Quellen:
E.R. Carmin: „Das schwarze Reich“, 1994, Heyne Verlag , München, ISBN 3-453-12588-6
Friedrich Paul Heller und Anton Maegerle: „Thule“, Schmetterling Verlag, Stuttgart 1995,
ISBN: 3-926369-09-4
Louis Pauwells und Jacques Bergier: „Aufbruch ins Dritte Jahrtausend“, Scherz Verlag 1962, Bern und Stuttgart, Titel des französischen Originals: „Le Matin des Magiciens“
Der Schweizer Sprachforscher und Historiker Adolphe Pictet (1799-1875) schrieb in seinem Werk „Migrations primitives des Aryas“ („Urwanderungen der Arier“) sinngemäß: „In vorgeschichtlicher Zeit wuchs in der Urheimat allmählich eine Rasse heran, die von der Vorsehung dazu bestimmt war, eines Tages die ganze Welt zu beherrschen. Eine Rasse, die aufgrund der Reinheit des Blutes und der geistigen Gaben vor allen anderen Rassen bevorzugt war.“
Alfred Rosenberg, Mitglied der Thule-Gesellschaft (der auch Rudolf Heß und Hitlers Mentor Dietrich Eckart angehörten), vermutete, dass die Urheimat der Arier Atlantis gewesen sei. Er fabuliert in seinem pseudowissenschaftlichen Buch „Der Mythus des 20. Jahrhunderts“ von „plötzlich versunkenen Gebirgen, in deren Tälern einst Kulturen entstanden waren“. Er vertrat die unhaltbare Vermutung, dass die nordatlantische Schwelle (im Bereich der Azoren) über den Meeresspiegel hinausragte und von Ariern bewohnt worden sei. Auch Island, Grönland und die nicht überflutete Region am Nordpol hätten zum atlantischen Reich der Arier gehört; damals sei es aber dort noch viel milder gewesen, weil sich der Nordpol wo anders befunden hätte.
Noch abstruser wird es bei Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie. Er schreibt 1910 (in starker Anlehnung an Helena Petrowna Blavatsky’s Werk „“Geheimlehre“) in „Die Geheimwissenschaft im Umriß“: „Durch die Feuerstürme ging ein großer Teil der damals bewohnten Erde zugrunde und mit ihm die dem Irrtum verfallenen Menschen. Nur der kleinste Teil....konnte sich auf ein Gebiet retten, das bis dahin geschützt war vor dem verderblichen menschlichen Einflusse. Als ein solcher Wohnplatz stellte sich das Land heraus, das aus dem Flecke Erde war, der gegenwärtig vom Atlantischen Ozean bedeckt wird. Dorthin zog sich der am reinsten vom Irrtum gebliebene Teil der Menschen. Im Sinne der Geisteswissenschaft kann man das Erdengebiet zwischen dem gegenwärtigen Europa, Afrika und Amerika, das einstmals bestanden hat, ‚Atlantis’ nennen...Gegen Mittel der atlantischen Entwicklungszeit machte sich allmählich ein Unheil in der Menschheit geltend...Das führte zu einer allmählichen Zerstörung des atlantischen Gebietes durch Luft- und Wasserkatastrophen der Erde. Die atlantische Menschheit musste auswandern...In ihrer Mitte zogen die Eingeweihten, die Behüter der Orakel-Geheimnisse...Diese sieben Eingeweihten wurden Führer und Lehrer derjenigen Menschen...welche Indien besiedelt hatten...Sie mussten, wenn diese Offenbarungen in ihnen sprechen sollten, ihr eigenes Wissen und Erkennen zum Schweigen bringen. Dann sprachen aus ihnen und durch sie die hohen Wesenheiten...Außer in den Zeiten, wo diese Wesenheiten durch sie sprachen, waren sie schlichte Menschen...“
Einer tibetanischen Sage zufolge, die Karl Haushofer 1905 von seiner Tibetreise zurückgebracht haben soll, lebte vor drei- bis viertausend Jahren im Gebiet der heutigen Wüste Gobi ein Volk mit hoher Kultur: die Arier. Das Land Gobi verwandelte sich infolge eine Katastrophe oder eines Klimawechsels in eine Wüste; dies zwang die Einwohner dazu, auszuwandern. Ein Teil zog nach Nordeuropa, ein anderer Teil in den Kaukasus. Die Priester dieser Arier-Kultur, die großen Weisen, die mit den Geistern aus dem Jenseits in Verbindung standen, wanderten in das tibetanische Hochland aus, wo sie in einem riesigen Höhlenbezirk unter dem Himalaya Zuflucht fanden. Dort spalteten sie sich in zwei Gruppen auf; die eine folgte dem „Weg der rechten Hand“ (sprich: dem Weg der Weißen Magie), die andere folgte dem „Weg der linken Hand“ (der Schwarzen Magie). Hauptort der weißmagischen Gruppe war Agarthi, die unauffindbare Stadt, ein Ort der Kontemplation und des Nicht-Teilhabens an der Welt. Der unterirdische Hauptort der schwarzmagischen Gruppe war Shampullah (oder Schamballah), die Stadt der Macht und der Gewalt; sie geboten über die Kräfte der Natur und über die Menschenmassen. Ihr Ziel war die „große Zeitwende“ herbeizuführen. Den großen Magiern anderer Völker war es möglich, einen Pakt mit Shampullah zu schließen.
In der Thule-Gesellschaft und in ihrem Umfeld, zu dem führende Nazi’s gehörten, glaubte man wohl, dass die unterirdische Stadt Shampullah immer noch irgendwo in Tibet existieren würde. Dort würden die schwarzmagischen Meister wohnen, welche die wahren Übermenschen und Herren der Welt seien.
Nach verschiedenen Autoren, die aber nicht als wissenschaftlich seriös gelten könnten, haben die Nazi’s versucht, mit den Meistern von Shampullah Kontakt aufzunehmen. 1938/39 unternahm des Amt „Ahnenerbe“ im Auftrag der SS eine Expedition nach Tibet, bei der angeblich naturwissenschaftliche und ethnologische Forschungen betrieben werden sollte. In Wirklichkeit soll sie einen geheimen esoterischen Auftrag ausgeführt haben.
Pauwells und Bergier schreiben in „Aufbruch ins Dritte Jahrtausend“: Im Jahre 1926 bildeten sich in München und Berlin kleine Kolonien von Hindus und Tibetanern. Nach dem Einmarsch der Russen in Berlin fand man unter den Leichen etwa tausend Todesfreiwillige in deutscher Uniform ohne Ausweise und Abzeichen, die sichtlich der Himalaya-Rasse angehörten. Von dem Augenblick an, da die Bewegung über große Geldmittel verfügte, wurden zahlreiche Expeditionen nach Tibet organisiert, die praktisch ohne Unterbrechung bis zum Jahre 1943 fortdauerten.
In seinem Buch „Gespräche mit Hitler“ schreibt Hermann Rauschning (Danziger Senatsratsvorsitzender): Hitler rief mir zu: „Der neue Mensch ist da ! Der neue Mensch lebt unter uns. Genügt Ihnen das ? Ich sah den neuen Menschen. Ich sage ihnen ein Geheimnis. Der neue Mensch, furchtlos und grausam. Ich erschrak vor ihm.“
Wo Hitler den neuen Menschen gesehen hat, geht aus dem Text nicht hervor. Vielleicht sah ihn Hitler im Traum. Vielleicht sah er ihn auch auf einer der SS-Burgen.
Ein anderes Mal sagte Hitler zu Rauschning: „Das ist die große umwälzende Bedeutung unseres langen und zähen Kampfes um die Macht, dass in ihm eine neue Herrenschicht geboren wird, berufen, nicht bloß die Geschichte des deutschen Volkes, sondern die der Welt zu lenken !“
Reichsminister Richard Walter Darrée, Diplomlandwirt und Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, SS-Obergruppenführer, Chef des Rassen- und Siedlungshauptamtes der SS, Autor des Buches „Neuadel aus Blut und Boden“ wird von Rauschning zitiert: „Zu dieser Berufung einer deutschen Auslese müsse sie aber nicht nur körperlich, geistig und politisch geschult werden, sondern sie müsse auch biologisch gepflegt und allmählich hochgezüchtet werden.“ E.R. Carmin schreibt in „Das schwarze Reich“: „Innerhalb der SS durfte nur nach eingehender biologischer
Prüfung geheiratet und begattet werden.“
Um Platz für seine Herrenrasse zu bekommen, wollte Hitler andere Rassen von der Vermehrung ausschließen. Zu Rauschning sagte er : „Wir haben die Pflicht zu entvölkern. Es wird eine Technik der Entvölkerung geben müssen. Was heißt entvölkern ? werden Sie fragen. Ob ich ganze Volksstämme beseitigen werden ? Jawohl so ungefähr, darauf wird es hinauslaufen...sollte ich denn nicht das Recht haben, Millionen einer minderwertigen, sich wie Ungeziefer vermehrenden Rasse zu beseitigen, nicht indem ich sie ausrotten lasse, sondern indem ich systematisch verhindere, dass sich ihre große, natürliche Fruchtbarkeit auswirkt. Beispielsweise, indem ich Männer jahrelang von den Frauen getrennt halte.“
Die „Forschungs- und Lehrgemeinschaft „Das Ahnenerbe“
Sie wurde 1935 auf Initiative des Reichführers-SS Heinrich Himmler gegründet. 1942 wurde das Ahnenerbe ein Amt im persönlichen Stab Himmlers. Es war das Amt 1 a des SS-Hauptamtes 1 (1 b war der Lebensborn). Zu den Forschungsgebieten gehörte die von Hanns Hörbiger begründete Welteislehre, die davon ausgeht, dass die Erde innen hohl ist. Himmler wollte die SS durch ein konsequentes Neuheidentum von der Umwelt abheben.
Die Wewelsburg war die Reichsführerschule der SS. Himmler ließ die Wewelsburg in Westfalen zu einer SS-Ordensburg umbauen.