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STEUERLÖCHER: Bundesländer stehen vor dem Bankrott

Dies ist eine Diskussion zum Thema "STEUERLÖCHER: Bundesländer stehen vor dem Bankrott" im "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" des Bereiches "Weltgeschehen"

  1. #13
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    Habe gerade gehört das die Kapitalflucht aus Deutschland massiv ansteigt. Der Focus wird am Montag wohl darüber eine Story bringen. Wir befinden uns mitten im vier Punkte Plan des IWF. Es muß nicht alles genau zu 100% so eintreffen wie beschrieben, aber wir befinden uns auf dem Weg dahin.
    Wir sehen ja die Diskussion um diese "Hedge Fonds". Jetzt zusätzliche die Kapitalflucht (die aber auch durch neue Spitzelgesetze teilweise hausgemacht ist!). Wir befinden uns immer noch in den ersten zwei Phasen.
    Ein Rücktritt Schröders wird wahrscheinlicher falls die Wahl am Sonntag verloren geht.

    http://www.gregpalast.com/detail.cfm?artid=125&row=1

    AJ:Erforschen sie NM Rothschild, sie können dort all das finden. Gehen sie durch diese vier Punkte. Ich meine sie haben die Dokumente. Die IWF/Weltbank Implosion, vier Punkte, wie sie ein Land auf die Knie zwingen und die Resourcen der Menschen zerstören.

    GP:Richtig. Zuerst öffnen sie die Finanzmärkte. Das heißt sie verkaufen ihre inländischen Banken an ausländische Banken. Dann gehen sie zu etwas das sich marktbasierte Preise nennt. Das ist diese Sache wie in Kalifornien wo alles freier Markt ist und sie mit Wasserrechnungen bekommen - wir können uns einmal vorstellen Wasservesorger in den USA zu verkaufen. Aber stellen sie sich vor eine Privatfirme wie Enron besitzt ihr Wasser. Dann gehen die Preise durch die Decke. Dann öffnen sie ihre Grenzen für den Handel - komplett freier Markt. Und Stiglitz der der Chefökonom war, erinnern sich sich er steuerte das System, er war der Zahlenmann und er sagte es war wie die Opium Kriege. Er sagte das ist kein Freihandel das ist Zwangshandel. Das ist Krieg. Sie nehmen damit Volkswirtschaften auseinander.

    AJ:Nun sehen sie, China hat 40% Zollgebühren für uns, wir haben 2% für ihre Waren. Das ist kein freier und fairer Handel. Das zwingt die ganze Industrie in ein Land, über das die Globalisten volle Kontrolle haben.

    GP:Nun sie kennen Walmart- ich habe darüber eine Geschichte geschrieben wenn sie mein Buch lesen. Lassen sie mich nur erwähnen das ich dieses Buch draussen haben, „Die beste Demokratie die Geld kaufen kann“, darüber wie, leider, Amerika zum Verkauf ausgeschrieben wurde. „Die beste Demokratie die Geld kaufen kann“ kommt diese Wochen heraus. Aber ich habe eine Geschichte darin das Walmart 700 Fabriken in China hat. Es gibt fast nichts in den Walmart Geschäften das aus den USA kommt, trotz der Adler an den Wänden.

    AJ:Genau, wie in 1984, dann haben sie große Flaggen auf denen steht „Kauft Amerikanisch“ aber es gibt fast nichts - es ist Orwellsches Neusprech.

    GP:Was das schlimmste ist, sie heuern eine Fabrik an und daneben ist eine Schwesterfabrik die in einem Gefängnis liegt. Sie können sich die Bedingungen vorstellen unter denen diese Arbeiter diese wunderbaren Sachen für Walmart herstellen. Es ist wirklich...

    AJ:Und wenn ein Elitist eine Leber braucht, rufen sie einfach an.

    GP:(Lacht) Ich weis es ist grausam. Tatsächlich sprach ich mit einem Mann, Harry Wu ist sein Name, tatsächlich brach er ein, er war für 19 Jahre in einem chinesischen Gefängnis. Niemand glaubte seinen schrecklichen Geschichten. Er brach ins Gefängnis ein, nahm eine Kamera mit und machte Bilder der Bedingungen und sagte das sind die Bedingungen der Fabriken woher Walmart die Sachen bekommt, es ist alles...

    AJ:Man hat mir angedroht mich vom Fernsehen hier in Austin zu verbannen als ich ein Video von kleinen vierjährigen Mädchen gezeigt habe, am Boden festgekettet, dünner als Juden im Konzentrationslager, um zu sterben. Ich wurde bedroht, wenn sie das jemals wieder ausstrahlen, werden sie verhaftet.

    GP:Nun wissen sie, es ist schreckliches Zeug das ich leider bekam und Stiglitz war sehr mutig hervorzukommen und diese Aussagen zu machen. Wie ich sagte, er hat mir diese Unterlagen nicht besorgt. Die Dokumente haben es wirklich bewiesen, denn diese sagten aus was wirklich passiert. Sie sagen wirklich unterschreiben sie auf der gestrichelten Linie, stimmen sie den 111 Bedingungen zu, für jede Nation. Und die Öffentlichkeit hat kein Mitspracherecht, sie wissen nicht was mit ihnen passiert. Alles was sie wissen...

    AJ:Gehen sie zurück zur Privatisierung. Gehen sie durch diese vier Punkte. Das ist der Schlüssel. Das gibt Politikern Milliarden wenn sie alles übergeben.

    GP:Ja, er nannte es „Bestecheresierung“, was bedeutet sie verkaufen den Wasserversorger und der hat einen Wert von, über zehn Jahre, sagen wir etwa 5 Milliarden Dollar, zehn Prozent davon sind 500 Millionen, sie können sich vorstellen wie das funktioniert. Ich sprach vor zwei Wochen mit einem Senator aus Argentinien. Ich bekam ihn vor die Kamera. Er sagte, nachdem er einen Anruf von George W. Bush im Jahr 1988 bekam, der ihm sagte, geben sie die Gaspipeline in Argentinien an Enron, das ist unser momentaner Präsident. Er sagte, was er heraus fand war wirklich gruselig, Enron würde ein fünftel der Weltmarktpreise für ihre Gas bezahlen und er meinte wie können sie so ein Angebot machen? Und ihm wurde erklärt, nicht von George W. Bush, aber einen Partner in dem Geschäft, nun wenn wir nur ein fünftel bezahlen dann ergibt das eine schöne Summe die in ihr Schweizer Bankkonto fließt. So wird das gemacht.

    AJas ist das....

    GP:Ich habe den Film. Der Mann ist sehr konservativ. Er kennt die Bush Familie sehr gut. Er war zuständig für öffentliche Bauvorhaben in Argentinien und er sagte, ja, ich bekam diesen Anruf. Ich fragte ihn, ich sagte, von George W. Bush. Er sagte, ja, November 1988, der Mann rief ihn an und sagte geben sie die Pipeline an Enron. Das ist der gleiche George W. Bush der sagte er kannte Ken Lay bis 1994 nicht. Also, wissen sie...

    AJ:Nun haben sie diese falschen Anhörungen. Wissen sie ich war gestern bei Enron in Houston denn ich bin nun hier in Austin. Wir waren vielleicht zehn Meter von der Tür entfernt, auf dem Gehweg und ich habe es auf Video - Schläger kommen raus und sagen sie können hier nicht filmen. Ich meine ich spreche auf dem Gehweg Greg.

    GP:Nun, wissen sie, ich war hier im Mai, erzählte den Leuten in Großbritannien ihr habt nie von Enron gehört aber... und diese Leute haben herausgefunden wie man die Regierung (unverständlich). Tatsächlich sahen wir einige interessante Dokumente, einen Monat bevor Bush das Amt übernahm, Bill Clinton, ich denke um sich an Bushs großen Spender zu rächen, schnitt Enron vom Kalifornischen Energiemarkt ab. Er beschloß einen Grenze für die Preise die sie verlangen konnten. Sie konnten nicht mehr als das hundertfache des normalen Preises für Elektrizität verlangen. Das machte Enron sauer. Also schrieb Ken Lay persönlich einen Brief an Dick Cheney in dem er verlangte das man Clintons Preisstopp abschaffen sollte. Innerhalb von 48 Stunden nachdem George W. Bush das Amt übernommen hatte, hat sein Energieministerium den Schraubstock für Enron zurückgedreht. Ok, wieviel ist das diesen Leuten wert. Wissen sie, das muß sich doch lohnen, das hat innerhalb einer Wochen die ganzen Spenden zurückbezahlt.

    AJ:Hören sie sich die Bomben an die sie fallen lassen. Sie interviewen diese Minister, den früheren Chefökonom der Weltbank - all diese Sachen, sie haben die Dokumente, Leute bekommen Zahlungen auf Schweizer Bankkonten, all das passiert. Dann kommt Teil 2, was tun die nachdem die Implosion begonnen hat?

    GP:Nun, dann sagen sie man muß beginnen das Budget zu beschneiden. Ein fünftel der Bevölkerung von Argentinien ist Arbeitslos, und sie sagten beschneiden sie die Arbeitslosengelder drastisch, nehmen sie Pensionsgelder weg, beschneiden sie die Bildungsgelder, ich meine schreckliche Dinge. Wenn sie nun die Ökonomie in der Mitte einer Rezession abschneiden, die von diesen Leuten erschaffen wurde, dann vernichten sie diese Nation wirklich. Nachdem wir am 11. September angegriffen wurden kam Bush heraus und sagte wir geben 50 bis 100 Milliarden Dollar aus um unsere Wirtschaft zu retten. Wir beginnen nicht damit das Budget zu reduzieren, man versucht diese Ökonomie zu retten. Aber sie erzählen diesen Ländern das sie reduzieren und reduzieren und reduzieren müssen. Und warum, nach den internen Dokumenten, damit sie Zahlungen an ausländische Banken leisten können - die ausländischen Banken kassieren 21% bis 70% Zinsen. Das ist Wucher. Tatsächlich war es so schlimm das sie Argentinien dazu brachten die Gesetze gegen Wucher abzuschaffen. Denn jede Bank wäre ein Kredithai unter argentinischem Gesetz.

    AJ:Aber Greg, sie haben es selbst gesagt und die Dokumente zeigen es. Zuerst lassen sie die Wirtschaft implodieren und erschaffen diese Atmosphäre. Sie beginnen dieses Klima das es verursacht.
    GP:Ja und dann sagen sie, oh na so was, wir können euch kein Geld leihen außer zu diesen Kredithai Zinsen. Wir erlauben niemand in den USA 75% Zinsen zu verlangen. Das wäre Wucher.

    AJ:Teil 3 und Teil 4. Was machen sie danach?

    GP:Wie ich gesagt haben, man öffnet die Grenzen für Handel, das sind die neuen Opium Kriege. Und sobald man eine Wirtschaft zerstört hat die nichts mehr produzieren kann, ist eines der furchtbaren Dinge das sie Nationen dazu zwingen horrende Summen für Dinge wie Medikamente zu bezahlen. Und übrigens, das ist warum man einen illegalen Drogenhandel bekommt, was bleibt schon übrig um zu überleben, außer Crack und Heroin zu verkaufen...

    AJ:Und die gleiche CIA Nationale Sicherheit Diktatur wurde erwischt wie sie das ins Land brachten.

    GP:Wissen sie wir helfen nur unseren Alliierten.

    AJas ist einfach unglaublich. Also, bring die ganze Welt nach unten, blasen ihre Wirtschaft in die Luft und kaufen den Rest für Pfennigbeträge auf. Was ist Teil vier des IWF/Weltbank Plans?

    GP:Nun, in Teil 4 endet man mit dem Auseinandernehmen der Regierung. Und übrigens der wirkliche Teil 4 ist der Militärputsch. Das ist was sie dir nicht sagen. Das finde ich gerade in Venezuela heraus. Ich habe gerade einen Anruf vom Präsidenten von Venezuela bekommen.

    AJ:Und sie installieren ihre eigene Firmenregierung.

    GP:Was sie sagen war, hier hat man einen gewählten Präsidenten der Regierung und der IWF hat angekündigt, hören sie zu, das sie eine Übergangsregierung unterstützen würden wenn der Präsident entfernt wird. Sie sagen nicht das sie sich in die Politik einmischen würden - sie würden nur eine Übergangsregierung unterstützen. Was das effektiv bedeutet, sie sagen wir bezahlen den Militärputsch, wenn das Militär den momentanen Präsident entfernt, denn der momentane Präsident von Venezuela hat nein zum IWF gesagt. Er sagte diesen Leuten sie sollen ihre Sachen packen. Sie brachten ihre Teams herein und meinten sie müssen das und das machen. Und er sagte ich muß überhaupt nichts machen. Er sagte, was ich machen werde ist das ich die Steuern auf die Ölfirmen verdoppeln werde denn wir haben eine Menge Öl in Venezuela. Und ich werde die Steuern der Ölfirmen verdoppeln und dann habe ich alles Geld das ich brauche für Sozialprogramme und die Regierung - und wir werden eine sehr reiche Nation sein. Nun, sobald sie das getan hatten, begannen sie Ärger im Militär anzufachen und ich sage ihnen, beobachten sie dieses Land: Der Präsident von Venezuela wird in drei Monaten aus seinem Büro entfernt sein oder erschossen. Sie werden ihm nicht erlauben die Steuern auf die Ölfirmen zu erhöhen.

    AJ:Greg Palast, hier ist das Problem. Sie sagten es als sie das erste mal aus dem Tor traten. Sie werden hungrig, sie tun es nun mit den USA. Enron, aus all den Beweisen die ich gesehen habe, war eine Tarnung, ein weiterer Betrug, sie würden Vermögenswerte stehlen und sie dann zu älteren globalen Firmen transferieren, dann lassen sie die platzen und stehlen die Pensionskasse. Jetzt sagen sie uns Terror kann jederzeit passieren. Es wird passieren wenn ihr nicht eure Rechte aufgebt. Bush hat den Kongreß und die anderen die eigentlich Zugang haben sollten wenn ein Nuklearangriff erfolgt, nicht in die Schattenregierung einbezogen, Washington Post - „Kongreß nicht über Schattenregierung unterrichtet“. Dem Sprecher des Hauses wurde nichts erzählt. Das sieht aus wie ein Militärputsch. Ich komme damit gleich heraus. Wir erzählen das besser jedem oder diese gierigen Kreaturen werden das voll durchziehen.

    GP:Ich bin über eine Sache sehr traurig. Ich habe diese Geschichte in der normalen Presse in Großbritannien gebracht. Ich bin in der BBC, trotz Lord Wakeham. Ich weis das er mich nicht mag. Ich bin in der BBC, ich bin in der wichtigsten Tageszeitung, die etwa der New York Times oder so entspricht, und wir bekommen diese Information veröffentlicht. Und es tut mir sehr leid das wir eine alternative Presse, alternatives Radio und alles andere um diese Information veröffentlichen zu können. Ich meine diese Information sollte jedem Amerikaner zur Verfügung stehen. Ich meine, schließlich ist das unsere Regierung.

  2. #14
    Ritter Rosenkreuzer
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    Standard

    wenn es keinen kuschelkapitalismus gibt - was ist denn die alternative?

    für mich ist kapitalismus, dass jeder mensch privatbesitz anhäufen darf, und damit machen darf, was er will (außer es verstößt gegen bestimmte gesetze) - verkaufen, behalten etc.

    man kann da natürlich auch für bestimmte menschen einschränken. fände ich aber nicht so gut, wenn nur ein teil der bevölkerung privatbesitz anhäufen darf, während andere das nicht dürfen. das wär ja wie im mitelalter. oder in der ddr...

    gruß,
    antimagnet
    d(><)b

  3. #15
    Prinz von Jerusalem
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    Standard

    Zitat Zitat von samhain
    oh, wie ich sehe gibts nach der sichtweise des liberalen doch den kuschel-kapitalismus. immer im dienst des menschen. mir kommen doch glatt die tränen vor lauter rührung.
    Kapitalismus ist an sich ziemlich kuschlig. Reiner Kapitalismus läuft ohne Gewalttaten ab und produziert, was die Leute haben wollen.

    ich zitiere mal eine aussage des US-politologen US-Benjamin R. Barber, nach der es illusionär ist von der kapitalistischen welt zu erhoffen, das sie von selbst mechanismen schafft, die gewachsene gesellschaftsstrukturen vor der zerstörung bewahren.
    Welche Gesellschaftsstrukturen sollen das sein? Sklaverei und Feudalismus vielleicht?

    das wesen des kapitalismus ist, das er auf die zerstörung all dessen hinarbeitet, was dem verwertungsinteresse des kapitals entgegensteht.
    Und dabei völlig gewaltfrei bleibt. Er macht den Menschen einfach das attraktivere Angebot.

    hier ein älterer artikel von ihm:
    ...Die Verfechter der freien Marktwirtschaft verteidigen die Vermarktung des Cyberspace,
    Die Vermarktung des Cyberspace? Was soll das denn sein?

    [...]Doch der Spätkapitalismus ist nicht gerade von unternehmerischem Pioniergeist und von Wettbewerbsdenken geprägt. Er floriert, indem wenige, massenhaft produzierte Artikel wie beispielsweise Sportschuhe, Cola-Getränke und elektronische Hardware an jedermann auf dem gesamten Planeten verkauft werden - derselbe Film, dasselbe Buch, derselbe Hamburger und dieselbe Softwareplattform, dasselbe Programm für so viele Milliarden von Bürgern, die in Konsumenten verwandelt werden können.
    Wenn ich mir vorstelle, wie viele verschiedene Sportschuhmodelle es gibt, wie viele andere Getränke als Cola, zum Beispiel Weine... Es gibt mehr Bücher als je zuvor und mehr Dönerbuden als McDonald's, Burgerkings und KFCs zusammen. Der Mann trägt Scheuklappen.

    Und wenn die Waren nicht länger in den Markt gedrückt werden können, fängt man an, Bedürfnisse zu produzieren, damit es eine Nachfrage gibt für die endlose Folge von Produkten, die auf den Markt gebracht werden müssen, wenn es dem Spätkapitalismus gutgehen soll...
    Was für eine negative Einstellung. Was ist so schlimm daran, Kunden für eine neue Ware zu begeistern? Kann es sein, daß Du schonmal Auszüge aus dem Text gepostet hast?

    noch was zum handel- der fand und findet auch schon immer auch abseits kapitalischer verwertung statt:
    Wo siehst du den Unterschied zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus?

    ...Handel sowie der Austausch von Waren und Dienstleistungen gab es zu allen Zeiten, in jeder Gesellschaft. Allerdings hatten diese Dinge früher dem Haushalt der Natur und dem Wirtschaften der Menschen unterstanden.
    Was soll das eigentlich bedeuten? Handel ist Teil des menschlichen Wirtschaftens, per definitionem.

    Mittlerweile wurden die Domäne des Marktes und das von Menschen erzeugte Kapital zum höchsten Organisationsprinzip der Gesellschaft erklärt.
    Wurden sie nicht. Von wem auch? Wir haben immer noch Familie, Freundschaft, Gesetze. Das Ordnungsprinzip der Wirtschaft ist natürlich der Markt, und wo versucht wird, das zu ändern, sind die Folgen katastrophal.

    Das hat zur Vernachlässigung und Zerstörung der beiden anderen Organisationsprinzipien geführt: Ökologie und Überleben.
    Heute überleben aber mehr Menschen als je zuvor, und mehr Menschen als je zuvor leben sogar ein höchst angenehmes Leben. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit können wir heute auch Rücksicht auf die Natur nehmen.

    Die moderne Wirtschaft und die modernen Entwicklungskonzepte sind, historisch gesehen, nur eine Marginalie in der Interaktion Mensch/Natur. Über die Jahrhunderte war das Subsistenz- Prinzip die materielle Grundlage des Überlebens in der menschlichen Gesellschaft. Über die Selbstversorgungsmechanismen rang man der Natur seine Existenz ab. Man respektierte die von der Natur gesetzten Grenzen - die gleichzeitig die Grenzen menschlichen Konsumverhaltens waren.
    Und, war das schön? Man starb an jeder lächerlichen Infektion, man lief jeden Winter Gefahr, zu verhungern, die Frauen bekamen jedes Jahr ein Kind, von denen drei Viertel starben.

    In den meisten Ländern des globalen Südens leben viele Menschen noch immer in einer Survival-Ökonomie.
    Und strömen in die Städte, auf der Suche nach einer Alternative.

    Alle Menschen in allen Gesellschaften dieser Erde hängen für ihr Überleben vom Haushalt der Natur ab.
    Binse. Und wir im kapitalistischen Norden haben Tricks und Kniffe gefunden, mehr aus der Natur herauszuholen als die Wildbeuter.

    Wo das Ordnungsprinzip, das in einer Gesellschaft das Verhältnis Mensch/Natur regelt, Nachhaltigkeit ist, wird Natur zur Allmende, zum Gemeingut.
    Das wäre fatal. Allmenden werden übernutzt. Die historische Allmende wurde überall zum Gemeinbesitz einer bestimmten gruppe, bevor sie aufgeteilt werde. Das Allmendeproblem ist sprichwörtlich.

    Wo allerdings Profit und Akkumulation zum gesellschaftlichen Ordnungsprinzip erhoben werden, wird die Natur zur Ressource. Und die Ausbeutung von Ressourcen für den Markt ist in solchen Gesellschaften obligatorisch. Ohne sauberes Wasser, fruchtbare Böden, ohne genetische Vielfalt bei Wild- und Feldpflanzen kann die Menschheit nicht überleben.
    Für sauberes Wasser existiert Nachfrage, also wird sauberes Wasser angeboten werden... Mal davon abgesehen, daß die Verschmutzung von fremder Leute Wasser nicht kapitalistisch, sondern kriminell ist. Kein Bauer ruiniert die Fruchtbarkeit seiner Felder. Er ist daran interessiert, sie in gutem Zustand seinen Nachkommen zu hinterlassen. Dafür hat er im Laufe der Jahrhunderte Zwei- und Dreifelderwirtschaft, Fruchtwechselwirtschft und Kunstdünger eingeführt. Übernutzt wird im Gegenteil immer die Allmende.

    Die wirtschaftliche Entwicklung zerstört das Gemeingut.
    Gemeingut wird immer zerstört.

    Daraus ergibt sich ein neuer Widerspruch - nämlich der zwischen der Ökonomie der natürlichen Prozesse und der Survival-Ökonomie.
    Ich dachte, gerade die beiden wären aneinander angepaßt?

    Zitat Zitat von antimagnet
    wenn es keinen kuschelkapitalismus gibt - was ist denn die alternative?
    Kommandowirtschaft. Herrschaft des wohlwollenden Diktators.

    für mich ist kapitalismus, dass jeder mensch privatbesitz anhäufen darf, und damit machen darf, was er will (außer es verstößt gegen bestimmte gesetze) - verkaufen, behalten etc.
    Privateigentum an den Produktionsmitteln, klassisch gesprochen. Und natürlich Vertragsfreiheit. (Da wir die nicht haben, ist auch klar, daß die Bundesrepublik kein kapitalistisches Land ist.)

    man kann da natürlich auch für bestimmte menschen einschränken. fände ich aber nicht so gut, wenn nur ein teil der bevölkerung privatbesitz anhäufen darf, während andere das nicht dürfen. das wär ja wie im mitelalter. oder in der ddr...
    Ins Mittelalter wollen einige ja zurück. Zurück in die Subsistenzwirtschaft, zum Leben von der Hand in den Mund. Da war Marx noch fortschrittlicher, der wollte immerhin, daß es den Menschen bessergehen sollte, auch wenn er keine Ahnung hatte, wie das anzustellen wäre.

    Mir ist gerade eion Artikel von Pastor Schorlemmer in die Hände gefallen, in dem er seine Traum-DDR beschreibt, also noch von vor der Wende. Da wird wieder mit Pferd und Ochse geackert, im Winter sitzt man in der einzigen geheizten Stube zusammen und erzählt Märchen und musiziert, es kommt weniger Fleisch auf den tisch, dafür mehr Obst und Gemüse und alle sind glücklich, weil alles immer so schön arrangiert wird...

    "Verpackung aus Plaste und synthetische Kleidung gab es kaum noch. Alle kleideten sich einfach. Aber jedem fiel etwas ein, wie er das einfache schön und abwechslungsreich machen konnte."
    Das 19. Jahrhundert ist das Traumland der Ökopaxe. Aber sie stellen sich natürlich vor, der Herr Pfarrer oder der Herr Apotheker oder der Herr Lehrer zu sein. Den Herrn Bürgermeister gibt es nicht mehr, die Stelle fällt umschichtig dem Herrn Lehrer, Pfarrer oder Apotheker zu, und den Junker vom Gut denken wir uns auch mal weg.

    Edit: Zitatrahmen.

  4. #16
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    das abschaffen der bundesländer ist an sich kriminell und verfassungsfeindlich.. deutschland ist ein föderalistischer staat, eine beschneidung dieser eigenschaft verstößt gegen die verfassung..
    soll der eichel nur weiter gen abgrund reiten..
    -.-When there's nothing left to burn, you have to set yourself on fire-.-

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  5. #17
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    Kapitalismus ist an sich ziemlich kuschlig. Reiner Kapitalismus läuft ohne Gewalttaten ab und produziert, was die Leute haben wollen.
    wie romantisch...

    @bstaron

    danke für das interessante interview.

    Habe gerade gehört das die Kapitalflucht aus Deutschland massiv ansteigt.

    Kapitalflucht aus Deutschland stark gestiegen

    Die Kapitalflucht aus Deutschland nimmt offenbar in dramatischem Umfang zu. Unter Berufung auf Erhebungen der Deutschen Bundesbank sind laut Pressebericht im ersten Quartal dieses Jahres Mittel im Rekordwert von 150,4 Milliarden Euro ins Ausland geflossen.

    Damit hätten sich die Netto-Kapital-Exporte im Vergleich zum ersten Vierteljahr 2004 fast verdoppelt.

    ...Luxemburg will mit großzügigen Rabatten reiche Privatpersonen zum Umzug bewegen. Dem Bericht zufolge tritt dort 2006 eine Steuerreform in Kraft, die Gebietsansässigen massive Vorteile bringt: Die Vermögensteuer auf Erträge aus Immobilien oder Wertpapieren von derzeit bis zu 38 Prozent entfällt komplett.
    bbv

    ...und dergleichen mehr.

    @antimagnet

    für mich ist kapitalismus, dass jeder mensch privatbesitz anhäufen darf, und damit machen darf, was er will (außer es verstößt gegen bestimmte gesetze) - verkaufen, behalten etc.

    man kann da natürlich auch für bestimmte menschen einschränken. fände ich aber nicht so gut, wenn nur ein teil der bevölkerung privatbesitz anhäufen darf, während andere das nicht dürfen.

    ja, das ist ja der mythos beim kapitalismus- theoretisch "darf" jeder privatbesitz "anhäufen" (ist "anhäufen", also mehr als man eigentlich benötigt, erstrebenswert?) nur in der praxis sieht das dann ganz anders aus, da häuft sich der besitz nämlich in den händen weniger, während der rest (zunehmend) in die röhre sieht.

    im kapitalismus sind eben nicht alle kapitalisten, das geht vollkommen an der grundprämisse vorbei, das wäre dann gar kein kapitalismus mehr. leben unter diesem system bedeutet ständige konkurrenz über in-wert-setzung: (sich) verkaufen um kaufen zu können, fressen und gefressen werden.

    kapitalismus war auch nie "freundlich". in unseren breitengraden hatten wir nur den vorteil jahrzehntelang zu den weltmarktgewinnern zu gehören- der spaß hier war nur möglich, weil er anderen anderswo ausgetrieben wurde.

    jetzt heißt es "freie fahrt", alle fahrbahnen werden freigegeben und jeder kann mit jedem tempo in jede richtung fahren, auch auf der gegenfahrbahn. es herrscht freie kollateralisierung.

    und solange alle wie getrieben dieses spiel mitmachen, wird sich daran auch nichts ändern.
    Fürchte dich vor den Gleichgültigen,
    weder töten und verraten sie,
    aber nur mit ihrer stillschweigenden Zustimmung
    gibt es auf der Welt Mord und Verrat.

    resistance=existence

  6. #18
    Prinz von Jerusalem
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    Zitat Zitat von samhain
    Kapitalismus ist an sich ziemlich kuschlig. Reiner Kapitalismus läuft ohne Gewalttaten ab und produziert, was die Leute haben wollen.
    wie romantisch...
    Freut mich, daß Dir das gefällt.

    Die Kapitalflucht aus Deutschland nimmt offenbar in dramatischem Umfang zu. [...]...Luxemburg will mit großzügigen Rabatten reiche Privatpersonen zum Umzug bewegen. Dem Bericht zufolge tritt dort 2006 eine Steuerreform in Kraft, die Gebietsansässigen massive Vorteile bringt: Die Vermögensteuer auf Erträge aus Immobilien oder Wertpapieren von derzeit bis zu 38 Prozent entfällt komplett.
    Solltest Du Dich nicht eigentlich über das Verschwinden der Kapitalisten freuen? Jetzt können wir mal zeigen, wieviel besser es ohne geht...

    ja, das ist ja der mythos beim kapitalismus- theoretisch "darf" jeder privatbesitz "anhäufen" (ist "anhäufen", also mehr als man eigentlich benötigt, erstrebenswert?)
    Und wer bestimmt, was man benötigt? Benötige ich meine Bücher, den Computer, das soundsovielteilige Service, das Silberbesteck, das Gästezimmer? Meiner Großmutter wurde seinerzeit alles Geschirr bis auf einen Teller, eine Tasse abgenommen - mehr benötigte sie ja nicht. Laß' das doch die Leute selbst entscheiden, was sie benötigen!

    nur in der praxis sieht das dann ganz anders aus, da häuft sich der besitz nämlich in den händen weniger, während der rest (zunehmend) in die röhre sieht.
    Dann wirf doch mal einen Blick auf die Praxis! Der enterbte Rest hat doch heute mehr Brocken als jemals zuvor in der Geschichte! Leg' doch verdammt nochmal die Scheuklappen ab, nimm die Nase aus dem "Kapital" und wirf einen Blick auf die Welt! Arbeiter fahren Autos, nach denen sich vor fünzig Jahren die Kapitalisten umgedreht hätten!

    im kapitalismus sind eben nicht alle kapitalisten, das geht vollkommen an der grundprämisse vorbei, das wäre dann gar kein kapitalismus mehr.
    Warum nicht? Warum sollte der Arbeiter nicht Aktien statt einer Betriebsrente bekommen? Selbstverständlich kann jeder am Kapital beteiligt sein - muß er sogar, denn wovon soll er sonst im Alter leben? Daß die umlagefinanzierte Rente nicht funktioniert, erleben wir ja gerade.

    leben unter diesem system bedeutet ständige konkurrenz über in-wert-setzung: (sich) verkaufen um kaufen zu können, fressen und gefressen werden.
    Fressen und gefressen werden ist Gewalttat, das hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun.

    kapitalismus war auch nie "freundlich". in unseren breitengraden hatten wir nur den vorteil jahrzehntelang zu den weltmarktgewinnern zu gehören- der spaß hier war nur möglich, weil er anderen anderswo ausgetrieben wurde.
    Die alte Lüge. Handel findet im wesentlichen unter den reichen, entwickelten Ländern statt, der Handel mit den angeblich ausgebeuteten Verlierern ist dagegen vernachlässigbar. Und jetzt, wo er langsam aufblüht, da ist es auch wieder nicht recht - weil die Entwicklungsländer uns angeblich die Arbeitsplätze wegnehmen.

    jetzt heißt es "freie fahrt", alle fahrbahnen werden freigegeben und jeder kann mit jedem tempo in jede richtung fahren, auch auf der gegenfahrbahn.
    Da sieht man, wohin schlechte Metaphern führen - in die Karambolage.

    es herrscht freie kollateralisierung.
    Und das soll heißen?

    und solange alle wie getrieben dieses spiel mitmachen, wird sich daran auch nichts ändern.
    Das schöne ist, daß sich jedermann aus dem Kapitalismus verabschieden kann. Einfach nicht mehr kaufen und verkaufen, als letzte kapitalistische Tat 4000 m² Acker und John Seymours "Leben auf dem Lande" anschaffen, und aussteigen.

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