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Was ist so naiv daran zu glauben, dass es Bush doch immer noch interessiert, was die Öffentlichkeit sagt?
Was sonst, sollen die ewigen Bemühungen der amerikanischen Regierung, das Meinungsruder herumzureißen?
Wenn er so sehr auf die allgemeine Stimmung in seinem und anderen Ländern pfeift, dann würde er sonst was auf Blix geben und lieber gestern als morgen in den Irak marschieren. Ich glaube fest daran, dass er noch auf eine Verbesserung der Meinungen in seinem Sinn spekuliert. Aber ich glaube inzwischen auch daran, dass egal was im Irak noch ans Tageslicht gefördert wird, es auf solche Weise präsentiert wird, dass die Aggressionen Bushs keine mehrheitliche Deckung in der Bevölkerung finden. Jedes Gossenblättchen schreibt doch schon offen, dass es nur noch ums Öl geht. Ich sehe seit Tagen keinen nennenswerten Patriotismus mehr in den Medien. Im Gegenteil: dass was noch vor Wochen und Monaten nur hier bei den Weltverschwörten kursierte, sprechen mittlerweile alle europäischen Politjournale an. Bei Amazon verkauft M. Moore sein Buch prächtig. Und es sprechen sich zunehmend auch Leute gegen Bushs Politik aus, auf die die Allgemeinheit in der Regel wesentlich mehr hört, als auf die Politiker: Die Prominenten. Je mehr Zeit noch verstreicht, um so mehr Menschen werden sich darüber klar, was dieser Krieg bedeutet. Es ginge nicht um Hussein, der bekommt ein nettes Exil, darüber wurde doch auch schon verhandelt: Es geht um Menschen! Menschen, die insbesondere hier immer gern in ganz große Töpfe geschmissen werden (dumme Amis, blöde Europäer, böse Juden ...) So ein Unsinn, manch ein halbwegs patriotischer Amerikaner ist sich anscheinend schon bewußter darüber als einige Forenteilnehmer, dass hier stinknormales Menschenleben auf dem Spiel steht und keine Ideologie.
Träumen wir hier von der tollen Gentechnik, die es uns ermöglichst, alle toten Iraker bald durch genitisch modellierte, freundliche Clone zu ersetzen?

Uh? Ich glaube ich habe mich gerade "ausgekotzt" - ich dachte so was passiert mir nie ...