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was wäre wenn... Erbkrankheiten?

Dies ist eine Diskussion zum Thema "was wäre wenn... Erbkrankheiten?" im "Schulmedizin und Homöopathie" des Bereiches "Wissenschaftliches"

  1. #1
    Geheimer Meister
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    Schweiz
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    494

    Standard was wäre wenn... Erbkrankheiten?


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    wie ihr ja vielleicht schon an anderen meiner Threads bemerkt habt, entwerfe ich in meinem Kopf gern alternative oder zukünftige Möglichkeiten. Hier kommt wieder eine. Nur dass dieses Mal der Ansatz eigentlich schon vorhanden ist.
    Vorausschicken muss ich in dem Fall, dass ich keinerlei medizinische oder biologische Fachbildung habe.

    Gehen wir mal ein paar Jahrhunderte in die Zukunft voraus und nehmen wir als gegeben hin, dass man sämtliche bekannten Erbkrankheiten bereits im Frühstadium eines Fötus mit 99-100%iger Sicherheit diagnostizieren kann.
    Es gibt schon heutzutage Menschen, die der festen Überzeugung ist, dass unsere Spezies moralisch dazu verpflichtet ist, den Genpol "gesund" zu halten. Nehmen wir also weiterhin an, das alle bekannten Erbkrankheiten durch Abtreibung und/oder Sterilisation der Verbreiter ausgerottet werden/wurden.
    Dazu stellen sich mir folgende Fragen, die ich nicht schlüssig beantworten kann. Darum möchte ich euch um eure Meinungen bitten.

    1.
    wo könnte/müsste/sollte man dann überhaupt noch die Grenzen setzen? Wer sagt, was schlimme und was harmlose Krankheiten sind? Wo fängt es an und wo hört es auf? Anhanden von was, könnte das wer bestimmen?

    2.
    Wenn man – wie in meinem Szenario – alle bekannten Erbkrankheiten sicher im Fötusfrühstadium schon diagnostizieren kann, schliesst das ja nicht aus, dass sich weiterhin genetische Veränderungen entwickeln. Und wer könnte im Anfangsstadium sicher sagen, ob das wieder eine Krankheit ist oder eher eine sinnvolle Mutation für die Spezies?

    3.
    ist es nicht möglich, dass wir im gesetzten Fall mit den Krankheiten auch die Flexibilität unserer Mutationsfähgikeit massiv reduzieren und so der Spezies – auch rein biologisch betrachtet – langfristig mehr schaden als nützen?

    4.
    wie wichtig sind solche Krankheiten für die moralische Entwicklung der Spezies? Nicht nur in Bezug auf Mitgefühl, Pflege, Toleranz u.ä. Ich denke dabei auch daran, dass ich selbst einige Erben von solchen Krankheiten kenne und diese (in meinen Augen) sehr wertvolle Menschen sind.


    Bitte daran denken! Das ist nur der Entwurf einer Idee, keine Meinung oder so. Ich hoffe, dass ich nach reger Beteiligung an dem Thema nachher einen besseren Durchblick habe.

  2. #2
    dkR
    dkR ist offline
    Meister des Neunten Bogens Benutzerbild von dkR
    Registriert seit
    09.04.2002
    Beiträge
    3.128

    Standard Re: was wäre wenn... Erbkrankheiten?

    Zitat Zitat von Ellinaelea
    Gehen wir mal ein paar Jahrhunderte in die Zukunft voraus und nehmen wir als gegeben hin, dass man sämtliche bekannten Erbkrankheiten bereits im Frühstadium eines Fötus mit 99-100%iger Sicherheit diagnostizieren kann.
    Es gibt schon heutzutage Menschen, die der festen Überzeugung ist, dass unsere Spezies moralisch dazu verpflichtet ist, den Genpol "gesund" zu halten. Nehmen wir also weiterhin an, das alle bekannten Erbkrankheiten durch Abtreibung und/oder Sterilisation der Verbreiter ausgerottet werden/wurden.
    Dazu stellen sich mir folgende Fragen, die ich nicht schlüssig beantworten kann. Darum möchte ich euch um eure Meinungen bitten.

    1.
    wo könnte/müsste/sollte man dann überhaupt noch die Grenzen setzen? Wer sagt, was schlimme und was harmlose Krankheiten sind? Wo fängt es an und wo hört es auf? Anhanden von was, könnte das wer bestimmen?
    Garnicht. Die Grenze bleibt dann wohl den Eltern überlassen, ob sie sich in der Lage sehen, ein krankes Kind aufzuziehen, bzw. es fertig bringen, ein nicht perfektes Kind abzutreiben. Wobei bei nicht wenigen Krankheiten noch der Witz ist, ob sie bei heterozygoten Genotypen überhaupt ausbricht.
    2.
    Wenn man ? wie in meinem Szenario ? alle bekannten Erbkrankheiten sicher im Fötusfrühstadium schon diagnostizieren kann, schliesst das ja nicht aus, dass sich weiterhin genetische Veränderungen entwickeln. Und wer könnte im Anfangsstadium sicher sagen, ob das wieder eine Krankheit ist oder eher eine sinnvolle Mutation für die Spezies?
    Ob Mutationen positiv oder negativ oder sich überhaupt bemerkbar machen, weiß natürlich vorher niemand. Allerdings brauchst du eine gewissen bandbreite im Genpool um überhaupt eine stabile Population erhalten zu können. Wer weiß, on scheinbar negative Merkmale nicht plötzlich überlebenswichtig werden (Standardbeispiel Sichelzellanämie).
    3.
    ist es nicht möglich, dass wir im gesetzten Fall mit den Krankheiten auch die Flexibilität unserer Mutationsfähgikeit massiv reduzieren und so der Spezies ? auch rein biologisch betrachtet ? langfristig mehr schaden als nützen?
    Populationstechnisch betrachtet, siehe oben. Wer/was definiert Krankheit?
    4.
    wie wichtig sind solche Krankheiten für die moralische Entwicklung der Spezies? Nicht nur in Bezug auf Mitgefühl, Pflege, Toleranz u.ä. Ich denke dabei auch daran, dass ich selbst einige Erben von solchen Krankheiten kenne und diese (in meinen Augen) sehr wertvolle Menschen sind.
    Es wird auch ohne Erbkrankheiten noch ausreichend Fehl/missbildungen geben. Oder willst du auf den perfekten Fetus raus? Den gibts natürlich nicht.
    Hilfe, ich bin diploid!

  3. #3
    Geselle
    Registriert seit
    09.01.2005
    Beiträge
    55

    Standard Re: was wäre wenn... Erbkrankheiten?

    Hallo Elea,

    zu diesem Thema gehört nicht nur die Diskussion bezüglich der Ausrottung von Erbkrankheiten im Frühstadium des Fötus, sondern auch die "Kreation" von Designer-Babies. In der Presse wurde berichtet, dass es bereits möglich ist, durch Genmanipulation das Geschlecht, die Augenfarbe, Haarfarbe usw. zu bestimmen.

    Grenzen zu setzen wird sehr schwierig, wenn nicht unmöglich werden. Von außen betrachtet, werden sich die meinsten Menschen gegen die "Züchtung" einer perfekten Spezies aussprechen. Doch sobald man persönlich in eine Situation involviert ist, sieht die Sache schon anders aus. Wer sollte Paaren, bei denen Erbkrankheiten vorliegen, erklären, dass aus moralischen Gründen die Möglichkeiten nach dem Stand der Wissenschaft nicht ausgenutzt werden können.

    Es ist zu befürchten, dass mit der Zeit die Hemmschwelle immer weiter sinkt - und die Vergangenheit hat auch gezeigt, dass Wissenschaftler ihre Errungenschaften auch anwenden möchten.

    Von der Verhinderung von Erbkrankheiten, z. B. durch die Manipulation der befruchteten Eizelle, bis zum Designer-Kind mit hohem IQ und angepaßt an die Schönheitsideale der Zeit, ist es nur ein kleiner Schritt.

    Die Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen wären nicht auszudenken.

    Gruß Sina
    Die Geschichte lehrt Menschen,
    dass die Geschichte Menschen nichts lehrt.
    (Mahatma Gandhi)

  4. #4
    Lehrling
    Registriert seit
    08.03.2005
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    Karnak
    Beiträge
    34

    Standard

    1.
    wo könnte/müsste/sollte man dann überhaupt noch die Grenzen setzen? Wer sagt, was schlimme und was harmlose Krankheiten sind? Wo fängt es an und wo hört es auf? Anhanden von was, könnte das wer bestimmen?
    Die Eltern. Diese müssen die evtl. kranken Kinder aufziehen oder sich entscheiden sie eben nicht aufzuziehen. Niemand sonst kann das entscheiden.

    2.
    Wenn man – wie in meinem Szenario – alle bekannten Erbkrankheiten sicher im Fötusfrühstadium schon diagnostizieren kann, schliesst das ja nicht aus, dass sich weiterhin genetische Veränderungen entwickeln. Und wer könnte im Anfangsstadium sicher sagen, ob das wieder eine Krankheit ist oder eher eine sinnvolle Mutation für die Spezies?
    Wie du selbst schreibst, kann man nur bekannte Krankheiten sicher diagnostizieren, das trifft also nicht auf neue Mutationen zu. Die müssen auch sicherlich in der Zukunft erst mal auftreten, bevor man sie bemerkt.

    3.
    ist es nicht möglich, dass wir im gesetzten Fall mit den Krankheiten auch die Flexibilität unserer Mutationsfähgikeit massiv reduzieren und so der Spezies – auch rein biologisch betrachtet – langfristig mehr schaden als nützen?
    Nette Theorie, aber wen willst du denn dazu verpflichten kranke oder behinderte Kinder zu bekommen, wenn man es ausschließen kann. Jeder will das Beste für seine Kinder und niemand wird an "die Menschheit" und irgend einen abstrakten Vorteil denken der daraus resultiert genetischen Abweichung für die Nachwelt zu erhalten. Jeder möchte gesunde Kinder haben.

    4.
    wie wichtig sind solche Krankheiten für die moralische Entwicklung der Spezies? Nicht nur in Bezug auf Mitgefühl, Pflege, Toleranz u.ä. Ich denke dabei auch daran, dass ich selbst einige Erben von solchen Krankheiten kenne und diese (in meinen Augen) sehr wertvolle Menschen sind.
    Es wird immer genug kranke, gebrechliche oder behinderte Menschen geben, auch wenn man alle Erbkrankheiten vernichten würde. Unfälle, Zivilisationskrankheiten, Krankheiten und Behinderungen die durch Umweltgifte, Strahlungen usw. ausgelöst werden, Komplikationen bei der Geburt usw.

    Soviel zu den Fragen. Jetzt noch ein paar andere Gedanken von mir zu dem Thema: Die Natur (oder für die, die an so was glauben meinetwegen auch "Gott") ist durchaus in der Lage dem Menschen und seinem ach so überlegenen Intellekt eine gewisse Demut zu erhalten. Will meinen, es wird immer eine neue Krankheit geben, der wir nichts entgegenzusetzen haben und wenn es doch irgendwann gelingt, wird es wieder eine neue geben usw.

    Selbst wenn es diese Diagnosemethoden für alles erdenkliche geben würde, wird es immer Menschen geben, die sie nicht anwenden. Selbst wenn irgendwann der Kostenfaktor keine Rolle mehr spielen würde und selbst in den letzten Winkeln der 3. Welt jeder diese Möglichkeit hätte (was vermutlich nie der Fall sein wird) werden es trotzdem viele nicht nutzen. Auch hier und heute werde ja Diagnosemethoden wie z. B. Fruchtwasseruntersuchungen verhältnismäßig wenig genutzt. Es wird sicher immer Eltern geben, die sich ganz bewusst gegen vorgeburtliche Diagnostik entscheiden. Von denen die es schlicht aus Ignoranz tun ganz zu schweigen.
    Atheisten wissen nicht, was sie nach dem Tode machen sollen.

  5. #5
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    Standard Re: was wäre wenn... Erbkrankheiten?

    Zitat Zitat von Ellinaelea
    Gehen wir mal ein paar Jahrhunderte in die Zukunft voraus und nehmen wir als gegeben hin, dass man sämtliche bekannten Erbkrankheiten bereits im Frühstadium eines Fötus mit 99-100%iger Sicherheit diagnostizieren kann.
    Da muß man sich erst einmal fragen: Was ist überhaupt eine Erbkrankheit ?
    Es gibt einen verhältnismäßig neuen Zweig der Medizin, die sogenannte evolutionäre Medizin. Vertreter dieser Fachrichtung, durchweg kritische Wissenschaftler, zweifeln an einfachen Aussagen der Genetiker betreffend "defekten Genen" und warnen vor zu einfachen Schlußfolgerungen. Ihrer Meinung nach sind die Nachteile, die durch diese Defekte verbunden sind, in einem komplexen System auch mit biologischen Vorteilen verbunden.
    Denn aus welchem Grund sollten sich diese "genetischen Defekte" über so viele Generationen der Menschheitsentwicklung erhalten haben, wenn sie nur Nachteile hätten ?

    Zitat Zitat von Ellinaelea
    Es gibt schon heutzutage Menschen, die der festen Überzeugung ist, dass unsere Spezies moralisch dazu verpflichtet ist, den Genpol "gesund" zu halten. Nehmen wir also weiterhin an, das alle bekannten Erbkrankheiten durch Abtreibung und/oder Sterilisation der Verbreiter ausgerottet werden/wurden.
    Die gibt's nicht nur heutzutage, sondern seit mehr als 100 Jahren.
    Und wohin uns eine solche Moral geführt hat, das wissen wir alle.

    Wieder stellt sich zunächst erst mal die Frage nach der Definition einer "Erbkrankheit". Und dem Beweis. Das ist nämlich alles andere als immer eindeutig.
    Zwar lassen sich manchmal Häufungen in Familien beobachten, aber das muß nicht heißen, daß es sich zwingend um eine genetische Ursache handelt. Bei manchen Krankheiten wird die angebliche genetische Ursache als Übertragung der Mutter auf das Kind durch bisher unbekannte Viren und Übertragunsgwege immerhin diskutiert.
    Anderen Krankheiten hat man eine Vererbung früher bescheinigt, heute gilt sie jedoch als widerlegt (z.B. Epilepsie).

  6. #6
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    Standard


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    Hallo allerseits,

    die o.g. Fragen gehen davon aus, das Erbkrankheiten monokausal seien. Erstens sind das viele nicht und wir wissen auch nicht, inwieweit diese Gene in Wechselwirkung mit anderen stehen; zweitens gibt es genetische Dispositionen, die das Risiko zu erkranken erhöhen, aber nicht zur Gewissheit erheben (z.B. Brustkrebs, etc.).

    Unsere Gene werden uns nicht (auch nicht durch genetisches Desgin) zu besseren oder intelligenteren Menschen machen. Die Gene mögen uns bestimmte IQ-Höhen ermöglichen, aber ob wir sie erreichen steht auf einem anderen Blatt (siehe Bildungsdiskussion). Haar- oder Augenfarbe mögen ja manche ganz nett finden, aber den meisten ("intelligenten" ) wird es egal sein.

    Abgesehen davon, bezweifele ich, ob eine Gesellschaft durch Selektion besser wird. Ich glaube, eine Gesellschaft gewinnt durch Integration. Die von der Gendebatte in Aussicht gestellten Visionen, träumen den alten Traum vom besseren Menschen durch bessere Technik. Und das ist, was es schon immer war, ein Traum.

    Gruß Tino
    "Es genügt nicht, sich keine Gedanken zu machen, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken" Karl Kraus

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