@hives nee, sorry, war ich wohl etwas verplant. danke. naja, letztendlich auch nicht ganz so wichtig, weil... sieht mensch ja und ich habe mir eben den film angesehen und kann so nun einige informationen noch zu geben. den rest kann mensch sich ja selbst zusammensuchen. DIY
oki, also es war "planet am scheideweg" (3sat, phoenix...) und folgende infos habe ich da mal rausgepickt:
bekannte artenvielfalt (tiere, pflanzen, pilze und algen) auf max. 1,5 mio geschätzt; problem keine zentrale datenerfassung vorhanden, nur einzelne museumsarchive etc.
prof. turi (?) Erwin hat wohl für seine entdeckungen erstmals diesen insektizidwerfer (ursprünglich zur moskitobekämpfung) in peru eingesetzt, um insekten aus den 30m hohen bäumen des regenwaldes runterzuholen. angeblich wiesen die "vergasten" bäume bereits nach wenigen monaten den gleichen artenreichtum wie nach/während/vor der ersten giftspritze auf (das heisst ja, dass der knaller zweimal spritzen war und vielleicht beim zweiten mal ein paar arten ausgestorben sein können, oder?). bis zu 80% der gefallenen insekten sind/waren wissenschaftliche neuentdeckungen, von denen nix bekannt ist, außer dass es sie gibt bzw. mal gab.
in den letzten 10 jahren wurden 12 (oder war es nur ein halbes dutzend?shit, nochmal ansehen :() affenarten neuentdeckt (z.b. schwarzkopfseidenäffchen).
sylvia earle informiert über lebewesen in unseren gewässern, speziell die ozeane. sie vermutet in den korallenriffen eine höhere artenvielfalt als in den tropischen regenwäldern. desweiteren ist die durchschnittliche meerestiefe wohl ungefähr 4km, wobei taucher im schnitt auf eine tiefe von 30m kommen und noch tiefer für "langzeitbeobachtungen" deshalb eher ungeeignet sind. erst/schon 5% der ozeane sollen wohl weitesgehendst erforscht sein.
400cm² erdboden im regenwald "enthalten" wohl ca. 2000 tierarten (fadenwürmer, milben etc.) von denen nur bruchteile mikroskopisch gesichtet wurden.
edward wilson (experte für biodiversität) meint, dass das aussterben von "großtieren" sicherlich ein problem darstellt, kollabieren soll der organsimus aber erst, wenn die insekten aussterben.
entdeckungen bei tiefbohrungen (öl) zwangen eine korrektur der schätzungen, da in tiefen von 3,5km noch bakterien "gefunden" wurden, die sich allen anschein nach (beobachtung des stoffkreislaufes, bewegung etc.) nur alle 500 jahre mal teilen. die anzahl der im untergrund lebenden kleinstorganismen ist unbekannt und wird auf undenkbar hoch (haha) geschätzt.
gesamtzahl aller auf der erde vorkommender lebewesen (gemeint: tiere, pflanzen und microorganismen) schwankt von 5 bis 100mio.
die aussterberate (arten) und verlustrate (individuen einer art) entspricht wohl dem 100 bis 1000fachen bis vor der erscheinung des menschen. biologen erwarten aussterbewelle, wie es sie in der erdgeschichte wohl bereits 5mal gegeben haben soll (letzte vor ca. 65mio jahren), bei der 60-70% der arten in einem sehr kurzen zeitintervall aussterben und in weiteren 10000en von jahren noch einige andere prozent - mit dem unterschied, dass dieses 6te massensterben wohl nur ein zehntel der "gewöhnlichen" zeit benötigt.
weiter heißt es, dass wahrscheinlich das aussterben vieler arten kein wirkliches problem für den organismus erde darstellt, da diese positionen recht schnell wieder besetzt werden können. allerdings weiß mensch nicht, welche arten eine sog. schlüsselfunktion besitzen (aufgeführtes beispiel der seeotter. lebt in gebieten mit viel seetang und frisst dort anwesende seeigel. otter wurde gajagt, igel vermehrten sich, fraßen den tang und vernichteten so dieses ökosystem - div. fische, krebstiere, robben etc. verschwanden).
der wohl wichtigste satz zu diesem thema: nach wie vor ist jedoch alles nur spekulation...
also finger weg!!!
prof. turi (?) erwin - der mit der giftspritze
sylvia earle - exp. für meeresbiologie
edward wislon - exp. für biodiversität
john lawton - beschäftigt sich mit verlustraten-sterberaten
peter ward - er mit massenserben
-> bis auf sylvia waren alle personen männer, und die erwähnten waren nicht alle, die im film vorkammen.
-> alle personen waren weiß.
-> alle personen sprachen, wenn ich mich rechte erinnere, englisch.
noch eine sehr interessante und wichtige aussage von einem der biologen:
er ist sehr einfach von artenschutz, in bezug auf wirtschaftliche interessen oder moralische bedenken, zu sprechen, aber nicht, wenn es darum geht, wo mensch sein notwendiges essen herbekommt. think about it.
anmerkungen:
film (zweiteilig)ist sehr zu empfehlen (je mehr sinne wahrnehmen, desto heftiger prägt es sich ein und dieser giftspritzenmensch, den vergisst mensch nicht so leicht);
nicht auf die wildhüter und "entdecker" schimpfen, sondern sich bewusster ernähren und die regierung dazu zwingen (protest, unterschriftensammlung etc.) unsere abfallprodukte, die sonst verbrannt würden (raps vor allem, aber auch anderes getreide oder unverkäufliche tierprodukte) in bedürftige gebiete zu schicken (subvensionen und so, ihr wisst schon), konzeren boykottieren (nicht mehr kaufen, pelze anmalen, edelholzmöbel zerkratzen, nicht dauernd schnellere rechner und neuere handy's kaufen - cobalt, krieg im kongo - aufmerksame und bewusste öffentlichkeit schädigt jedes geschäft):
naja, einfach bewusster leben und aktiv werden, alternativen erkennen, schaffen und (er/sie/es)leben. danke.
mfg



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