Das kann man so sagen.
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Dies ist eine Diskussion zum Thema "WARUM?! Amoklauf Winnenden" im "Geheimdienste und Überwachungsstaat" des Bereiches "Geheimgesellschaften, Verschwörungen und New World Order (NWO)"
Das kann man so sagen.
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Anat for JgFw!
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naja also als versager würde ich ihn auch nicht wirklich bezeichnen denn man könnte ja (natürlich nur theoretisch) auch so argumentieren dass ein wahrer versager nicht diese kranke energie hätte mal eben 15 oder 16 menschen übern haufen zu ballern![]()
So, dann geb ich jetzt doch mal meinen Senf dazu. Immerhin ist der Amoklauf ein Thema, zu dem ich wenigstens Ansatzweise etwas sagen kann.
@Spellbound: ich schließe mich dir an, allerdings nur in der Meinung, dass man nicht hinter jeder Tat oder jedem Geschehen auf der Welt eine Verschwörung sehen kann oder sollte. Aber zum Thema der Schuldfrage: die unmittelbare Schuld liegt natürlich beim Amokläufer selbst, denn er ist es schließlich, der sich letztendlich dazu entschieden hat, sich eine Waffe und Munition zu greifen und wahllos (?) Menschen zu erschießen.
Nichts desto trotz ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die Gesellschaft die Probleme, die Tim K. hatte (und die er leider so aus der Welt schaffen wollte), verursacht hat. Und somit trägt sie auch eine Mitschuld.
Aber zu dem Thema - warum und wieso - könnte man ewig lamentieren. Wenn Tim K. tatsächlich rationale Gründe für sein Handeln hatte (wohl kaum), hat er sie mit ins Grab genommen.
@blackdeath: unkonventionelle Argumentation, aber sie macht Sinn. Wenn er so ein Versager gewesen wäre, hätte er nicht das Schießen erlernt (eine Sache, in der er ja offenkundig gut war)... er hat in der Konfliktlösung versagt, keine Frage. Aber als totalen Versager würde ich ihn auch nicht gerade bezeichnen... aber das ist auch relativ. Wen bezeichnet ihr als totale Versager? Ich zum Beispiel finde, dass Selbstmörder Versager sind. Ich denke aber, man kann das nicht verallgemeinern.
Das ist etwas, was mich tierisch auf die Palme bringt.
Selbstmörder werden geächtet. Versager. Arschlöcher, die ihren Angehörigen Schmerz verursachen.
Feiglinge. Für die Medien völlig uninteressant. Und was nicht noch alles.
Killt dieser Selbstmörder vorher zig Menschen, wird auf einmal nach Gründen gesucht. Der arme Kerl
hatte eine schlimme Kindheit usw. Aber ein totaler Versager war er nicht, denn er war ja spitze im
Tischtennis und Leute abknallen (was btw. keine Kunst ist. Die Bedienung einer Pistole ist ein Kinderspiel).
Die Gesellschaft fragt sich, was sie falsch gemacht hat usw. Blah, Blah - wir kennen es ja.
Aber ein Selbstmörder, der sich womöglich aus den gleichen Gründen tötet, dabei aber noch so freundlich
ist und seine Mitmenschen am Leben lässt, wird allgemein nur bespuckt.
Meine Güte, was kotzt mich diese scheiss Doppelmoral an...
@Corlis: zu keinem Zeitpunkt habe ich behauptet, dass Tim K. für mich KEIN Versager ist, ich habe lediglich angemerkt, dass er kein TOTALER Versager ist, jedenfalls nicht in meinen Augen. Desweiteren hing meine Argumentation mit den Gründen und der Mitschuld der Gesellschaft in keinster Weise mit der Bezeichnung von "Selbstmördern als Versager" zusammen.
Selbstmörder sind für mich Versager und feige, weil es irgendwo immer einen Ausweg gibt. Und dass da nicht nach Gründen gesucht wird ist nicht wahr, das kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. Es wird nur einfach nicht so publik gemacht. Und ein Mörder, der sich dann selbst tötet, bringt seiner Familie genausoviel, wenn nicht noch mehr Schmerz.
Und noch eins: ich sagte, Selbstmörder sind in meinen Augen Versager. Tim K. hat sich auch selbst getötet. Ich hoffe, damit wird deutlich dass er in DER Hinsicht auch bei mir zu den Versagern zählt. Aber meinetwegen, noch ein paar mehr Beispiele: Versager sind Männer oder Frauen, die ihre Kinder im Stich lassen, Menschen, die von vornherein aufgeben ohne es versucht zu haben, usw., usf.
Mit Doppelmoral hat das auch herzlich wenig zu tun. Wie gesagt, nur weil es nicht publik gemacht wird, heißt das nicht, dass sich bei Selbstmördern keiner nach den Gründen fragt. Es ist jedoch klar, dass ein Selbstmord, dem eine Mordserie vorausging, das allgemeine Medieninteresse auf sich ziehen wird. Im Endeffekt wird nach den Gründen für die Morde gesucht, und nicht für seinen Selbstmord.
~ Leben ist Leben - es imitiert gar nichts. ~
"Lassen Sie Ihr Gewissen zu Hause, Schätzchen. Hier geht es nicht darum, geliebt zu werden!"
Tut mir leid, wenn du dir dadurch auf die Füsse getreten fühlst, aber ich finde dieses
ganze Versagergewäsch einfach nur hirnrissig. Nicht weil es in sich hier und da unlogisch
ist, sondern weil es meines Empfindens nach schlichtweg Menschenverachtend ist.
Niemand "versagt" freiweillig. Jeder "Versager" wird seine ganz persönlichen Gründe haben,
warum er das von ihm verlangte Ziel nicht erreicht hat, i.d.R. ein psychisches Defizit oder
eine starke Belastung, welche ihn in die Unfähigkeit versetzt, so zu handeln, wie es wohl
"richtig" wäre.
Selbstmörder. Versager... Diese Menschen unterliegen einem unglaublichen psychischen Druck.
Für dich gibt es vielleicht immer einen Ausweg, aber diese Menschen sehen keinen mehr, sie
sind mental völlig am Ende. Diese Menschen sind Krank. Schwer Krank!
Oder glaubst du, die Mehrheit dieser Leute bringt sich um, weil sie jetzt einfach mal mit
der Gesamtsituation unzufrieden sind?
Und dann bewertet man diese Menschen auch noch als Versager. Nicht etwa in der objektiven
Form des Begriffes, was ja noch nachvollziehbar wäre, sondern in seiner geziehlt negativen
Auslegung.
Und doch, die Doppelmoral ist ganz dicke vertreten. Diese ganze Show trieft geradezu davon.