Anzeige

Willkommen auf Weltverschwoerung.de


Das Forum für Fragen zu Zeitgeschehen, Geheimgesellschaften, Verschwörungen, Unerklärlichem und natürlich dem Weltuntergang 2012.
  •  » Du schenkst der öffentlichen Berichterstattung keinen Glauben mehr?
  •  » Du suchst Gleichgesinnte mit Spass am Diskutieren?

...dann bist Du jetzt am Ende Deiner Suche angelangt!


Bei uns findest Du bereits mehr als 17.000 Gleichgesinnte und täglich werden wir mehr.


Ja, ich möchte mitmachen!


Die Nutzung von Weltverschwoerung.de ist und bleibt vollkommen kostenlos. Registrierte Benutzer sehen übrigens keine Werbung auf Weltverschwoerung.de Wir freuen uns auf Dich!

Seite 1 von 8 12345 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 6 von 47

Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?

Dies ist eine Diskussion zum Thema "Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?" im "Philosophisches und Grundsätzliches" des Bereiches "Nachdenkliches"

  1. #1
    Geselle Benutzerbild von Liliane
    Registriert seit
    01.08.2010
    Ort
    Scheiterhaufen
    Beiträge
    161

    Standard Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?


    ANZEIGE


    Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?
    Nicht, dass ich das, was ich hier schreibe glaube, es soll nur ein Gedanke sein, eine Frage, die ich mir seit gestern stelle. Sollte man nicht eine innerliche, tiefe, unterbewusste Sicherheit darüber empfinden, dass nach dem Tod alles besser wird, wenn es so wäre? Alle Religionen und esoterischen Strömungen legen das schließlich nahe. Aber jedes Lebewesen hat Angst vor dem Tod und reagiert instiktiv mit Überlebenstrategien, wenn es bedroht ist. Das wäre doch anders, wenn das eigentliche Leben erst bevor stünde.
    Wenn man die ganzen Erfahrungsberichte von Nahtodeskandidaten und die daraus erwachsenen Theorien wie: "Wir erschaffen uns unsere Realität selber", "Ich konnte telepatisch hören,was die Umstehenden dachten", "ich fühlte mich eins mit Allem", "ich konnte mich nicht mehr anlehnen und sank durch den Stuhl hindurch, "das Leben ist Illusion", etc, zusammennimmt, könnte es da nicht sein, dass wir uns die Reinkarnation wünschen, weil wir vor diesem entgrenzten Dasein fliehen möchten? Ist vielleicht das körperliche Leben, egal wie widrig, besser als das metaphysische, schutzlose Dasein eines Geistes ohne "Haus"?
    Wenn man Rückführungssendungen wie jüngst im Fernsehen glauben schenken würde, dann ergibt sich nämlich für mich - zumindest als außenstehende Betrachterin - kein Sinn darin, dass ein ehemaliges Burgfräulein, die ein schmerzvolles Leben hatte, jetzt Architektin ist. Wenn es um Entwicklung ginge, um Lernprozesse, müsste man doch das Erlernte aus dem vergangenen Leben mitgenommen haben. Fakt ist aber doch, dass wir alle wieder bei Null beginnen. Wir kommen egoistisch und dumm auf die Welt und bleiben es wohlmöglich, wenn wir in ein mangelhaftes Nest geboren wurden. Da scheint doch die Überlegung, dass es bei einer Reinkarnation nur um Zuflucht in irgendeinen Körper geht, mit dessen Hilfe man seine Gedanken, Gefühle, verletzlichen Punkte etc. weitgehend verstecken kann, nahe
    Was denkt ihr dazu?

  2. #2
    Geheimer Sekretär Benutzerbild von lumin
    Registriert seit
    29.01.2010
    Ort
    bei mir
    Beiträge
    891

    Standard AW: Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?

    Dazu mehrere Dinge:
    -Wer sagt denn, dass es nach dem Tode zwangsläufig und generell besser wird? Es gibt auch die Berichte von sterbenden Menschen, die sehr verstört und angstvollsterben, oft eben so, wie sie auch gelebt haben. Wer seine Tripps und Verwirrung in diesem Leben nicht bearbeitet und losgeworden ist, der nimmt sie doch wohl auch als Gewohnheitsmuster zunächst einmal mit, oder? Und in welche Welt wird in paranoider geist wohl gehen? Wer schon zu Lebzeiuten auf der Erde nur Feinde und Missgunst sah, was wird der wohl nach dem Tode erfahren "wollen"?
    -Wenn der Geist selber aber grundsätzlich ersteinmal verwirrt, also sich selber unbewusst ist, ist doch dann die Möglichkeit, den eigenen Geist direkt zu erfahren, doch sehr wertvoll. Genau dass ist aber in einem Körper am besten möglich, weil der Körper eben auch unliebsame Gefühle mitbringt, mit denen sich der Geist auseinandersetzen muss, will er alles als freudvoll erkennen. DIe Geburt in einen Körper ist also sehr wertvoll, die Geburtb in einen Menschenkörper nocheinmal wertvoller, weil die Erkenntnismöglichkeit noch besser ist. DIe körperlosen Welten dagegen können zum Teil freudvoller, aber eben nicht zwangläufig dauerhaft sein, also nicht wirklich erstrebenswert, weil man wieder herunterfallen kann.
    -Im nächsten Leben nimmt man sicher die Gewohnheitsmuster der letzten Leben mit. So macht es durchaus Sinn, wenn der vormalige König ein BAuer wird, der vom Regenten zum Bewirtschafter wird. Entwicklung findet auf vielen Stufen statt und nützlich kann jedes Wesen für jedes andere Wesen sein, wenn es das wünscht.
    -Bezüglich Zuflucht: Letztendliche Zuflucht kann nur etwas dauerhaftes sein. Dies kann schon alleine deshalb kein Körper sein. Der Körper ist Werkzeug, Mittel. Der Körper ist nicht das Wesen, also der Erleber. Im Buddhismus ist die letztendliche Zuflucht der RAum selber, wie wir sagen, die Raumnatur des Geistes. Die letztendliche Zuflucht ist also der eigene Geist. Da man diesen aber bis zur Erleuchtung selber nicht erkennen kann, nimmt man im Buddhismus die Zuflucht zu den sog. drei Juwelen (Kostbaren): Zur Buddhanatur des Geistes, zu den Lehren und zu den Freunden auf den Weg.
    Geändert von lumin (23.08.2010 um 18:34 Uhr)
    Ewige Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit

  3. #3
    Auserwählter Meister der Neun
    Registriert seit
    01.07.2010
    Beiträge
    1.643

    Standard AW: Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?

    Hallo Liliane,

    Zitat Zitat von Liliane Beitrag anzeigen
    Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes? (...) Sollte man nicht eine innerliche, tiefe, unterbewusste Sicherheit darüber empfinden, dass nach dem Tod alles besser wird, wenn es so wäre? Alle Religionen und esoterischen Strömungen legen das schließlich nahe. Aber jedes Lebewesen hat Angst vor dem Tod und reagiert instiktiv mit Überlebenstrategien, wenn es bedroht ist. Das wäre doch anders, wenn das eigentliche Leben erst bevor stünde.
    Auf den Tod freuen kann sich ein Mensch nur, wenn seine Qualen zu groß sind. Alte, körperlich kaputte, stetig leidende Menschen wünschen sich den Tod. Selbstmörder setzen ihren Wunsch sogar eigentätig um.

    Nietzsche bezeichnet Christentum und (sorry lumin und ihr anderen mir lieben WV-Buddhisten) Buddhismus als Dekadenz-Religionen. Dekadent weil im Widerspruch zu den Instinkten.

    Der Buddhismus als Religion für einen "schönen Abend", Nietzsche meint Lebensabend. Für einen Menschen, der sein Leben hinter sich hat, der biologisch zunehmend lebensuntüchtig wird, der seine Sterblichkeit nicht nur intellektuell begreift, sondern als unumgängliche Realität erfühlt hat, wird vermutlich einen Trost im Gedanken an eine wundervolle, jenseitige Welt finden wollen.

    Zitat Zitat von Liliane Beitrag anzeigen
    Wenn man die ganzen Erfahrungsberichte von Nahtodeskandidaten und die daraus erwachsenen Theorien wie: "Wir erschaffen uns unsere Realität selber", "Ich konnte telepatisch hören,was die Umstehenden dachten", "ich fühlte mich eins mit Allem", "ich konnte mich nicht mehr anlehnen und sank durch den Stuhl hindurch, "das Leben ist Illusion", etc, zusammennimmt, könnte es da nicht sein, dass wir uns die Reinkarnation wünschen, weil wir vor diesem entgrenzten Dasein fliehen möchten? Ist vielleicht das körperliche Leben, egal wie widrig, besser als das metaphysische, schutzlose Dasein eines Geistes ohne "Haus"?
    Nun habe ich keine Nahtod-Erfahrungsberichte gelesen, aber Deine beispielhaften Aussagen passen z.T. auch in die Störungsbeschreibungen innerhalb der psychiatrischen Wissenschaft. Allerdings kann ich keinen Zusammenhang finden zwischen diesen irdischen, körpergebundenen Erfahrungen und dem Wunsch nach Reinkarnation.

    Abgesehen davon, dass ich die Reinkarnationstheorien auf die alltägliche Erfahrungswelt umlege und der Meinung bin, dass nach dem Tod eines Menschen endgültig Schluß ist mit diesem speziellen Menschen, würde ich eher sagen, dass ein Wunsch nach Reinkarnation aus den lebendigsten Instinkten, besser (Hoch-)Gefühlen eines Menschen stammen muß. Das Gefühl der Freude und der Zustimmung zum eigenen Leben bringt den Wunsch nach Unsterblichkeit mit sich: "Möge sich mein Leben wiederholen!"

    Zitat Zitat von Liliane Beitrag anzeigen
    Wenn es um Entwicklung ginge, um Lernprozesse, müsste man doch das Erlernte aus dem vergangenen Leben mitgenommen haben. Fakt ist aber doch, dass wir alle wieder bei Null beginnen.
    Fakt ist, dass keinerlei Beweise für oder gegen ein Leben nach dem Tode und für eine, mehrere verschiedene Menschenleben umspannende, Reinkarnationsfolge existieren.

    Vor allem Religiöse haben gelernt, sehr überzeugend und wissend zu klingen und ihr Wissen unter allen Umständen zu verteidigen.

    Ich würde zu gerne verstehen können, aus was für einem wirklich relevanten Grund auch nur ein einziges Lebewesen, sei es Mensch, Tier oder Pflanze, in ein neues Leben mit einem gewanderten Geist hineingeboren werden sollte!?

    Zitat Zitat von lumin Beitrag anzeigen
    Die letztendliche Zuflucht ist also der eigene Geist. Da man diesen aber bis zur Erleuchtung selber nicht erkennen kann, nimmt man im Buddhismus die Zuflucht zu den sog. drei Juwelen (Kostbaren): Zur Buddhanatur des Geistes, zu den Lehren und zu den Freunden auf den Weg.
    Hallo lumin !

    Zuflucht zu den Freunden auf dem Weg, da kann ich nur zustimmen!

    Nebenbei: woher nimmst Du die Gewissheit, dass dem Menschen ein Geist eingeboren wird, der sich nach dem Tod löst und weiterwandert in einen neuen Körper, um das in den vorherigen Leben nicht Erlernte solange zu wiederholen, bis der Aufstieg in's Nirwana erreicht wurde?

    Liebe Grüße an euch !

    Tele

  4. #4
    Geheimer Sekretär Benutzerbild von lumin
    Registriert seit
    29.01.2010
    Ort
    bei mir
    Beiträge
    891

    Standard AW: Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?

    @ tele:
    Bzgl. Nietzsche: Die Philosophen des vorletzten JAhrhunderts, insbesondere Nietzsche und auch Schopenhauer, beschäftigten sich zweitmalig (das erste MAl dürfte wohl die Goethegeneration gewesen sein) mit dem Buddhismus. Dabei stiessen sie auf auch heute noch aktuelle Probleme, nämlich dass in den verschiedenen Kulturen Dinge die nicht gleich sind gleich benannt werden und das gleiche Dinge verschiedene NAmen bekommen. Insbesondere trifft das auf den Begriff der Leerheit zu, etwas, dass die Philosophen direkt fehlinterpretierten. Nietzsche und auch Schopenhauer dachten bei Nirvana und Leerheit, man würde in ein Nichts fallen, also eine Art Nihilismus. Das ist aber im Buddhismus niemals gemeint. Leerheit heisst vielmehr "Leer von", also der Geist hat keine festen Eigenschaften wie Grösse, Geruch, Geschmack, Gewicht udgl. Dagegen wohnt dem Geist aber das Potential inne, alles zu erfahren, was da ist, sogar das Potential, Dinge im RAum erscheinen zu lassen. Das ist eigentlich mit Leerheit gemeint. Nietzsche verstand das aus kulturellen Unterschieden heraus nicht, und also wie sollen dann seine Kommentare dazu erhellend sein?
    bzgl. Geist im Menschen:
    Du wirst wohl nicht bestreiten können, dass es einen Erleber gibt, also denjenigen, der durch diese Augen schaut und diese Ohren hört, nicht wahr. Dieser Erleber kann aber nicht örtlich dauerhaft eingegrenzt werden (etwa: er sitzt im Hirn, oder im Herz oder im Knie). Sondern der Erleber nimmt immer gerade dort etwas wahr, wo etwas geschieht. Er kann noch nicht mal auf diesen Körper eingegrenzt werden, wie zahlreiche out of the body-Erlebnisse verdeutlichen können. Zudem erfahre ich in gewissen Meditationen genau diese Wahrheit, eben dass ich einen Körper habe, aber nicht dieser Körper bin. Aber das ist eben auch eine individuelle Erfahrung, die jeder selber machen muss. Nur weil du deinem Freund von deinem schönsten Orgasmus erzählst, hat dieser diesen noch lange nicht selber erlebt oder erfahren. Das ist der Unterschied. Spiritualität will vorrangig praktiziert werden, das Studium dient nur der Orientierung, ob der Weg noch stimmt. Durch Lesen allein wird keiner erleuchtet.
    Bezgl warum Wiedergeburt:
    Aus Unwissenheit. So einfach. Der sich nicht erkannt habende Geist greift nach den vor ihm im Raum erscheinenden Dingen, will Glück erfahren und Leid vermeiden. Dadurch grenzt er sich selber von diesem RAum ab, er konstruiert ein du und ein ich, wo es eigentlich keine Trennung gibt. Eben Unwissenheit. Und dann springt er eben auf den nächsten Zug auf, der ihm Glück suggeriert und Leid zuentfliehen erscheint.
    Geändert von lumin (24.08.2010 um 09:38 Uhr)
    Ewige Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit

  5. #5
    Gesperrter Benutzer
    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    1.204

    Standard AW: Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?

    Zitat Zitat von Telepathetic Beitrag anzeigen
    Hallo Liliane,

    Auf den Tod freuen kann sich ein Mensch nur, wenn seine Qualen zu groß sind. Alte, körperlich kaputte, stetig leidende Menschen wünschen sich den Tod. Selbstmörder setzen ihren Wunsch sogar eigentätig um.


    Nun habe ich keine Nahtod-Erfahrungsberichte gelesen, aber Deine beispielhaften Aussagen passen z.T. auch in die Störungsbeschreibungen innerhalb der psychiatrischen Wissenschaft. Allerdings kann ich keinen Zusammenhang finden zwischen diesen irdischen, körpergebundenen Erfahrungen und dem Wunsch nach Reinkarnation.


    Fakt ist, dass keinerlei Beweise für oder gegen ein Leben nach dem Tode und für eine, mehrere verschiedene Menschenleben umspannende, Reinkarnationsfolge existieren.


    Ich würde zu gerne verstehen können, aus was für einem wirklich relevanten Grund auch nur ein einziges Lebewesen, sei es Mensch, Tier oder Pflanze, in ein neues Leben mit einem gewanderten Geist hineingeboren werden sollte!?
    Hallo Tele,

    ein Mensch kann sich auch auf den Tod ``freuen``wenn er nicht krank ist.

    Menschen die Nahtod Erfahrungen haben oder auch aus einer Erkrankung heraus gesunden haben eine andere Wahrnehmung als jene die es nicht haben.
    So trennen sich zum Beispiel auch Menschen wenn der eine wieder gesund ist.
    Auch mit der Begründung:
    Der Partner hält mich auf!Also bremst mich.

    Sie haben einfach eine andere Einstellung zu sich gewonnen und auch der Welt um sie herum.

    Doch Tele gibt es!

    Vielleicht kommt die Antwort Tele auf Deine Frage Tele!Aber sie kommt wenn es an der Zeit ist

    LG
    Sisgards

  6. #6
    Geselle
    Themenstarter
    Benutzerbild von Liliane
    Registriert seit
    01.08.2010
    Ort
    Scheiterhaufen
    Beiträge
    161

    Standard AW: Ist die physische Existenz eine Zuflucht vor der Entgrenzung des Geistes?


    ANZEIGE


    Hallo Telephatetic,
    Nun habe ich keine Nahtod-Erfahrungsberichte gelesen, aber Deine beispielhaften Aussagen passen z.T. auch in die Störungsbeschreibungen innerhalb der psychiatrischen Wissenschaft. Allerdings kann ich keinen Zusammenhang finden zwischen diesen irdischen, körpergebundenen Erfahrungen und dem Wunsch nach Reinkarnation.
    Das ist ja überhaupt die Frage: Sind die Nahtodeserfahrungen lediglich Auswirkungen eines sich gleichschaltenden Gehirns oder sind sie Ausdruck einer nicht nachweisbaren anderen Realität. Im Moment noch nicht zu beantworten. Wenn Außerkörperlichkeitwahrnehmungen aber tatsächlich solche sind, dann sehe ich in dem Wunsch nach einem neuen Körper schon im Zusammenhang damit, dass der Eine oder Andere mit diesem Zustand nicht umgehen kann.

    Hallo lumin,
    -Bezüglich Zuflucht: Letztendliche Zuflucht kann nur etwas dauerhaftes sein. Dies kann schon alleine deshalb kein Körper sein. Der Körper ist Werkzeug, Mittel. Der Körper ist nicht das Wesen, also der Erleber. Im Buddhismus ist die letztendliche Zuflucht der RAum selber, wie wir sagen, die Raumnatur des Geistes. Die letztendliche Zuflucht ist also der eigene Geist.
    Dazu analog könnte man die Entwicklung in der bildenden Kunst vom Gegenständlichen zum Abstrakten sehen. Außerkörperlichkeitserfahrungen berichten ähnliches. Irgendwann kommen nur noch Licht und Farben, owohl das Denken und Sein nicht aufhört.
    Der sich nicht erkannt habende Geist greift nach den vor ihm im Raum erscheinenden Dingen, will Glück erfahren und Leid vermeiden. Dadurch grenzt er sich selber von diesem RAum ab, er konstruiert ein du und ein ich, wo es eigentlich keine Trennung gibt. Eben Unwissenheit. Und dann springt er eben auf den nächsten Zug auf, der ihm Glück suggeriert und Leid zuentfliehen erscheint.
    So interessant dieser Gedanke klingt, ich verstehe ihn nicht. In dem Moment, in dem der Geist nach Dingen greift, begreift er sich doch schon als "ich". Ist dieses Ich denn kein Geist, der als ich-Wahrnehmender sich erkennt? Und: woher kommen die Dinge, nach denen er greift? Erzeugt der Raum sie, oder der Geist, der Ich-Geist? Raum wird doch erst wahrnehmbar duch die Dinge in ihm. Was ist der Vorteil vom nicht-Abgrenzen vom Raum? Und in diesem Kontext weiter gedacht: Ist der Individualist, der oft Hochgelobte, Schaffende, Kreative der sich von seiner Umwelt gerne zurückzieht dann dieser Vorstellung gemäß im Grunde auf einer niedrigeren Entwicklungsstufe als das Herdentier?
    Geändert von Liliane (24.08.2010 um 11:34 Uhr)

Seite 1 von 8 12345 ... LetzteLetzte

Diese Seite wurde bereits mit folgenden Suchworten gefunden:

physische Existenz

entgrenzung des ich

angst vor existenz

meditationsprobandenphysische unsterblichkeitmarvin falzaufstz schreiben afer wie manndiamantweg persönlichkeitsveränderungRache als Ausdruck eines gesunden Egoismusmeditative entgrenzungfreimaurer orgasmus wiedergeburteinswerdung entgrenzung

Werbung

Anzeige

Ähnliche Themen

  1. Le Silc - Reuters bestätigt die Existenz
    Von bstaron im Forum Freimaurer, Illuminaten und andere Geheimbünde
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 17.08.2007, 13:53
  2. gibt es eine Evolution des Geistes?
    Von Tigerspucke im Forum Philosophisches und Grundsätzliches
    Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 04.03.2005, 19:07
  3. Existenz der Illuminaten
    Von Schmeddo im Forum Freimaurer, Illuminaten und andere Geheimbünde
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 30.09.2002, 07:25
  4. Existenz?
    Von Sucher im Forum Freimaurer, Illuminaten und andere Geheimbünde
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 12.09.2002, 14:08
  5. Zungenrede (Glossolalie): Göttliche Gabe des Hl. Geistes?
    Von Artifex im Forum Glaube und Religion
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 31.07.2002, 16:02

Stichworte

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •