Evidnezbasierte Medizin impliziert nicht nur die "Schulmedizin", welche sehr oft in für die Pharmakonzerne "günstige zurechtgelegten" Versuchsreihen dafür sorgt, dass Medikamente auf den Markt kommen, welche durchaus durch homöopatische, Naturkheilkundliche sowie Physikalische Heilmethoden ersetzt werden könnten. Evidenzbasierte Medizin wäre z.B. auch die Akkupunktur, deren Wirkunsweise nachgewiesen wurde und dabei die Patientenpräferenz berücksichtigt.
In der allgemeinen Schulmedizin ist es meist nicht möglich evidenzbasierte Medizin anzuwenden oder durchzuführen. Der Arzt hat nicht die Zeit noch die Lust und oft auch nicht die Ausbildung sich auf den einzelnen Patienten mit seinen unterschiedlichen Konstituionen und körperlichen sowie physiologischen Voraussetzungen genausestens einzustellen, aufwändige zu Befunde zu erstellen oder zu Diagnostizieren sowie individuelle Teste durchzuführen. Deshalb werden Medikamente verordnet, welche zu pauschal verordnet und mit eben zu vielen Risiken und Nebenwirkungen verbunden sind. Die Individualität der Kranken kann und wird eher in der Homöopathie, der Physiotherapie, sowie anderen alternatimedizinischen Heilmethoden zu finden sein. Auch in diesen Heilbereichen gibt es Studien,welche die Wirkungsweise belegen. Nebenwirkungen sind selten, Hilfe ist jedoch nicht von der Hand zu weisen. Wer Leute gesund machen möchte braucht eine möglichst vielfältiges Behandlungsspektrum, viel Zeit, Ansätze die ganzheitlicher Natur sind.
Um das Ganze noch mit einem Beispiel zu untermauern: Ein Patient geht zum Internisten weil er öfter von Kopfschmerz und Schwindel geplagt wird. Der Doc stellt nach hoffentlich einer Langzeitblutdruckmessung einen generell erhöhten Blutdruck fest. Die erste Amtshandlung ist einen Betablocker zu verordnen, um den Blutdruck zu senken. Daraufhin erfolgen mehrere Kontrollbesuche beim Internisten der dann zufrieden feststellt der Blutdruck reguliert sich. Hört sich doch toll an was?
Wo bleibt die Frage: woher kommt der hohe Blutdruck? Nierenprobleme, Strumaprobleme, Konstitutionsschwäche, zu viel Stress usw usw...Es gibt ganz unterschiedliche Faktoren woraus hoher Blutdruck entstehen kann. Vielen Leuten könnte mit ein wenig Sport und gesunder Lebensweise, Stressabbau sowie eventuellen Grundursachenbekämpfung und Naturheilmethoden eine Einnahme von Betablockern erspart bleiben und somit auch die dadurch in späteren Jahren auftretende Herzinsuffizienz. Da hilft uns jetzt die Frage nach evidenzbasierter Medizin nicht wirklich oder Dirts?
Gruß
Baronesse



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Es ist kein rein abrechnnungstechnisches Probelm sondern ein Problem des Profits bzw. auch z. T. eines der ärztlichen Ausbildung, die zu sehr an teuerer Gerätediagnostik orientiert und davon abhängig ist. Palpation, Auskultation; genaue Bewegungsteste, Gelenkteste, Bandteste, zur Differenzialdiagnostik; gründliche Anamnesen; augeklügelte, ganzheitliche Therapien - ich könnte die Liste noch fortführen - sind eine Seltenheit und wie gesagt nicht nur wegen des zeitlichen Faktors.

