Herzlich Willkommen auf Weltverschwoerung.de

Angemeldete User sehen übrigens keine Werbung. Wir freuen uns wenn Du bei uns mitdiskutierst:

Die perfekte Gesellschaft

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
Alles Humbug. Keineswegs durchsetzbar. Reine Utopie. Viel zu Extrem.

Abgelehnt!

Wie wäre es mit einem anderen Vorschlag?

GreeTz
 

Tizian

Großer Auserwählter
14. Mai 2002
1.591
@SentbyGod: Ich will Beweise für die Undurchführbarkeit, bevor ich es ablehnen kann! :wink:
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
wir sind ALLE profitgierige individuen. wer dies leugnet soll mir erklären warum er sich am leben erhält!

Greetz & n8
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
Re: Anarchie und Kommunismus?!?!?!?!? HALELUJA

enothep schrieb:
Anarchie heißt auf gut deutsch FAUSTRECHT.

Da hat wohl jemand den Begriff "Anarchie nicht verstanden, hm?

An - griech. "nicht", "nicht vorhanden", "fehlend", "nicht benötigt"
Archein - griech. "Herrschaft", "Rangordnung"

Also das Fehlen von Herrschaft und Rangordnung.

Das, was du beschreibst, ist aber gerade NICHT das Fehlen von Herrschaft!

Du beschreibst nicht das, was eine Anarchie ist, sondern das, was aus jedem Anarchie-Versuch im Fischezeitalter werden muss.

enothep schrieb:
WIE kann man bloß diese beiden denn miteinander vereinbaren???

Ganz einfach: Sie sind identisch! (Wenn man von einem liberalen, demokratischen und perfekt umgesetzten Marxismus ausgeht)

enothep schrieb:
Es gab eine sogenannte "Übergangsform", den Sozialismus.

Leider falsch! Die UdssR und DDR entsprachen in praktisch nichts dem, was Marx (der den Begriff "Sozialismus" geprägt hat) unter "Sozialismus" verstand! DDR und UdssR waren faschistische Systeme, die sich als kommunistisch bzw. sozialistisch bezeichneten (so wie die USA ein faschistisches System ist, das sich als Kapitalismus bezeichnet).

Sentbygod schrieb:
wir sind ALLE profitgierige individuen. wer dies leugnet soll mir erklären warum er sich am leben erhält!

Hmm... weil ich das Leben liebe?
 

Tizian

Großer Auserwählter
14. Mai 2002
1.591
SentByGod schrieb:
wir sind ALLE profitgierige individuen. wer dies leugnet soll mir erklären warum er sich am leben erhält!

Greetz & n8
N8! Ich giere trotzdem eher nach Glück für alle! Wenn Glück für alle = Profit ist, hast du recht. :wink:
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
Profit = Verbesserung und Erhaltung des eigenen Lebensstandarts. Wenn du daraus Glück ziehst ist das auch eine Möglichkeit. Obwohl ich der Meinung bin das Glück nicht mit etwas Materiellem zu erreichen ist.


GreeTz
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
Warum lebst du dann? Warum kaufst du dir Kleidung? Warum arbeitest du? Warum nutzt du das Internet? Warum tust du deine Meinung kund?

Greetz
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
SentByGod schrieb:
Warum lebst du dann?

Wenn du Glück nicht mit Profit gleichsetzt, wie du selbst sagst, beantworte dir die Frage selbst!

Btw. meine Antwort lautet auch weiterhin "weil ich das Leben liebe".

SentByGod schrieb:
Warum kaufst du dir Kleidung?

Sicherlich nicht, um Profit zu machen oder mir eine Machtposition über andere aufzubauen!
Ich kaufe mir Kleidung, weil es zu kalt wäre, ohne 'rumzulaufen.
Ich kaufe mir bestimmte Kleidung (Lederjacke, etc.), weil ich finde, dass mir das steht und dass ich damit meine Einstellung gut 'rüberbringen kann.

Solange ich habe, was ich brauche, muss ich mich nicht über andere stellen!

SentByGod schrieb:
Warum arbeitest du?

Um zu leben.
Um mir Kleidung, CDs, Internet, etc. leisten zu können.
Um die Menschheit als Ganzes voranzubringen.
Um mich selbst als Mensch zu verbessern.

NICHT, um mich über andere zu stellen!

SentByGod schrieb:
Warum tust du deine Meinung kund?

Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Herrschaft oder Macht und Meinungsfreiheit!
 

Tizian

Großer Auserwählter
14. Mai 2002
1.591
@SendByGod: Nachdem Tarvoc das schon so genial erklärt hat, kann ich NICHTS mehr hinzufügen . . . :wink:
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
Ja genau, weil ihr genau dem Entsprecht was ich gesagt habe. Achja Tarvoc ich habe gesagt "Wenn du daraus Glück ziehst ist das auch eine Möglichkeit."
Scheinst wohl was falsch verstanden zu haben. ;)

Tarvoc schrieb:
NICHT, um mich über andere zu stellen!

Unterbewusst geschiet dies wohl. Es ist nunmal so und mit dem Geist allein ( Zu denken ich mach das nicht so ) wirst du da nichts erreichen.

Achja noch was... ich habe absichtlich das Wort "Profit" gewählt um diese Menschliche eignenschaft zu beschreiben. Das du sagst das du mit deinem Handeln keinen "Profit"machen willst hast du garantiert auf den wirtschaftlichen Profit bezogen, oder? Ich meine den Gesellschaftlich/Sozialen Profit. Macht, Ansehen, Style wenn du so willst.

Tarvoc schrieb:
Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Herrschaft oder Macht und Meinungsfreiheit!

Deshalb gibt es ja auch ein solches Forum, und wir leben ja auch nicht in einer politischen Diktatur.



GreeTz
 

zuBuz

Geselle
29. August 2002
11
@sentbygod

ich erhalte mich am leben weil ich meine liebe mit anderen teilen will dass ich in ein forum gehe und meine meinung offen kund tue ist jedoch inkonsequent - dir dessen bewusst zu sein macht den unterschied . du denkst vielzu kausal.
 

cyriel

Großmeister
11. Mai 2002
54
SentByGod schrieb:
Ja genau, weil ihr genau dem Entsprecht was ich gesagt habe.

ich finde, mir wird etwas unterstellt, was nicht stimmt

SentByGod schrieb:
Unterbewusst geschiet dies wohl. Es ist nunmal so und mit dem Geist allein ( Zu denken ich mach das nicht so ) wirst du da nichts erreichen.

ich habe nicht das bedürfnis mich mit anderen zu vergleichen, oder "besser" zu sein,
weil ich es für unnötig halte, mich beweisen zu müssen, und dass nicht weil ich überzeugt bin,
dass ich sowieso voll cool bin, sondern weil ich mich und alle anderen menschen einfach akzeptiere

SentByGod schrieb:
Achja noch was... ich habe absichtlich das Wort "Profit" gewählt um diese Menschliche eignenschaft zu beschreiben.

aha :D
du bist also der meinung das man alle menschen mit soner eigenschaft belegen kann,
die ja von natur aus schon in jedem verankert ist, und nicht durch gesellschaftliche erziehung entsteht :oops: ,
ich denke eine menschliche eigenschaft ist zum beispiel lieben zu können...

ich denke die profitgier wird einem anerzogen, weil die gesellschaft so vergleichend ist, und einem eingetrichtert wird,
das man besser sein muss, aber das ist voll lebensfeindlich, diese einstellung, und deshalb nichts,
was von der natur aus dem menschen gehört, aber ich kann nicht abstreiten, dass es bei vielen menschen stimmt,
also muss ich dir auch recht geben, aber halt kein absolutes


SentByGod schrieb:
Das du sagst das du mit deinem Handeln keinen "Profit"machen willst hast du garantiert auf den wirtschaftlichen Profit bezogen, oder? Ich meine den Gesellschaftlich/Sozialen Profit. Macht, Ansehen, Style wenn du so willst.

du bist ja voll der trickser :D
geschickt das wort profit zu wählen, wenn man allgemein wirtschaftlichen profit assoziert :D

Tarvoc schrieb:
Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Herrschaft oder Macht und Meinungsfreiheit!
SentByGod schrieb:
Deshalb gibt es ja auch ein solches Forum, und wir leben ja auch nicht in einer politischen Diktatur.

hihihi
ich finde es sieht eher nach einer wirtschaftlichen diktatur aus :D

in diesem Sinne
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
SentByGod schrieb:
Ich meine den Gesellschaftlich/Sozialen Profit. Macht, Ansehen, Style wenn du so willst.

Worauf willst du eigentlich hinaus? Dass Anarchie nicht funktionieren kann? Da gebe ich dir im Moment recht.

Aber ansonsten stimme ich cyriel voll zu:

cyriel schrieb:
ich habe nicht das bedürfnis mich mit anderen zu vergleichen, oder "besser" zu sein,
weil ich es für unnötig halte, mich beweisen zu müssen, und dass nicht weil ich überzeugt bin,
dass ich sowieso voll cool bin, sondern weil ich mich und alle anderen menschen einfach akzeptiere

SentByGod schrieb:
Tarvoc schrieb:
Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Herrschaft oder Macht und Meinungsfreiheit!

Deshalb gibt es ja auch ein solches Forum, und wir leben ja auch nicht in einer politischen Diktatur.

:?:

Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen einer Meinungsäußerung meinerseits und der Ausübung von Macht meinerseits. Also was willst du mir sagen?
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Nochmal ein Nachtrag zum Thema Anarchie, weil ich den Thread erst jetzt entdecke:
Prinzipiell hat der Begriff zwei Bedeutungen, die oft und gerne durcheinandergewürfelt werden, so auch hier. Zum einen bedeutet Anarchie wie schon erwähnt schlicht die Abwesenheit von Herrschaft.
In diesem Sinne kann auch ein Lehrer der nach einer Freistunde ein verwüstetes Klassenzimmer betritt mit Fug und Recht behaupten hier herrsche Anarchie.
Auf der anderen Seite gibt es den Begriff Anarchie auch in der Politikwissenschaft, wo er eine Gesellschaftsform bezeichnet.
Ebenso wie beim Begriff Demokratie (parlamentarische, direkte, etc.) gibt es verschiedene Modelle wie eine anarchistische Gesellschaft ausehen könnte. Wichtig ist deshalb zu beachten, daß Anarchie bedeutet Abwesenheit von Herrschaft im Sinne einer Regierung bzw. eines Staates, nicht aber Abwesenheit einer Organisationsform der in ihr lebenden Menschen.
Die gängisten Anarchismustheorien sind der kollektive Anarchismus, der den Zusammenschluss von Menschen in Kollektiven mit Kollektiveigentum vorsieht (Bakunin), den Anarchosyndikalismus, der eine genossenschaftliche Organisation von Arbeitern in kleinen Gruppen erstrebt (z.B. Durutti; sehr zu empfehlen hierzu der Roman "Der kurze Sommer der Anarchie" v. H.-M. Enzensberger ), der indivdualistische Anarchismus (Kropotkin), der davon ausgeht, daß die Emanzipation bzw. "Aufklärung" des Einzelnen einen Staat überflüssig macht.
Gemeinsam mit dem Kommunismus hat der Anarchismus die Vorstellung der kommunistischen (kein Privateigentum, Gleichheit, und je nach Geschmacksrichtung: kein Staat,etc) Gesellschaft, als Ziel. Der wesentliche Unterschied liegt eher im Weg dahin: Wo der Kommunist den Staat als Instrument auf dem Weg in diese Gesellschaft sieht ("Diktatur des Proletariats"), möchte der Anarchist ihn von vorne herein abschaffen.

Abseits dieser gängigen Theorien seien noch genannt der christliche Anarchismus (Leo Tolstoi), der davon ausgeht, daß eine Gesellschaft, die komplett nach christlichen Idealen lebt, keine Regierung braucht, sowie der Individualanarchismus nach Max Stirner ("Der Einzelne und sein Eigentum"), der aber imho eher eine philosophische Betrachtung , als ein politisches System darstellt. Letzterer wurde übrigens recht nett verbraten im SF-Zyklus "Stahlratte" (Stainless Steelrat) von Harry Harrison: In Band 2 "Stahlratte wird Rekrut", findet sich der Romanheld auf einem Planeten mit individualanarchistischer Gesellschaft wieder, die von einer künstlichen Intelligenz entworfen wurde, die auch noch "Stirner" heisst.

MfG
agentP
 

enothep

Geheimer Meister
25. September 2002
196
Schonmal davon gehört?

Schonmal was vom Kibbuz gehört? Warum solang rumphilosophieren wenn die Praxis schon so gut wie vor der Haustür steht.
 

User Nr. 1286

Geselle
3. Oktober 2002
25
agentp schrieb:
Prinzipiell hat der Begriff zwei Bedeutungen, die oft und gerne durcheinandergewürfelt werden, so auch hier. Zum einen bedeutet Anarchie wie schon erwähnt schlicht die Abwesenheit von Herrschaft.
In diesem Sinne kann auch ein Lehrer der nach einer Freistunde ein verwüstetes Klassenzimmer betritt mit Fug und Recht behaupten hier herrsche Anarchie.
Der Begriff hat lediglich die Bedeutung, die wir ihm geben.
Zur Zeiten der Herrschaft eines Einzelnen (Monarchie) hatte der Begriff "Republik" (also die Herrschaft von Mehreren) genau die gleiche Bedeutung: Chaos, Unordnung, Zerstörung usw.
Das liegt einfach daran, dass die Leute damals glaubten, das Land würde in Chaos versinken, wenn es von gewählten Volksvertretern statt von einem gottgegebenen Herrscher regiert wird, eine parlamentarische "Demokratie" wie wir sie heute kennen, war damals undenkbar.
Wenn sich unsere Gesellschaft ändert und merkt, dass Herrschaft keine Notwendigkeit, sondern, im Gegenteil, etwas extrem Schädliches ist, wird auch der Begriff "Anarchie" eine neue Bedeutung bekommen, statt Chaos: Ordnung ohne Herrschaft.

agentp schrieb:
Auf der anderen Seite gibt es den Begriff Anarchie auch in der Politikwissenschaft, wo er eine Gesellschaftsform bezeichnet.
Wichtig ist deshalb zu beachten, daß Anarchie bedeutet Abwesenheit von Herrschaft im Sinne einer Regierung bzw. eines Staates, nicht aber Abwesenheit einer Organisationsform der in ihr lebenden Menschen.
Richtig, die meisten Menschen setzen Staat mit Organisation an sich gleich.
Mit Staat ist aber der zentralistische Machtapparat gemeint, der der herrschenden Klasse die Ausbeutung des Proletariats ermöglicht.

agentp schrieb:
der indivdualistische Anarchismus (Kropotkin), der davon ausgeht, daß die Emanzipation bzw. "Aufklärung" des Einzelnen einen Staat überflüssig macht.
Kropotkin war aber kommunistischer Anarchist, kein Individualist. ;)

agentp schrieb:
Der wesentliche Unterschied liegt eher im Weg dahin: Wo der Kommunist den Staat als Instrument auf dem Weg in diese Gesellschaft sieht ("Diktatur des Proletariats"), möchte der Anarchist ihn von vorne herein abschaffen.
Es gibt nicht "den" Kommunismus: Der Kommunismus ist eine vielfältige Bewegung, zur Überwindung des Kapitalismus und Formung einer neuen Gesellschaft, ein Element davon ist der anarchistische Kommunismus.
Bei Linkskommunisten und libertären Marxisten bedeutet die "Diktatur des Proletariats" (jeder Staat ist die Diktatur einer Klasse über die Andere) nichts anderes, als dass sich die grosse Mehrheit der Arbeiter organisiert, um die kleine Minderheit der Kapitalisten niederzuhalten und Kontrolle über die Produktionsmittel zu erlangen.
Die Enteignung der Kapitalisten ist in jedem Fall Vorraussetzung für die neue Gesellschaft (Anarchisten haben nur andere Begriffe dafür), nur ist dafür kein zentralisierter Staat mehr nötig.
Wie in der Pariser Kommune organisiert sich das Proletariat dazu in frei föderierten Räten, die Diktatur des Proletariats stellt also nur noch für eine Minderheit der Bevölkerung (die Kapitalisten) eine Diktatur (=Staat) da.
Sind diese einmal von den Produktionsmitteln enteignet (also Eigentum und Nichteigentum beseitigt), gibt es auch keine Klassen mehr, die "Diktatur des Proletariats" ist beendet.
Der Begriff wurde in der Vergangenheit oft als Rechtfertigung für bürgerliche Parteidiktaturen verwendet, hat also sehr unterschiedliche Bedeutungen.
 

Ähnliche Beiträge

Oben Unten