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Therapeutisches Clonen, Präimplantations-Diagnostik.......

Dies ist eine Diskussion zum Thema "Therapeutisches Clonen, Präimplantations-Diagnostik......." im "Philosophisches und Grundsätzliches" des Bereiches "Nachdenkliches"

  1. #7
    Geselle
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    Standard


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    Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass man diese "Ersatzteile" in Schweinen züchten könnte, denn ein Schwein ist dem Menschen, angeblich, physisch am ähnlichsten.

    Die Unterscheidung zwischen Mensch und Person kann ich nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht klingt es engstirnig, doch als Mensch bezeichnet ich jeden, der wie einer aussieht (sprich: 4 Gliedmaßen, einen großen Oberleib, nicht allzu stark behaart, usw, usw. - ihr wisst, was ich meine). Klar ist, dass durch eine Person das Individuum beschrieben wird, doch dies IST ebend ein Mensch. Und da ich selbst gegen Tierversuche bin, ist es für mich ethisch nicht nachvollziehbar, wie man durch eine derartige Argumentation dann einen MENSCHEN als "Ersatzteillager" verwenden kann.

    Aber du hast schon recht - das ist alles sehr nach "Brave New World" ausgerichtet. Wenn es wirklich so ist, wie du es dargestellt hast - ich meine den gesellschaftslichen Druck - dann ist diese Utopie gar nicht so weit von der Realität.

    Lasst uns den Übermenschen schaffen und damit der Menschheit ihren eigenen, selbst geschaffenen, Feind. Wieso Feind? Weil dieser Übermensch dann selbst versuchen würde die Menschheit noch weiter zu optimieren, sie zu formen.

    Ach ja, das mit der Fruchtwasseruntersuchung, usw. kann ich noch halbwegs nachvollziehen. Dies greift nicht in das menschliche Erbgut selbst ein, schafft also keinen Übermenschen, sondern versucht die "Fehler" auf etwas "humanere Weise" zu korrigieren.
    Cogito ergo sum. Ich denke, also bin ich.

    Hermann Hesse:
    "Das Leben hat soviel Sinn, als wir ihm zu geben vermögen."

  2. #8
    graues WV- Urgestein
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    die Stammzellen sind nich der Nährboden, sondern die Zellen, aus denen sich das Organ bildet.
    Ich weiß nicht wie weit sie sind mit Organen ... wie das nachher genau funktioniert, wenn ich ne niere brauche und man meine Zellen eingefroren hatte.
    Soweit ich weiß ist es bei Leukämie möglich ...das man dann keine Rückenmarkstransplantation von anderen braucht, aber komplette Organe sind glaube ich noch nicht möglich.
    Aber ich weiß es nicht genau... wenn du dich da schlau machen kannst,wäre das hilfreich.


    zum ganzen Tehma ...ob es gut ist oder schlecht.
    schwere Frage....wirklich...
    z.B. ist es klasse wenn man seine eigenen stammzellen eingefroren hat und später bei Erkrankungen darauf zurückgreifen kann. Aber ob es deswegen auch richtig ist .... Ich weiß nicht.
    Ich habe das Gefühl das es so ist wie "der Natur ins Handwerk pfuschen"
    Große Kinder die mit etwas spielen und eigentlich gar nicht wissen was sie damit noch alles anrichten können.
    Aber die Medizin läuft immer diesen schmalen Grat entlang ... und umso tiefergreifender die Forschung, umso schmaler wird der Grat ....

    Namaste
    Lilly
    Gefühle die mich lebend machen
    Gedanken die es ordnen wollen
    Geist der dies umfaßt

  3. #9
    Geselle
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    @ sillyLilly
    Oja es ist wahrlich ein Thema wo auf den ersten Blick echt nicht weiß, ist das alles nun Gut oder schlecht. Muß es differenziert sehen und bei jedem Fall einzelnd entscheiden ob das therapeutische clonen angesagt ist.
    Oder brauchen wir eine Gestzesvorlage die alles regelt.
    Aber das gibt es ja schon---->Embryonenschutzgesetz<-------aus dem Jahr 1991. Doch schon vier Jahre später wurde mit der damiligen Regierung ein Kompromiss gefunden. Seit 95 sind Schwangerschaftsabrüche in Verbindung mit einer Beratung in den ersten 12 Wochen rechtswidrig aber Straffrei.
    Du merkst was für Kreise die ganze Diskusion übers clonen zieht.
    Das dumme ist auch noch, dass in Europa im bezug auf Stammzellenforschung und Forschung am Embryo verschiedene Gestze vorliegen. Genforsch bedeutet unter anderem auch Geld, es gilt Standorte in Europa zu sichern, wo man ungestört forschen kann.

    @Blubb
    die Sache mit "Mensch" und Person ist echt schwierig nachzuvollziehen.
    Ich hoffe du hast Zeit, denn jetzt muß echt weit ausholen!
    Gehen wir nochmal ein paar Jahre zurück, so in 80er Jahre.
    Dort wurde schon ebenfalls über transplantationen diskutiert.
    Wie schon erwähnt gibt es zu wenig Organe für zu viele Menschen.
    Ab jetzt wird es meiner Meinung nach abartig:
    Die Deutsche Stiftung für Organtransplantation, brachte mit Unterstützung des Bundesministeriuns für Gesundheit über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Broschüre mit folgendem Namen raus: (was für ein Bandwurmsatz)
    "Der Hirntod als Tod des Menschen" Ein Kapitel lautet "Anenzephale Neugeborene als Organspender"
    Anenzephale Neugeborene sind Kinder, denen das Großhirn fehlt, sie haben aber häufig noch Zwischen-, klein- und Mittelhirn, sie sind nach medizinischer Definition nicht Hirntot. Sie haben in der Regel eine sehr geringe Lebenserwartung.
    Und jetzt kommst:
    Unter Zugrundelegung eines Personenbegriffes, welcher das Vorhandensein von "Bewusstsein" zum entscheidenen Kriterium des menschlichem "personalen" Lebens macht, wurden die die anenzphalen Babys teil einer öffentlichen Diskusion über (Teil-)Hirntod und Organspende. (Zitat ende)
    Du siehst man Unterscheidet (in dieser Boschüre) zwei Gruppen, die der "Menschen" und die der "Personen". Und diese haben wohl nicht die gleichen Rechte. Siehe oben.
    Übrigens, der Gesellschaftliche Druck ist allerdings so hoch. Schau dich doch um. In allen Medien sind nur gutausehende, gesunde, erfolgreiche Menschen. Jetz mal zum Spass, einige sehen doch echt aus wie aus der Retorte. Alpha+

    @alle

    wenn es so ist, von wegen das sich nur eine "Person" die sich auf die Zukunft richtet, selbst entscheidet und ja zu Leben sagt geschützt ist.
    Was ist dann mit "Menschen" die das nicht können? siehe Anenzephale Neugeborene oder Koma-patienten oder geistig Behinderte
    Dürften wir nach dieser Definition diese "Menschen" töten um Organe zu bekommen oder um die Kosten zu senken?
    Ich persönlich denke nicht.
    Doch was ist mit Clonen haben sie vieleicht auch ein "Bewusstsein" oder sind es nur "Menschen"?


    @SillyLilly /nochmal

    Ich hab ne Seite gefunden, die ein wenig auf den Hergang des Clones eingeht. Sie ist allerdings sehr wertend geschrieben und es ist viel zu lesen. Ich werd mich aber noch weiter umschauen.
    Hier ein Ausschnitt:

    Und, noch schlimmer: Sinn macht die Transplantation von solchen Zellen eigentlich nur, wenn sie dieselbe Erbinformation wie die Zellen des Patienten haben - sonst werden sie abgestoßen, der Patient müsste lebenslang Medikamente nehmen, die die Immunreaktion unterdrücken. Was nützen da Stammzellen von "fremden" Embryonen? Nur konsequent also wäre, das Erbgut einer Patienten-Körperzelle in eine entkernte Eizelle zu spritzen, um einen Klon herzustellen, einen zeitversetzten Zwilling also. Für den Zwilling würde der Vorgang tödlich enden: Nach wenigen Tagen Entwicklung würde man ihm abtöten, um ihm die begehrten Stammzellen zu entnehmen. Das nennt man "therapeutisches" Klonen. Die US-Firma Advanced Cell Technology hat sich daran gerade versucht. Sollte sie beim nächsten Versuch mehr Erfolg haben, wäre die Serienproduktion von Embryonen die Folge.

    Quelle: http://www.chrismon.de/ctexte/aktuel...nenimport.html
    So wahr eine Krone ein Hut ist, wo es reinregnet,
    so wahr eine Raupe ein gepolsteter Wurm ist,
    so wahr ein Dieb einer ist, der was findet,
    was ein anderer garnicht verloren hat,
    so wahr sind meine Geschichten
    (L.H.)

  4. #10
    Geselle
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    Mir ist grad noch was eingefallen..

    Wie ist es eigentlich mit Sterbehilfe?
    Jemand der sterben möchte aus Krankheit oder Seelischen Problemen,
    könnte der nicht wenigstens seine Organe spenden

    Ist in Holland die aktive Sterbehilfe nicht erlaubt?
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  5. #11
    Geselle
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    Und nochmal: "Brave New World" lässt grüßen - ein sehr eigenartiges Buch, aber gut, wenn man mehr, als die ersten 100 Seiten ließt!

    Ist alles sehr interessant, was du das schreibst Murphy - von dem meisten wusste ich bis dato noch nichts! Ein Freund von mir hatte das Thema in seinem letzten Semester, also werde ihn mal darüber ausfragen müssen

    Es gibt nur ein Problem bei der Gesamtproblematik, ein grundlegendes! Wir wissen, dass Deutschland im Zweifelsfall jegliches Klonen und forschen am Erbgut verbieten wird. In der jüngsten Vergangenheit gab es über dieses Thema eine Diskussion, die zum Schluss kam, dass es ethisch nicht vertretbar sei. Wie es wirklich ausgeht, wissen wir nicht. Doch betrachten wir mal die anderen Weltstaaten. Die USA wird mit Sicherheit das Klonen nicht vollständig verbieten, das steht fest. Die Japaner, Engländer und Franzosen womöglich auch nicht. Wenn Deutschland, als Industrienation Nr. 3 der Welt, das Klonen, bzw. Forschen in jeglicher Form verbieten würde, hätte da nur zur Folge, dass wir in dieser Technik, die vielleicht das kommende Jahrhundert sogar prägen wird, hinterher hinken. Es wird für Deutschland nicht gut sein, dies zu verbieten, denn bis dato sind wir eines der fortschrittlichsten Länder dieser Welt. Man beachte nur, dass selbst die US-Nasa deutsche Technologie erwirbt, um ihrer Raumfahrt überhaupt eine Zukunft geben zu können - und das schon seid Jahrzehnten! Wir können uns dieser Zukunft nicht verschließen, da steht fest. Von daher MÜSSEN wir die Forschung an Stammzellen, wenn auch eingeschränkt, gestatten.
    Die Frage ist nur, wo wir die Grenze ziehen!?

    Mit Sicherheit ist eine der Grundlegenden Fragen, wann überhaupt menschliches Leben, als solches bezeichnet werden kann. Schon direkt nach der Befruchtung, nach einer, nach 3 oder 6 Wochen?
    Wenn diese Frage geklärt ist lößt sich auch automatisch jeglicher ethischer Konflikt. Denn an nicht-menschlichem Leben kann auch, ohne Bedenken, geforscht werden.

    doch auch bei der Forschung müssen wir Grenzen ziehen. Wie weit kann/darf diese Forschung gehen? usw. usw.

    Ich glaube, dass die Unterscheidung zwischen "Mensch und Person" völlig irrelevant ist. Denn wie du schon sagtest, dürften dann auch geistig Behinderte als "Ersatzteillager" verwendet werden - das darf nicht sein!!

    Wir MÜSSEN menschliches Leben definieren, sonst ist das problem nicht zu packen!
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    Hermann Hesse:
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  6. #12
    Geselle
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    Zitat Zitat von Murphy
    Mir ist grad noch was eingefallen..

    Wie ist es eigentlich mit Sterbehilfe?
    Jemand der sterben möchte aus Krankheit oder Seelischen Problemen,
    könnte der nicht wenigstens seine Organe spenden

    Ist in Holland die aktive Sterbehilfe nicht erlaubt?
    Ja, dort ist das erlaubt. Ich finde, dass es auch erlaubt sein sollte. Vor knapp einem Jahr ist mein Großvater gestorben, der fast zwei Jahre lang nicht mehr sprechen und sich nur halbseitig bewegen konnte. Ob er überhaupt noch etwas mitbekommen hat frage ich mich immernoch - aber ich glaube nicht. Und wenn, dann glaube ich, er wollte sterben. Schon alleine sein Blick sprach Bände. Nein, er wollte nicht mehr vor sich hin vegetieren und ich würde das auch nicht wollen!

    Und das mit dem Organspenden - war Sakasmus, oder?

    Ich würde eigendlich sagen, dass jeder Organe spenden sollten - nach seinem Tod. Doch "unsere christlichen Vorstellungen" machen da einen glatten Strich durch.
    Cogito ergo sum. Ich denke, also bin ich.

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