Der „zweite Zufall“ ist schwerwiegender und hat wirklich in sich. Wenn ein Bürger von den Behörden als „Staatsfeind“ eingestuft wird und die rechtliche Grundlage sowie Kosten für die „Beobachtung“ seiner Aktivitäten – besonders, wenn sich das über mehrere Jahre hinzieht, gerechtfertigt werden müssen, dann sucht man nach einem geeigneten Motiv, um dies einigermaßen hinzukriegen.
Die Tatsache, dass ich unvorteilhaft über die staatlichen Lottogesellschaften schrieb, schien mir bereits 2006 zu „harmlos“, um diesbezüglich einen richterlichen Beschluss auszuhandeln. Und vor einem Jahr erfuhr ich „rein zufällig“ was sich die schlauen Füchse von den Sicherheitsbehörden ausgedacht haben.
Im Herbst 2010 hatte ich einen „amtlichen“ Termin bei Frau T. Ich war ca. eine Viertelstunde früher da, klopfte an die Tür des Büros von Frau T., sie war (noch) nicht da, also ging ich um die Ecke zum Büro des sagen wir: Abteilungsleiters - Dr. P. Die Tür des Abteilungsleiters war halboffen und ich konnte schon auf wenige Meter Entfernung hören, dass dort ein reges Gespräch über mich geführt wird. Dr. P. hat mehrmals meinen Namen erwähnt und folgenden Satz Richtung Frau T. formuliert: „Herr P. war früher beim polnischen Militärgeheimdienst tätig!“
Ehrlich gesagt, bis dato wusste ich auch nichts davon. Aber es war beruhigend zu erfahren, dass die deutschen Behörden mehr über die Bürger wissen, als die Bürger selbst. Nur in diesem konkreten Fall kommt die Frage auf: Wer um Gotteswillen hat diesen Schwachsinn Dr. P. ins Ohr gepinkelt? Er selbst ist zwar ein studierter Archäologe, arbeitete auch als Redakteur in einem Radiosender, aber nicht in Lage oder Position sich SO WAS auszudenken.
Kurz erklärt: Direkt nach dem Abitur absolvierte ich eine 1jährige Militärschule im Kultur-Bereich, weil ich neben der Allgemeinausbildung 9 Jahre lang Musikschule besuchte – mit Chor- Orchesterleitung und Pädagogik als Hauptfächer. Dank dieser Militärschule war für mich vor allem der 24monatige Wehrdienst abgestottert und ich übernahm nach 4 Wochen Urlaub direkt die Leitung eines Offizierskasinos. Zwei Monate später wurde in Polen der „Kriegszustand“ verhängt, 6 Monate lang hab ich mir das angekuckt, danach einen Antrag auf Entlassung aus der Armee aus politischen Gründen gestellt. Dieses Prozedere dauerte weitere 6 Monate und…fertig. Nie mehr habe ich mit diesen „grünen Männchen“ was zu tun gehabt.
Daraus jetzt eine derartig dreiste Lüge zu erfinden zeigt nur, welchen Stellungswert für diese „Wächter der Demokratie“ Tatsachen haben. In den ganzen 6 Jahren wurde ich kein einziges Mal von dieser „Bande“ angesprochen, nun spreche ich über sie.
Die politische „Rückendeckung“ für den Deutschen Lotto- und Totoblock hat eine unsympathische Fratze und genauso unsympathisch wird auch der neue Euro Jackpot sein.
Noch eine Kleinigkeit über die gestrige Geschichte. Als man mir Ende Januar 2008 die Wohnungsschlüssel übergab, da war noch kein Licht, keine Heizung, kein Warmwasser, kein Strom vorhanden. Eine Woche habe ich gewartet, dann die Wohnungsgesellschaft angesprochen, nix passierte. Angeblich war die Stadtwerke Krefeld schuld daran. Das Gespräch mit denen brachte auch nix. Zwei Wochen gingen vorüber, drei und in der vierten Woche habe ich eine kurze E-Mail verfasst und an den Integrationsbeauftragen der Landesregierung, den Mieterbund, die Polnische Botschaft und das Konsulat in Köln verschickt. Drei Tage später hatte ich Licht, Strom, Heizung, Warmwasser in der Wohnung.
Wenn jemand das liest, der in der ehemaligen „DDR“ lebte und denkt: Das sind doch „Stasi-Methoden“, dann sage ich ja, die sind es.
Diese zwei Beiträge möchte ich mit einer persönlichen Widmung versehen. An die „Landesmutter“ Frau Hannelore Kraft und den Landesinnenminister Jäger – den obersten Aufseher für das Glücksspielwesen in NRW.
Youreck bzw. Stresstest – „Großraum Krefeld“



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