@prometheus
deine Frage, was denn den Frauen die Emanzipation gebracht hat ist ziemlich .... naja ich will mal sagen .... komisch. Und verwunderlich finde ich dass es so scheint, als würdest du annehmen Frauen hätten früher nicht gearbeitet, sondern sich zuhause um Kind und Haushalt gekümmert.
Wann haben Frauen denn nicht gearbeitet?
Bei dir und bei Venatrix klingt es so als müssten erst heute Frauen arbeiten und früher wäre das anders gewesen?
Von wann stammt denn dieses Bild der treusorgenden Frau im Haushalt, die die Kinder hütet und dem Mann ein schönes Heim bereitet?
Mal von der Zeit des Wirtschaftswachstums in Deutschland abgesehen, mussten Frauen immer schon arbeiten. (Meine Oma und Großtanten haben auch gearbeitet. Das war normal)
Es gab auch den Begriff der Erziehung und Förderung von Kindern nicht so wie heute. Kinder liefen einfach so mit oder mussten auch arbeiten. Und Haushalt war etwas ganz anderes als heute. Es gab keine Wäscheberge, weil es gar nicht so viel Kleidung gab und Fensterputzen und Staubwischen war auch nicht so angesagt wie heute.
Jeder aus der Familie hat mitarbeiten müssen, um zum Überleben der Familie beizutragen. Sei es auf dem Feld oder durch Lohnarbeit.... z.b. Dienstmägde oder in der Küche bei reichen Leuten..... usw
Auch nach der Industrialisierung haben Frauen (und auch Kinder) in Fabriken schwer arbeiten müssen.
In der zweiten hälfte des 19 Jahrhunderts wurde immer mehr eine Hausfrauenehe als Versorgermodell propagiert, welches im NS-Regime nachher noch mal richtig zugespitzt wurde.
"Den ersten, besten und ihr gemäßen Platz hat die Frau in der Familie", (Joseph Goebbels 1933) Anfänglich gab es auch Kampagnen gegen Doppelverdiener, aber dann kam die Kriegsproduktion und damit wurden das Bild der Partei doch noch mal anders propagiert. Frauen wurden in den Fabriken gebraucht.
Frauen hatten zwar nicht die gleichen Rechte wie Männer, sie durften nicht die gleichen jobs machen, bekamen nicht das selbe Geld ..... aber sie mussten trotzdem fast immer in den zurückliegenden Zeiten der Geschichte arbeiten. (Reiche und Adlige mal ausgenommen, aber da mussten die Männer ja auch nicht arbeiten in dem Sinne)
Das ist gut ausgedrückt.



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Aber ich sehe es als eine strukturelle oder auch System- Unterdrückung und nicht als eine unterdrückung des einzelnen Mannes seiner Frau gegenüber. Denn der dachte wahrscheilich nicht darüber nach. Da gebe ich dir recht.
