Immer wieder interessante Themen, Talpa.
Aber wann kommst zu den angekündigten Hintermännern und Financiers?
Wäre bisher nicht "V-Leute in der NPD" der passendere Titel gewesen?
Oder willst du das gleichsetzen?
Hier jedenfalls noch ein paar Infos zur NPD - zunächst mal ein paar zweifelsfreie Geldquellen:
- Spenden und Einnahmen parteinaher Wirtschaftsunternehmen (zb. Musikverlag "Deutsche Stimme")
- Mitgliedbeiträge
- Steuermittel (staatliche Parteienfinazierung)
Außerdem bleibt zu erwähnen, dass auch über die zahlreichen V-Leute Steuergelder in NPD-nahen Kreisen versickert sind - insofern hätten wir sogar wieder den Bogen zwischen Threadtitel und Eingangspost gespannt![]()
Es liegt natürlich wieder einmal die Frage nahe, ob Unterstützung durch (offiziell) NPD-ferne Wirtschaftsunternehmen erfolgt...
http://www.pds-chemnitz.de/Wir/Der-k...wirtschaft.htmHat die NPD, so wie damals die NSDAP Unterstützer in der deutschen Wirtschaft?
Als Vorbemerkung sei zunächst gesagt, dass die NSDAP für die deutsche Großindustrie bis 1929/30 ziemlich uninteressant war. Erst der Wahlsieg am 14. September 1930 macht sie „spendierfähig".
[...]
Zur Finanzierung der NPD:
Die rechtsextreme Partei finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Einnahmen aus parteinahen Wirtschaftsunternehmen wie z. B. dem Verlag Deutsche Stimme mit Sitz in Riesa. Dieser sichert nicht nur die wirtschaftliche Existenz von Führungskadern durch lukrative Jobs ab, sondern bietet in seinem umfangreichen Katalog alles an, was das „rechte Herz" begehrt. Die NPD unterliegt wie jede andere Partei den gesetzlichen Grundlagen der Parteienfinanzierung. Zur Bundestagswahl 2002 erreichte sie trotz intensiven Wahlkampfes nur 0,4 % und verfehlte damit die für die Wahlkampfkostenerstattung wichtige 0,5 % Hürde. Seit der sächsischen Landtagswahl ist das anders. Nach Focus-Berichten erhält die NPD 162.424 Euro Wahlkampfkostenerstattung aus Steuermitteln. Die NPD-Fraktion im sächsischen Landtag erhält monatlich knapp 119 000 Euro, hinzu kommen die Diäten für Abgeordnete und bis zu 27 000 Euro monatlich für Gehälter von Mitarbeitern. Für die nächsten fünf Jahre eine mehr als auskömmliche, finanzielle Basis für die rechtsextreme Partei.
Bisher sind keine Spenden aus oder in die außerhalb des Dunstkreises der NPD stehende Wirtschaft bekannt. Ihre Konten führt die Partei bei verschiedenen Kreditinstituten, auch bei Sparkassen. Nach einem im Dezember 2003 öffentlich gemachten Urteil des BGH unterliegen die von der öffentlichen Hand geführten Geldinstitute dem „Willkürverbot". Im Prozess unterlag die Postbank Hamburg, die im September 2000 ein Konto des niedersächsischen Landesverbandes der Republikaner aus Gründen der „politischen Hygiene" gekündigt hatte.
Lesenswert, wenn auch nicht aktuell, zum Thema V-Leute in der NPD:
"V–Leute bei der NPD - Geführte Führende oder Führende Geführte?"
http://dokmz.akdh.ch/interaktiv/download/npd-studie.pdf
Der Text ist von 2002, aber einige grundsätzliche Punkte werden imho auf den 49 Seiten ganz gut herausgearbeitet.
offtopic, aber imho treffend bspw.:
Die Affäre ist ein Beleg dafür, dass sich die Geheimdienste der Bundesrepublik Deutschland einer wirksamen demokratischen Kontrolle erfolgreich entziehen.
Der IDGR wäre nicht zum ersten Mal spät mit Aktualisierungen. Aber vielleicht zielt deine Frage richtig und sie wollen es in diesem Fall nicht ändern. Das könntest du jedoch ganz einfach überprüfen, indem du die Damen und Herren auf ihr Versäumnis hinweist. Dann könntest du uns anschließend die Reaktion präsentieren - und wir könnten vielleicht alle erkennen, welche Weltbilder da am zerbrechen sindZitat von Talpa
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(hört sich jetzt vielleicht nicht so an, aber mich würde die Reaktion des IDGR auch interessieren)
mfg



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