Hallo
Ich bin selbst Betroffener und kenne die Materie daher besser als mir lieb ist. Bei CFS geht es in der Tat um eine gewaltige Verschwörung gegen die Patienten. XMRV ist in dem Zusammenhang nur ein kleines Kapitel, wobei mir schon klar ist, dass ein Retrovirus welches verleugnet werden soll natürlich besondere Qualität hat, weils ja nicht bloß CFSler betrifft.
Im Prinzip geht es darum, dass man beschlossen hat im Rahmen der medizinischen Betreuung der Psychiatrie Vorrang einzuräumen. Das ist einfach billiger, und man kann so etwas verschleiern was eigentlich nur als groß angelegtes Euthanasieprogramm zu verstehen ist. Wenn man körperliche Erkrankungen als Geistesstörungen umdeutet, gibt es ja auch keine Notwendigkeit mehr für deren Behandlung. Praktisch der gesamte Bereich Immunologie/Infektologie in den CFS zentral fällt ist davon betroffen. Wer, wie ich, mit einem primären Immundefekt vorstellig wird steht vor verschlossen Türen. Und das betrifft allein in D rund 600.000.
Betrachten wirs mal von der praktischen Seite. Am Wiener AKH wird CFS nicht nur eindeutig als psychiatrische Krankheit definiert (entgegen den Richtlinien der WHO), es wird auch grundsätzlich nicht diagnostiziert. Wer dort mit Verdacht auf CFS vorstellig wird, bekommt ausnahmslos eine (andere) psychiatrische Diagnose angehängt. Ging auch mir so. Man wird von der Internen im Wege der Ausschlußdiagnose zur Psychiatrie geschickt und dort wird man, obwohl geistig völlig gesund, als schwer psychisch krank beurteilt. Ich meinem Fall weiß ich, habs sogar schirftlich, dass intern gleich eine entsprechende Zuweisungsdiagnose von der Internen an die Psychiatrie geschickt wurde. Das heisst eigentlich stammt die psychiatrische Diagnose von der internen Abteilung die CFS diagnostizieren sollte. Dass die psychologische Austestung mir beste psychische Gesundheit attestierte änderte daran auch nichts.
Meine schwere Geisteskrankheit besteht nun darin zu glauben ich sei körperlich krank und hätte einen Immundefekt (was freilich vom Immunologen per Blutbefund festgestellt wurde). Dabei zeigt sich das komplete Bild der Wahns:
1. Subjektive Gewissheit: ich bin von der Idee (körperlich krank zu sein) überzeugt
2. Unmöglichkeit des Inhalts: da ich ja gar nicht körperlich krank bin. Das kann ausgeschlossen werden, da ja eine psychische Erkrankung vorliegt, die eben da festgestellt wird
3. Unbelehrbarkeit: Obwohl der Psychiater mir erklärte, dass der Immundefekt irrelevant ist und ich körperlich gesund sei, glaubte ich ihm nicht
Damit sind alle Wahnkriterien erfüllt !
Daraus leitet sich, wie von der Internen schon per Zuweisungsdiagnose behauptet, eine Somatisierungsstörung (die Vorstellung krank zu sein obwohl man es nicht ist), und eine schizoide Persönlichkeitsstörung (sozusagen die kleine Schwester der Schizophrenie) ab. Die Einschränkungen durch meine Krankheit seien also nicht krankheitsbedingt, sondern Ausdruck meiner psychischen Störung. Und liegt natürlich noch hochgradiger Narzissmus vor, weil ich mir zu der ganzen Sache eine eigene Sicht der Dinge anmaße, was ich mangels psychiatrischer Ausbildung natürlich gar nicht kann..
Ich könnte das jetzt noch weiter ausführen. Im Prinzip dreht sich die Sache einfach endlos im Kreis, und das im völlig luftleeren Raum. Pure Tautologie.
Genial ist aber, was der Gesundheitsminister dazu losgelassen hat:
Ganz besonders interessant die tabellarische Darstellung zu obigem Sachverhalt das AKH betreffend:
Im Original hier:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/...299.pdf#page=6
Nicht schlecht diese Mathematik !
5 / 30 = 3,3%
5+4+19 = 30
2+1+1+1+1 = 4
1+3+2+5+3+1 = 18
Das Beispiel zeigt wie plumb man Daten fälscht. Hintergrund der Anfrage war natürlich, dass wie gesagt jeder eine psychiatrische Diagnose angehängt bekommt. Es war ein einziger Fall bekannt, bei dem der Befund nach massiven Protest noch geändert wurde. 1/30 = 3,3%. Die anderen Fälle betrafen Leute die das Prozedere vorzeitig abbrachen, weshalb es keine letztliche Diagnose gab (6? Fälle), oder wo im Zuge des Ausschlußdiagnoseverfahrens andere körperliche Krankheiten gefunden wurden (3 Fälle). Ansonst bekamen alle eine psychaitrische Diagnose, was der Gesundheitsminister mit den (offenkundig) manipulierten Daten zu verschleiern suchte.



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