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Allergie: Warum Wieso Weshalb

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
Allergien werden kontrovers diskutiert. Allergien nehmen zu und Ursachen sind so vielfälltig wie schlecht untersucht.

Allgemeine Infos:
http://www.allergieinfo.de/
http://www.allergie-ratgeber.de/hallo.html
http://www.daab.de/index.php
http://www.medizinfo.de/allergie/start.htm
http://www.m-ww.de/krankheiten/hautkrankheiten/allergie_typ4.html

Liegt es an der Zunahme von Umweltgiften, durch die unser Immunsystem geschädigt wird? Oder wird durch zunehmende Hygiene unser Immunsystem nicht auf das "wahre Leben" vorbereitet und neigt zur Überreaktion? Laut Wissenschaft ligt es an beiden, klare Gründe können noch nicht genannt werden, da eindeutige Studien fehlen.

Gründe genug für eine heiße Diskussion.

Gruß Tino
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Tino,

nett das Du einen neuen Thread aufgemacht hast - meine Meinung kennst Du ja.

Aber mal 'ne Frage: "Studierst Du Medizin?"

Gruß Artaxerxes
 
W

Weinberg, Oliver

Gast
Hygiene dürfte einer der wesentlichen Gründe für Allergien sein. Gemeint ist damit jene Art von Hygiene, Freund assozierte sie mit analem Zwangscharktertum, die dafür Sorge trägt, Kontakt zu natürlichen Elementen wie Erde, Sand etc. zu meiden, besonders den oralen Kontakt.
-Hier sei mal am Rande erwähnt, dass ich im Alter von 7 einen halb gelutschten Salmi Lollie in der Sandkiste fand und mit Genuß verspeiste und (infolge dessen??) danach keine ernsthaften Erkrankungen mehr erlebte, geschweige denn allergische Reaktionen.

..aber interessant ist ja auch die Allergie an sich, als Reaktion gegen Aspekte des Lebendigen (oder auch der Schöpfung).
 

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
Lolly in Sandkiste ... ob das in Kindergärten ein Verkaufsschlager wird? Vielleicht sollte diese Alternative Heilmethode mehr öffentliche Aufmerksamkeit bekommen ???
:D :D :D :D

Gruß Tino
 

obnoxious

Geselle
26. November 2004
18
Anscheinend liegt das an gewissen Parasiten die wir uns im Laufe der Zeit "abgewaschen" haben. Überall laufen momentan die Berichte über diese ?-Würmer, die bei Afrikanern aber nicht mehr Europäern zu finden sind. Die Afrikaner sind aber durch die Unterernährung mittlerweile von diesen Würmern eher gefährdet, wohingegen wir durch einen Mangel an den Würmern ebenfalls gefährdet sind......Ansonsten fragen sie ihren Arzt oder Apotheker.
 

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
Bei Google finde ich unter:

"würmer allergie afrikaner europäer"

nichts. Woher hast Du die Info?

Gruß Tino
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
Würmer?

Komisch.
Also eigentlich sind es ja alles nur Theorien, woran es liegen kann.

Ich kann ja mal die etwas wilderen Theorien bringen ;)

Da bei allergien der "Schenkel" des Abwehrsystems falsch läuft, der eigentlich gegen Parasiten aktiv werden würde ...
gibt es die Theorie, dass es daran liegen könnte, dass unser Körper sich heutzutage nicht mehr in der Form gegen parasiten zur Wehr setzen muss .... Man könnte sagen, dass er aus Längeweile durchdreht ;)
Ich habe diese Info nicht aus dem Internet ...deswegen müßtet ihr selber googlen. Habe aber auch keinen Namen.


Es gibt aber auch die völlig gegenläufige Meinung von Hulda Clark
Die wiederum meint, dass wir heutzutage nicht mehr nur durchgangsstation für einige parasitäre Entwicklungsstadien sind .... sondern durch die gestiegene belastung mit umweltgiften ... hätte sich unser Körper so verändert, dass die Parasiten im Körper bleiben.

Interessant fand ich die beiden Theorien eigentlich deswegen, weil ich schon bei 2 Bekannten mitbekommen habe, dass sie nach einer Infektion mit Würmern (haben beide Haustiere) .... einige Zeit später heftigste Nahrungsmittelallergien haben. Gegen alles mögliche, so dass sie kaum noch ein Getreide essen können .... und es richtig streßig ist, was zu finden was sie essen können.


:gruebel:
fallen mir noch wilde Theorien ein?

achja ... es gibt auch die Theorie, dass Impfungen für die steigende Anzahl von Allergien verantwortlich gesehen werden.


Dann gibt es auch ne Menge Leute die denken sie hätten eine Allergien und haben eigentlich nur einen Darmpilz oder Überempfindlichkeiten, die vielleicht von anderen Darmproblemen oder anderen Erkrankungen herrühren können.

Mehr wilde Theorien fallen mir im moment nicht ein ;)

Namaste
Lilly

edit: vielleicht hat obnoxius das mit den Würmer auch nur sehr missverstanden und meinte damit eigentlich die übertriebene Hygiene. ?
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Tino,

Tino schrieb:
Nein, studiere nicht Medizin, bin Arzt :D

Danke für die Info, dann stürzen wir uns mal ins Getümmel! Ich bin übrigens Betriebswirt und hatte - bis vor acht Jahren - null Ahnung von Medizin, der Wechselwirkung von Ernährung und Metabolismus oder wie das Immunsystem funktioniert.

Übrigens litt ich - seit meinem 13. Jebensjahr - an Psoriasis die sich als ebenso hartnäckig wie störend erwies. Nur durch die "Harmonisierung" (wie ich es nenne) meines Stoffwechsels bin ich der Sache Herr geworden. Nennen wir es ein Schüsselerlebnis - aber durch andere Ernährungsgewohnheiten, die Einsicht, dass Entropie unseren Körper bestimmt und - nicht zuzletzt - durch Bio-Nahrung hatte ich endlich ein Erfolgserlebnis und meine Psoriasis im Griff.

Dies - wie gesagt - ohne irgend ein chemisches Produkt, was (nach jahrelanger medikamentöser Behandlung) mich zu der Überzeugung brachte, die ich hier so vehement vertrete. Also aus der Praxis für die Praxis.

Natürlich will ich nicht verhehlen das Medikamente - im allgemeinen Gebrauch - hilfreich sind. Aber der Einsatz ist nicht gesteuert und - nach meinem Empfinden - wird permanent überdosiert.

Nach diesem kleinen Exkurs, zurück zu den Allergien. Wenn ich der Historie folgen soll, müßten Allergien - vor mehr als 100 Jahren - weitaus häufiger gewesen sein, als heutzutage - warum? Weil die gleichen Allergene in vielfacher Potenz vorhanden waren - im Vergleich zu heute!

Nehmen wir nur die Hausstaubmilben. Früher pflegte man in Strohsäcken zu nächtigen, also waren neben den Milben auch Läuse, Flöhe, Wanzen und sonstige nette Bettgenossen präsent. Heute hat sich alles bis "fast" auf die Milben reduziert. Diese müssen jedoch früher in einer 10er Potenz zu heute vorhanden gewesen sein.

Trotzdem wurden - außer der Pollenallergie (Heuschnupfen) - relativ wenig Symptome überliefert (mag auch sein, dass man Allergien als solche nicht erkannt hat). Und Heuschnupfen war ein selteneres Phänomen.

Was uns zu der Erkenntnis führt, das sich etwas - im Gegensatz zu früher - geändert haben muss. Mutation der Milben? Degeneration des Menschen? Ich tendiere dann schon eher zu Einflüssen von außen.

Und tatsächlich, mit Beginn der Industriealisierung werden immer mehr Schadstoffe freigesetzt, deren Rückstände heute noch tödlich wirken. Die Menge des - krebserregenden - Asbests ist dagegen noch verschwindend gering. Einsicht hingegen war nur im geringen Maße vorhanden, Risiken wurden negiert und verschleiert. Allein die Rüstungsaltlasten des letzten Krieges könnten heutzutage 70 % der Bevölkerung vernichten.

So - und das ist mein Credo: "Wir leben in einer schadstoffbelasteten Umwelt mit kanppen Ressourcen, uneinsichtigen Politikern und unkalkulierbaren Risiken. Ohne umgehende Korrekturen wird das - über kurz oder lang - in einem Desaster enden! Wollen wir wirklich so einen Schlamassel unseren Kindern überlassen?"

So long Artaxerxes
 

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
Hallo Artaxerxes,

Artaxerxes schrieb:
Danke für die Info, dann stürzen wir uns mal ins Getümmel! Ich bin übrigens Betriebswirt und hatte - bis vor acht Jahren - null Ahnung von Medizin, der Wechselwirkung von Ernährung und Metabolismus oder wie das Immunsystem funktioniert.

vor 8 Jahren hatte ich auch so gut wie keine Ahnung, da hab ich erst angefangen zu studieren :D

Natürlich will ich nicht verhehlen das Medikamente - im allgemeinen Gebrauch - hilfreich sind. Aber der Einsatz ist nicht gesteuert und - nach meinem Empfinden - wird permanent überdosiert.

Welches System ist schon perfekt? Mal abgesehen möchte ich auch nicht in einem perfekten System leben, den das unperfekte, unerwartete ist doch das was das Leben so spannend macht (Medizin übrigens auch).

Nach diesem kleinen Exkurs, zurück zu den Allergien. Wenn ich der Historie folgen soll, müßten Allergien - vor mehr als 100 Jahren - weitaus häufiger gewesen sein, als heutzutage - warum? Weil die gleichen Allergene in vielfacher Potenz vorhanden waren - im Vergleich zu heute!

Vor 100 Jeahren, war die Welt ganz schön dreckig! Keine Desinfektion, keine Hygienemasstäbe, Keine Kühlschränke. Wer da überlebt hat, hatte ein verdammt abgebrühtes Immunsystem :D

So - und das ist mein Credo: "Wir leben in einer schadstoffbelasteten Umwelt mit kanppen Ressourcen, uneinsichtigen Politikern und unkalkulierbaren Risiken. Ohne umgehende Korrekturen wird das - über kurz oder lang - in einem Desaster enden! Wollen wir wirklich so einen Schlamassel unseren Kindern überlassen?"

Zustimmung auf ganzer Linie, doch erklärt das meiner Meinung nicht die Allergien.

Übrigens, Medizin auf Einzelbeobachtungen aufzubauen ist gefährlich. Wenn zum Beispiel jemand eine Therapie X macht und eins zwei gute Erfolge erzielt, bedeutet das nicht, das es sich um eine gute Medizin handelt.
Die heutige Schulmedizin ist vor allem Erfahrungsmedizin, weil wir versuchen unsere Erfahrungen zu standartisieren (damit nicht am Ende Äpfel mit Birnen verglichen werden) und auszuwerten (das wiederum geht nur mit Statistik und führt automatisch zu vielen spannenden Diskussionen :D. Wenn jemand eine neue Idee hat, ist er gezwungen erst mal Erfolge in Experimenten zu zeigen, damit wir nicht irgendeinen Blödsinn direkt am Patienten ausprobieren (das überlass ich gerne den Alternativen Therapien). Ich habe täglich die Schäden dieser Therapien vor mir sitzen. Gesundheitlich gebrochen und Finanziell ausgenommen.

Gruß Tino
 

seth2001

Großmeister
16. September 2004
81
hi . . .

hier nun mal meine eigene meinung und erfahrung zu diesem thema.

ich selbst leide seit jahren an asthma und das nicht seit meiner geburt, obwohl ich , wie meine eltern bestätigten, auch im sandkasten gespielt habe.

desweiteren hatte ich als kind neurodermitis... die allgemeine medizin ist der auffassung, das diese form nicht heilbar ist, jedoch ist sie bei mir seit über 10 jahren verschwunden.

als ich noch ein kleines kindlein mit kanpp 2 jahren war, hatte ich durch irgendeinen zwischenfall, der mir nicht mehr bakannt ist, ein offene wunde am bein, die die ärzte nicht zur abheilung brachten.
erst die besprechung eines sogenannten wunderheilers, zu dem mich meine eltern nach etlichen humanmedizinischen versuchen brachten, zeigte die erwünschte heilung.

so viel zum thema allgemeine medizin..... ich traue den ärtzten kaum über den weg ......... aber ich bin ebenfalls mit einer angehenden ärtztin zusammen. dies soll nur aufzeigen, wie ich über die heute bekannte westliche medizin denke , jedoch nicht über den willen der ärtzte gutes zu tun.
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
Seth

Es passiert sehr oft, dass Menschen ihre Neurodermitis "in den Griff bekommen" und dann unter Astha leiden.... oder auch andersherum.

Das mag daran liegen, dass beide Gewebe aus dem selben Keimblatt entstanden sind. Aber es gibt verschiedene Theorien dazu.
Wenn man psychosomatische Mitursachen für Krankheiten betrachten möchte, haben sowohl Haut- als auch asthmatische Erkrankungen mit der eigenen Abgrenzung nach außen zu tun.



(das überlass ich gerne den Alternativen Therapien). Ich habe täglich die Schäden dieser Therapien vor mir sitzen. Gesundheitlich gebrochen und Finanziell ausgenommen.
Ich kenne von Heipraktikern und Naturheilärzten die Geschichten andersherum. Menschen die Ärzteodyseen hinter sich haben und als letzte Chance zum Heilpraktiker gehen, um dort hilfe zu finden.
Der Fall, dass die Leute erst zum Heilpraktiker gehen .... und danach dann zum Arzt, ist seltener.

Namaste
Lilly
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Tino,

Übrigens, Medizin auf Einzelbeobachtungen aufzubauen ist gefährlich. Wenn zum Beispiel jemand eine Therapie X macht und eins zwei gute Erfolge erzielt, bedeutet das nicht, das es sich um eine gute Medizin handelt.

Korrekt - aber just auf den Einzelfall kommt es doch an. Ausgehend von der Annahme, dass fast jeder Mensch sich in Größe, Gewicht und Konstitution unterscheidet ist doch auch eine Therapie - selbst bei gleichem Befund - nicht zu standardisieren. Dies geschieht aber in der Regel. (je 2 Tabletten - 3 x am Tag z. B.)

Deshalb kann eine Therapie bei Patient A anschlagen, bei Patient B ist sie dann nahezu wirkungslos. Ich habe bisher noch nicht festgestellt, dass Medikamente auf das jeweilige Individuum maßgeschneidert wurden - wie das z. B. in der chninesischen Medizin Gang und Gäbe ist.


Die heutige Schulmedizin ist vor allem Erfahrungsmedizin, weil wir versuchen unsere Erfahrungen zu standartisieren (damit nicht am Ende Äpfel mit Birnen verglichen werden) und auszuwerten (das wiederum geht nur mit Statistik und führt automatisch zu vielen spannenden Diskussionen. Wenn jemand eine neue Idee hat, ist er gezwungen erst mal Erfolge in Experimenten zu zeigen, damit wir nicht irgendeinen Blödsinn direkt am Patienten ausprobieren (das überlass ich gerne den Alternativen Therapien). Ich habe täglich die Schäden dieser Therapien vor mir sitzen. Gesundheitlich gebrochen und Finanziell ausgenommen.

Natürlich kann die Schulmedizin auf die gemachten Erfahrungen setzen. Ich halte auch den heutigen Standard - zumal in der Chirurgie - für exzellent. Auch sind mir die KK-Reihentest bekannt, wenn es um neue Behandlungsmethoden geht. Nur habe ich meine Probleme, was die Aussagekraft solcher Experimente angeht.

Was ich halt daran vermisse, ist die individuelle Betrachtung jedes einzelnen Falles. Natürlich wird nach den Standardparametern der Probanten gefragt, aber ich habe noch nicht gehört, dass das soziale Umfeld, die Arbeitsplatzbedingungen, das Arbeitsklima, die Wohnungssituation, sowie eventuelle Einflüsse daraus - auch über einen längeren Zeitraum hinweg - abgefragt werden.

So kann man zwar z. B. Alter, Geschlecht, Gewicht, Blutdruck und Krankengeschichte erfassen. Eventuelle Kausalzusammenhänge die sich außerhalb dieser Parameter bewegen, fließen in eine Studie aber zumeist nicht ein.

Daher ist - auch wenn man 10.000 Probanten nähme - das Ergebnis immer mit einer gewissen Unschärfe behaftet was - wie ich ausgeführt habe - zwangsläufig zu Fehlmedikationen führt.

Gruß Artaxerxes
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Seth, Lilly,

ich denke die Erfolge in der alternativen Medizin sind damit zu begründen, dass sich der Heilpraktiker oder Arzt zunächst mal die Psyche des Patienten aufbaut und streichelt, damit eine positive Grundstimmung gebildet wird. (hier hast Du vollkommen Recht Lilly)

Die Medikament die dann zur Anwendung kommen, sind so gering dosiert, dass sie nicht schaden aber die Selbstheilungskräfte anregen. Daher konnte wahrscheinlich auch Seth's Wunde abheilen.

Aber - wie überall - gibt es auch bei den Heilpraktikern und Ärzten Qualitätsdefizite. So kann ich natürlich eine akute Blinddarmentzündung nicht mit Medikamenten therapieren.

Und die Allergien? Hier sage ich klar, auch die sind therapierbar. Nur genügt es eben nicht, nur das Allergen zu finden und dann Pillen einzuwerfen, man muss die Ursache für die allergische Reaktion finden.

Die Forschung nach Ursache/Wirkung ist aber bei uns noch ziemlich unterentwickelt.

Gruß Artaxerxes
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
Eventuelle Kausalzusammenhänge die sich außerhalb dieser Parameter bewegen, fließen in eine Studie aber zumeist nicht ein.


wie lässt sich den der kausalzusammenhang dieser anderen parameter überprüfen - ohne einen zirkelschluss zu begehen?
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo antimagnet,

antimagnet schrieb:
Eventuelle Kausalzusammenhänge die sich außerhalb dieser Parameter bewegen, fließen in eine Studie aber zumeist nicht ein.


wie lässt sich den der kausalzusammenhang dieser anderen parameter überprüfen - ohne einen zirkelschluss zu begehen?

nun, ich will mal einen Kausalzusammenhang aufzeigen, der wider besseres Wissen über 20 Jahre negiert wurde und heutzutage immer noch - in bestimmten Ländern - negiert wird.

Asbest = Asbestose = Lungenkrebs bzw. Pleuramesotheliom (MPM)

Der ursächliche Zusammenhang zwischen Asbest und MPM ist erwiesen. Die Latenzzeit von der Exposition bis zur Tumormanifestation beträgt mindestens 20 Jahre. Man rechnet mit 6-11 Fällen pro 100 Asbestexponierten, bei der Normalbevölkerung mit 1-8 Fällen pro 1 Million Einwohner pro Jahr.

Etwa 5-10% aller Asbestosekranken entwickeln mit einer Latenzzeit von 20-40 Jahren ein malignes Mesotheliom der Pleura. Da die Asbestverarbeitung erst in den achziger Jahren deutlich eingeschränkt wurde (die Weltproduktion hat eine unveränderte Höhe!-2 Mio Tonnen/Jahr) ist noch für viele Jahre mit einer Zunahme des früher als selten angesehenen Pleuramesothelioms zu rechnen. Hochrisikogruppen sind Bauarbeiter, Zimmerleute und Elektriker.

Nur zur Info, seit Anfang der 80iger Jahre war der vorgeschilderte Kausalzusammenhang nachgewiesen, bekannt war er schon mindestens 10 Jahre zuvor. Trotzdem wurde erst 1991 in Deutschland Asbest verboten - in Frankreich noch später.

Gruß Artaxerxes
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
das waren aber schulmedizinische massenstudien, die das bewiesen haben, und nicht die ganzheitliche betrachtung von einzelfällen.
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo antimagnet,

antimagnet schrieb:
das waren aber schulmedizinische massenstudien, die das bewiesen haben, und nicht die ganzheitliche betrachtung von einzelfällen.

exakt - aber fragt Dich Dein Arzt, wo Du genau wohnst, ob es in Deiner Nachbarschaft Industrieansiedlungen gibt, ob Du vielleicht mit Immisionen in Berührung kommst, ob in Deiner Familie ähnliche Krankheiten vorkamen oder ob Du anderen schädigenden Einwirkungen (z. B. Lärm bzw. Elektrosmog) ausgesetzt bist, wenn Du ihn wegen einer Allergie aufsuchst?

Außerdem, auch bei den Massenstudien fällt die Ehefrau eines Asbestarbeiters durch den Rost, weil sie "nur" die Arbeitshose ihres Mannes täglich ausschüttelte und dadurch erkrankt. Sie hat aber wahrscheinlich eine 10fach höhere Dosis als ihr Mann inhaliert, zumal der - bei der Arbeit - eine Staubmaske trägt.

Gruß Artaxerxes
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
Artaxerxes schrieb:
Hallo antimagnet,

antimagnet schrieb:
das waren aber schulmedizinische massenstudien, die das bewiesen haben, und nicht die ganzheitliche betrachtung von einzelfällen.

exakt - aber fragt Dich Dein Arzt, wo Du genau wohnst, ob es in Deiner Nachbarschaft Industrieansiedlungen gibt, ob Du vielleicht mit Immisionen in Berührung kommst, ob in Deiner Familie ähnliche Krankheiten vorkamen oder ob Du anderen schädigenden Einwirkungen (z. B. Lärm bzw. Elektrosmog) ausgesetzt bist, wenn Du ihn wegen einer Allergie aufsuchst?

hey, dass ärzte bei der behandlung von patienten ganzheitlicher rangehen sollten - d`accord. da steht ja dann auch ein einzelfall vor ihm.

Außerdem, auch bei den Massenstudien fällt die Ehefrau eines Asbestarbeiters durch den Rost, weil sie "nur" die Arbeitshose ihres Mannes täglich ausschüttelte und dadurch erkrankt. Sie hat aber wahrscheinlich eine 10fach höhere Dosis als ihr Mann inhaliert, zumal der - bei der Arbeit - eine Staubmaske trägt.

sicher, dass sie nicht in der studie berücksichtigt wurde?

egal - es geht hier ja um allergien...


gruß,
antimagnet :wink:
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo antimagnet,

hast ja recht - zurück zum Thema.

Werde in Bälde mal googeln um an empirisches Zahlenmaterial zu kommen, welche Allergien sich wo und im welchem Umfang ausgebreitet haben - sofern es sowas im Web überhaupt nachzulesen gibt.

Ansonsten ist natürlich auch die WV-Gemeinde aufgerufen sich mit eigenen Allergieerfahrungen einzubringen.

Gruß Artaxerxes
S_sterne.gif
 

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