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Putin kritisiert U.S.A.

Dies ist eine Diskussion zum Thema "Putin kritisiert U.S.A." im "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" des Bereiches "Weltgeschehen"

  1. #1
    Geheimer Meister Benutzerbild von phoenix
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    Standard Putin kritisiert U.S.A.


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    Wladimir Putin. Es war der erste Auftritt eines russischen Staatspräsidenten auf der Sicherheitskonferenz. Und er wirbelte das transatlantische Wohlgefühl ordentlich durcheinander: Den USA unterstellte er das Streben zu "monopolarer Weltherrschaft", sie hätten "ihre Grenzen in fast allen Bereichen überschritten". Die Nato warnte er vor "ungezügelter Militäranwendung". Nordatlantik-Allianz und Europäische Union würden anderen Ländern ihren Willen aufzwingen und auf Gewalt setzen, so Putin. Die Nato-Osterweiterung kritisierte Russlands Präsident massiv, weil deren militärische Infrastruktur "bis an unsere Grenzen" heranreiche.
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...465634,00.html

    Was sagt ihr dazu?
    Hat Putin recht?

    Ich finde seine Kritik berechtigt, anstatt darauf irgendwie sachlich entgegenzutreten, wird nur wieder davon gesprochen, die Demokratie Rußlands sei in Gefahr, oder salopp gesagt "der will sich nur aufspielen".

    Wobei bestimmt manche der Meinung sind ,daß eine monopolare Weltherrschaft der U.S.A. noch das Beste ist, anstatt rivalisierender
    Weltmächte und Schurkenstaaten.

    Naja aber ich persönlich freue mich über diesen Denkzettel den Putin da verpasst hat.

    Grüße Phoenix.

  2. #2
    Erhabener Auserwählter Ritter
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    2.466

    Standard

    Inhaltlich kann man das leider nicht ernstnehmen, auch wenn es beängstigend ist, denn Russland ist alles andere als ein Fan von Fairplay, sei es in Bezug auf Innen- oder Außenpolitik. Das alte Problem, das der arme Schlucker die Dekadenz des Reichen zwar nur allzu gerne anprangert, aber jederzeit lieber mit ihm tauschen als tatsächlich etwas an der Gesamtsituation ändern würde.

  3. #3
    Geheimer Meister
    Themenstarter
    Benutzerbild von phoenix
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    322

    Standard

    Der altruistisch angehauchte Egoisums der U.S.A. ist schon offensichtlich, nur ob Putin nicht genauso so einen egoisitischen Standpunkt vertritt ist mir aber auch nicht ganz klar.........

  4. #4
    Meister
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    Standard

    Heja

    Natürlich hat Putin recht.

    Bloss: Wie kommt ein Misthaufen dazu, die anderen Scheisshaufen zu kritisieren?

    Dementsprechend hatte er ja auch auf kritische Journalisten Fragen gekneift, wären es Russische Journalisten gewesen, wäre sie bald schon tod.

    dann aber die Frage gefallen lassen, wie Russland es denn mit Tschetschenien halte. Die Antwort war nicht eben hochpräzise: «Kommen Sie nach Tschetschenien! Viele politischen Kräfte sind dort an der Regierung beteiligt.»
    http://www.ez-online.de/ueberregiona...ikel900784.cfm

    und:

    Anna Politkovskaja: Die GfbV trauert um eine mutige Journalistin und Menschenrechtlerin (10. Oktober 2006)
    Anna Stepanovna Politkovskaja war eine der mutigsten Journalistinnen Russlands, und sie hatte Angst um ihr Leben. Immer wieder wurde sie bedroht, weil sie sich kritisch zur Regierungspolitik und zum Krieg in Tschetschenien äusserte. Dennoch liess sie sich nicht einschüchtern und führte ihre wichtige Arbeit bis zuletzt weiter. Am 7. Oktober 2006 wurde sie in ihrem Wohnhaus in Moskau ermordet. Die GfbV trauert um eine grosse Kämpferin für die Menschenrechte in Russland.
    http://www.gfbv.ch/archiv/tschet.html
    Grüsse Willi

  5. #5
    Frechdachs Benutzerbild von holo
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    2.735

    Standard Re: Putin kritisiert U.S.A.

    Zitat Zitat von phoenix
    Ich finde seine Kritik berechtigt, anstatt darauf irgendwie sachlich entgegenzutreten, wird nur wieder davon gesprochen, die Demokratie Rußlands sei in Gefahr, oder salopp gesagt "der will sich nur aufspielen".
    [btw: Hübscher Avatar]

    Ich zitiere mal aus dem Artilkel von Spiegel Online:

    Um Russlands Rolle in der Welt - genau darum scheint es Putin gegangen zu sein. Dessen Sprecher Dmitri Peskow (...) nannte die Rede einen "Alarmruf". Doch es gehe "nicht um Konfrontation sondern um Sorge", sagte Peskow der Nachrichtenagentur Reuters.

    Na ja, es geht ja schnell, dass man zum Schurkenstaat erklärt wird ... das muss man Putin schon nachsehen. Es mag sein, dass Präsident Putin einen anderen Stil hat - den muss er meiner Ansicht auch haben, wenn man bemerkt, von welchem Schlag (wertfrei) das Volk ist.


    US-Senator John McCain, (...)
    Auf der Sicherheitskonferenz im vergangenen Jahr zählte er Russland neben Irak und Iran zu den Gefährdern des Weltfriedens: "Putins Russland ist heute weder eine Demokratie noch eine führende Volkswirtschaft", sagte er damals.

    Wie reagiert noch mal die Regierung der USA, wenn Deutschland nicht nach deren Pfeife tanzen will?
    Putin macht das sicher auch nicht - zudem ist in Regierungskreisen sicher nicht der Kalte Krieg vergessen.
    Und wenn er Russland neben den Ländern, in die der Amerikaner bereits eingeritten ist, zu den Gefährdern des Weltfriedens zählt, dann darf sich auch ein Präsident Putin fragen, ob er womöglich der Nächste ist.
    Dass "Putins Russland" keine führende Volkswirtschaft, das ist nichts Neues. Ich frage mich allerdings, wozu McCain diesen Punkt zur Sprache bringt? Ein Versuch, an der Reputation Russlands zu kratzen um ein Gewicht der eigenen Stimme zu untermauern?

    McCain spricht nun auch an, dass dort keine Demokratie herrsche. Was will der Mann denn erwarten? Es ist nicht annähernd die Mehrheit Russlands, die die Demokratie nach Maßstäben des Westens will.

    1789 - sechs Jahre nach Ende des Unabhängigkeitskrieges - wurde der erste Präsident der USA gewählt. Der staatlich kontrollierte Aufbau der Industrie in Russland unter der Herrschaft von Zar Alexander III versagte.

    Danach herrschte Zar Nikolaus II über das Russische Reich - Leibeigenschaft und Unterdrückung in Russland, wo in den USA 1901 der 26. Präsident ausgerufen wurde.

    1918 wurde der Zar samt seiner Familie (vermutlich bis auf eine Tochter) nach zahlreichen Deportationen erschossen. Thomas Woodrow Wilson war mittlerweile der 28. Präsident der USA.

    Leonid Iljitsch Breschnew war nun Parteichef der KPdSU bis 1982 - der Kalte Krieg beherrschte seit Ende des Zweiten Weltkrieges die Weltbühne. Mit Juri Andropow begannen die ersten Schritte zu Reformen, die allerdings mit dem nachfolgenden Generalsekretär Tschernenko (er war langjähriger, engster Vertrauter von Breschnew) sicher nicht weiter verfolgt werden sollten. Als Tschernenko die Macht übernahm, war die westliche Welt nicht begeistert - daran kann ich mich noch gut erinnern.
    Zu jener Zeit wählte das freie Amerika einen Schauspieler zum Präsidenten: Ronald Reagan.

    Michail Sergejewitsch Gorbatschow - "Gorbi" - folgte und ermöglichte 1988 den Staaten der UdSSR die Einführung der Demokratie. 1989 gilt als das Jahr, in dem der Kalte Krieg beendet war.

    1989! Erst seit 18 Jahren ist in dieser Region Demokratie möglich.
    Wie stellt sich das ein McCain vor, der unter dem 43. Präsidenten der USA dient?
    Der Amerikaner lebt mit 200 Jahren Vorsprung in einer freien Welt und kann nicht ernsthaft erwarten, dass die ehemaligen Staaten der UdSSR - hier am Beispiel Russlands - mal eben die Demokratie nach Vorstellung von McCain einführen. Seit Generationen pflegen die Amerikaner ihre Lebensphilosophie - in Russland ist nicht einmal eine Generation überdauert.
    Das sollten wir dabei nicht so schnell vergessen, meine ich.

    Gruß
    Holo
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  6. #6
    Geselle
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    Nun, ganz so Friede, Freude, demokratisch geht es in USA ja auch nicht zu. Bezeichnen sich zwar gerne als die "Demokratie schlechthin", aber mal ehrlich, den Status haben die Bürger schon lange nicht mehr, schon gar nicht nach dem 11.09.
    Rußland hat zugegebenermaßen ne Menge Dreck am Stecken, man kann Putin eine noch ziemlich totalitäre Einflußnahme im Kausakus nicht absprechen, und sollte erst einmal vor der eigenen Haustüre kehren, dennoch hat er meiner nach mit seiner Kritik völlig recht.
    Was die USA seit mehr als 5 Jahren abziehen, wohlgemerkt unter dem Deckmantel des ach so schönen Wortes "Demokratie" steht in keiner Relation zu Rußlands Aktivitäten.

    Wer sollte oder kann denn eine Kritik mal in etwas barscheren Worten anbringen, diejenigen, die sich brav um ihre Bürger kümmern, keine Machtsansprüche oder Einflußnahme an den Rest der Welt stellen und Hardcore - Demokratie betreiben, also die Schweiz, Schweden....
    Glaube nicht, daß das einen interessieren wird.

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