Der Beitrag muß einfach mal sein:
Vielleicht wollen die Irakis garkeine Demokratie? Nur weil der Westen das so furchtbar toll findet, muß die restliche Welt das nicht auch finden. Scheint in der Gegend ja nicht so wirklich eit verbreitet zu sein.
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Dies ist eine Diskussion zum Thema "Los Angeles Times schreibt : "Holt Saddam zurück!"" im "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" des Bereiches "Weltgeschehen"
Der Beitrag muß einfach mal sein:
Vielleicht wollen die Irakis garkeine Demokratie? Nur weil der Westen das so furchtbar toll findet, muß die restliche Welt das nicht auch finden. Scheint in der Gegend ja nicht so wirklich eit verbreitet zu sein.
Hilfe, ich bin diploid!
Der Vergleich mit europäischen Staaten ist vollkommen unangebracht, und man muß schon über ein hohes Maß an geschichtlicher Unkenntnis verfügen oder es bei seinem Gesprächspartner vermuten, um ihn anbringen zu können. Die demokratischen oder zumindest parlamentarischen Traditionen, vor allem aber die rechtsstaatlichen, in Europa sind uralt. Im Irak sind sie inexistent. Das heißt nicht, daß die Iraker unfähig sind, in rechtlicher und sozialer Sicherheit zu leben, sondern daß sie sie anderswo als beim Staat suchen. Das kann aber auch heißen, daß undemokratische, antifreiheitliche, antirechtsstaatliche Gruppen versuchen, sich den Staat zur Beute zu machen.
Deutschland wurde nach '45 wieder demokratisch, sobald die Besatzungsmächte Wahlen zuließen. Und das entscheidende Wort ist "wieder".
Was Scholl-Latour angeht, habe ich ihn bisher so eingeschätzt, daß er große Hochachtung vor der arabisch-islamischen Kultur und ihren Menschen hat.
Woher nehmen wir übrigens die Gewißheit, daß ein Zentralstaat nach europäisch-amerikanischem Vorbild in den heutigen Grenzen die ideale Regierungsform für den Irak wäre? Die USA sind ja allem Anschein nach nicht einmal bereit, den verschiedenen Regionen die Freiheiten zu gewähren, die ihre eigenen Bundesstaaten einmal hatten, stattdessen wird eine Allfraktionenregierung wie im Libanon installiert.
Momentan, wo nichtfreiheitliche, nichtdemokratische Bewegungen wie die schiitische solchen Zulauf haben und Banditen und Politkriminelle solche Macht ausüben, bei solcher Ohnmacht des Zentralstaates, ist er vielleicht keineswegs ein Lösung.
Stimmt, das wäre sicher nicht zielführend. Hast Du eine Vorstellung, wie es klappen könnte?Ganz sicher nicht, in dem man einen "starken Mann" holt, der das Volk unterdrückt. Oder den Terroristen das Feld überlässt.
Fühlst du dich jetzt aus Prinzip angegriffen oder wird das ein allgemeiner sinnloser Rundumschlag um deine argumentatorische Überlegenheit zu demonstrieren?Der Vergleich mit europäischen Staaten ist vollkommen unangebracht, und man muß schon über ein hohes Maß an geschichtlicher Unkenntnis verfügen oder es bei seinem Gesprächspartner vermuten, um ihn anbringen zu können.
PS: Sag ich doch.
Hilfe, ich bin diploid!
Ist es nicht auch eine Form von Demokratie wenn man den Irakern die Wahl lässt zwischen "freihen Wahlen" und Wahlen in denen der Cheff mit 99,999999999999999% der Stimmen gewählt wird?Zitat von dkR
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