empfänger (quasi wie ein Radio) ist. GAnz schwierig dürfte dir die Beantwortung dieser Frage fallen, wenn ich dich speziell zum Lock-In-Syndrom befrage. Was ist mit den Erlebern, die alles um sich herum wahrnehmen, sich aber nach aussen nicht mehr ausdrücken können, weil der Grossteil ihres Hirns abgestorben ist? Wieso erlebt sich dieser Erleber nicht nur als halber Erleber, wo ihm doch der Grossteil der festplatte fehlt, wieso erlebt er sich als ganz?
    bzgl Entgrenzung:
    Ja, sich die geistige Welt ohne Begrenzung überhaupt nur vorzustellen erfordert viel Mut, Eigenverantwortung Vertrauen in den RAum. Das hat nicht jeder. Ich sagte auch nicht das das einfach wäre, aber möglich. Wer Grenzen möchte, mag sie sich erhalten. Niemand sollte zur Freiheit gezwungen werden.
    Ewige Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit

  5. #11
    Gesperrter Benutzer
    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    1.204

    Standard AW: Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?

    Zitat Zitat von Grubi Beitrag anzeigen
    Hi Sis

    Ich bin mir gerade nicht sicher ob du "keine Angst vor dem Tod" mit "freuen auf den Tod" verwechselst...
    Ist es nicht eher so dass Menschen die dem Tod von der Schüppe gesprungen sind sich mehr dem Leben zuwenden und dadurch Freude empfinden ?
    Also eine Freude die weniger auf das Ableben ausgerichtet ist.

    Gruss Grubi
    Hi Grubi

    denk es ist eine innere Betrachtungsweise sowie auch geknüpft an die Religion.

    Nein nicht unbedingt,auch dies ist wieder eine Sache der persönlichen Einstellung.

    Erkläre mal jemanden der unbedingt sterben möchte jedoch gerettet wurde.Sie empfinden das Leben immer noch als Strafe.Und werden es bei nächster Gelegenheit wieder versuchen.

    Es gibt jedoch halt auch die die das Leben dann genießen,aber genießen sie wirklich?

    Alles eine persönliche Einstellung aus der Betrachtungsweise heraus.

    LG
    Sisgards

  6. #12
    Erhabener Auserwählter Ritter Benutzerbild von Lupo
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    Standard AW: Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?


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    Hi Lumin,

    Zitat Zitat von lumin Beitrag anzeigen
    .... Dieser Erleber kann aber nicht örtlich dauerhaft eingegrenzt werden (etwa: er sitzt im Hirn, oder im Herz oder im Knie). Sondern der Erleber nimmt immer gerade dort etwas wahr, wo etwas geschieht. Er kann noch nicht mal auf diesen Körper eingegrenzt werden, wie zahlreiche out of the body-Erlebnisse verdeutlichen können. ...
    diese Zeilen sind für mich der Kernpunkt Deines obigen Posts, und ich habe mich eine ganze Weile daran gerieben. Macht es Sinn, hier dagegen zu diskutieren? Wahrscheinlich nicht. Warum überhaupt "dagegen" - ich akzeptiere Deine Sicht ja als die Deine. Ich möchte Dir deswegen mit folgendem ausdrücklich nicht an den Karren fahren, sondern einfach mal (m)eine, eher gegenteilige Sicht darstellen:

    Ja, wie out-of-body Erlebnisse oder Meditationserfahrungen zeigen, ist der Geist doch zu erstaunlichen Leistungen fähig, so lange er intakt ist. Dennoch bin ich der Ansicht, dass der Geist letztlich eine Körperfunktion ist, mehr nicht (was ihn aber für mich in keiner Weise entwürdigt oder entzaubert, eher im Gegenteil).

    Ich denke dabei an die Tatsache, dass bei Gehirnverletzungen, Schlaganfällen oder bei krankhaften Veränderungen im Gehirn sich auch ganz gravierende Veränderungen der Persönlichkeit ergeben, sobald die entsprechenden Areale im Gehirn beschädigt werden. Muss ich glaub ich nicht näher ausführen. Wie weit die Zerstörung der Persönlichkeit in letzterem Fall gehen kann, habe ich recht schmerzlich und hautnah erleben dürfen.

    Und das - sorry - ist für mich überzeugender als irgendeine Erfahrung, die man sich selbst suggeriert, incl. Nahtoderfahrung. Somit ist die Persönlichkeit, die ja immerhin Ausdruck der Seele ist, fest in einigen Arealen des Körpers verankert.

    Nur mal an Rande - Für mich ergibt sich daraus eine etwas andere Ethik: Gerade, weil die Seele nur eine begrenzte Zeit existiert, hat sie keine Aussicht, in irgendeinem späteren Leben für hier erlittenes Unrecht entschädigt zu werden. Das Leben hier und jetzt ist das einzige und wertvollste, das wir haben - und wir sollten achtsam miteinander umgehen.

    Unsterblichkeit? Klar. Jedes Atom unseres Körpers ist ein Teil im natürlichen Kreislauf und war und wird wohl noch in vielen weiteren Lebewesen eingebaut. Unsterblichkeit der Seele? Man lebt wohl nur in der Erinnerung der Hinterbliebenen und wohl auch in dem, was man als "Beitrag" zurücklässt, weiter. (Insofern wurmt es mich, dass ein Hitler noch in den Köpfen präsent ist, während seine namenlosen Opfer, die es 1000mal mehr verdient hätten in Erinnerung zu bleiben, als Personen fast vergessen sind).

    Das ganze funktioniert natürlich nur unter der Prämisse, dass Seele = Persönlichkeit ist. Vielleicht ist hier ein Knackpunkt? Ansonsten würde mich wirklich interessieren, wie die beschriebenen Persönlichkeitsveränderungen nach Hirnverletzungen in Dein Weltbild passen, bzw wie Du das siehst.
    Geändert von Lupo (25.08.2010 um 00:26 Uhr)
    LG
    Lupo

    Man hört und sieht nur das, was man hören und sehen will.
    Argueing with a freemasonhunter is like mud-wrestling with a pig - after a while, you realize, that the pig enjoys it.

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