Liebe Liliane:
In einen Körper zu inkarnieren ist nicht die Flucht davor, dass man den grenzenlosen RAum mit seinen Möglichkeiten nicht aushalten könnte, sondern, man sieht und erfährt im unerleuchteten Zustand nicht die Möglichkeiten dieses Zustandes. Gerade weil das Potential nicht erkannt wird (die Grenzenlosigkeit), entsteht eine konzeptuelle Trennung in ein Du und ein Ich, wodurch dieses als Ich verstandene Prinzp begierig nach dem Du im aussen, z.B. in einer körperlichen Form, sucht. Es ist also weniger Flucht des unerleuchteten Geistes als vielmehr Unwissenheit und Begierde, die zu den Körperwelten führt.
Bzgl. Egoismus:
Zunächst darf man niemals Mitgefühl mit Dummheit verwechseln. Mitgefühl aufzubauen bedeutet, den Wesen zu geben, was sie brauchen, nicht aber unbedingt, ihnen das zu geben, was sie wollen.
So ist es nicht zwangsläufig sinnvoll einem kleinen Kind die Streichholzschachtel zu reichen, nur weil es sie will. Diese Unterscheidung und Differenzierung setzt voraus, dass zusammen mit dem Mitgefühl eine entsprechende Portion Weisheit mit aufgebaut werden muss. Nicht in jeder Situation kann man nach aussen hin daher freundlich bleiben, wenngleich in der inneren Einstellung der Wunsch nach Glück für alle aufrechterhalten bleibt.
So erklärt sich, dass Weisheit mit Egoismus verzerrt wahrgenommen werden können, wenn man in der Situation nicht alle Elemente kennt, die dazu führten. Nun, und zu guter letzt: Ich hörte von meinem Meister die Zahl von 5% aller Menschen weltweit, die bereits die Befreiung im Leben erreicht haben, also die grundlegende Unwissenheit von einer Ich-Illusion aufgegeben haben (Er sagte genau: 95% aller Menschen sind nicht befreit - d.h. im Umkehrschluss also dass genau 5% befreit sein müssen). Wer nicht mehr denkt, dass er der Körper ist, sondern wer weiss, dass er einen Körper und seine Gefühle nur hat, beginnt automatisch weniger an seine persönlichen Bedürfnisse zu denken und schaut mehr im aussen, dass es den anderen gut geht.. 5%, also jeder 20ste dir begegnende Mensch handelt prinzipiell aus einer nichtegoistischen Motivation heraus. Und ich weiss auch, dass jetzt jeder der Psychologen sagen wird, aber er hat doch das Schulterklopfen auf seiner Seite, er kann sich selber doch sagen wie toll er ist (egoistische Motivation). Ja klar, auch das gibts, aber es gibt auch anderes, und nicht zu selten.



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