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Artenvielfalt

Dies ist eine Diskussion zum Thema "Artenvielfalt" im "Kryptozoologie" des Bereiches "Seltsames"

  1. #13
    Geselle
    Registriert seit
    19.10.2002
    Beiträge
    108

    Standard


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    @hives nee, sorry, war ich wohl etwas verplant. danke. naja, letztendlich auch nicht ganz so wichtig, weil... sieht mensch ja und ich habe mir eben den film angesehen und kann so nun einige informationen noch zu geben. den rest kann mensch sich ja selbst zusammensuchen. DIY

    oki, also es war "planet am scheideweg" (3sat, phoenix...) und folgende infos habe ich da mal rausgepickt:

    bekannte artenvielfalt (tiere, pflanzen, pilze und algen) auf max. 1,5 mio geschätzt; problem keine zentrale datenerfassung vorhanden, nur einzelne museumsarchive etc.
    prof. turi (?) Erwin hat wohl für seine entdeckungen erstmals diesen insektizidwerfer (ursprünglich zur moskitobekämpfung) in peru eingesetzt, um insekten aus den 30m hohen bäumen des regenwaldes runterzuholen. angeblich wiesen die "vergasten" bäume bereits nach wenigen monaten den gleichen artenreichtum wie nach/während/vor der ersten giftspritze auf (das heisst ja, dass der knaller zweimal spritzen war und vielleicht beim zweiten mal ein paar arten ausgestorben sein können, oder?). bis zu 80% der gefallenen insekten sind/waren wissenschaftliche neuentdeckungen, von denen nix bekannt ist, außer dass es sie gibt bzw. mal gab.
    in den letzten 10 jahren wurden 12 (oder war es nur ein halbes dutzend?shit, nochmal ansehen :() affenarten neuentdeckt (z.b. schwarzkopfseidenäffchen).
    sylvia earle informiert über lebewesen in unseren gewässern, speziell die ozeane. sie vermutet in den korallenriffen eine höhere artenvielfalt als in den tropischen regenwäldern. desweiteren ist die durchschnittliche meerestiefe wohl ungefähr 4km, wobei taucher im schnitt auf eine tiefe von 30m kommen und noch tiefer für "langzeitbeobachtungen" deshalb eher ungeeignet sind. erst/schon 5% der ozeane sollen wohl weitesgehendst erforscht sein.
    400cm² erdboden im regenwald "enthalten" wohl ca. 2000 tierarten (fadenwürmer, milben etc.) von denen nur bruchteile mikroskopisch gesichtet wurden.
    edward wilson (experte für biodiversität) meint, dass das aussterben von "großtieren" sicherlich ein problem darstellt, kollabieren soll der organsimus aber erst, wenn die insekten aussterben.
    entdeckungen bei tiefbohrungen (öl) zwangen eine korrektur der schätzungen, da in tiefen von 3,5km noch bakterien "gefunden" wurden, die sich allen anschein nach (beobachtung des stoffkreislaufes, bewegung etc.) nur alle 500 jahre mal teilen. die anzahl der im untergrund lebenden kleinstorganismen ist unbekannt und wird auf undenkbar hoch (haha) geschätzt.
    gesamtzahl aller auf der erde vorkommender lebewesen (gemeint: tiere, pflanzen und microorganismen) schwankt von 5 bis 100mio.
    die aussterberate (arten) und verlustrate (individuen einer art) entspricht wohl dem 100 bis 1000fachen bis vor der erscheinung des menschen. biologen erwarten aussterbewelle, wie es sie in der erdgeschichte wohl bereits 5mal gegeben haben soll (letzte vor ca. 65mio jahren), bei der 60-70% der arten in einem sehr kurzen zeitintervall aussterben und in weiteren 10000en von jahren noch einige andere prozent - mit dem unterschied, dass dieses 6te massensterben wohl nur ein zehntel der "gewöhnlichen" zeit benötigt.
    weiter heißt es, dass wahrscheinlich das aussterben vieler arten kein wirkliches problem für den organismus erde darstellt, da diese positionen recht schnell wieder besetzt werden können. allerdings weiß mensch nicht, welche arten eine sog. schlüsselfunktion besitzen (aufgeführtes beispiel der seeotter. lebt in gebieten mit viel seetang und frisst dort anwesende seeigel. otter wurde gajagt, igel vermehrten sich, fraßen den tang und vernichteten so dieses ökosystem - div. fische, krebstiere, robben etc. verschwanden).
    der wohl wichtigste satz zu diesem thema: nach wie vor ist jedoch alles nur spekulation...
    also finger weg!!!

    prof. turi (?) erwin - der mit der giftspritze
    sylvia earle - exp. für meeresbiologie
    edward wislon - exp. für biodiversität
    john lawton - beschäftigt sich mit verlustraten-sterberaten
    peter ward - er mit massenserben

    -> bis auf sylvia waren alle personen männer, und die erwähnten waren nicht alle, die im film vorkammen.
    -> alle personen waren weiß.
    -> alle personen sprachen, wenn ich mich rechte erinnere, englisch.

    noch eine sehr interessante und wichtige aussage von einem der biologen:
    er ist sehr einfach von artenschutz, in bezug auf wirtschaftliche interessen oder moralische bedenken, zu sprechen, aber nicht, wenn es darum geht, wo mensch sein notwendiges essen herbekommt. think about it.

    anmerkungen:
    film (zweiteilig)ist sehr zu empfehlen (je mehr sinne wahrnehmen, desto heftiger prägt es sich ein und dieser giftspritzenmensch, den vergisst mensch nicht so leicht);
    nicht auf die wildhüter und "entdecker" schimpfen, sondern sich bewusster ernähren und die regierung dazu zwingen (protest, unterschriftensammlung etc.) unsere abfallprodukte, die sonst verbrannt würden (raps vor allem, aber auch anderes getreide oder unverkäufliche tierprodukte) in bedürftige gebiete zu schicken (subvensionen und so, ihr wisst schon), konzeren boykottieren (nicht mehr kaufen, pelze anmalen, edelholzmöbel zerkratzen, nicht dauernd schnellere rechner und neuere handy's kaufen - cobalt, krieg im kongo - aufmerksame und bewusste öffentlichkeit schädigt jedes geschäft):
    naja, einfach bewusster leben und aktiv werden, alternativen erkennen, schaffen und (er/sie/es)leben. danke.

    mfg

  2. #14
    dkR
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    09.04.2002
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    Standard

    Der "sehr kurze Zeitraum" bezieht sich auf geologische Zeitrechnung (Erdgeschichte) und liegt im Nereich einiger tausend Jahre. Vielleicht hat es ja auch schon begonnen....
    Hilfe, ich bin diploid!

  3. #15
    Auserwählter Meister der Fünfzehn
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    Standard

    @Iadom: Zuerst mal Danke für die Zusammenfassung samt kommentar!
    Zitat Zitat von Iadom
    bekannte artenvielfalt (tiere, pflanzen, pilze und algen) auf max. 1,5 mio geschätzt; problem keine zentrale datenerfassung vorhanden, nur einzelne museumsarchive etc.
    Da habe ich leicht abweichende Informationen:
    - Pflanzenreich: ca. 360000 bekannte Arten
    - Tierreich:
    - Protozoa (Abgrenzung zu pflanzlichen Einzellern oft unmöglich):
    ca. 40000 (das dürfte noch ziemlich in die Höhe gehen, siehe auch
    den beschriebenen Bericht)
    - Metazoa (Vielzeller): ca. 1500000 beschriebene Arten, davon ca. zwei
    Drittel Gliederfüßler, und von diesen wiederum ca.
    860000 Insekten... (Bis diese aussterben - siehe
    Bericht, "einziges Problem für den Organismus" laut
    einem Biologen - wird es also noch ein wenig dauern...)

    Wenn das stimmt (Quellen: Straßburger und Kükenthal, Lehrbücher 2002),
    müßten also insgesamt schon ca. 1.900.000 Arten beschrieben sein, und Schätzungen somit eigentlich noch höher liegen...


    Zitat Zitat von Iadom
    prof. turi (?) Erwin hat wohl für seine entdeckungen erstmals diesen insektizidwerfer (ursprünglich zur moskitobekämpfung) in peru eingesetzt, um insekten aus den 30m hohen bäumen des regenwaldes runterzuholen. angeblich wiesen die "vergasten" bäume bereits nach wenigen monaten den gleichen artenreichtum wie nach/während/vor der ersten giftspritze auf (das heisst ja, dass der knaller zweimal spritzen war und vielleicht beim zweiten mal ein paar arten ausgestorben sein können, oder?). bis zu 80% der gefallenen insekten sind/waren wissenschaftliche neuentdeckungen, von denen nix bekannt ist, außer dass es sie gibt bzw. mal gab.
    Also, da könne mir manche Biologen soviel erzählen, wie sie wollen (Es gibt zum Glück vereinzelt auch andere Ansichten): Ich halte es weder für wissenschaftlich geboten, Populationen, bzw. Miniatur-Biotope zu vergasen, noch für bildungstechnisch notwendig, Tiere für eine möglichst anschauliche Zerlegung zu töten (in einem Zeitalter, in dem durch diverse Kunststoffe nicht einmal die Zerlegung vohn natürlichen Todesfällen im großen Maßstab geboten wäre). Eine Parallele zu den Ärzten im dritten Reich zu ziehen, die nach dessen Fall im (mehr oder weniger stark veränderten Rahmen) weiter "forschten" klingt wohl für die meisten weit hergeholt (für mich selbst meistens auch), ich frage mich jedoch manchmal, was uns ein exaltierter Forschungsdrang, der über das Leben von Lebewesen gestellt wird, noch alles anzurichten vermag... - siehe auch Thread "Klonbabys"

    Zitat Zitat von Iadom
    weiter heißt es, dass wahrscheinlich das aussterben vieler arten kein wirkliches problem für den organismus erde darstellt, da diese positionen recht schnell wieder besetzt werden können. allerdings weiß mensch nicht, welche arten eine sog. schlüsselfunktion besitzen
    ...was die erste Aussage nahezu komplett relativiert

    Zitat Zitat von Iadom
    anmerkungen:
    nicht auf die wildhüter und "entdecker" schimpfen, sondern sich bewusster ernähren und die regierung dazu zwingen (protest, unterschriftensammlung etc.)
    Ja, und außerdem ein paar Selbstverständlichkeiten hinterfragen
    "Currently, however, our PSYOP campaigns are often reactive and not well organized for maximum impact." -- US DoD 2003

  4. #16
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    175

    Standard nahrungskette

    gibt es eine site auf der man eine tabelle, eine grafik oder ähnliches zu finden ist auf denen man sozusagen die komplette nahrungskette einsehen kann? also natürlich nicht vollkommen komplett, auch nicht nur annähernd vollkommen.. aber recht gigantisch groß sollte es schon sein

    google konnte mir nicht wirklich weiterhelfen :(

  5. #17
    Meister
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    19.12.2002
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    Standard

    Vielleicht findest du hier etwas:

    http://images.google.de/images?q=nah...-8&sa=N&tab=wi

  6. #18
    Geselle
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    ich glaube, dass dieses unternehmen nicht realisierbar ist bei x-millionen lebewesen von denen bei einer undenkbar großen zahl außer deren existenz nichts weiter bekannt ist.
    du wirst eine solche nahrungskette vielleicht recht oberflächlich für einen kleinen see finden oder ein sehr kleines waldgebiet, aber eben auch nur oberflächlich, weil so ein ökosystem zu komplex ist. zum anderen müsste diese graphik stets erweitert und korrigiert werden, weil arten aussterben oder neue dazukommen, sie sich andere nischen suchen, sie bewegen sich, wandern. solch eine kette ist dynamisch, sie lebt eben.
    versuch doch mal eine graphik für deine sozialen bindungen zu konstruieren und du wirst sehen, dass allein hierfür der aufwand unvorstellbar groß ist.

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