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Das Großstadtkloster, ein Beispiel der Vereinigung von weltlichem und geistigem Leben

Dies ist eine Diskussion zum Thema "Das Großstadtkloster, ein Beispiel der Vereinigung von weltlichem und geistigem Leben" im "Glaube und Religion" des Bereiches "Nachdenkliches"

  1. #1
    Meister Benutzerbild von Baronesse de Berjaraque
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    Standard Das Großstadtkloster, ein Beispiel der Vereinigung von weltlichem und geistigem Leben


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    Es stellt sich immerwieder die Frage, warum und auf welcher Weise sind Menschen heute noch religös? Ist Religion fernab vernünftigen gesellschaftlichen Lebens zu sehen oder läßt sich beides vereinen. Ist Religion und Glauben nur etwas für weltfremde Romantiker oder für machthungrige Patriacharen?

    Der Film " Das Großstadtkloster" von Norbert Göttlicher auf 3sat zu sehen gewesen,Das Großstadtkloster - 3sat | programm.ARD.de ist eine gut gelungene Dokumentation, welche Kirche oder Religion nicht als überholte Theorie oder als Brutstätte für kriminelles Verhalten( Kindesmißbrauch) noch als Spinnerei irgendwelcher lebensuntauglicher Menschen darstellt.

    Die Frauen, die in dem Film beschrieben werden sind berufstätige oder studierende, teils promovierte Bürgerinnen, die voll im Berufsleben stehen aber ihren Glauben dennoch leben, ohne sich ihm oder auch dem weltlichen Leben völlig zu verschreiben. Bei all diesen Frauen fällt eines auf: Das Klosterleben in Kombination mit Beruf hat eine gewisse Ernsthaftigkeit, die dem "normalen" Leben, das mit vielen nicht immer guten Ablenkungen und Reizen aufwartet, oft leider zu fehlen scheint. Ora et labora scheint den Damen sehr wichtig zu sein und sie leben meiner Meinung nach ein sehr sinnvolles, erfülltes Leben.

    Nicht dass jetzt hier jemand auf die Idee kommt, ich solle doch in ein Kloster eintreten Ich würde vielmehr gerne darüber diskutieren, ob es wirklich so abwegig ist Religion zu leben, an gewissen Dingen, die im christlichen Glauben verankert sind festhalten zu wollen und ob es wirklich so überholt und unrealistisch, wenig erstrebenswert ist, sich mit Religion oder Glauben auseinanderzusetzen und ihm etwa positives abgewinnen zu können.


    Gruß

    Baronesse
    Das Schwert ist noch einsatzbereit und wird bei Bedarf auch eingesetzt.

  2. #2
    Beatus ille, qui procul negotiis.
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    Standard AW: Das Großstadtkloster, ein Beispiel der Vereinigung von weltlichem und geistigem L

     
    Nicht dass jetzt hier jemand auf die Idee kommt, ich solle doch in ein Kloster eintreten
    Für einen Moment...
    Zitat Zitat von Baronesse de Berjaraque Beitrag anzeigen
    Ich würde vielmehr gerne darüber diskutieren, ob es wirklich so abwegig ist Religion zu leben, an gewissen Dingen, die im christlichen Glauben verankert sind festhalten zu wollen und ob es wirklich so überholt und unrealistisch, wenig erstrebenswert ist, sich mit Religion oder Glauben auseinanderzusetzen und ihm etwa positives abgewinnen zu können.
    Ich verstehe nicht, was daran abwegig ist.
    Es ist ein (eventuell vorübergehender) Lebensentwurf.
    Ob nun jemand blauweiße oder schwarzgelbe Trikots zu seinem Lebensinhalt macht,
    ein Spaghettisieb als Kopfbedeckung gut findet oder eben einen Sinn im Ausleben seines/ihres Glaubens findet,
    ist mir ziemlich egal, so lange Toleranz für die anderen Lebensentwürfe dabei ist.
    Positiv daran finde ich, daß wenigstens versucht wird, nicht allzu oberflächlich durch diese Welt zu laufen.


    Al

  3. #3
    Beatus ille, qui procul negotiis.
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    Standard AW: Das Großstadtkloster, ein Beispiel der Vereinigung von weltlichem und geistigem L

    Hallo Baronesse de Berjaraque

    Es stellt sich immerwieder die Frage, warum und auf welcher Weise sind Menschen heute noch religös? Ist Religion fernab vernünftigen gesellschaftlichen Lebens zu sehen oder läßt sich beides vereinen.
    Es gibt viele Menschen die der Religion treu sind, andere wieder nicht.
    Wenn ich meine Meinung dazu schreiben darf, es ist mir nicht möglich in die Kirche zu gehen und zu glauben, was der Pastor vorn erzählt. Wenn es da heißt: Das Paradies, die Wiederauferstehung und so weiter. Besonders die Zitate aus der Bibel geben mir kaum Anlass noch in die Kirche zu gehen. Es ist und bleibt für mich ein Buch, welches für mich nur symbolisch zu verstehen ist.
    Ehrlich gesagt, kann ich die Menschen nicht verstehen, wenn sie jeden Sonntag in die Kirche gehen, davon gibt es noch genügend, zumindest hier im Umkreis.
    Aber dennoch muss es wohl so sein, denn was wäre, wenn es die Kirche gar nicht mehr gebe? Könnten wir damit umgehen? Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt. Eine Kirche zu betrachten hat etwas beruhigendes.

    Die Frauen, die in dem Film beschrieben werden sind berufstätige oder studierende, teils promovierte Bürgerinnen, die voll im Berufsleben stehen aber ihren Glauben dennoch leben, ohne sich ihm oder auch dem weltlichen Leben völlig zu verschreiben.
    Das kann ich nun überhaupt nicht verstehen, wenn studierte Frauen sich die schwarzen Kleider anziehen und zu beten beginnen. Sie müssen ja tatsächlich einen festen Glauben haben. Aber wie ist das nur möglich? Glauben sie tatsächlich an diese Religion? Nun, wenn es ihnen gut tut, warum nicht. Es ist zumindest eine andere Art von Religion leben.

    Das Klosterleben in Kombination mit Beruf hat eine gewisse Ernsthaftigkeit, die dem "normalen" Leben, das mit vielen nicht immer guten Ablenkungen und Reizen aufwartet, oft leider zu fehlen scheint. Ora et labora scheint den Damen sehr wichtig zu sein und sie leben meiner Meinung nach ein sehr sinnvolles, erfülltes Leben.
    Sie führen ihr sinnvolles und erfülltes Leben, wir dir scheint? Ja, du magst recht haben, doch ich finde es völlig unmöglich. Ich kann es eben nicht nach vollziehen, wie man aus der normalen Welt in ein Kloster am Anschluss flüchtet. Sind sie im Kloster zufriedener? Ich habe den Film nicht gesehen, aber vielleicht gibt es Ausschnitte zu sehen, dass ich mir davon ein Bild machen kann. Im Moment muss ich dir sagen, es ist mir völlig schleierhaft wie die Damen im Kloster ihre Erfüllung finden.

    ob es wirklich so abwegig ist Religion zu leben, an gewissen Dingen, die im christlichen Glauben verankert sind festhalten zu wollen und ob es wirklich so überholt und unrealistisch, wenig erstrebenswert ist, sich mit Religion oder Glauben auseinanderzusetzen und ihm etwa positives abgewinnen zu können.
    Nun, ich denke es gibt Menschen, die sich durch die Religion sicher fühlen. Andere gehen einfach zur Kirche weil es dazu gehört. Und so kann man ewig weiter schreiben. Es gibt eben soviele unterschiedliche Meinungen darüber.
    Meine Meinung: Es gibt sicherlich eine höhere Macht, aber ich glaube nicht, dass diese höhere Macht mir vorschreiben möchte, wie ich zu leben habe.
    Denn die Meinungen gehen dorthin ja soweit auseinander, dass ich gar nicht wüsste, was er nun wirklich von mir will.
    Der eine sagt, lese die Bibel, was darin steht sollst du glauben. Das kann ich aber nicht, weil die Texte mehrfach zu deuten sind.
    Vor allen Dingen kann ich die Texte nicht leiden wo es um uns Frauen geht, wie wir uns verhalten sollen. Das ist einfach überholt, daran will und kann ich nicht glauben. Ein Gott oder eine höhere Macht hat uns Menschen nichts vorgeschrieben, denn er hat mit Sicherheit kein Buch geschrieben, es sind Überlieferungen von Menschen, die angeblich eine Eingebung durch Gott hatten, dies nieder schrieben und nun sollen wir Menschen daran glauben. Blödsinn!
    Wenn ich die Bibel wirklich ernst nehmen würde und jeden Sonntag zur Kirche gehen würde, dann weiß ich, dass ich mit Sicherheit Depressionen bekäme.
    Ich will so frei wie möglich mich bewegen können und Sonntags ausschlafen.

    Und was überhaupt nicht geht, meiner Meinung nach, sind die Damen und Herren die sich ganz der Religion verschrieben haben, also von morgens bis abends nur mit der Kirche im Einklang leben. Natürlich können sie das tun, was sie für richtig halten, jedoch Finger weg von Kindern.
    In der heutigen Zeit noch Nonne zu werden oder kath. Pfarrer ist für mich nicht nach vollziehbar.
    Ich habe mal gehört in Österreich läuft da ganz was anderes......guckst du hier?

    Zölibat: Rund 700 „Priester ohne Amt“ in Österreich | Nachrichten.at

    Gruß Venatrix

  4. #4
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    Standard AW: Das Großstadtkloster, ein Beispiel der Vereinigung von weltlichem und geistigem L

    Zitat Zitat von Venatrix Beitrag anzeigen
    Hallo Baronesse de Berjaraque



    Es gibt viele Menschen die der Religion treu sind, andere wieder nicht.
    Wenn ich meine Meinung dazu schreiben darf, es ist mir nicht möglich in die Kirche zu gehen und zu glauben, was der Pastor vorn erzählt. Wenn es da heißt: Das Paradies, die Wiederauferstehung und so weiter. Besonders die Zitate aus der Bibel geben mir kaum Anlass noch in die Kirche zu gehen. Es ist und bleibt für mich ein Buch, welches für mich nur symbolisch zu verstehen ist.
    Da hast du es ja schon selbst beantwortet. Es geht unter anderem um die Symbolik. Es geht aber auch um bestimmte Regeln, die dort für manche mehr oder weniger verständlich sind und die uns ein paar Werte vor Augen halten, die wie man sieht ja schon immer mehr in Geselllschaft und Familie verschwimmen. Ich behaupte, das ist u.A. eine Folge von der Abwendung von Glaube und Kirche infolge von nicht Verstehen des Selbigen und Fehlinterpretation.

    Zitat Zitat von Venatrix Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt, kann ich die Menschen nicht verstehen, wenn sie jeden Sonntag in die Kirche gehen, davon gibt es noch genügend, zumindest hier im Umkreis.
    Aber dennoch muss es wohl so sein, denn was wäre, wenn es die Kirche gar nicht mehr gebe? Könnten wir damit umgehen? Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt. Eine Kirche zu betrachten hat etwas beruhigendes.
    Die einen gehen am Sonntag in die Kirche, haben so eine gewisse Art von Disziplin beim frühen Aufstehen und freuen sich auf die Gemeinschaft. Andere trinken und konsumieren Drogen und liegen bis nachmittags im Bett und nennen das dann selbstbestimmte Freiheit

    Zitat Zitat von Venatrix Beitrag anzeigen
    Das kann ich nun überhaupt nicht verstehen, wenn studierte Frauen sich die schwarzen Kleider anziehen und zu beten beginnen. Sie müssen ja tatsächlich einen festen Glauben haben. Aber wie ist das nur möglich? Glauben sie tatsächlich an diese Religion? Nun, wenn es ihnen gut tut, warum nicht. Es ist zumindest eine andere Art von Religion leben.
    Ja sie glauben wohl an diese Religion und empfinden diese als eine Art Heimat. Unsere Gesellschaft hat nämlich zusehnds nicht mehr wirklich viel Anheimelndes und Schutzbietendes. Auch Familienstrukturen geben oft nicht mehr das, nachwas der Mensch strebt. Sicherheit, Zufriedenheit, Zusammengehörigkeit. Man hat übrigens festgestellt, dass Leute die im Kloster werden stressfreier Leben und weniger oft an Alzheimer erkranken.

    Zitat Zitat von Venatrix Beitrag anzeigen

    Sie führen ihr sinnvolles und erfülltes Leben, wir dir scheint? Ja, du magst recht haben, doch ich finde es völlig unmöglich. Ich kann es eben nicht nach vollziehen, wie man aus der normalen Welt in ein Kloster am Anschluss flüchtet. Sind sie im Kloster zufriedener? Ich habe den Film nicht gesehen, aber vielleicht gibt es Ausschnitte zu sehen, dass ich mir davon ein Bild machen kann. Im Moment muss ich dir sagen, es ist mir völlig schleierhaft wie die Damen im Kloster ihre Erfüllung finden.
    So wie es aussieht sind sie im Kloster zufriedener und geborgener. Aber im Beitrag wird auch herausgestellt, dass es Disziplin und Kraft braucht genauso, wie es Kraft und Halt gibt. Auch im Kloster kommen nicht allesamt gut miteinader aus. Es bietet dieses Umfeld aber wohl mehr Möglichkeiten ohne große Ablenkungen von außen sich zu besinnen, und an sich zu arbeiten.

    Zitat Zitat von Venatrix Beitrag anzeigen

    Nun, ich denke es gibt Menschen, die sich durch die Religion sicher fühlen. Andere gehen einfach zur Kirche weil es dazu gehört. Und so kann man ewig weiter schreiben. Es gibt eben soviele unterschiedliche Meinungen darüber.
    Meine Meinung: Es gibt sicherlich eine höhere Macht, aber ich glaube nicht, dass diese höhere Macht mir vorschreiben möchte, wie ich zu leben habe.
    Denn die Meinungen gehen dorthin ja soweit auseinander, dass ich gar nicht wüsste, was er nun wirklich von mir will.
    Genau das wollte ich mit diesem Beitrag eben abstellen: Das Vorurteil es ginge um eine höhere Macht, die einem entwas vorschreiben möchte. Die Bibel, die ein veraltetes Buch sein soll und keine Aufschlüsse über gesellschaftliches Leben bietet, weil man sie auslegen kann wie man möchte. Genau dies ist nicht so. Es geht einfach nur darum, dass man den Glauben oder die Bibel nicht aus den Augen verlieren oder ganz verteufeln sollte, weil sie Dinge wie Werteverständnis und Gemeinsamkeit vermitteln kann. Eine Gesellschaft ohne Werte ist eine armseelige Gesellschaft. Die Religon und die Bibel haben unsere Kultur geprägt und sind nicht mehr einfach unter den Teppich zu kehren. Dass man sich so sehr gegen Glauben und Religion wehrt zeugt meiner Meinung nach von purem Egoismus und von Ignoranz. Wenn man sich durch den Glauben unfrei fühlt stimmt auch etwas nicht. Ständige Grenzüberschreitungen, Egoismen und gesellschaftliche Umstrukturierung hin zu Menschen die gestresst, unzufrieden und arm sind sind nicht der erstrebenswerte Weg zur Selbstbestimmtheit. Selbstbestimmtes zufriedenes Leben heißt nicht alle Regeln zu ignorieren und zu tun was man möchte. Selbstestimmtes freies Leben ist es, wenn man bewußt sozial und gesellschaftsverträglich lebt ohne anderen zu schaden und wenn man sich geistig weiterentwickelt und an sich arbeitet und Reife und Verantwortungsbewußtsein entwickelt. Dies kann man unter anderem auch mit und durch den Glauben oder mit und durch bestimmte Dinge die in der Bibel stehen. Solange bestimmte Werte noch weitervermittelt werden und dabei hilft der Glaube und die Bibel, wird es den Menschen nicht schlecht gehen. Verliert man sie aus den Augen, verlieren wir unsere Freiheit und werden immer weniger orientiert in ein Leben in einer nicht mehr besonders erstrebenswerter Gesellschaft landen.



    Zitat Zitat von Venatrix Beitrag anzeigen
    Der eine sagt, lese die Bibel, was darin steht sollst du glauben. Das kann ich aber nicht, weil die Texte mehrfach zu deuten sind.
    Vor allen Dingen kann ich die Texte nicht leiden wo es um uns Frauen geht, wie wir uns verhalten sollen. Das ist einfach überholt, daran will und kann ich nicht glauben. Ein Gott oder eine höhere Macht hat uns Menschen nichts vorgeschrieben, denn er hat mit Sicherheit kein Buch geschrieben, es sind Überlieferungen von Menschen, die angeblich eine Eingebung durch Gott hatten, dies nieder schrieben und nun sollen wir Menschen daran glauben. Blödsinn!
    Wenn ich die Bibel wirklich ernst nehmen würde und jeden Sonntag zur Kirche gehen würde, dann weiß ich, dass ich mit Sicherheit Depressionen bekäme.
    Ich will so frei wie möglich mich bewegen können und Sonntags ausschlafen.
    Wieder sagst du es selbst schon, es geht nicht um irgendwelche Märchen und Fehlinterpretationen. Und Depressionen sind eher anderen Dingen als dem Glauben zuzuschreiben Man kann eben die Auslegungen der Bibel als Studium oder auch als Selbststudium betreiben, was manchmal recht spannend sein kann. Man leiste dabei Denkarbeit. Die Bibel und ihre Interpretationen regen zum Denken an.

    Zitat Zitat von Venatrix Beitrag anzeigen
    Und was überhaupt nicht geht, meiner Meinung nach, sind die Damen und Herren die sich ganz der Religion verschrieben haben, also von morgens bis abends nur mit der Kirche im Einklang leben. Natürlich können sie das tun, was sie für richtig halten, jedoch Finger weg von Kindern.
    In der heutigen Zeit noch Nonne zu werden oder kath. Pfarrer ist für mich nicht nach vollziehbar.
    Ich habe mal gehört in Österreich läuft da ganz was anderes......guckst du hier?

    Zölibat: Rund 700 „Priester ohne Amt“ in Österreich | Nachrichten.at

    Gruß Venatrix
    Dass es in den religiösen Strukturen nicht immer nur brav und züchtig und ehrenhaft zu geht ist bekannt. Das hat aber weniger mit dem Glauben oder der Religion ansich zu tun, sondern eben an den Strukturen die sich gebildet haben. Der Zölibat ist meiner Meinung nach nicht für jeden geeignet. Für manche aber ist es eine Art der Selbstdisziplin fernab von der übersexualisierten Gesellschaft. Bei anderen ist wohl schon in der Kindheit was falsch gelaufen, sodaß sie im Schutze von krichlichen Strukturen, genau wie auch in anderen Einrichtugen, wie Schulen und Sportvereinen ihre psychologischen Defizite leben. Wer eben sich nicht ganz der Kirche zuwenden kann bricht heimlich mit dem Zölibat. Es wird aber weitestgehend schon toleriert, dass katholische Priester Familien haben. Hardliner werden wohl immer noch den Zölibat durchsetzen wollen und das führt, wie in deinem Link immernoch zu Entlassungen. Ich hoffe es entwickelt sich so wie in der evangelischen Kirche weg vom Zölibat.


    Und um gleich einmal allen Spekulationen vorzubeugen. Ich bin nicht katholisch und ich gehe nicht zur Kirche. Ich betrachte Kirche und Glauben als eine Art Wegweiser und eine Hilfestellung für eine vernünftige Gesellschaftsordnung. Höhere Mächte sind für mich eher universell, aber das ist ein anderes Thema.

    Gruß

    Baronesse
    Geändert von Baronesse de Berjaraque (03.09.2011 um 18:49 Uhr)
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  5. #5
    Beatus ille, qui procul negotiis.
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    Standard AW: Das Großstadtkloster, ein Beispiel der Vereinigung von weltlichem und geistigem L

    Bonsoir Baronesse de Berjaraque,

    in einem sind wir uns gewiss einige: Wir gehen nicht zur Kirche und sind nicht katholisch. Das ist ja schon mal was.
    Depressionen bekomme ich wirklich wenn ich öfter zur Kirche muss, sei es wegen Verwandte die gestorben sind oder wegen der Konfirmationen....

    Weißt du, ich bin als Zeugin - Jehovas groß geworden und ich bin glücklich heute ev. luth. zu sein. Meine Religion lässt mir sehr viel Freiraum. Unser Pastor ist gut drauf, fährt eine Harley Davidson und trinkt auch mal ein Bier mit seinen Schäfchen in unserem Gasthof.
    Er hält ansich stets eine gute Predigt und ist ansonsten ein feiner Kerl.
    Nur ich kann und will mir die Sonntage nicht antun. Wahrscheinlich liegt es an einem Kindheitstrauma......ich werde wirklich depressiv von mehreren Wochen wo ich Sonntags in der Kirche war.

    Meine Einstellung zum Leben ist auch ganz o.k., habe eine sehr gute Familie und Freunde die mir schon sehr geholfen haben.

    Für mich habe ich den Sinn des Lebens gefunden. Besonders wenn man mal ziemlich krank gewesen ist und nun wieder hergestellt ist, dann ist das ein Geschenk.
    Das Geschenk meines Lebens, denn wenn man viele Monate in einer Klinik verbringen musste, dann weiß man das Leben zu genießen.

    Ich liebe das Leben, die Liebe und die Lust auf alles was noch vor mir liegt und wenn es dann zuende ist, dann kann ich sagen, ich hatte alles was ich mir in meinem Leben gewünscht habe.

    Das ist jetzt ziemlich vom Thema ab, aber mir war danach....

    au revoir,

    Venatrix

  6. #6
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    Standard AW: Das Großstadtkloster, ein Beispiel der Vereinigung von weltlichem und geistigem L


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    Wie man sieht bis du auch dem Glauben in irgendeiner Weise verbunden und somit verstehe ich deinen ersten Post nicht ganz, sollten da die Antworten ironisch, zynisch oder gar einfach nur provokativ gewesen sein?

    Dass du Lebenslust empfindest nach einer Erkrankung finde ich fein. Hat dir deine Glaubensgemeinschaft wohl dabein geholfen? Eines lese ich bei dir immer heraus: Die Betonung des Freiraums, der Selbstbestimmung. Wer solch eine Angst vor Verlust der Freiheit zu haben scheint, ist noch nicht wiklich frei. Wobei ich Freiheit nicht darüber definiere, dass man tun und lassen kann was man möchte ohne auch für sich und seine Mitmenschen verantwortlich zu handlen.

    Bleiben wir mit dem Freiheitsgefühl -gedanken beim Thema Kirche. Wenn ich mich durch Religion oder die Institution Kirche (übrigens genau wie durch etwa einen Partner oder die Ehe) eingeengt fühle bin ICH das Problem nicht mein Gegenüber.

    Ich persönlich habe nicht ständig das Gefühl irgenwie oder durch irgendetwas gegängelt zu werden, weder durch den Glauben noch durch Menschen. Ich meine und das ist meine ganz persönliche Ansicht, dass Menschen, die Angst vor "Freiheitsverlust" haben, sich selbst im Wege stehen, oft sehr egoistisch denken und mit jegliche Art von Anpassung und gesellschaftlichen konventionen Probleme haben. Leider gibt es zu wenig erreichbare einsame Inseln Da schafft man sich seine eigenen Fluchten. Die Angst vor Freiheitsverlust ist eigentlich die Angst irgendetwas ändern zu müssen, an sich arbeiten zu müssen oder Arbeit in eine Beziehung oder auch eben in dem Glauben zu investieren.

    Zuerst komme mal ich und die Befriedigung meiner Vorstellungen vom Leben, wobei durch das Verhalten die wenigsten Leute wirklich zufrieden werden muß ich feststellen, und dann kommt lange nix und dann bewundere ich mal den Pastor, der Harley fährt und das ist mir dann besondes wichtig. Verstehe mich bitte nicht falsch ich nahm das jetzt als Beispiel, weil du es mir oben geliefert hast. Ich weiß nicht wie alt du bist aber du scheinst mir noch sehr jung zu sein.

    Mit höherem Alter kommt dann das Bewußtsein, dass ein harleyfahrender Pastor manchmal nicht einen Garanten für : Ich darf auch tun was ich möchte bietet.

    Diese Art mit Toleranz umzugehen ist die falsche oder eben nicht wirklich Toleranz. Toleranz bedeutet nicht bedingungslos alles gut zu finden, damit ich selbst unbehelligt bleibe. Nun das führt jetzt ein wenig zu weit, aber mir war auch danach



    Fazit, Glaube und Kirchengemeinschaften müssen nicht zwangsläufig Freiheitsverlust bedeuten. Glaube und Kirchengemeinschaft ist nicht Schuld daran, wie diese beiden Dinge von manchen Leuten für Machtmißbrauch genutzt werden. Kirche und Glaube sind individuell wie die Menschen selbst, welche sie in ihr Leben mit einbeziehen.

    Das Großstadtkloster zeigt EINE Lebensgemeinschaft im Bereich der Religion welche ich recht interessant finde.





    Gruß

    Baronesse
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