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Re-Nazifizieruzng nach ´45 statt Aufarbeitung

Dies ist eine Diskussion zum Thema "Re-Nazifizieruzng nach ´45 statt Aufarbeitung" im "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" des Bereiches "Weltgeschehen"

  1. #7
    Meister
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    Standard Ösisi


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    Ich setze einen Prominenten Österreicher mit auf die Liste:

    Dr. Kurt Waldheim (NSDAP Mitglies) Präsident von Österreich

    Man da waren wir international geächtet.
    Im Parlament wurde sogar ein Abgeordneter (ÖVP) rausgeworfen, weil er sagte: Waldheim trete erst zurück wenn man ihm nachweise, er habe 3 Juden mit eigener Hand erwürgt.

    starkes Stück was?

    mlg Paladin
    i've got faith of the heart

  2. #8
    Geheimer Meister
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    Standard

    Wobei bitte anzumerken ist, das man Waldheim keine direkte Verbindung zu irgendwelchen Straftaten (abgesehen von der NSDAP Mitgliedschaft) nachweisen konnte.
    The only thing I know for sure is that I´m far beyond the beyond itself.

  3. #9
    Meister
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    Standard Religion

    Anm. von Paladin:
    Das hat man wohl Pontius Pilatus auch nicht nachweisen können, dass er schuldig ist, weil er ja die Hände ihn Unschuld wusch.

    Trotzdem finde ich sein verhalten als moralisch schlecht und ihn deshalb als Präsidenten ungeeignet.

    i've got faith of the heart

  4. #10
    Geheimer Meister
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    321

    Standard

    @ Paladin

    Schon klar, dass man einen besseren Präsidenten als Waldheim hätte finden können. Allerdings wurde um seine Person sowohl international als auch national zu viel Aufhebens gemacht.
    Während andere ehemalige Nazis die nachweislich Straftaten wie den Mord an Zivilisten oder auch das Mitwissen am organisierten Holocaust zu verantworten hatten seelenruhig in irgendeinem Ministerium oder Vorstand saßen wurde Waldheim von vornherein verdächtigt derartige Taten begangen zu haben.
    Anstatt das dieses Land sich kritisch mit seiner Vergangenheit und allen daran beteiligten auseindergesetzt hat, nahm man einen als Beispiel her und versuchte die gesamte Problematik auf ihn abzuwälzen.
    Hat es irgendetwas gebracht (vom dauerhaften Einreiseverbot Waldheims in die USA abgesehen)? Nein.
    The only thing I know for sure is that I´m far beyond the beyond itself.

  5. #11
    Meister
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    224

    Standard Blamage

    Eine Schande und Blamage ist das!!!!!

    Die Nazis waren die schlimmsten Verbrecher der Menschheitsgeschichte und er war Mitglied bei ihrem Verein. Mir ist da egal ob er wo wie mitgemacht hat oder nicht. Ein guter Rechtschaffender Mensch hat nicht bei so einem Mordverein dabei zusein und jemand der nicht rechtschaffend gut ist, ist als Präsident ungeeignet.

    Paladin

  6. #12
    Auserwählter Meister der Fünfzehn
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    Standard


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    Zitat Zitat von Rupert
    Mich würde interessieren, ob es denn zur damaligen Zeit überhaupt fachtechnisch genauso kompetente Alternativen zu diesen Verbrechern gab?
    Das ist natürlich der erste Gedanke. Allerdings sprechen viele Fakten gegen die Vorstellung, man hätte sich wirklich um anderweitiges Personal bemüht:

    Es gab zur Zeit der Herrschaft des Nationalsozialismus neben Tätern und Mitläufern jedoch auch bewundernswerte Ausnahmen - Menschen, die sich als Ärzte oder Wissenschaftler nicht von ihren humanitären Prinzipien lösen wollten. Leider werden nach ihnen keine Stiftungen benannt, und die Geschichtsschreibung großer Institutionen wie der DFG ignoriert sie weitgehend.
    Ein solcher Fall ist derjenige von Max Ufer, der 1933 von Erwin Baur, dem damaligen Leiter des KWI für Züchtungsforschung in Müncheberg, wegen seiner jüdischen Frau entlassen wurde. Nach einer schwierigen und wechselhaften Geschichte hofft er 1952 auf eine Wiederanstellung durch die Max- Planck- Gesellschaft. Er wird abgelehnt. In der tausendseitigen KWG/MPG - Geschichtsdarstellung taucht er kein einziges Mal auf. Von der MPG bekommt Max Ufer 3000 Mark, „zur Erleichterung des Übergangs“. Er emigriert erneut. Von den 82 Wissenschaftlern, die seit 1933 aus der Kaiser- Wilhelm- Gesellschaft verjagt wurden, finden gerade zwei zu der Max- Planck- Gesellschaft zurück.
    http://www.ask1.org/redaktion/artikel.php?id=52
    (Siehe insbesondere das dritte Kapitel "Ärzteprozess, Aktenvernichtung und Nachkriegskarrieren")


    Zwei Beispiele für Karrieren:

    Die DFG hatte auch nach 1945 offenbar keine Schwierigkeiten mit der weiteren Finanzierung von verurteilten Verbrechern, sondern förderte etwa Eugen Haagen, 1943 Leiter des Hygieneinstituts der Reichsuniversität Straßburg, der im KZ Natzweiler Fleckfieberversuche an Häftlingen durchführte. Haagen war in Lyon 1954 zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden, kam jedoch einige Monate später wieder frei. Von der DFG wurde seine Virusforschung weiterhin gefördert, er fand Anstellung bei der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere in Tübingen.

    Wenn sich überhaupt noch Akten finden lassen, wird häufig der Zugang verhindert. Der Nachlass etwa von Adolf Butenandt, ehemaliges NSDAP-Mitglied und als Biochemie- Experte von seinem Vertrauten Verschuer für die Auschwitz-Forschung konsultiert, ist für „normale Benutzer“ noch bis zum Jahre 2025 gesperrt. Butenandt wird schnell entnazifiziert, 1953 nimmt er am ersten Bundesgesundheitsrat teil. 1960 wird er Präsident, 1972 Ehrenpräsident der Max- Planck- Gesellschaft. [...]
    Drei Jahre später [1985] wird Butenandt Ehrenbürger der Stadt München.
    Als weitere Lektüre zu diesem Thema empfehle ich Ernst Klee "Medizin im Dritten Reich - Karrieren vor und nach 1945".




    Hier noch ein interessanter Artikel zur politischen "Renazifizierung":

    http://www.geschichte.schleswig-hols...ifizierung.htm




    @PWK: Danke für deine interessanten Beiträge, aber ein paar Quellenangaben deinerseits wären manchmal wünschenswert.


    mfg
    "Currently, however, our PSYOP campaigns are often reactive and not well organized for maximum impact." -- US DoD 2003

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