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Geheimes Vorspiel zum neusten Libanon-Krieg Israels

Seitdem die HAMAS mit einer demokratischen Wahl die Regierungsverantwortung in Palästina übernommen hat wurde der Weg für einen "regelrechten" Krieg systematisch vorangetrieben. Weil die Widerstandspartei HAMAS das "Existenzrecht Israels" weiterhin nicht anerkannte (obwohl sich "moderate" Stellungsnahmen durch HAMAS-Sprecher nach der Regierungsübernahme häuften), drehte besonders die EU den "Geldhahn" für Palästina zu. Ziel der pro-israelischen EU war es natürlich die, frei-und demokratisch gewählte, HAMAS zu stürzen. Dieses Vorgehen der EU offenbarte zugleich auch die, bis dahin für die breite Öffentlichkeit, kaum bekannte extreme wirtschaftliche Abhängigkeit Palästinas von pro-israelischen Mächteblöcken. Die arabischen "Bruderstaaten" konnten oder wollten (man beachte z.B. das Staaten wie Saudi-Arabien oder Ägypten die islamistische HAMAS als innenpolitische Gefahr betrachten) zudem nicht in die Bresche springen.

Der finanzpolitische Terror gegen Palästina bzw. die gewählte palästinensische Regierung eskalierte (wohlgeplant und beabsichtigt) zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen der (noch mehrheitlich) PLO-Stämmigen palestinänsischen Beamtenschaft und der (nun "plötzlich" zahlungsunfähigen) HAMAS-Regierung. Der Plan der pro-israelischen EU schien aufzugehen.

In dieser aufgezwungenen Situation griff die HAMAS-Regierung zu den Waffen. Schließlich handelte es sich auch um einen fundamentalen Angriff auf die Einheit Palästinas. Durch die Gefangennahme eines israelischen Soldaten wurde Israel zu massiven militärischen Angriffen (im Gaza-Streifen) verleitet. Als Israel übermütig dabei war seinen Soldaten im Gaza-Streifen zu "befreien", schlug die libanesische, pro-iranische, Hizbullah gegen Israel los. In einer bemerkenswerten Kommandoaktion nahmen Hizbullah-Einheiten zwei israelische Soldaten (auf israelischem Territorium!) gefangen, töteten mindestens einen weiteren israelischen Soldaten und zerstörten ein Fahrzeug der israelischen Armee. Hinter der Hizbullah-Aktion liegt sicher auch die Erkenntnis die Eskalationspolitik der EU und Israels gegen die HAMAS-Regierung nicht hinnehmen zu wollen und sich somit solidarisch mit Palästina zu verbünden sowie auch den Iran und Syrien im Konflikt mit USA-Israel-EU zu entlasten. HAMAS sowie Hizbullah unterbreiteten Israel Angebote über Verhandlungen zu einem Gefangenenaustausch. Die HAMAS forderte dabei die Freilassung mehrerer hundert palästinensischer Frauen und Minderjähriger aus israelischer Gefangenschaft. Die Hizbullah fordert ebenfalls die Freilassung von Libanesen, die teilweise seit Jahrzehnten in israelischer Gefangenschaft sind. Die Antwort Israels war der Überfall auf den Libanon.

Auch wenn die meisten westlichen Medien nicht einmal das Wort "Krieg" in den Mund nehmen, sondern eher von "Offensive" sprechen, gibt es einen zweiten (zusammen mit dem Irak-Krieg) Krieg im Nahen Osten an dem der Westen direkt beteiligt ist. In den sich stündlich überschlagenden Nachrichten und Meinungen zum neuen Libanonen-Krieg gehen, wie so oft, wichtige Informationen unter oder werden gezielt verschleiert. Ein sehr interessanter und wichtiger Punkt ist der geheimdienstliche Konflikt zwischen dem Libanon und Israel kurz vor dem Ausbruch des Krieges.


Die Aushebung einer MOSSAD-Einheit durch den libanesischen Militärgeheimdienst - Mai 2006

Am 26. Mai 2006 nahm der militärische Geheimdienst des Libanons vier Verdächtige fest die in Verbindung mit einem Bombenanschlag gebracht wurden, bei dem Mahmud Majzoub, Führer der Organisation Islamischer Dschihad, und dessen Bruder Nadir getötet wurden. Einer der Verdächtigen, der Libanese Mahmud Rafeh, gab an das er für den israelischen Geheimdienst MOSSAD gearbeitet habe. Insgesammt wurden 8 Libanesen und ein Palästinenser verhaftet die für den MOSSAD gearbeitet haben. Die MOSSAD-Agenten gaben an das sie den Auftrag gehabt hätten auch Scheich Hassan Nasrallah, den Führer der Hizbullah, zu ermorden. Der libanesischen Behörden hoben desweiteren auch Sprengstofflager der MOSSAD-Gruppe aus. Weiter gab Rafeh an dass er auch an der Ermordung der Hizbullah-Vertreter Ali Hassan Deeb im Jahre 1999 und Ali Saleh im Jahre 2003 sowie der Ermordung Ahmad Jibrils, Führer der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), im Mai 2002 im Libanon beteiligt gewesen sei. Zuletzt wurde im Mai 2006 ein Vertreter des Islamischen Dschihad in Sidon ermordet. Wahrscheinlich ist, dass die israelische Luftwaffe in mehreren Fällen die "gezielten Tötungen" nach Angaben der MOSSAD-Einheiten ausführte. Dabei wurden die zuvor gelegten Sprengsätze wohl auch durch Laser aus den israelischen Flugzeugen heraus gezündet.

Libanons Premier Siniora war noch Stunden vor dem Angriff der Israelis bemüht, beim UN-Sicherheitsrat Klage gegen Israel zu erheben. US-Botschafter Jeffrey Feltman und "westliche" Diplomaten" versuchten energisch und mit politischem Zwang, ihn davon abzubringen. Nicht zuletzt wird auch vermutet dass das vom libanesischen Militärgeheimdienst zusammengetragene Beweismaterialweil auch Licht darauf werfen könnte, wer hinter dem Mord an dem ehemaligen libanesischen Staatspräsidenten Hariri steckt.

Auch der libanesische Staatspräsident Emile Lahoud war dabei dem Sicherheitsrat der UN eine offizielle Anklage gegen Israel einzureichen. Die neuen Beweise für israelische Terrorakte auf libanesischem Territorium sollten insbesondere auch in die "Akte Hariri" des UN-Sonderermittlers Serge Brammertz, der den Mord am früheren libanesischen Ministerpräsidenten Hariri untersucht, eingehen.


Pressemeldungen zur Aushebung der MOSSAD-Einheit im Libanon:


Libanesische Armee zerschlug Terrornetz Israels - Mossad-Agent packt aus: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=1694

Libanesische Armee zerschlägt Terrornetzwerk Israels: http://www.rbi-aktuell.de/cms/front_...t=5&idart=7912

Israelisches Terrornetzwerk im Libanon - Kabinett in Beirut will UN-Sicherheitsrat einschalten: http://www.jungewelt.de/2006/06-19/016.php