Esoterik ist doch die Lehre vom Geistigem innerem, Geisteswissenschaft.
Der Gegensatz zur Esoterik ist die Exoterik, die Lehre vom Materiellen.
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Dies ist eine Diskussion zum Thema "Esoterik: Religion des Narzissmus?" im "Glaube und Religion" des Bereiches "Nachdenkliches"
Esoterik ist doch die Lehre vom Geistigem innerem, Geisteswissenschaft.
Der Gegensatz zur Esoterik ist die Exoterik, die Lehre vom Materiellen.
Guten Tag.Zitat von Agarthe
Zu meiner Ausgangsfrage: sie greift zu kurz, da die Definition "Esoterik" wohl zu kurz geht. Insoweit wäre die These nur für einen Teil der Esoterik haltbar, wenn überhaupt.
Agarthe: Trennung eine Illusion: nein, hier bin ich anderer Ansicht. Na ja, abgesehen davon, daß wir die Umwelt ja erst in uns durch unsere Wahrnehmung konkretisieren, insoweit unsere Wahrnehmung das Bild von der Umwelt begründet (neurologische Fragestellungen möchte ich hier unbeachtet lassen). Nach meinem Glauben sind wir nicht Teil Gottes, da Gott nicht das Ganze ist; nach meinem Glauben steht Gott über dem Ganzen, als Schöpfer hat er zwar Anteil am Ganzen, er ist aber mehr als seine Schöpfung. (Exkurs: daher ja auch, in meinem Glauben, die Rolle Jesu, der zum Teil des Ganzen gemacht worden ist.)
Folgerichtig kann ich auch nicht zustimmen, daß eine schöpferische Energie uns gehorchen würde.
Wir sind Teil des Ganzen, aber eben ohne schöpferische Energie. Wir sind ein besonderer Teil, da, insoweit Zustimmung, mit Bewußtsein. Und hieraus entsteht mE eine besondere Verantwortlichkeit dem Ganzen und Gott gegenüber. Die Umsetzung der Verantwortung (oder Nicht-Umsetzung) zeitigt Konsequenzen (zB Umweltveränderungen oder -zerstörungen, Kriege, Tierquälerei), diese Folgen unseres Handelns oder Unterlassens verändern die Schöpfung (und unsere Wahrnehmung). Diese Änderungen sind ihrerseits aber keine schöpferischen Akte.
In meiner Sicht geht es um eine "schlechte" Ausübung der Verantwortung, der meine Verantwortung entgegensteht, gegen das "Schlechte" zu handeln.Zitat von Agarthe
Und hier beginnt die wirkliche Gefahr des Lebens: den richtigen Weg zu finden.
Teilgefahr: Die richtige Erkenntnis zu finden: ja, die gibt es mE auch im objektiven Sinne. Grunddilemma: der Mensch ist in der Verantwortung, sich "richtig" zu verhalten, ist aber nicht Gott, maßt sich insoweit göttliche Erkenntnis an, wenn er das Ziel des Strebens erreicht wähnt, Leben ist paradox: der Mensch ist verantwortlich, nach richtiger Erkenntnis zu streben, und diese umzusetzen; es ist ihm nicht möglich, da göttliches Bewußtsein und Erkenntnis erforderlich wäre, die er nicht hat. Hier ist auch (meiner nicht-universitär-theologisch fundierten Interpretation nach) ein Ansatz zum Verständis der Vertreibungsgeschichte: nicht der Wunsch, Erkenntnis zu haben ist sündhaft, vielmehr ist es der Fehlschluß, trotz allen Strebens diese im umfassenden Sinn erlangen zu können. Diese dem Menschen nicht zustehende Selbstüberhebung führt dann zu "unmenschlichen" Resultaten (vgl. etwa Faust-Themenkreis) in doppeltem Sinne. Und je mehr der Mensch strebt, desto unerträglicher wird das Dilemma. Zur (scheinbaren) Auflösung wird dann der Mensch als Maß aller Dinge gesetzt, er wendet (in meiner Sicht) sich ab von Gott und macht sich selbst zum Gott.
Zweite Teilgefahr: unterstellt, es gehe um die Verteidigung des "unstrittig Guten" (bei Beachtung obiger Prämisse: die Qualifizierung als "Gut" ist menschlich und daher fehlerhaft, bedarf also der ständigen Prüfung). Hier behindert die menschliche Unvollständigkeit das Finden der gebotenen Erforderlichkeit. Es kann zu einer Umkehrung des faustischen "Teil der Kraft, die stets das Böse will, doch stets das Gute schafft" kommen.
Ich sage hierzu: die Gefahr des Beglückungsterrorismus. Um ein subjektiv-objektiv Gutes zu erreichen, werden Mittel angewendet, die ihrerseits unverhältnismäßig sind, und dem unterstellt Guten zwar nutzen, aber den Handelnden vernichten (der dann nur noch stammeln kann: "aber ich habe doch daran geglaubt..."). Religiöser Wahn und seine Handlungen begehen diesen Fehler, diese (Tod-)Sünde. Ja, ich denke hier auch an Verbrechen und Unmenschlichkeiten, die im Namen der christlichen Kirche begangen worden sind.
Obigem Zitat stimme ich dem Sinn nach zu; die unterlassenen Zitierungen betrachte ich eher kritisch, muß dazu aber noch lesen, daher die ....Zitat von Agarthe
Gute Wege.
Memento mori!
Im Informationszeitalter ist die Herrschaft über die Information Voraussetzung für die Herrschaft über die Menschen.
*denk nach*
Wir sind Teil des Ganzen, aber eben ohne schöpferische Energie.
hmm das stimmt doch gar nicht *grübel*, wir haben doch schöpferische Energie, die wir gezielt einsetzen können, was meinst du denn mit schöpferischer Energie.Wir sind Teile des Ganzen und jeder Teil ist im Schöpfungsprozess miteinbezogen, kann selbst seine Welt kreieren und die Welt mitformen. Hmmm ....
...nach meinem Glauben steht Gott über dem Ganzen, als Schöpfer hat er zwar Anteil am Ganzen, er ist aber mehr als seine Schöpfung.
Ja das sehe ich genauso.
...Nach meinem Glauben sind wir nicht Teil Gottes, da Gott nicht das Ganze ist; nach meinem Glauben steht Gott über dem Ganzen,
Wieso trennen? .
Gott ist nicht das Ganze, weil Gottes Schöpfungen nicht Teil von ihm sind,
so versteh ich den Satz.
ich zitiere mal Seth (Esoterik):
All-das-was-ist erkannte, daß eine solche Trennung es ermöglichen würde, eine andere göttliche Kunst auszuüben, in der nämlich nicht nur die Schöpfungskräfte, sondern auch ihre Schöpfungen schaffend tätig waren und Daseinsformen in die Wirklichkeit
der Stoffwelt riefen, die eben gerade deshalb möglich waren, weil ein Unterschied zwischen dem Schöpfer und den Schöpfungen zu bestehen schien. Das All-Eine ist darum auch im kleinsten Teil des Bewußtseins wie auch in der Stoffwelt enthalten.
Doch selbst ein kleines Teilchen des Bewußtseins kann auf einzigartige Weise exentrische Versionen All-desse-was.ist hervorbringen, die sonst ,ohne jede Trennung, nicht hätte zustandekommen können. Die liebende Unterstützung, die liebevolle Ermutigung des kleinsten wahrscheinlichen Bewußtseins und der geringsten Erscheinungsform - das ist die Absicht des All-Einen.
.... Doch diese gedanklichen Wirklichkeiten hatten von Anfang an nach der Erfahrung der Vergegenständlichung und auch nach einer Erfüllung anderer Art gestrebt, nach einer Werterfüllung, die von ihnen den Einsatz ihrer eigenen Schöpferkraft forderte.
Hallo abulafia,
ich wollte nur kurz auf Deine Antwort reagieren.
Danke zunächst für die vielen Gedanken, die Du Dir gemacht hast, um mir (?) zu antworten und sei versichert, dass ich Deine Meinung zu dem Thema völlig respektiere.
Ich bin zu wenig Missionar für eine Diskussion, da sollen diejenigen einspringen, denen so etwas Spass macht. Das ist nicht bös gemeint, ist für mich einfach nicht die richtige Zeit und der richtige Ort.
Mir ging es nur kurz, um eine Stellungnahme als Esoteriker (um die Du gebeten hattest) zu Deiner Eingangsfrage.
Dieser Thread entwickelt sich in eine Glaubensgrundsatzdiskussion, was mir nichts bedeutet.
Ich habe keine Zweifel, dass wir uns in vielerlei Hinsicht ähnlich sind, zumindest sich unsere Handlungsweisen ähneln würden (mitfühlendes Verhalten etc.). Das genügt mir persönlich.
Zudem glaube ich fest daran, dass weder Dein, noch mein, noch irgendjemandes Seelenheil gefährdet ist durch den Weg, den er/sie einschlägt. Nur eine Frage der Länge des Weges, noch nicht einmal der Qualität.![]()
Und da ich mir um Dich folglich keine Sorgen machen muss, ziehe ich mich diskret aus diesem Thread zurück.
Licht und Liebe, Agarthe
Panta rei
Danke, Agarthe, bin zur Zeit auch ziemlich beschäftigt; alles Gute Dir, *verneig* und Gute Wege allen.
Memento mori!
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Also mal ehrlich, eure Diskussion über Esoterik ist ja tiefgründig!!! Habt ihr eine Ahnung worüber ihr hier redet??? Über einen nicht genau definierbaren Begriff...
Denkt ihr alles ist so schlecht an Heidnischen Religionen???? Die gab es schon vor dem Christentum und das nicht ohne Grund!!!!!!!!!
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