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Palestina/Israel - geschichtliche Entwicklung

Dies ist eine Diskussion zum Thema "Palestina/Israel - geschichtliche Entwicklung" im "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" des Bereiches "Weltgeschehen"

  1. #7
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    TEXT VON Peter Carstens
    Israel: Wann kommt der Frieden?
    Ein künstlicher Staat
    Auf dem Gebiet des heutigen Israel siedelten schon lange Juden und Araber nebeneinander. Aber nicht immer friedlich. Als sich zu Beginn des letzten Jahrhunderts immer mehr Juden in der Region ansiedelten, verschärften sich die Spannungen: Die Palästinenser, wie die arabischen Bewohner Israels genannt werden, wollten sich durch die Juden nicht verdrängen lassen.
    Die UNO will Frieden stiften
    Die UNO, die schon damals eine wichtige Rolle spielte, hatte erkannt, dass ein friedliches Zusammenleben der beiden Volksgruppen auf Dauer nicht möglich sein würde. Also sollte das Land, das früher Palästina hieß, in einen arabischen und einen jüdischen Staat geteilt werden. Die Grenzen hierfür legte sie im Jahr 1947 fest. Allerdings gab es nun Dörfer und Städte mit rein palästinensischer Bevölkerung, die nach dem Plan der UNO zu Israel gehören sollten. Die Palästinenser lehnten den Plan ab. Im folgenden Jahr wurde der Staat Israel offiziell ins Leben gerufen.
    Der Nahostkonflikt beginnt
    Noch im selben Jahr gab es Krieg - zwischen Israel auf der einen und den arabischen Nachbarn, vor allem Jordanien und Ägypten, auf der anderen Seite. Auch der Irak kämpfte damals gegen Israel. Das Ergebnis: Das Staatsgebiet Israels war um einiges größer als von der UNO vorgesehen. Es folgten Jahre der Unsicherheit und der Feindseligkeit zwischen Juden und Arabern. Das war der Anfang des so genannten Nahostkonflikts, der noch heute nicht gelöst ist.
    http://www.geo.de/GEOlino/menschen_l...00021056969644
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  2. #8
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    Jordanien
    Antike
    Teil des römischen Reiches, Städte Mitglied im Decapolis-Verband

    636 n.Chr.
    Islamische Eroberung

    1516
    Osmanische Eroberung, Teil des osmanischen Reiches

    1920
    entsprechend Sykes/Picot Plan wird Jordanien brit. Mandatsgebiet

    1923
    Östlich des Jordan gelegenes Gebiet wird „Emirat Transjordanien", immer noch unter brit. Mandat

    25.05.1946
    Unabhängigkeit, Proklamation Emir Abdallahs zu König Abdallah I.

    1948 Nach dem ersten arab.-isr. Krieg werden Westjordanland und Ostjerusalem ins Königreich eingegliedert

    1950 Umbenennung in „Haschemitisches Königreich Jordanien"

    20.07.1951
    König Abdallah I. wird auf dem Tempelberg in Jerusalem ermordet, Nachfolger wird sein Sohn Talal bin Abdullah.

    11.08.1952
    Nach dem Rücktritt von Talal aus gesundheitlichen Gründen wird dessen Sohn als König Hussein bin Talal proklamiert

    1967
    Westjordanland und Ostjerusalem werden von Israel besetzt, Jordanien nimmt viele Flüchtlinge auf

    1970
    "Schwarzer September", König Hussein setzt sich gegen radikale Palästinensergruppen durch, viele Palästinenser verlassen das Land

    31.07.1988
    Lösung der „administrativen und rechtlichen Bindungen" Jordaniens an Westjordanland, Jordanischer Knig bleibt verantwortlich für religiöse Orte in Ostjerusalem. Staatsgewalt des heutigen Jordanien beschränkt sich auf das ehemalige Transjordanien.

    26.10.1994
    Friedensvertrag von Wadi Araba mit Israel

    07.02.1999
    König Hussein verstirbt, sein Sohn wird als Abdallah II. König von Jordanien

    24.09.2001
    Freihandelsabkommen mit USA tritt in Kraft

    01.05.2003
    Assoziierungsabkommen mit EU tritt in Kraft

  3. #9
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    29. bis 31. August 1897
    Erster Zionistenkongreß in Basel, der die Schaffung einer gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in dem damals unter osmanischer Herrschaft stehenden Palästina fordert.


    Mal zur Planung dieser "gesicherten Heimstätte".
    Ich habe gehört, dass es auch Pläne als Alternative zum Nahen Osten gab.
    So war wohl eine Überlegung Israel in Kanada zu errichten.

    Sicherlich war keine dieser Alternativen realistisch, da keine mit den historischen Stätten aufwarten kann wie das jetzige Israel.

    Kann einer von Euch etwas zu diesen "Alternativen" sagen ?
    Matthäus 5, 3

    - beati pauperes spiritu -
    Seelig sind die geistig Armen

  4. #10
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    Jordanien, Königreich in Vorderasien zw. Israel im W, Syrien und Irak im N und Saudi-Arabien im O und S, 88 572 km² (ohne W-Jordanland), 3,3 Mio. Einw., Hauptstadt Amman, Amtssprache Arabisch. - Land, Leute, Wirtschaft: An der NW-Grenze vom Jordangraben durchzogen, ist J. ansonsten ein Hochland, im SO bis 1 745 m hoch (Dschabal Ram), das von aridem Kontinentalklima geprägt ist (v.a. Wüste und Steppe). Regenfeldbau ist daher nur an den Hängen des Jordangrabens mögl., sonst dominiert nomad. Viehwirtschaft. Die fast ausschließl. arab.-muslim. Bevölkerung (starke christl. Minderheit) ballt sich um Amman, wo auch Industrie angesiedelt ist. Ansonsten trägt nur noch der Phosphatabbau im W nennenswert zum Sozialprodukt bei. - Geschichte: Jordanien war bis zum Ende des Osman. Reiches Teil der Provinz Damaskus und wurde nach dem Ersten Weltkrieg mit Palästina brit. Mandatsgebiet. 1946 wurde es als Königreich unabhängig, dehnte sich im Krieg gegen Israel 1948 auf das Westufer des Jordans aus und besetzte die Altstadt von Jerusalem. Im Sechstagekrieg 1967 büßte J. die West-Bank und Ostjerusalem wieder ein und verlor damit den fruchtbarsten Teil des Landes. 1988 verzichtete König Hussein endgültig darauf und überließ der PLO die Sorge für die Rückgewinnung.

    Jordanien 1. Weltkrieg bis heute
    Jordanien wurde während des 1.Weltkrieges (1914-191 durch britische und arabische Truppen besetzt und 1918 von der türkischen Oberhoheit befreit. Nach dem Krieg wurde Jordanien Großbritannien als Völkerbundmandat zugesprochen. 1922 spalteten die Briten das Gebiet in 2 Teile und bezeichnete das Land westlich des Jordans als PALÄSTINA und das Land östlich des Jordans als TRANSJORDANIEN. 1928 wurde die Unabhängigkeit Transjordaniens in einem Vertrag mit Großbritannien festgelegt.
    Die Regierung Transjordaniens arbeitete während des 2. Weltkrieges mit Großbritannien zusammen. 1945 wurde Transjordanien Mitglied der Arabischen Liga. 1946 gab die britische Regierung das Mandat über Transjordanien auf. Zu den Bedingungen des zwischen den Staaten abgeschlossenen Abkommens gehörte die Anerkennung Transjordaniens als souveräner und unabhängiger Staat.
    Auch ein Bündnis über Militärhilfe und gegenseitige Unterstützung wurde abgeschlossen.
    Im Mai desselben Jahres wurde Abdalla zum König ausgerufen.
    Die jordanische Armee war unter dem Namen arabische Legion bekannt. Sie schloß sich den anderen Nationen der arabischen Liga an, die 1948 einen Angriff auf Israel ausführten. 1949 unterzeichnete Transjordanien einen Waffenstillstand mit Israel.
    König Abdallah gliederte 1950 offiziell die arabisch besetzten Teile Palästinas trotz starker Opposition seitens anderer Mitgliedstaaten der arabischen Liga ein und gewährte den Bewohnern des Westjordanlandes die Staatsbürgerschaft. Das Königreich erhielt den Namen Jordanien.
    Am 20. Juli 1951 fiel König Abdallah dem Attentat eines Palästinensers zum Opfer. Im September darauf trat sein Sohn Talal der Erste die Nachfolge an, wurde aber auf Grund seiner Geisteskrankheit abgesetzt, und sein Sohn Hussein der Erste wurde zum König ernannt.
    Anfang der fünfziger Jahre kam es an der jordanisch-israelischen Grenze wiederholt zu Zusammenstößen. Hauptgrund waren israelische Bewässerungsprogramme die den Wasserspiegel des Jordans senkten.
    Am 14. Dezember 1955 wurde Jordanien Mitglied der Vereinten Nationen. (UN-UNITED NATIONS). Am 19. Januar 1957 schlossen Ägypten, Syrien und Saudi-Arabien einen Zehnjahresvertrag, in dem sie festlegten, Jordanien jährlich mit 36 Mill. Schilling zu unterstützen.
    Dieses Abkommen hatte zum Ziel, Jordanien von seiner Abhängigkeit von westlichen Ländern, insbesondere von Großbritannien zu befreien.
    Zwischen 1961 und 1962 war Jordanien relativ frei von innenpolitischen Streitigkeiten. Im Dezember 1962 wurden auch Wahlen wieder zugelassen.
    Nach den Wahlen im Juli 1963 wurde ein neuer Ministerrat gebildet, und es folgten zwei Jahre relativer Ruhe im Land. Im September 1964 kam es im Laufe einer arabischen Gipfelkonferenz in Kairo erneuter zu Zusammenstößen mit Israel, die durch Streitigkeiten über die Wasserrechte am Jordan hervorgerufen wurden.
    Mitte der sechziger Jahre verschlechterte sich die Beziehungen mit dem linksgerichteten Baath-Regime in Damaskus, und die arabischen Nationen tendieren zu einer Spaltung in ein extremistisches Lager (Syrien, Ägypten, Irak) und in eine gemäßigte Gruppe (Jordanien, Saudi-Arabien, Tunesien)
    Arabische Terrorgruppen der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) führten von Jordanien Anschläge gegen Israel aus, für die Jordanien israelische Vergeltungsakte hinnehmen mußte. Obwohl Jordanien aufhörte die PLO zu unterstützen (1966), wird Hussain genötigt die Terroristen weiter zu unterstützen.
    Als er sich weigern wollte, rief die PLO zu seinem Sturz auf. Die israelisch-arabischen Spannungen nahmen immer mehr zu und am 5. Juni 1967 brach der Sechstagekrieg aus.
    Jordaniens Nachkriegspolitik hatte eine stärkere Bindung an den Westen und den Rückzug der Israelis aus den besetzten Gebieten zum Ziel.
    1970 kam es zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen, als palästinensische Guerillakämpfer jordanischen Truppen Gefechte lieferten. Der Befehl Husseins militärisch gegen die Guerillaeinheiten vorzugehen stoß seitens arabischer Länder auf starke Kritik.
    Am 28. November fiel Premierminister Tal einem Attentat von Guerillakämpfen zum Opfer. Die Idee Husseins einen arabischen Bundesstaat zu gründen wurde abgelehnt.
    Am 18. September 1973 ließ Hussein 1500 Gefangene, davon 759 Angehörige palästinischer Kommandotruppen frei. Dies galt als Friedensgeste.
    Im Krieg, am 6. Oktober 1973 schickte Jordanien Truppenverbände zur Unterstützung syrischer Einheiten, die gegen Israel kämpften.
    1974 erkannte Jordanien die PLO als alleinigen Vertreter des palästinensischen Volkes an und gab jeden Anspruch auf das israelisch besetzte Westjordanland auf. Als Ausgleich versprachen die übrigen arabischen Länder Jordanien wirtschaftliche und militärische Hilfe. Das jordanische Parlament wurde ohne Vertreter des Westjordanlandes neu aufgestellt. Als Jordanien den Irak in seiner Auseinandersetzung gegen den Iran unterstützte, belastete dies die Beziehung zu der proiranischen Regierung Syriens, zu den USA, zu Saudi-Arabien und zu anderen arabischen Staaten.
    1991 fanden Friedengespräche statt und im selben Jahr hob König Hussein das Verbot politischer Parteien auf. 1994 unterzeichnete Hussein ein Friedensabkommen mit Israel, das 46 Jahre Krieg und gespannte Beziehungen zwischen beiden Ländern beendete.


    Politik:
    Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
    Staatsoberhaupt: König Hussein II. Ibn Talan
    Regierungschef: Abdassalam Mogli
    Parlament: Abgeordnetenhaus (80 Sitze)
    Parteien: Nationalisten, Islamische Aktionsfront, Unabhängige Islaministen, Linke

    Umgangssprachlich wird bei uns "The Hashemit Kingdom of Jordania" einfach Jordanien genannt.

    Nach der Verfassung von 1951 ist Jordanien eine konstitutionelle Monarchie. Der König Jordaniens ist Staatsoberhaupt, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Regierungschef. Außerdem ernennt er Ministerpräsidenten und Minister. 1984 durften erstmals Frauen wählen, 1993 wurde sogar eine Frau ins Parlament gewählt. Parteien sind seit 1991 auf königlichen Widerruf erlaubt.

    Die Legislative besteht aus einer Zweikammerverbindung:

    Aus dem "Haus of Natobles" (Oberhaus), das aus 40 Mitgliedern, die vom König gewählt werden, zusammengesetzt ist.

    Aus dem Repräsentantenhaus, das 1986 auf 142 Mitglieder erweitert wurde; Bis dahin waren 80 Parlamentssitze besetzt. Das Repräsentantenhaus existiert seit 1974, wobei es schon etliche Male abgeschafft und wieder eingeführt worden ist.

    Jordanien gliedert sich in 8 Verwaltungsdistrikte, doch das heutige Westjordanland wird seit 1967 von Israel besetzt. 1993 einigten sich Jordanien und die PLO auf Grundzüge eines Wirtschaftsabkommens, das den freien Handel zw. Jordanien, dem Westjordanland und dem Gazastreifen mit dem jordanischen Dinar als Währung regelt.

  5. #11
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    @moleman

    Der Wiener Journalist und Schriftsteller Theodor Herzl (1860 bis 1904) einte die unterschiedlichen Bestrebungen, mit seiner programmatischen Schrift "Der Judenstaat. Versuch einer modemen Lösung der Judenfrage" (1896) und mit dem (ersten) Zionistenkogress in Basel (1897), der eine "öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte" für das jüdische Volk forderte. (1) Die neue Bewegung, der Zionismus, lehnte, da sie den Antisemitismus für unausrottbar hielt, Assimilation ab und aktualisierte und politisierte den alt-israelitischen Mythos, wonach Jahwe, ihr Gott, den Israeliten Palästina verheißen und gegeben hat. Die Errichtung eines "Judenstaates" dort, im "Land der Väter" -eine säkulare Idee, wenngleich aus religiösen Traditionen gespeist -, rückte ins Zentrum zionistischer Programmatik.

    Indem sie auf einen Mythos zurückgriffen, setzten sich Zionisten über normale historische Maßstäbe hinweg. Ihrer Logik zufolge hätten, da ihre Vorfahren dort einmal gelebt hatten, auch Ägypter, Griechen, Perser oder Italiener einen Anspruch auf Palästina anmelden können. Nahum Goldmann (1895 bis 1982), ein führender Zionist, nannte das jüdische Volk "einzigartig und anders als alle übrigen.....paradox in seinen Widersprüchen". "Stellen Sie sich vor, was geschehen würde, wenn alle Völker der Welt die Gebiete zurückverlangten, die ihnen zweitausend Jahre zuvor gehört hatten. Können Sie sich das Chaos vorstellen?" (2)

    Dass Palästina von Arabern besiedelt war, ignorierten Zionisten zunächst mit der von Israel Zangwill geprägten Formel: "Gebt das Land ohne Volk dem Volk ohne Land!" Herzl erwähnte in seinen Reden auf den Zionistenkongressen die Araber nicht ein einziges Mal. Goldmann sprach von zwei Unwahrheiten, die in der Ignoranz der Zionisten zusammenkamen: "Erstens war Palästina kein Land ohne Volk, da Hunderttausende von Arabern dort lebten; ferner waren die Juden kein Volk ohne Land, denn die assimilierten Juden waren gute Franzosen, gute Engländer oder gute Deutsche." (3)

    Der Zionismus hatte vor dem Ersten Weltkrieg 150.000 Anhänger, ferner jüdische Gegner, während er die meisten Juden gleichgültig ließ. Nur begrenzt war und blieb er eine einheitliche Bewegung. Seine heterogene soziale Basis reproduzierte sich in ihm, was allgemein politisch-ideologischen Strömungen wie dem "Zeitgeist" Zugang zu ihm verschaffte. Sozialreformisten, die in besonderem Maße den Belangen osteuropäischer Juden Rechnung trugen und im Jischuw, der werdenden jüdischen Gemeinschaft in Palästina, den Ton angeben sollten, wollten im "Judenstaat" soziale Gerechtigkeit verwirklichen. Nachman Syrkin (1861 bis 1924) und Ber Borochow (1881 bis 1917) erstrebten eine Synthese von Zionismus und Sozialismus, wie sie die Partei Poale Zion (Arbeiter Zions) in ihrem Programm festgeschrieben hatte. Territoriale Autonomie, so Borochow, bedeute für den bürgerlichen Zionismus das Endziel, für die proletarische zionistische Bewegung jedoch nur eine Etappe auf dem Weg zum Sozialismus. (4) Radikale Vertreter der Poale Zion suchten Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhun-derts Anschluss an die Kommunistische Internationale, der jedoch, da sie sich nicht generell von zionistischen Positionen trennen mochten, nicht zustande kam. In der zionistischen Bewe-gung insgesamt dominierten, solange sie sich hauptsächlich auf die Diaspora stützte, bürgerliche Kräfte. Beständige Auseinandersetzungen waren die Folge, verschärft noch durch persönliche Rivalitäten.

    1 Protokoll des I. Zionistenkongresses in Basel vom 29. bis 31. August 1897, Prag 1911, S. 131f
    2 Nahum Goldmann, Das jüdische Paradox. Zionismus und Judentum nach Hitler, Köln -Frankfurt a.M. 1978, S. 17, 1124.
    3 Ebenda, S. 124.
    4 Ber Borochow, Die Grundlagen des Poalesozialismus, Frankfurt a.M. 1969, S. 103

    29.-31. August 1897
    56 Jahre nachdem Apostel Orson Hyde Palästina für die Sammlung der Juden geweiht hatte, findet in Basel der erste Zionistenkongress statt. Während des Kongresses gründen die Delegierten aus 17 Staaten die „World Zionist Organization“, zu deren Präsidenten sie Dr. Theodor Herzl wählen. Am 3. September 1897 notiert Dr. Herzl in sein Tagebuch: „Wenn ich den Basler Kongress in einem Wort zusammenfassen wollte – was ich öffentlich so nicht tun würde – wäre es: „In Basel gründete ich den Jüdischen Staat. Wenn ich das öffentlich erklärte, würde man als Antwort darüber lachen. In vielleicht fünf Jahren, bestimmt in fünfzig, wird jeder es erkennen.“

    Die Einzigartigkeit des ersten Zionistenkongresses machen die folgenden Aspekte aus:
    -Es ist das erste Mal seit der Zerstreuung der Juden, dass Repräsentanten von jüdischen Gemeinden aus fast der ganzen Welt zusammenkommen, um die Probleme ihres Volkes zu diskutieren und die zionistische Lösung zu behandeln.
    -Das Verlangen nach Erlösung – der Rückkehr nach Zion (Jerusalem) – wird durch die Zionistenorganisation in konkrete Betätigungsmöglichkeiten umgewandelt.
    -Der Beginn der parlamentarischen Aktivität der jüdischen Nation.

    1896 erschien Herzels Programmschrift " Der Judenstaat". Die Lage würde sich nur verbessern, wenn die Juden ihren eigenen Staat hätten. Es waren Überlegungen da. Welches Land sollte es sein? Man dachte an Israel, auch Uganda war im Gespräch. Vom 29 -31. August 1897 wurde der erste Zionistenkongress in Basel begangen.
    [/quote]

  6. #12
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