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US-Interessen in Afrika

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Die Vereinigten Staaten haben ein strategisches Interesse am schwarzen Gold des afrikanischen Kontinents.

Mit Öl habe seine Afrikatour nichts zu tun, erklärte Bush vor seiner Reise. Dies sei „eine der absurdesten Verschwörungstheorien“, die er gehört habe, sagte er vor seiner Abreise am Montagabend in einem Interview.

Doch auch wenn Bush bei öffentlichen Auftritten lieber humanitäre Anliegen wie den Kampf gegen Aids und Armut in den Vordergrund stellt - das strategische Interesse der USA am schwarzen Gold des afrikanischen Kontinents steht außer Frage.
Die USA und das Öl Afrikas

Wie ehrlich oder unehrlich ist die Argumentation des Weissen Hauses? Was beweist die Weltwirtschaft jeden Tag aufs Neue, wenn nicht die Ungerechtigkeit ihrer selbst?
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Bush und selbstlos? Darf man da noch lachen oder muss man da schon weinen?
 

dkR

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.142
Noch darfst du zynisch lachen. Weinen ist erst erlaubt, wenn ihm das noch jemand abkauft.
 

semball

Großer Auserwählter
26. Mai 2002
1.615
Und falls jetzt irgendjemand ankommt und versucht mit dem Beispiel Liberias das Gegenteil zu beweisen, dann soll er sich mal über die Geschichte Liberias und die innenpolitische Prestige-wirkung dieses Thema in Amerika informieren...
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
Neben dem Öl geht es der US-Regierung darum für den Wahlkampf und die Außenpolitik Punkte zu sammeln. Denn Inländisch können die eh nichts mehr reissen. Und jetzt spielt man halt den großen Weltpolizisten und Helfer.
 

Fantom

Erhabener auserwählter Ritter
9. August 2002
1.198
bush versucht ganz klar mit hilfe des iraks und der afrikanischen länder in naher zukunft die opec zu knacken.

ich habe grade gelesen, dass er erst der 3. us-präsident ist, der afrika besucht. was sind das für prioritäten einer angeblich so humanitär engagierten weltmacht???
 

Eskapismus

Großmeister-Architekt
19. Juli 2002
1.212
Ich habe heute ein Interview im Radio gehört, welches während Bushs Wahlkampf vor zwei Jahren aufgenommen worden ist. Auf das Thema Afrika angesprochen, antwortet er, dass er absolut keinen Grund sähe diesem Kontinent irgendwelche Aufmerksamkeit bei zu messen geschweige denn amerikanische Truppen zu entsenden.

Wie schnell sich die Meinungen doch ändern....

Und die 15 Mia Dollar gegen Aids sind ja wirklich sehr löblich. Das Problem ist nur, dass das Budget bis jetzt noch gar nicht abgesegnet worden ist. Angesichts der derzeitigen finanziellen Lage in Amerika ist es doch sehr fraglich, ob wirklich so viel Geld für dieses Projekt lose gemacht wird. Wenn es aber tatsächlich bereitgestellt werden sollte, dann gehe ich davon aus, dass es bei anderen Entwicklungsprogrammen abgezweigt wird.
 

Eskapismus

Großmeister-Architekt
19. Juli 2002
1.212
Fantom schrieb:
bush versucht ganz klar mit hilfe des iraks und der afrikanischen länder in naher zukunft die opec zu knacken.

Bei der OPEC blicke ich seit dem Irak Krieg sowieso nicht mehr durch. So wie ich das sehe, haben nun eh die Amis das sagen.

Aber das können wir ja hier weiter diskutieren
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
ein weiter punkt auf dieser rundreise wird werbung (druck?) für das amerikanische gen-getreide sein, das die USA den afrikanern gerne andrehen würden.

>>Genweizen im Bush-Gepäck

US-Landwirtschaft setzt auf Afrika als Exportkontinent für ihre Produkte

Während seiner Afrika-reise wird US-Präsident George W. Bush in den nächsten Tagen neben militärischer Präsenz im Krieg gegen das Böse auch Unterstützung im Kampf gegen die Ausbreitung des HI-Virus sowie Patentrezepte im Einsatz gegen Hunger anpreisen. Der US-Präsident behauptet, daß letzterer nur mit Hilfe gen- und biotechnologischer Produktionsverfahren erfolgreich bekämpft werden kann– wie zuletzt verkündet Ende Juni auf einer Konferenz des US- Landwirtschaftsministeriums in Sacramento/Kalifornien und auf dem Kongreß des Industrieverbandes Biotechnologie (BIO) in Washington.

...Zudem stehen die USA für ihre Art der Nahrungsmittelhilfen in der Kritik: Einerseits bringen US- Schiffe nordamerikanisches Getreide weltweit an verschiedene Orte und verteilen dort die Überproduktion. Daraus ergeben sich zumeist ernsthafte Gefahren für die Landwirtschaft der jeweils belieferten Region. Andererseits kommt dabei auch zunehmend gentechnisch verändertes Getreide zum Einsatz – mit unabsehbaren Folgen.

Dagegen hat die zentrale Beschaffungsstelle von 34 europäischen nichtstaatlichen Hilfsorganisationen, EURONAID, schon vor Jahren ihre Strategie verändert. Die Hilfsgüter, insbesondere Nahrungsmittel, werden möglichst vor Ort in der Nähe der Krisengebiete gekauft, um die regionalen Märkte nicht zu zerstören. Im Jahr 2001 zum Beispiel lag der Anteil regional eingesetzten Geldes bei über 60Prozent der Mittel, die EURONAID zur Verfügung stehen. Ein weiterer Grund, regional einzukaufen, liegt in der geringeren Gefahr kultureller Konflikte, die gerade bei Nahrungsmitteln leicht entstehen können.<<

weiter hier:

http://www.jungewelt.de/2003/07-09/009.php
 

Iadom

Geheimer Meister
20. Oktober 2002
108
neben öl gibt es in afrika noch einige andere sehr witzige sachen (tantal aus der republik kongo für die herstellung von handy's, notebookx etc. z.b.), billige arbeitskräfte - weil sehr viele vorhanden, und ein riesiger absatzmarkt, wenn den irgendwann mal die menschen auf dem geliebten mutterkontinent in der lage sind, den schrott zu konsumieren. aber dies wird wohl noch einige jahre dauern, weil wir kein interesse an einem wirklich unabhängigen, freien und starken afrika haben, weil eben konkurrent zu usa, eu und japan.

free the people
 

speedywolli

Geselle
28. Mai 2003
21
Djambo,

wenn ich höre, dass der allseits beliebte Herr G. W. B. aus Amerika Entwicklungsländer besucht, denke ich unwillkürlich an einen Vertreter. Der bekommt doch auch ein Fahrzeug gestellt, um Kunden aufzusuchen. Nur die Kunden Amerikas sind eigentlich Sklaven... Es gibt offiziell aber keine mehr... Stimmt, denn heute heißen sie Konsumenten oder Arbeitnehmer.

Afrika ist doch erst durch den amerikanischen Kapitalismus so arm geworden, denn Entwicklungshilfe ist ein prima Geschäft. Zuerst pumpe ich, sagen wir mal, 100 Milliarden $ rein und hole für 600 Milliarden $ Rohstoffe raus. Von den paar Dollar redet man nicht.

Wie sagte doch mal ein deutscher Politiker: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Im Orient gibt es doch diese Märchenerzähler...

"An Amerikas Wesen soll die ganze Welt genesen!"
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
wenn schon die europäer keinen bock auf den genfood-fraß haben, dann wäre doch der afrikanische kontinent ein riesiger absatzmarkt.

da haben sie sich schön was eingebrockt, ein großteil der amerikanischen landwirtschaft bzw. ihrer produkte scheint hochgradig genmanipuliert zu sein, die farmer bleiben auf ihren waren sitzen.
damit der export nicht einbricht, die stimmung der farmer nicht kippt, müssen also neue absatzmärkte her.
die EU ist da nicht so unter druck zu setzen bzw. hat man hier noch die wahl, was man einkauft.
in afrika sieht die situation anders aus.
millionen menschen sind von nahrungs-/getreidelieferungen abhängig.


>>Im jüngsten Handelskrieg zwischen den USA und der Europäischen Union (EU) über genveränderte Lebensmittel geht es weniger darum, "den Hunger der Welt zu stillen", wie US- Präsident George W. Bush unlängst voller Pathos postulierte. Sondern um die Milliardengeschäfte einer großen Industrie - und auch um die nackte Existenz der meisten US-Farmer.


...Und so wachsen in den USA inzwischen auf über 40 Millionen Hektar Biotech-Pflanzen - das ist fast die Hälfte des gesamten Farmlandes. 81 Prozent aller US-Sojabohnen sind heute transgene Gewächse (voriges Jahr waren es noch 75 Prozent), 73 Prozent der Baumwolle, 40 Prozent des Maises.


...Zahlen, die ein neues Licht auf die Biotech-Debatte mit der EU werfen: Mais und Sojabohnen sind die zwei wichtigsten Exportprodukte der US-Landwirtschaft. "Wir verlassen uns für zwei Drittel unserer Ernte auf Exportmärkte", sagt Mary Kay Thatcher, die Direktorin der American Farm Bureau Federation.

Dass dies nun durch die neu verschäfte EU-Kontrollpolitik für Genprodukte bedroht werde, nennt Thatcher "einen Alptraum".

Schon nach dem EU-Genfood-Moratorium von 1998 ist die US-Maisausfuhr nach Europa von 1,5 Millionen Tonnen auf magere 23.000 Tonnen geschrumpft. "Ausradiert", sagt Hayden Milberg, Sprecher der National Corn Growers Association in St. Louis, die über 33.000 Maisbauern
vertritt<<

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,256423,00.html
 

BrettonWoods

Geheimer Meister
5. Juni 2003
304
Der erste, der nun tatsächlich stärkeren Druck der Amerikaner zu spüren bekommt, ist der westafrikanische Warlord-Präsident Charles Taylor, den George Bush ins Exil drängen will. Auch eine von den USA geführte Friedenstruppe ist für Liberia im Gespräch. Amerikanische Marines nach Monrovia, französische Fremdenlegionäre in der Elfenbeinküste und im Kongo, britische Elitetruppen in Sierra Leone.

Aus der FTD vom 26.2.2003
Westafrika - Amerikas neue Tankstelle
Von Johannes Dieterich, Johannesburg
http://www.ftd.de/pw/in/1045838903231.html?nv=7dm

Westafrikas Ölreserven könnten die USA von der Krisenregion im Nahen Osten unabhängiger machen. Doch korrupte Eliten und wachsende soziale Spannungen erhöhen auch in Afrika die Terrorgefahr.

Plötzlich steht der schwarze Kontinent - zumindest wenn es um Energiepolitik geht - ganz oben auf der Agenda Washingtons. Westafrika sei die "am schnellsten wachsende Versorgungsquelle von Öl und Gas für den amerikanischen Markt", heißt es im Energiereport des US-Vizepräsidenten Dick Cheney.

Von den Investitionssummen, die derzeit an den Golf von Guinea fließen, konnte Afrika bislang nicht einmal träumen. Schon jetzt haben US-Firmen 10 Mrd. $ in die Region gepumpt, alleine Chevron Texaco will dort in den nächsten fünf Jahren weitere 20 Mrd. $ in die Öl- und Gasexploration investieren. Alles in allem rechnen Experten mit 60 Mrd. $, die in den kommenden 20 Jahren den Golf von Guinea überschwemmen werden.
 

BrettonWoods

Geheimer Meister
5. Juni 2003
304
Es gibt noch mehr Vorteile. Mit dem verstärkten Engagement in Afrika könnten die USA auch die OPEC schwächen, denn diesem Ölkartell gehört kein einziges Land südlich der Sahara an, mit Ausnahme Nigerias, und das spekuliert schon lange, aus dieser Organisation auszutreten. Somit können die afrikanischen Länder soviel Öl fördern wie sie wollen und das wird mittelfristig auch den Weltmarktpreis beeinflussen.
Au§erdem glaubt derzeit niemand daran, daß sich die afrikanischen Staaten zusammenschließen werden, um ein ähnliches Ölkartell wie die OPEC zu bilden, dafür sind die einzelnen Länder viel zu zerstritten.

Weltrekord des Winzlings
Äquatorialguinea ist eines der traurigsten Beispiele, wenn es um die Frage geht, inwieweit Demokratie, Menschenrechte und Wirtschaftsreformen in Afrika Fuß gefasst haben. Doch Präsident Nguema kann das egal sein. Er wird sich auch in Zukunft nicht um Reformen bemühen, niemand wird ihn dazu drängen. Schon jetzt wird er von europäischen und amerikanischen Regierungsmitgliedern hofiert. Denn so unglaublich es klingen mag, Äquatorialguinea hat im vergangenen Jahr einen Weltrekord aufgestellt: Die Wirtschaft des Landes wuchs um 73 Prozent.
Das Wirtschaftswunder des winzigen Staates begann, als 1996 plötzlich Öl entdeckt wurde. Wie unerwartet dieser Fund war, den amerikanische Spezialisten machten, zeigt sich daran, daß erfolglose spanische und französische Ölsucher gerade abgezogen waren und selbst die USA kurz zuvor ihre Botschaft in Äquatorialguinea geschlossen hatten. Diese ist zwar bis heute nicht wiedereröffnet, doch amerikanische Ölkonzerne haben seitdem knapp fünf Milliarden Dollar in das Land investiert, so daß sich die Fördermenge inzwischen auf knapp eine halbe Million Barrel pro Tag erhöht hat. Als "Kuwait Afrikas" wird der zentralafrikanische Staat seitdem bezeichnet, da er nicht nur ähnlich winzig ist wie das arabische Land, sondern auch mindestens so ergiebig zu sein scheint und außerdem von den Herrschenden wie ihr Privatbesitz kontrolliert wird.

http://land.heim.at/toskana/210137/Berichte/NachwirkungenAfrika.htm

Oberösterreichische Nachrichten
30.08.2001
Sklavenhandel ruinierte einen Kontinent
Afrikas Sklaven waren fast 500 Jahre lang nichts anderes als Massenware. Auf 20 Millionen wird ihre Zahl geschätzt. Es waren zumeist die kräftigsten Männer und Frauen, die dem Kontinent genommen wurden. Zurück blieben zerstörte Kulturen, während Europas und Nordamerikas Wirtschaft durch die Ausbeutung kostenloser Arbeitskräfte erst so richtig in Schwung kam. Afrika hat sich nie mehr erholt.
Die ehemaligen Kolonialmächte weigern sich nun aber hartnäckig, Entschädigungen zu zahlen. Die "African World Reparations and Repatriation Truth Commission" hatte die stolze Summe von 777.000 Mrd. Dollar vorgerechnet. Die Forderung nach Restitutionen ist in Durban aber auch aus rein praktischen Gründen "vom Tisch". Denn völlig ungeklärt ist, wer das Geld erhalten bzw. wer bezahlen soll. Schließlich waren ja auch die Araber in Nordafrika in den Sklavenhandel verwickelt.
Doch zumindest eine Entschuldigung für das angetane Leid wollen die afrikanischen Länder auf der Konferenz hören, versüßt mit dem Versprechen auf verstärkte Entwicklungshilfe und großzügige Schuldennachlässe. "Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen Formen verboten", heißt es heute in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO von 1948. Dennoch werden nach Schätzung der Menschenrechtsorganisation "Anti Slavery" derzeit noch immer mehr als 27 Millionen Menschen als Sklaven ausgebeutet. Händler zwingen Menschen zur Arbeit auf Plantagen, in Fabriken, in Haushalten und als Prostituierte. Ironie der Geschichte: Vor allem an der historischen Sklavenküste Westafrikas hat der Menschenhandel auch im 21. Jahrhundert Hochkonjunktur. Tausende Kinder werden hier als Arbeiter an die afrikanischen Plantagen oder als Prostituierte nach Europa verkauft. Aber auch das moderne Europa hat seine Sklaven: Hier sind es junge Osteuropäerinnen, deren Körper im Westen von Frauenhändlern zu Geld gemacht wird.
 

Iadom

Geheimer Meister
20. Oktober 2002
108
danke für deinen beitrag BrettonWoods.

wie das mit den entschädigungen läuft, haben wir ja schon am beispiel der jüdischen zwangsarbeiter sehen dürfen und inwiefern die etablierte lohnarbeit sich von zwangsarbeit unterscheidet... wahrscheinlich ebenso sehr, wie sich unsere demokratie von anderen herrschaftssystemen.
 

BrettonWoods

Geheimer Meister
5. Juni 2003
304
Sklavenjäger, Sklavenhändler und Sklavenhalter

Es gibt Zahlen für Amerika: Ca. 12 Millionen Sklaven wurden in den Jahren 1450 bis 1890 von Afrika nach Amerika verschleppt. Mindestens 10 Millionen Afrikaner sind Opfer der Sklavenjagd geworden, es können aber auch 100 Millionen gewesen sein, die die Jagd und den Weg von Afrika bis Amerika nicht überlebt haben, keiner hat die Verluste gezählt.

http://www.storyal.de/story1997/sklaven.htm

Der Sklavenhandel, der nicht anerkannte und entschädigungslose Holocaust, der für immer eine unauslöschliche Narbe in der afrikanischen Seele hinterlassen hat, geht heute in verschiedenen subtilen Formen weiter. Die reichen Nationen setzen die Preise für die afrikanischen Rohstoffe auf ein niedriges Niveau und erhöhen gleichzeitig ständig ihre Preise für die Exporte von Industriegütern nach Afrika. Die Folgen der Strukturanpassungsmaßnahmen, die Ghana und den anderen hochverschuldeten afrikanischen Ländern aufgezwungen wurden, waren rigorose Sparprogramme, denen vor allem Sozial- und Bildungseinrichtungen zum Opfer fielen. So wird auch in Ghana ein Großteil des Staatsbudgets darauf verwandt, die Kreditraten an internationale Finanzinstitutionen und westliche Banken zu zahlen.

"Es liegt im eigenen Interesse der reichen Nationen, sich für den Weg der Solidarität zu entscheiden, denn nur auf diese Weise können der Menschheit dauerhaft Friede und Eintracht gewährleistet werden."
http://kathweb.de/bistum-magdeburg/Detailed/609.html
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Die Folgen der Strukturanpassungsmaßnahmen, die Ghana und den anderen hochverschuldeten afrikanischen Ländern aufgezwungen wurden, waren rigorose Sparprogramme, denen vor allem Sozial- und Bildungseinrichtungen zum Opfer fielen. So wird auch in Ghana ein Großteil des Staatsbudgets darauf verwandt, die Kreditraten an internationale Finanzinstitutionen und westliche Banken zu zahlen.
Ist das so eine Art 'Steuersystem' für Afrika nach dem Motto "Wir strukturieren und entwickeln euch, dafür zahlt Ihr Abgaben."?
 

BrettonWoods

Geheimer Meister
5. Juni 2003
304
Zum neuen diplomatisch-militärischen Zugriff der USA auf Afrika

Was bedeutet diese Entwicklung für die afrikanischen Völker?

Den Charakter der amerikanischen Herrschaft hat das Volk des Kongo seit einer Reihe von Jahren, seit dem Versuch seines Präsidenten L.-D. Kabila, dem Land Souveränität und Kontrolle über seine Reichtümer wieder zu verschaffen, bereits beispielhaft auskosten müssen. Der Kongo wurde im Gegenzug zu Kabilas Politik seit 1999 zu großen Teilen von Truppen benachbarter Staaten, Ugandas und Ruandas, sowie von marodierenden sog. Rebellenarmeen unter Führung derselben Staaten besetzt und gnadenlosen Massakern und einer Ausplünderung seiner Ressourcen unterworfen, die selbst die alten Kolonialverhältnisse blaß erscheinen lassen. Nach übereinstimmenden Berichten hat dieser Krieg in vier Jahren bereits um die 4 Millionen Tote gekostet, und der Hauptdrahtzieher dieser ganzen verheerenden Entwicklung sind die USA, die hauptsächlich über ihre engsten Verbündeten Uganda und Ruanda operieren. Zerschlagung jeder staatlichen Einheit und Kontrolle und ihre Ersetzung durch marodierende Gangsterarmeen mit Stammeshintergrund, die bereitwilligst das Gold, die Diamanten, das Coltan und was Afrika immer an Rohstoffen zu bieten hat, an das internationale Kapital verschleudern, das ist das System Neokolonialismus made in USA.
Auch über die westafrikanische Entwicklung werden analoge Entwicklungen berichtet, die diese lenkende Hand hinter den Kulissen vermuten lassen. Auch hier Zerschlagung von Staaten, endlose Rebellionen und Gegenrebellionen, Massenmorde und ein wie nie florierender Rohstoff-Aderlaß.

http://www.neue-einheit.com/deutsch/is/is2003/is2003-34.htm
 
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