Moin Adept,
sicher hast Du in dem Sinne recht, dass Hass auf alles was anders ist, keine Einzelerscheinung ist ... leider (Deswegen kann man Fremdenhass usw. auch recht gut losgelöst von ABB's Person diskutieren). Aber dies dann auf 1500 Seiten zu einem Manifest zusammen zu schustern, und auf dieses, sich und seine Ziele aufmerksam machen, indem man sie in einer monströsen Straftat in die Praxis umsetzt, ist nun kein Massenphänomen mehr. Das ist, ob zurechnungsfähig oder nicht, wirklich nur die Wahnsinnstat eines einzelnen.
Wie aus seinem "Manifest" hervorging, hat er gehofft, in der Freimaurerei so etwas wie einen Kampfbund zur Rettung abendländischer Werte zu finden. Und hat dann - etwas geringschätzig, aber durchaus zurecht - festgestellt, dass wir für das, was ihm vorschwebte, nicht taugen: zu unpolitisch, zu harmlos. Das lässt sich allerdings sehr leicht und schnell feststellen, und entsprechend war sein freimaurerisches Intermezzo auch nur sehr kurz.
Tja - was wäre fatal, wenn man diesen Massenmörder ABB über seine Verbrechen hinaus ernst nehmen und man sich mit seinen Ansichten öffentlich auseinander setzen würde? Jetzt bringst Du mich etwas ins Schleudern - das liegt doch ziemlich deutlich auf der Hand?
Egal, was für ein Anliegen man hat - es kann nicht sein, dass man sich erfolgreich Gehör verschafft, indem man Menschen umbringt. Das wäre nun wirklich das falsche Zeichen für jeden Extremisten auf dieser Welt. Und dass durch die Nicht-Beachtung der Diskussion irgendwelche wertvollen Impulse verloren gehen könnten, sehe ich auch nicht: Eine Ideenwelt, in der es als Mittel zum Zweck zulässig ist, wahllos Menschen umzubringen, ist einfach nur abscheulich und nicht wert, überhaupt angehört zu werden.



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