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HITLER - BUDDHA - KRISHNA

Opfo-Ink-Hova

Geselle
23. Mai 2003
19
Interessanter Link zu den Einflüssen östlicher Religionen auf das 3. Reich (und umgekehrt!)

Weniger bekannt dürfte jedoch sein, dass in der SS, insbesondere im SS-Ahnenerbe, über die Inhalte und Formen einer zu gründenden "NS-Religion" offen diskutiert wurde. Der SS-Verein mit Heinrich Himmler an der Spitze sah sich nach eigenen Worten als der "Vortrupp deutscher Religionsforschung". Dabei gingen alle führenden Mitglieder dieser "Religionsschmiede" davon aus, dass der Glaube des rassereinen arischen Menschen schon in Urzeiten praktiziert worden sei und dass er deswegen neu entdeckt und restauriert werden müsse.
Anhand zahlreichen Quellen aus Archiven, aus der Sekundärliteratur und aus NS-Schriften konnten wir nachweisen, dass in diese Restauration einer arischen Urreligion vor allem Ideen, Philosophien, Mythologien, Visionen, Dogmen und sakrale Praktiken aus den traditionellen Glaubensrichtungen des Ostens eingeflossen sind. Es bildete sich ein Milieu faschistischer Kulturwissenschaftler heraus, die den Buddhismus, die Veden, die Puranas, die Upanishaden, die Bhagavadgita, den Yoga, ja sogar den Tantrismus zu geistigen Überbleibseln einer verschollenen globalen indo-arischen und antisemitischen Urreligion erklärten. Hinzukamen Anleihen aus dem tibetischen Kulturkreis, insbesondere aber aus der japanischen Zen- und Samurai-Tradition. Im archaischen Kulturerbe eines despotischen und kriegerischen Ostens konnten die NS-Ideologen Anleitungen und Theorien finden:



zur Apotheose des "Führers"

zu einer rassistischen Kastengliederung der Gesellschaft

zur Sakralisierung des Krieges und des Kriegers

zur absoluten Gefühlskontrolle

zur Bewusstseinsmanipulation

zum machtpolitischen Umgang mit Symbolen und Ritualen

zur Bedeutung von archaischen Opferpraktiken


Sechs von zehn Studenten nennen den Namen Adolf Hitler, wenn sie gefragt werden, welchen Menschen sie am meisten bewundern. Das ergab vor kurzem eine Umfrage im St. Stephen’s College in Neu-Delhi, einem der Elite Colleges Indiens. Der Diktator habe seinem Volk nach der Demütigung durch den Versailler Vertrag Selbstachtung gegeben, lautet die häufigste Begründung der Studenten für Ihre Wahl.

Die Hitler-Verehrung, die bis in hochgebildete Kreise reicht, ist ein indisches Phänomen, das viele deutsche Besucher seit jeher verwundert und erschreckt. Die indischen Gesprächspartner sind ihrerseits betroffen, dass Deutsche den von ihnen als Held empfundenen Mann herabsetzen.

Wie kommt es zu dieser merkwürdigen Hitler-Verehrung? Indem er die Kolonialmacht England angriff, verhalf Hitler Indien indirekt zur Unabhängigkeit im Jahre 1947. Das vom Krieg geschwächte England konnte Indien nicht mehr halten. Dieser Aspekt der Geschichte blendet bis heute alle anderen aus: den Holocaust, die Kriegsleiden des gesamten Kontinents, die Ermordung des jüdischen Volks, das in Indien übrigens stets ehrenwert behandelt worden ist. Deutschland ist zu weit weg, seine Geschichte allzu isoliert von der indischen, als dass selbst die gebildete Schicht Indiens dieses Gesamtbild der Taten Hitlers gerecht wertend in den Blick bekäme. So konnte es etwa geschehen, dass man 1997 eine Hitlerstatue in der Nähe von Darjeeling aufstellen wollte oder dass 1999 mehrfach die ganzseitige Annonce einer Technologiefirma mit einem Baby in Hitleruniform erschien. Die Überschrift lautete: „Born to Rule“. So wird auch einem populären rechtsradikalen Politiker in Bombay nicht energisch widersprochen, wenn er immer wieder seiner Bewunderung für Hitler Ausdruck verleiht.

http://www.trimondi.de/H-B-K/H-B-K-Front.htm
 

LVX93

Geheimer Meister
30. Mai 2012
210
Aw: Hitler - buddha - krishna

Ein auf jeden Fall lesenswertes Buch!
Auch der Vorgänger "Der Schatten des Dalai Lama" ist eine Fundgrube für Buddhismuswissen abseits von TV und Medienmainstream.

Allerdings bezweifle ich, daß der "Durchschnitts/Mode"-Buddhist (zumindest hier im Westen, besser weiß ich es nicht) sich überhaupt des zentralen Kala-Chakra bewußt ist. Und wieso schiebt Trimondi eigentlich so einen "Hass" primär auf den Dalai Lama? Immerhin hat er ja mal mit ihm an einem Kongreß teilgenommen? (vgl.: hier (Sehr spitz geschrieben - da merkt man noch nichts von heutiger Honig-um-den-Bart-Schmiererei :lol:)

Kennt schon jemand das aktuellste Werk, "Krieg der Religionen" ? Meinungen würden mich interessieren!

Gruß

LVX93
 

lumin

Auserwählter Meister der Neun
29. Januar 2010
986
AW: Hitler - buddha - krishna

Ein auf jeden Fall lesenswertes Buch!
Auch der Vorgänger "Der Schatten des Dalai Lama" ist eine Fundgrube für Buddhismuswissen abseits von TV und Medienmainstream.
Wissen oder Interpretation?

Allerdings bezweifle ich, daß der "Durchschnitts/Mode"-Buddhist (zumindest hier im Westen, besser weiß ich es nicht) sich überhaupt des zentralen Kala-Chakra bewußt ist. Und wieso schiebt Trimondi eigentlich so einen "Hass" primär auf den Dalai Lama? Immerhin hat er ja mal mit ihm an einem Kongreß teilgenommen? (vgl.: hier (Sehr spitz geschrieben - da merkt man noch nichts von heutiger Honig-um-den-Bart-Schmiererei :lol:)
Woher nimmst du die Gewissheit, dass der "Modebuddhist" sich nicht erst informiert, bevor er das Kalachakra-Versprechen abgibt oder gar die Einweihung entgegennimmt? Ich kann doch nur etwas versprechen, dass ich auch verstanden habe, ansonsten ist das Versprechen eine hohle Phrase.
Und "Hass auf den Dalai Lama". - Hassen kommt von Nicht-Verstehen oder vom (bewusst) Falsch-Verstehen-wollen. Das ist doch dann eher das Problem des Hassenden (hier Trimondi), und nicht des Angegriffenen.
Der lächelt nämlich immer noch.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

LVX93

Geheimer Meister
30. Mai 2012
210
Aw: Hitler - buddha - krishna

Mahlzeit.

Erste Frage: Wissen. Habe beide Bücher gelesen, vom Anspruch her für gut befunden, mich mit den Quellen befasst und festgestellt, daß man hier (in Mitteleuropa) von der Endzeitvorstellung des Buddhismus gar nichts weiß bzw. durch flüchtige Beschäftigung mitbekommt.

Zweite Frage: Aus dem Gespräch mit Buddhisten. Die meisten, mit denen ich redete, wußten zwar, daß der Dalai Lama immer mal irgendwo eine Zeremonie abhält, aber was es damit auf sich hat, war egal oder unbekannt.

"Und "Hass auf den Dalai Lama". - Hassen kommt von Nicht-Verstehen oder vom (bewusst) Falsch-Verstehen-wollen. Das ist doch dann eher das Problem des Hassenden (hier Trimondi), und nicht des Angegriffenen.
Der lächelt nämlich immer noch."
Was Du mir damit sagen willst, erschliesst sich mir beim besten Willen nicht.

MfG

LVX93
 

jamguy

Geheimer Meister
4. Januar 2012
354
Aw: Hitler - buddha - krishna

Glaubst Du den Scheiss?Inder waren [...]

Rassistische Bemerkung gelöscht. Drei Tage Sperre.

Jäger, Mod
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

lumin

Auserwählter Meister der Neun
29. Januar 2010
986
Aw: Hitler - buddha - krishna

Erste Frage: Wissen. Habe beide Bücher gelesen, vom Anspruch her für gut befunden, mich mit den Quellen befasst und festgestellt, daß man hier (in Mitteleuropa) von der Endzeitvorstellung des Buddhismus gar nichts weiß bzw. durch flüchtige Beschäftigung mitbekommt.
Nun, von Endzeit würde ein Buddhist eigentlich niemals reden (Ein nicht zeitlich bedingter Geist erlebt kein Ende der Zeit), allenfalls von einem Übergang in ein dunkleres Zeitalter. Aber sei es drum.


Zweite Frage: Aus dem Gespräch mit Buddhisten. Die meisten, mit denen ich redete, wußten zwar, daß der Dalai Lama immer mal irgendwo eine Zeremonie abhält, aber was es damit auf sich hat, war egal oder unbekannt.
Der Dalai Lama ist spirituelles Oberhaupt der Gelugpa-Schule des Tibetischen Buddhismus. Allein In Tibet gibt es aber noch drei weitere Hauptschulen (Kagüypa, Nyingmapa, Sakyapa) sowie zusätzlich noch den Bön , welche spirituell anderen Meistern folgen und die den Zeremonien des Dalai Lama eher als Beobachter denn als Teilnehmer beiwohnen.
Zudem folgen dem tibetischen Buddhismus nur ein winziger Bruchteil der Gesamtbuddhisten, welche sich doch vielmehr nicht dem Diamantweg als vielmehr dem grossen Weg sowie dem Theravada oder Zen verschreiben.
Nicht jeder Buddhist muss also um die Zeremonien des Dalai LAma wissen, noch um deren Inhalte. Einzig derjenige, der die Versprechen abgibt und die Einweihungen empfängt, was eben nur sehr wenige Buddhisten wirklich betrifft.
SO gesehen wundert es mich deine Beobachtung also überhaupt nicht, dass du Buddhisten antriffst, die keine Ahnung von diesen Zeremonien haben (Ich kenne mich als Diamantwegler ja auch nicht unbedingt mit den Methoden des Zen aus - warum auch, ist ja nicht mein Weg). Für die Anhänger des DAlai Lama allerdings, die ihm spirituell folgen, gilt das vormehr gesagte unbedingt: Sie können nur versprechen, was sie auch verstanden haben, sonst macht es keinen Sinn.
 

LVX93

Geheimer Meister
30. Mai 2012
210
Aw: Hitler - buddha - krishna

@lumin

Erstmal Danke für die Antwort...

Gut, die Gleichsetzung des tibetischen mit allen anderen Ausprägungen des Buddhismus ist ein Fehler, den ich gern eingestehe. Mir war nicht bewußt, daß die Trennungen im Buddhismus so strikt sind (im Sinne von über Praxis hinausgehende Theorie).

Falls Dich die Einschätzung dieses Tantras trotzdem interessiert: Klick hier

Zum Thema "Endzeit": Auch hier: Asche auf mein Haupt! Die Quellen sprechen von einer "Endschlacht", was für den individuell Betroffenen, nicht aber für den (prophezeiten/beschworenen) spirituellen Krieger zutrifft. Dieser "siegt" ja auch im Tod. (Korrigiere mich, wenn ich falsch liege.)

Was für mich in diesem Buch augenöffnend war, ist die öffentliche Zelebration (auch für Nicht-Buddhisten?) des Kala-Chakra-Rituals, die darauf abzielt, "Krieger" für Shambala zu "rekrutieren", durch den Dalai Lama, der mir zwar symphatisch, aber trotzdem in den Medien zu einseitig als "Friedensfürst" dargestellt ist.

MfG

LVX93
 

lumin

Auserwählter Meister der Neun
29. Januar 2010
986
Aw: Hitler - buddha - krishna

@ LVX93:
Bzgl des Links: Wie kann ich inhaltlich korrekte Antworten von jemanden erwarten, der gegen eine Sache ist? Richtig - gar nicht. Allenfalls ein HAlbwissen mit zurechtgedrehter Sichtweise. kann ich da erwarten.
Werde ich diesen Link also ernsthaft kommentieren? Wohl kaum.

Bzgl Kalachakra selber:
Ich kann hier nicht für die Gelugpas (Dalai-LAma-Schule) sprechen, da ich keiner der ihren bin. Auch kenne ich ihre Erklärungen dazu nicht im Detail. Aber tatsächlich würde ich an deiner Stelle als erste sie fragen.

Aber ich kenne die Erklärungen meiner Schule (Kagüy) dazu: Ohne zu sehr ins Detail zu gehen mache ich dazu auf wenige zentrale Punkte aufmerksam:

- Das Kalachakraversprechen ist hier ein Versprechen, welches impliziert, auch dann wieder zu inkarnieren, wenn die Zeiten schlechter und kriegerischer sind und die Wesen einen Beistand brauchen. Das muss nicht die Teilnahme an einem Krieg bedeuten, denn Schützen lässt sich auf vielfältige Art.
Nichtsdestotrotz haben Buddhisten (unabhängig vom Kalachakra - und hier dürfte ich wohl für die meisten Buddhisten sprechen) wenig Probleme damit, in den Krieg zu gehen, wenn dadurch grösseres Leid vermieden wird.Um es überspitzt zu formulieren: Wenn ein Aggressor das Leben einer Gruppe bedroht, dann wird weniger Leid verursacht, wenn der Aggressor ausgeschaltet (evt. getötet) wird als wenn er die Gruppe tötet. Und dann ist es besser, wenn ich als Individuum das schlechte KArma eines einmaligen Tötens auf mich nehme (mit aller unliebsamen Konsequenz für mich), wenn ich dadurch das viel schlimmere KArma des Vieltötens durch den Aggressor verhindere.
In Schwierigen Zeiten dabeizusein und nicht zu kneifen, wenn es um unbequeme Entscheidungen geht, dafür steht das Versprechen eigentlich - so jedenfalls die mir gegebene Erklärung. Niemand gibt seine Mündigkeit bezüglich des eigenen künftigen Verhaltens auf - im Gegenteil. Es wird geradezu gefordert.

-Es wird in der TAt von kriegerischen Zeiten in der Zukunft gesprochen, es wird aber auch von interstellaren (!) Kriegen gesprochen . Wer vermag heute eine solche Szenerie objektiv zu beurteilen? Ein Versprechen kann nur bedeuten, soviele wie möglich zu retten und beizustehen.

- Kalachakra geht ursprünglich noch auf Buddha Shakyamuni zurück (also vor 2500 Jahren), gilt als versteckte Lehre, die erst wieder wenn ich mich recht entsinne mit PAdmasambhava (Guru Rinpoche) wiedergefunden wurde, also zu Beginn des tibetischen Buddhismus (sogenante Termas - versteckte Lehren, die erst dann wieder auftauchen, wenn die Schüler reif für sie sind und sie tragen können).
Wenn die Lehre also schon so alt ist, dann verwundert es schon, dass sie in direkter Feindschaft zu Religionen gesehen wird, die es zu Buddhas Zeiten noch gar nicht gab.
Es zeigt umso mehr wie wichtig es ist, den echten Inhalt von Interpretationen von Aussenstehenden zu unterscheiden.
Dass es dabei dann auch noch um Lehren geht, die eigentlich erst den Schülern gegeben werden, die schon eine gute Strecke des Weges hinter sich haben, macht die Diskussion um dieses Thema nicht einfacher.
Aus ebendiesem Grunde werde ich auch nicht noch genauer darauf eingehen (und bitte dies auch zu respektieren), und hoffe sehr, dass meine Erklärung allgemein genug aber nicht zu allgemein war.
 

LVX93

Geheimer Meister
30. Mai 2012
210
Aw: Hitler - buddha - krishna

Sehr schön.

Danke.

Ist der (von Dir befolgte) Weg des Buddhismus damit zu einer "Einweihungsreligion" zu rechnen? Viele, die ich kennenlernte, "praktizieren" "Buddhismus" aus einer westlich-interpretierten Sicht... Auf spezielle Fragen gibt´s da kaum Antworten.

Nichtsdestotrotz haben Buddhisten (unabhängig vom Kalachakra - und hier dürfte ich wohl für die meisten Buddhisten sprechen) wenig Probleme damit, in den Krieg zu gehen, wenn dadurch grösseres Leid vermieden wird.Um es überspitzt zu formulieren: Wenn ein Aggressor das Leben einer Gruppe bedroht, dann wird weniger Leid verursacht, wenn der Aggressor ausgeschaltet (evt. getötet) wird als wenn er die Gruppe tötet. Und dann ist es besser, wenn ich als Individuum das schlechte KArma eines einmaligen Tötens auf mich nehme (mit aller unliebsamen Konsequenz für mich), wenn ich dadurch das viel schlimmere KArma des Vieltötens durch den Aggressor verhindere.
Ist dann das nicht eher das Dharma des Kshatriya? Damit liegt man ja dem Haga-Kure nicht so fern...

Es wird in der TAt von kriegerischen Zeiten in der Zukunft gesprochen, es wird aber auch von interstellaren (!) Kriegen gesprochen . Wer vermag heute eine solche Szenerie objektiv zu beurteilen?
Die interstellaren Kriege spielen hier zwar nur eine untergeordnete Rolle, aber gibts da öffentliche (Online-)Quellen?

(und bitte dies auch zu respektieren), und hoffe sehr, dass meine Erklärung allgemein genug aber nicht zu allgemein war.
Natürlich!
 

lumin

Auserwählter Meister der Neun
29. Januar 2010
986
Aw: Hitler - buddha - krishna

auch hier knappe Antworten:
-ja, der von mir praktizierte Weg arbeit auch mit Einweihungen. Gehört ja auch zur Tantra-Klasse.
- Dharma des Kshatriya: Naja, Buddha Shakyamuni entstammte ursprünglich der Krieger-Kaste. Nichtsdestotrotz entstammen seine Belehrungen seiner eigenen Erleuchtungserfahrung und sollten auch so gesehen werden. Ich werde hier aber nicht auf das alte Streitthema - War Buddhismus oder Hinduismus früher da? - eingehen. Ist zur genüge durchgekaut, auch von mir.
-Online-Quellen: Sorry, aber die such ich nicht raus, weiss auch nicht, ob es welche gibt. Ich glaub da einfach meinen Lehrern.
 

rola

Meister vom Königlichen Gewölbe
2. September 2011
1.462
Aw: Hitler - buddha - krishna

Hier mal ein interessanter Spiegel-Artikel zum Thema "Arierkult":
Für völkische Esoterik hatte Himmler ein besonderes Faible. Schon 1935 hatte er die Organisation "Ahnenerbe" gegründet. Das Ziel: "Wissenschaftliche Beweise für Ursprünge und Überlegenheit der arischen Rasse" zu sammeln. Das "Ahnenerbe" wurde rasch zur Spielwiese für SS-Akademiker wie den Untersturmführer, Zoologen und Ornithologen Ernst Schäfer. Der hatte sich durch seine Teilnahme an zwei amerikanischen Tibet-Expeditionen 1931/32 und 1934-36 einen Namen als Tibet-Experte gemacht.
So galt Schäfer, der bereits 1933 in die SS eintrat und zum persönlichen Stab Himmlers gehörte, als der richtige Mann, um in Tibet nach Spuren einer vorbuddhistischen indoarischen "Urreligion" zu suchen. ...
Tibet-Expedition - Nazis auf dem Dach der Welt - SPIEGEL ONLINE
Ob das nun der Anfang einer neuen Religion sein sollte, sei wirklich mal dahin gestellt. Mit SS verbinde ich eher einen Mittelalterkult mit der Verklärung des Ritters, des deutschen Ritterordens, König Arthurs Tafelrunde mit allem Beiwerk (Wewelsburg als SS-Kultstätte, Reiterspiele).
 

lumin

Auserwählter Meister der Neun
29. Januar 2010
986
AW: Hitler - buddha - krishna

Ole Nydahl? Nicht, daß ich mich jetzt in die falsche Richtung bilde und wir dann aneinander vorbei reden...

MfG

LVX93
Das ist einer von Ihnen. Ebenso Karmapa Trinle Thaye Dorje, Künzig Shamarpa, Jigme Rinpoche, Sherab Gyaltsen Rinpoche, der mittlerweile verstorbene Lopön Tsetschu Rinpoche, und noch viele andere. Eben die Lamas der KArma Kagyü-Linie.
Auf Diskussionen innerhalb dieser Linie werde ich aber ebensowenig auf diesen MArktplatz eingehen wie ich auch desweiteren das Thema nicht ausweiten werde.
Schliesslich ging es bei Topic um die Frage, ob die Buddhis wissen, was sie tun und versprechen. Meine Antworten dazu hast du nun. Alles weitere gehört einfach nicht hierher.

Bezüglich @rola und Arierkult: Was kann der Buddhismus dafür, dass Teile von ihm missgedeutet und missbraucht wurden von einigen Idioten? Brauch ich doch auch nicht zu kommentieren. Buddha war sicher kein Nazi. Wenn du lange genug rumdeutelst kannst du bestimmt auch Jesus noch zum Marsianer erklären. Wers braucht...
 

LVX93

Geheimer Meister
30. Mai 2012
210
AW: Hitler - buddha - krishna

@rola

Hierzu empfehle ich "Geheimnis Tibet". Verlinken will ich die Quelle mal lieber nicht, aber das findet man über Google ganz fix...

@lumin

Ok, da habe ich ja sowieso erstmal genug zum Weiterrecherchieren. Thx!

MfG

LVX93
 

rola

Meister vom Königlichen Gewölbe
2. September 2011
1.462
AW: Hitler - buddha - krishna

Bezüglich @rola und Arierkult: Was kann der Buddhismus dafür, dass Teile von ihm missgedeutet und missbraucht wurden von einigen Idioten?
Nein, das meine ich nicht! Der Spiegelartikel spricht bei den zwei Tibet-Expeditionen lediglich von der Suche nach dem Urarier mit seiner vorbuddistischen Urreligion, an den Urarier. Ich weiss also nicht, was die Nazis, die SS, direkt aus dem Buddhismus entlehnt haben sollen.
Ich bestreite ein wenig das übermäßig religiöse Interesse, es muss an der Oberfläche geblieben sein.
(Ebenso wie das Hakenkreuz als hindusitisches Sonnensymbol von den Nazis "geklaut" wurde , aber mit den Haken nach links, weil es "schöner" aussieht. Es wurde damit zum hinduistischen Zeichen für "Untergang".)
 

LVX93

Geheimer Meister
30. Mai 2012
210
AW: Hitler - buddha - krishna

Nein, das meine ich nicht! Der Spiegelartikel spricht bei den zwei Tibet-Expeditionen lediglich von der Suche nach dem Urarier mit seiner vorbuddistischen Urreligion, an den Urarier. Ich weiss also nicht, was die Nazis, die SS, direkt aus dem Buddhismus entlehnt haben sollen.
Ich bestreite ein wenig das übermäßig religiöse Interesse, es muss an der Oberfläche geblieben sein.
Auf den ersten Blick sind Bön und Buddhismus weitgehend gleich, sie unterscheiden sich aber stark in Hinsicht auf Mythologie, Kosmologie und vor allem im Hinblick auf die Geschichtsauffassung.Auch äusserlich werden erst bei genauem Hinsehen Eigenheiten deutlich.
Von hier
Und das Interesse Himmlers war sicherlich nicht nur oberflächlicher Art. (Quellen folgen, wenn gewünscht :) )

"Was kann der Buddhismus dafür, dass Teile von ihm missgedeutet und missbraucht wurden von einigen Idioten?"
Naja, ich dachte, die moderne Rezeption des Buddhismus spielt in der Betrachtung schon eine Rolle. Und zu "modern" zähle ich auch die Zeit der letzten 100 Jahre (in Bezug auf das Alter des Glaubenssystems), ganz abgesehen von den damit gerechtfertigten Verbrechen.
"Modern" heißt ja nur: "zeitgemäß" und nicht "besser".

Btw: Schönes Gespräch.

MfG

LVX93
 

rola

Meister vom Königlichen Gewölbe
2. September 2011
1.462
AW: Hitler - buddha - krishna

Ich bin mal dem Link HITLER - BUDDHA - KRISHNA gefolgt zur Buchvorstellung "Hitler-Buddha-Krishna". Teil 1 des Buches behandelt die NS-Zeit. Offenbar gab es einen elitären Zirkel innerhalb der SS, den das Thema Tibet, Buddhismus, auch Hinduismus faszinierte. Es blieben geistige Konstrukte einer Elite:

In der SS, insbesondere im SS-Ahnenerbe, wurde über die Inhalte und Formen einer zu gründenden "NS-Religion" offen diskutiert. [...] Dabei gingen alle führenden Mitglieder dieser "Religionsschmiede" davon aus, dass der Glaube des rassereinen arischen Menschen schon in Urzeiten praktiziert worden sei und dass er deswegen neu entdeckt und restauriert werden müsse. [...] Es bildete sich im Dritten Reich ein Milieu faschistischer Kulturwissenschaftler heraus, die den Buddhismus, die Veden, die Puranas, die Upanishaden, die Bhagavadgita, den Yoga und den Tantrismus zu geistigen Überbleibseln einer verschollenen globalen indo-arischen und antisemitischen Urreligion erklärten. ...
Teil 2 des Buches behandelt den Neofaschismus, der diese Ideen aufgreift und warnt dringend davor:
Es handelt sich dabei um eine mittlerweile schon sehr machtvolle subkulturelle Strömung, in der Mythen, Religionsmuster, Dogmen, Fantasy- und Science-Fiction Stoffe, Verschwörungstheorien, Visionen, Imaginationen, okkulte Lehren und Aberglaube mit NS-Ideologien und der NS-Geschichte zu einer literarischen Einheit verschmolzen werden. In diesem Konstrukt ist das indisch-tibetische Kulturelement so stark ausgeprägt, dass man geradezu von einer "indischen Lehre mit nationalsozialistischen Inhalten" sprechen muss.
Die Ideen war aber offenbar nicht massenkompatibel im christlichen NS-Deutschland:
Alle SS-Ahnenerben-Kollegen bis hinauf zu Heinrich Himmler waren von diesem Hitler-Buddha-Vergleich vollauf begeistert. Wolfram Sievers, der Generalsekretär des SS-Vereins, schrieb enthusiastisch, "die SS-Männer sind solch gute Kost nicht gewohnt", es müssten unbedingt weitere Vorträge folgen.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.716
Aw: Hitler - buddha - krishna

Das sind sie bis heute nicht. Die Autoren betreiben da ein wenig Dalai-Lama-Bashing, das ist alles.
 

LVX93

Geheimer Meister
30. Mai 2012
210
AW: Hitler - buddha - krishna

-Es wird in der TAt von kriegerischen Zeiten in der Zukunft gesprochen, es wird aber auch von interstellaren (!) Kriegen gesprochen . Wer vermag heute eine solche Szenerie objektiv zu beurteilen? Ein Versprechen kann nur bedeuten, soviele wie möglich zu retten und beizustehen.
@lumin

Falls sich Deine Lehrer auf das Vaimanika Shastra beziehen, hat mein Respekt vor Überlieferungen eben Kratzer bekommen.

The Vaimānika Shāstra ( वैमानिक शास्त्र, lit. "shastra on the topic of Vimanas"; sometimes also rendered Vimanika, Vymanika) is an early 20th century Sanskrit text on aeronautics obtained by psychic channeling and automatic writing. It makes the claim that the vimānas mentioned in ancient Sanskrit epics were advanced aerodynamic flying vehicles, similar to a rocket.
MfG

LVX93
 

lumin

Auserwählter Meister der Neun
29. Januar 2010
986
AW: Hitler - buddha - krishna

@ LVX93:
Nein, darauf bezog ich mich nicht.
In meiner buddhistischen Schule wird vornehmlich mit mündlicher und direkter Übertragung gearbeitet. MAnuskripte und Texte sind nicht die Hauptquelle, sondern die verwirklichten Meister, die ihre Verwirklichungserfahrung lebendig und unmittelbar weitergeben.
In diesem speziellen FAll geht die Übertragung zurück auf Padmasambhava (Guru Rinpoche) - Padmasambhava - , der sich in Terma-Tradition unmittelbar auf Buddha Shakyamuni bezog.
 
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