Groteske Forderungen aus dem politischen Spektrum

Dieses Thema im Forum "Off-Topic" wurde erstellt von Sonsee, 18. Januar 2019.

  1. Sonsee

    Sonsee Großmeister-Architekt

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    Jusos möchten für Abtreibungen werben und Spätabtreibungen erlauben. Wenn das Kind auf dem OP Tisch nicht sterben will und stöhnt und sich bewegt, dieses Kind, dass die Ärztin doch sterben lassen wollte, ja dann muss sie es vielleicht doch retten. Min 3:14 Eine Ärztin plädiert dafür ein absolut lebensfähiges Kind zu ermorden. Es kommt ihr nicht in den Sinn, dass Frauen lernen sollten besser zu verhüten oder wie bisher erlaubt bis zur 12 Woche abzutreiben.

     
  2. a-roy

    a-roy Mensch

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    Die haben das wirklich beschlossen?
     
  3. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    https://www.welt.de/politik/deutsch...a-Andres-fordert-mehr-Rechte-fuer-Frauen.html

    Die Jusos möchten das strafrechtliche Verbot streichen und durch eine Regelung im Nebenstrafrecht, zum Beispiel im Schwangerschaftskonfliktgesetz, ersetzen. Alternativ wäre eine Regelung im ärztlichen Standesrecht möglich. Einstweilen haben sie den zwoten Schritt vor dem ersten gemacht.

    Nachtrag: Wenn man nicht so auf reißerisch-polemische Videos steht und lieber liest, findet man hier den Beschluß.

    Und hier den Abgrenzungsbeschluß zum Linksterrorismus.

    Und hier den George-Orwell-Gedächtnisbeschluß.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2019
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  4. a-roy

    a-roy Mensch

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    Thx, Jäger, immer für korrekte Infos gut!
     
  5. Aurum

    Aurum Prinz des Tabernakels

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    Gender-Sprache? Vollkommen an der Realität vorbei. Haben die keine wichtigeren Probleme?
    Wer nennt das "George-Orwell-Gedächtnisbeschluß"?
    Dachte, dass dies die falsche Grammatik der "Populisten*innen" unter Strafe stellen würde.
    Schliesslich streicht es der Lehrer in der Schule auch mit Rotstift an.
     
  6. Nachbar

    Nachbar Ritter-Kommandeur des Tempels

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    O-Ton am Ende der oben angesprochenen Passage: "[...] Und spätestens dann bin ich als Ärztin angehalten, das Kind was ich eigentlich gerade töten wollte, mit allen Mitteln zu retten."
    Bei dieser Userin also unbedingt die Quelle anschauen oder durchlesen, und keinesfalls ihrer Interpretation vertrauen!

    Tatsächlich nämlich schildert die werdende Ärztin (Medizinstudentin) die Thematik aus ihrer künftigen Berufssicht, stellt eine Spätabtreibung als besonderes ethisches Problem dar, und positioniert sich gegen den Antrag. Ich muß das nicht weiter ausführen, die kurze Passage kann sich jeder anschauen.
    Wer das mit "Eine Ärztin plädiert dafür ein absolut lebensfähiges Kind zu ermorden." zusammenfasst, möchte offenkundig nicht diskutieren, sondern hetzen.

    Abgesehen von der Richtigstellung habe ich in diesem Thema nicht viel verloren, finde ich. Als Mann darüber mitbestimmen zu wollen, wie eine Frau mit ihrem Körper und dem ungeborenen Leben darin umgehen darf, verbiete ich mir. Denn wenn überhaupt ein Thema in möglichst ausschließlich weibliche Hände gehört, dann doch wohl dieses.
     
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  7. Aurum

    Aurum Prinz des Tabernakels

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    Es gibt auch herzlose Mütter - ähnlich der herzlosen AfD-Elite - denen darf jeder mit Verstand eine höhere Ethik darüber stellen.

    :? "Der arme Wurm am Angelhaken" :?
     
  8. Grubi

    Grubi Moderator Mitarbeiter

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    Ich gehe auchgleich wieder, möchte aber darauf hinweisen dass Mann unter Umständen doch eine Meinung einbringen sollte wenn es um ein zukünftiges Kind geht.
    Wenn sonst alles ist spricht man ja auch darüber und trägt die Verantwortung gemeinsam.

    Gruss Grubi
     
  9. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Übrigens fand ich es ganz lohnend, mir das Video komplett anzusehen. Man möchte den Stempel daraufsetzen "Aufbewahren für alle Zeit".
     
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  10. Sonsee

    Sonsee Großmeister-Architekt

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    OK stimmt, sie wollte nur Werbung für Abtreibung und keine Beratung für Schwangere durchsetzen. Es war die 3 Dame nach ihr, die für Abtreibung bis zum 9 Monat plädierte und tosenden Applaus dafür erhielt.
    Die Abtreibung eines lebensfähigen Kindes wäre ja ein glatter Mord.

    100 000 Abtreibungen pro Jahr die erlaubt sind, davon lediglich 4% wegen Vergewaltigung oder aus medizinischen Gründen.
    https://www.shz.de/deutschland-welt...e-auf-ueber-100-000-gestiegen-id19261996.html
    Da stellt sich doch die Frage, was wollen die Jusos, wieso versuchen die nicht einfach zu verhüten?
     
  11. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Oder sie hatte unhaltbare Positionen aufgegeben, um sich auf die Verteidigung derjenigen zu konzentrieren, die sie für wichtig hielt. War sie es nicht auch, die gg. die Verpflichtung angehender Gynäkologen argumentierte, Schwangerschaftsabbrüche praktisch üben zu müssen?

    Die Sache schien ihr nahezugehen. Ohne jetzt weiter zu recherchieren, könnte ich mir vorstellen, daß sie die Gynäkologin anstrebt und das nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann. Es ist bitter ironisch, daß ihr die Verfechterinnen der freien Entscheidung diese freie Entscheidung nehmen wollen.

    Sehen wir es positiv: Vielleicht ist damit eine intelligente junge Frau für die Sozis verloren.
     
  12. Sonsee

    Sonsee Großmeister-Architekt

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    Ich hoffe das so jemand niemals Gynäkologin wird, denn Sie hätte durchaus die Motivation, dass Kind das sie als Ärztin töten wollte, zu erwürgen wenn das sich weigert freiwillig zu sterben.
     
  13. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Sie sind widerwärtig.
     
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  14. Sonsee

    Sonsee Großmeister-Architekt

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    Damit kann ich leben, denn ich bin nicht diejenige, die Abtreibung um jeden Preis fordert/fördert.
     
  15. Nachbar

    Nachbar Ritter-Kommandeur des Tempels

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    Das versteht sich doch von selbst, dachte ich. Gemeinsame Vorfreude, Unterstützung, Beruhigung, Gespräch ... na klar, all das. Meine Betonung lag auf dem (mit)bestimmen, also Druck in die eine oder andere Richtung aufbauen. Hätte ich verständlicher schreiben sollen.
     
  16. Shishachilla

    Shishachilla Master of desaster

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  17. Viminal

    Viminal Großer Auserwählter

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    Die Frage ist eher was Du willst. Was die Jusos wollen steht doch ziemlich eindeutig in dem oben vom wilden Jäger verlinkten Dokument. Sag doch einfach welche Meinung Du zu dem Thema vertrittst oder welche Punkte der Juso-Forderungen Du ablehnst und warum, anstatt so einen seltsamen Propaganda-Trick zu fahren indem Du möglichst schwammig über die Juso-Forderungen bleibst und damit Horrorszenarien implizierst.

    Das kann ich auch: Sonsee fordert Frauen zwangszusterilisieren, wie sonst soll ihre Forderung nach Verhütung statt Abtreibung zielführend sein?
    Was? Das war gar nicht was Sonsee fordert? Oh sorry, mein Fehler. Aber die Frage ist was Sonsee will wenn sie Verhütung fordert?
     
  18. Malakim

    Malakim Insubordinate

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    Ich finde in diesem Fall die Frage "Wo soll das hinführen" schon berechtigt.
    Eine Tötung eines lebensfähigen Kindes als ein Recht der Frau auf Ihren Körper zu sehen lässt mich auch recht verwirrt zurück.

    Wir reden von einem Kind das vollständig lebensfähig ausserhalb des Mutterleibes ist!
     
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  19. Viminal

    Viminal Großer Auserwählter

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    Die Frage mag berechtigt sein, sie ist aber ein ganzes Stück zu philosophisch. Für die praktische Realität braucht es praxistaugliche Regelungen. Ohne jetzt selbst wirklich viel über den Sachverhalt zu wissen, glaube ich den Schilderungen aus dem Juso-Papier, dass es derzeit eine eher praxisuntaugliche Regelung gibt. Dort steht dass Abtreibungen an sich nicht legal sind, sondern nur straffrei bleiben wenn gewissen Bedingungen erfüllt sind. Soweit ich verstehe besteht auch das Problem dass Ärzte nicht öffentlich bekannt geben dürfen, dass sie ggf. eine Abtreibung vornehmen würden weil hier eben dieses Werbeverbot greift. Auch gibt es wohl kaum ausreichenden Ausbildungen für Ärzte in Bezug auf Abtreibungen - was unabhängig davon ob man nun Abtreibungen an sich gut heißt oder nicht sicherlich ein Problem ist, denn wenn es dazu kommt sollte es doch sicherlich mit dem geringsten Risiko vonstatten gehen, oder nicht?

    Alles in allem ist das ein komplexer Sachverhalt, bei dem es im Detail mit Sicherheit Verbesserungpotential gibt - und zwar sowohl in Hinsicht auf die Vermeidung von Abtreibungen als auch in Hinsicht auf deren bestmögliche Durchführung wenn es dazu kommt. Die Realität sieht auch so aus, dass es Frauen gibt die abtreiben werden - ob einem das jetzt gefällt oder nicht.
    Bei diesem Thema mit der breiten Keule "Keine Abtreibungen für niemanden!" oder ausschweifenden philosophischen Überlegungen zu kommen ist absolut nicht hilfreich für die Praxis und wird zu gar nichts führen.
    Das Heraufbeschwören von Horrorszenarien und die Darstellung von abtreibenden Frauen und Abtreibungsärzten als unmenschliche Monster ist auch einfach nur unangebracht.

    PS: Die Abtreibungsgegner machen es sich aus meiner Sicht auch immer irgendwie zu einfach. Da wird schlicht gefordert es darf halt keine Abtreibungen geben und fertig. Wieso stellen die nicht Programme auf die Beine in denen sie z.B. werdende Mütter finanziell helfen, sollte Geldnot ein Motiv für die Abtreibung sein. Warum bieten die sich nicht als Pflegeeltern an usw. usf. Aus meiner Sicht sollte man einsehen, dass der einzige Weg zur Vermeidung von Abtreibungen derjenige ist, die Motivation dahinter zu vermeiden. Das ist auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
     
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  20. Malakim

    Malakim Insubordinate

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    Entschuldige, aber es geht hier nicht um Abtreibung an und für sich sondern um Abtreibung in einem sehr späten Schwangerschaftstadium.
    Mir jedenfalls liegt es fern Schwangerschaftsabbrüche insgesamt zu verdammen wie Du es hier darstellst.

    Es gibt da auch biologisch deutlich unterschiede ob in den ersten Wochen oder im 8ten Monat "abgetrieben" wird!
    Letzteres halte ich schlicht für Mord und auch das möchten die Jusos erlauben. Übrigens ein Vorstoß der auch in den USA gemacht wurde.

    Was Du gerade gemacht hast empfinde ich als sehr unsachlich und polemisch. Jemand kann sehr wohl gegen eine sehr späte "Abtreibung" sein ohne dabei ein vernagelter Abtreibungsgegner zu sein. Diese Vermischung von unterschiedlichen Dingen und die damit verbundene moralisierende Unterstellung ist eine modere Diskussionstechnik um den letzten Scheiß durchsetzen zu können.
     

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