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Friedrich Dürrenmatt Die Physiker (Komödie)

Dies ist eine Diskussion zum Thema "Friedrich Dürrenmatt Die Physiker (Komödie)" im "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" des Bereiches "Weltgeschehen"

  1. #1
    Lehrling Benutzerbild von MrGagneuse
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    Standard Friedrich Dürrenmatt Die Physiker (Komödie)


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    Möbius: "Es gibt Risiken, Die man nie eingehen darf: der Untergang der Menschheit ist ein solches. Was die Welt mit den Waffen anrichtet, die sie schon besitzt, wissen wir, was sie mit jenen anrichten würde, die ich ermögliche, können wir uns denken. Dieser Einsicht habe ich mein Handeln untergeordnet. Ich war arm. Ich besaß eine Frau und drei Kinder. An der Universität winkte Ruhm, in der Industrie Geld. Beide Wege waren zu gefährlich. Ich hätte meine Arbeiten veröffentlichen müssen, der Umsturz unserer Wissenschaft und das Zusammenbrechen des wirtschaftlichen Gefüges wären die Folgen gewesen. Die Verantwortung zwang mir einen anderen Weg auf. Ich ließ meine akademische Karriere fahren, Die Industrie fallen und überließ meine Familie ihrem Schicksal. Ich wählte die Narrenkappe. Ich gab vor, der König Salomo erscheine mir, und schon sperrte man mich in ein Irrenhaus." [Zweiter Akt, S.73-74,Diogenes Verlag]

    Wie weit kann und sollte sich ein Mensch für die Allgemeinheit aufopfern?

    Möbius: "Die Vernunft forderte diesen Schitt. Wir sind in unserer Wissenschaft an die Grenzen des Erkennbaren gestoßen. Wir wissen einig genau erfaßbare Gesetze, einige Grundbeziehungen zwischen unbegreiflichen Ercheinungen, das ist alles, der gewaltige Rest bleibt Geheimnis, dem Verstande unzugänglich. Wir haben das ende unseres Weges erreicht. Aber die Menschheit ist noch nicht soweit. Wir haben uns vorgekämpft, nun folgt uns niemand nach, wir sind ins Leere gestoßen. Unsere Wissenschaft ist schrecklich gworden, unsere Forschung gefährlich, unsere Erkenntnis tödlich. Es gibt für uns Physiker nur noch die KApitulation vor der Wirklichkeit. Sie ist uns nicht gewachsen. Sie geht an uns zugrunde. Wir müssen unser Wissen zurücknehmen, und ich habe es zurückgenommen. Es gibt keine andere Lösung, auch für euch nicht. " [Zweiter Akt, S.74,Diogenes Verlag]

    Sollte man in der Wissenscahft auf eine Erkenntnis verzichten? Eine neue Erkenntnis hat immer eine Art Gleichgewicht von Gut und Böse. Wieso werden Erkenntnise meistens für böse Zwecke benutzt? Und wieso wird das gute nie so schnell weiterentwickelt wie das was Schaden anrichten kann. Ist der Krieg wichtiger als die Gesundheit?

  2. #2
    Lehrling
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    Standard AW: Friedrich Dürrenmatt Die Physiker (Komödie)

    Wie weit kann und sollte sich ein Mensch für die Allgemeinheit aufopfern?
    Abgesehen davon, dass nur wenige Menschen jemals in die Lage kommen sich überhaupt für eine höhere Anzahl anderer Menschen opfern zu können meine ich dass es noch weniger Menschen gibt die das tun würden, wären sie dann selbst benachteiligt (wie es im Buch getan wird). Ganz einfach weil sie Egoisten sind.

    Die Frage ob sich ein Mensch für die Allgemeinheit opfern sollte liegt in seinem eigenem Ermessen. Da spielen drei wichtige Faktoren mit.
    1. Der eigene Zustand. Hier gliedert sich die Frage in a) Will ich wie gewohnt weiterleben? und b) Will ich der Allgemeinheit helfen?
    2. Die allgemeine und eigene Ethik/Moral. Hier stellt man sich selbst die Kernfrage, ob man sich aufopfern _sollte_.
    3. Die Umwelt die einen eventuellen Einfluss auf das eigene Handeln hat.

    Aus der Sicht Dritter gibt es wohl zwei Ansichten (er sollte sich (nicht) opfern!), welche aber sehr verschiedene Beweggründe haben können.

    Gründe Dritter dafür:
    - Man will die Wahrheit erfahren
    - Man will das Resultat der Aufopferung zum eigenen oder dem Vorteil oder Nachteil der Allgemeinheit einsetzen
    - Man will das Leben des Aufopferers (negativ) verändert sehen.

    dagegen:
    - Man will das Leben des Aufopferers nicht negativ verändert sehen.
    - Man will die Allgemeinheit nicht verändert sehen.

    Unvollständige Liste. Und natürlich ist das Ganze auch noch abhängig von den Ausmaßen des Opfers und des Resultats für die Allgemeinheit.

    Sollte man in der Wissenscahft auf eine Erkenntnis verzichten? Eine neue Erkenntnis hat immer eine Art Gleichgewicht von Gut und Böse. Wieso werden Erkenntnise meistens für böse Zwecke benutzt? Und wieso wird das gute nie so schnell weiterentwickelt wie das was Schaden anrichten kann. Ist der Krieg wichtiger als die Gesundheit?
    Woher soll man wissen ob man auf eine Erkenntnis verzichten sollte wenn man sie noch nicht gemacht hat? Die Frage sollte eher lauten ob und welchen Menschen man die gewonnene Erkenntnis zugänglich macht.
    Ich werde jetzt von einer Diskussion um die Definition von Gut und Böse ablassen. Erkenntnisse werden gemacht, um einen Fortschritt zu bezwecken. Dieser Fortschritt ist aus eigener Perspektive immer "gut".
    Krieg ist natürlich wichtiger (ich habe hier lediglich, wie du auch, "wichtig" geschrieben. Nicht mehr und nicht weniger) als Gesundheit, mit letzterem ist man ja in den meisten Fällen schon von Geburt an gesegnet.

    Außerdem stellt sich hier wieder die "Matrix-Frage". Manche Menschen wollen einfach nur ein en positiven Lebensfaden verfolgen und andere wollen um Gottes Willen die Wahrheit erkannt wissen.

  3. #3
    Lehrling
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    Benutzerbild von MrGagneuse
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    Standard AW: Friedrich Dürrenmatt Die Physiker (Komödie)

    Ich denke das jeder Mensch der eine wichtige Erkenntnis erlangt (hauptsächlich auf die Wissenschaften bezogen) sofort abschätzen kann was man mit ihr bezwecken kann oder anrichten kann. Daher bildet sich das Gleichgewicht. Und meine Frage neu aufzustellen, wieso lässt ein Staat mehr Zuschüsse in die Militärsforschung zufließen als in andere Organe?

  4. #4
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    Standard AW: Friedrich Dürrenmatt Die Physiker (Komödie)

    Zitat Zitat von MrGagneuse Beitrag anzeigen
    Wie weit kann und sollte sich ein Mensch für die Allgemeinheit aufopfern?
    Aufopfern ist nie gut! Wen ein Mensch bei seiner Handlung sich aufopfert oder er im Gefühl ist, dass er sich aufopfert (aufopfern muss?), dann läuft sowiso etwas falsch!

    Ein Mensch kann oder sollte sich nie "aufopfern". Sozial gegenüber anderen zu sein ist gut und recht, aber dann muss man selber in günstigen Umständen sein. Ist der Helfende schon selber ein Opfer wie soll er dan einem anderen Opfer helfen können?.. Das geht eigendlich immer schief.

    2.Überlegung:
    Warum sind den Menschen sozial? Weil sie in einer Gemeinschaft leben und zum teil auch sozial sein müssen und das auch meist selbst sein wollen. Ja, im Grunde sind wir Egoisten so wie es AstarothSieben (übrigens guter Beitrag) auch sieht. Trozdem sind wir Egoisten gerne sozial. Dafür kann es verschiedene Gründe geben.
    Aber immer aus dem Ego wächst das soziale. Ist man sich selber nichts wert, muss man sich auch nicht für Andere interessieren.

    Also zurück zu deiner Frage ich würde sagen: Der Mensch opfert sich soweit auf wie er es selber braucht . Das wäre zwar egoistisch aber realistisch. Alles andere geht schief...

    Sollte man in der Wissenscahft auf eine Erkenntnis verzichten? Eine neue Erkenntnis hat immer eine Art Gleichgewicht von Gut und Böse. Wieso werden Erkenntnise meistens für böse Zwecke benutzt? Und wieso wird das gute nie so schnell weiterentwickelt wie das was Schaden anrichten kann. Ist der Krieg wichtiger als die Gesundheit?
    Schwierige Frage....
    Weil die sogennanten böse Zwecke wirtschaftlich gesehn besser sind...
    Gesundheit ist nur dan wichtig wen man schön Geld damit verdienen kann...
    Naja und Krieg.... ist irgendwie menschlich(wen ich mir so die Geschicht anseh), Schwanzvergleichen und es bringt wieder viel Geld ein...

    Zitat Zitat von AstarothSieben
    Außerdem stellt sich hier wieder die "Matrix-Frage". Manche Menschen wollen einfach nur ein en positiven Lebensfaden verfolgen und andere wollen um Gottes Willen die Wahrheit erkannt wissen.
    Jo... aber ich sehe hier kein Wiederspruch zum anderen. Wäre den der positive Lebensfaden der anderen gefährdet, wen die die Wissen wollen leichter zu ihrem Wissen kommen könnten?
    Gut, mir stellt sich die Frage, kann ein Mensch die Wahrheit überhaupt je erfassen und sucht nicht jeder nach einer anderen Wahrheit?!
    Nicht trennen sondern verbinden

  5. #5
    Lehrling
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    Standard AW: Friedrich Dürrenmatt Die Physiker (Komödie)

    Ich finde das man sich hier ganz einfach in einem Dilemma befindet wobei dies natürlich nicht einfach ist.
    Wenn wir von aufopfern reden dann sollte man auch das Maß dafür bestimmen. Ich denke das deine Aussage in einem bestimmten Maß zutrifft, jedoch nur in einem kleinen Maß. Ich könnte nicht mit mir selbst gut stehen wenn ich bei der Wahl zwischen "Gut" und "Böse" mich für das "böse" entscheide. Natürlich kommt es auf die Folgen an. Womit muss man rechnen wenn jemand seine neue Erkenntnis publik macht.
    Im Fall die Physiker handelt es sich um eine weltrevolutionierende Formel welche die Menschheit weiterbringen kann aber auch zerstören. Wahrcheinlisch ist das Menschenbild von Möbius etwas pessimistisch.
    Wenn man in einer sozialen Marktwirtschaft lebt dann sollte das böse wirtschaftlich nicht gut sein . Ich frage mich nur wieso manche Menschen ihr Geld vor das Leben setzten. Wenn man waählen geht achtet man auch auf das Parteirogramm und auch auf den Vertreter. Im Parteiprogramm sind auch wirtschaftliche Richtlinen festgelegt. Was wählt man? Das wirtschaftlich gute? Also das böse?

  6. #6
    Lehrling
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    Standard AW: Friedrich Dürrenmatt Die Physiker (Komödie)


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    P.S. kann mir jemand erklären wie das mit dem zitieren geht?


    ·Never mind the bollocks here´s the lord

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