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Wie definiert man den *gesunden* oder *korrekten* Menschen?

Dies ist eine Diskussion zum Thema "Wie definiert man den *gesunden* oder *korrekten* Menschen?" im "Philosophisches und Grundsätzliches" des Bereiches "Nachdenkliches"

  1. #1
    Vollkommener Meister
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    08.12.2003
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    Beiträge
    644

    Standard Wie definiert man den *gesunden* oder *korrekten* Menschen?


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    Ja, diese Frage soll eigentlich in einem meiner Buchprojekte von verschiedenster Sicht etwas angeleuchtet werden.
    Im Buch wird es um "reaktive Depression" bzw. Lebensfolgerung gehen, und ich hatte diese Frage in diversen Foren schon gestellt, es brachte aber kein besonders bewegendes Interesse.
    Alle reden immer von allen möglichen "Störungen" aber keiner fragt nach dem "gesunden" Menschen oder redet von der "richtig gearteten" Persönlichkeit.

    Ich hätte aber auch so gern mal erfahren, wie die Mediziner / Philosophen oder Psychoberufler so etwas sehen, oder wer dazu privillegiert ist, den "korrekten" Menschen oder die "richtige" persönliche Verfassung zu bestimmen, aus welchem Grund die so privillegierten darin gegenüber einem Anderen richtiger liegen , oder wo da die allgemein gültige Trennlinie ist.

    Zurück geht die Überlegung aus einen Absatz den ich mal über die Urteilsfähigkeit las. Es soll also jeder Mensch mindestens eine oder einige Störungen in sich tragen, aber es darf kein gültiges Urteil von einem Menschen gefällt werden der selbst eine Störung trägt.
    Ihr werdet's vermutlich riechen können -- daraus erfolgt für mich der Gedanke, dass kein Mensch einen Anderen jemals gültig beurteilen könnte

    Wer oder wie geartet ist also der "korrekte" oder auch "gesunde" Mensch ???

  2. #2
    Geheimer Meister
    Registriert seit
    09.09.2004
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    Platos Höhle
    Beiträge
    448

    Standard Normlos glücklich

    Zitat Zitat von InsularMind
    Ja, diese Frage soll eigentlich in einem meiner Buchprojekte von verschiedenster Sicht etwas angeleuchtet werden.
    Im Buch wird es um "reaktive Depression" bzw. Lebensfolgerung gehen, und ich hatte diese Frage in diversen Foren schon gestellt, es brachte aber kein besonders bewegendes Interesse.
    Alle reden immer von allen möglichen "Störungen" aber keiner fragt nach dem "gesunden" Menschen oder redet von der "richtig gearteten" Persönlichkeit.
    Vielleicht liegt das Problem daran, dass man eine allgemein gültige Antwort wesentlich schwieriger oder gar nicht geben kann, wohingegen die Meinung darüber, was nicht "richtig geartet" bzw. nicht "der Norm" entspricht allzu leicht geäußert werden kann.

    Wie Du schon andeutest sollte die Frage lauten:
    "Was ist "die Norm"?" oder
    "Was versteht man (und wer ist das überhaupt, dieses "man" von dem "man" dauernd spricht) unter "richtig geartet"?".

    Zitat Zitat von InsularMind
    Ich hätte aber auch so gern mal erfahren, wie die Mediziner / Philosophen oder Psychoberufler so etwas sehen, oder wer dazu privillegiert ist, den "korrekten" Menschen oder die "richtige" persönliche Verfassung zu bestimmen, aus welchem Grund die so privillegierten darin gegenüber einem Anderen richtiger liegen , oder wo da die allgemein gültige Trennlinie ist.
    Ich denke nicht, dass Mediziner diagnostizieren können ob jemand "gesund" ist. Sie können lediglich feststellen, dass jemand nicht unter einer Krankheit leidet.
    Der Psychiater wird wohl niemanden für "gesund" halten, der ihn aufsucht und dem Philosoph haftet im allgemeinen der Markel der "Unzufriedenheit" an.
    Der Ökonom wird wohl sagen, dass jemand "richtig geartet" ist, wenn er seine (wirtschaftlichen) Bedürfnisse der Reihe nach befriedigt (Maslovsche Bedürfnis-Pyramide) und niemals zur "absoluten Zufriedenheit" gelangt.
    Für einen asketischeren Menschen wiederum wäre ein solches Verhalten die absolute "Entartung".

    Wer sieht sich hier dafür prädistiniert "die Normen" festzulegen?
    Wer will anschließend das Urteil fällen?

    Ich denke, nur wenn man sich selbst im zu beurteilenden Bereich nicht für "Sonderbar", "etwas neben der Spur", "leicht entartet" oder "Einzigartig, Besonders" hält, beginnt man dafür "die Normen" aus seinem Standpunkt heraus festzulegen und andere in dieses Schema zu packen.
    Wenn man aber der Ansicht anhängt, dass es überhaupt keine Norm gibt, wieso sollte man dann überhaupt erst beginnen, ein Schema festzulegen?

    Zitat Zitat von InsularMind
    Zurück geht die Überlegung aus einen Absatz den ich mal über die Urteilsfähigkeit las. Es soll also jeder Mensch mindestens eine oder einige Störungen in sich tragen, aber es darf kein gültiges Urteil von einem Menschen gefällt werden der selbst eine Störung trägt.
    Ihr werdet's vermutlich riechen können -- daraus erfolgt für mich der Gedanke, dass kein Mensch einen Anderen jemals gültig beurteilen könnte

    Wer oder wie geartet ist also der "korrekte" oder auch "gesunde" Mensch ???
    Was ist schon "korrekt" oder "gesund", was ist "Norm"?
    Wie zitierte Tarvoc noch
    "Wer "wahr" und "falsch" kennt, ist einer von den "Wahren" und "Falschen"?"

    Also meine Antwort auf die ursprüngliche Frage, wie man den "gesunden" oder "korrekten" Menschen definiert wäre damit:
    "man" (wer?) definiert überhaupt nicht;
    jeder definiert für sich und das jeden Augenblick aufs neue.
    "Der Große WEG ist ohne Tor.
    Tausend verschiedene Straßen gibt es.
    Wer einmal diese Schranke durchschritt,
    spaziert in Freiheit im Weltall umher."
    aus "Mumonkan-Die torlose Schranke", Mumon Roshi

  3. #3
    Geheimer Meister
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    06.03.2005
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    494

    Standard ...

    Steht doch alles im Duden. Ich weiss nicht, was es daran zu deuteln gibt.
    normal: der Norm (griech.-lat. Richtschnur/Regel) entsprechend, vorschriftsmässig, gewöhnlich, üblich, durchschnittlich, geistig gesund
    korrekt: richtig, fehlerfrei, einwandfrei
    gesund: frei von Krankheit

    Für Krankheit, psychologische Störungen, etc. sind Ärzte und andere Heiler zuständig.
    Die Norm entsteht aus dem kulturellen Kontext.

    Meinst du, du findest eine Definition, die auf die ganze Welt und alle darauf lebenden Menschen zutrifft? Ich glaube nicht, dass das möglich ist.

    Wenn jemand immerzu, permanent, überall und in jeder Situation normal, korrekt und gesund wäre, wär das bereits ein Widerspruch. Weil die Norm ganz sicher nicht fehlerlos ist

    Zitat Zitat von InsularMind
    Wer oder wie geartet ist also der "korrekte" oder auch "gesunde" Mensch ???
    permanent frei von körperlichen Krankheiten, psychisch/seelischen Störungen und chronisch an sämtliche kulturelle Normen angepasst. Wobei mit dem letztgenannten würdest du dann auch gleich die Individualität aufheben. Es lebe der Ameisenstaat!
    Schlicht ein Ding der Unmöglichkeit. Darum redet keiner darüber. Das gibt es einfach nicht

    Wenn du dich mit dieser Frage beschäftigst, dann kannst du das - wenn du den wirklich auch ein Ergebnis vorweisen willst - nur in eingeschränkten kulturellen Gruppen tun. Und auch dort wirst du schon auf zuviele individuelle Unterschiede stossen.
    Jeder lebt in seinem eigenen Universum.

    Du könntest natürlich auch ein neues "heiliges Buch" schreiben, in dem du dann deine individuell erarbeitete Version vom perfekten Menschen dem Rest der Spezies versuchst aufzudrängen. Aber das hatten und haben wir ja alles schon oder? Christen, Juden, Moslems, Wirtschaft, etc.
    Noch ein Guru, der uns sagt, wo es lang geht und uns armes minderbemitteltes Volk mit Krieg auf den rechten Weg zwingt?
    Der rechte Weg und Zustand ist und bleibt individuell.


  4. #4
    Vollkommener Meister
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    516

    Standard

    Zitat Zitat von Benkei
    jeder definiert für sich und das jeden Augenblick aufs neue.
    In gewisser Hinsicht wünschenswert, wird jedoch derzeit nicht im Alltag praktiziert.

    Zitat Zitat von Ellinaelea
    Steht doch alles im Duden. Ich weiss nicht, was es daran zu deuteln gibt.
    Jede Menge.

    Zitat Zitat von InsularMind
    Ich hätte aber auch so gern mal erfahren, wie die Mediziner / Philosophen oder Psychoberufler so etwas sehen, oder wer dazu privillegiert ist, den "korrekten" Menschen oder die "richtige" persönliche Verfassung zu bestimmen, aus welchem Grund die so privillegierten darin gegenüber einem Anderen richtiger liegen , oder wo da die allgemein gültige Trennlinie ist.
    Vielleicht hilft es dir weiter, wenn Du dich mal mit dem Werk von Michel Foucault auseinandersetzt. Speziell meine ich Wahnsinn und Gesellschaft.


    Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft. Sein erstes großes Werk, in dem er nachweist, dass das psychiatrische Verständnis von ›Geisteskrankheit‹ das vielschichtige Problem des Wahnsinns reduziert und missversteht.

    Michel Foucault erzählt die Geschichte des Wahnsinns vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Er erzählt zugleich die Geschichte seines Gegenspielers, der Vernunft, denn er sieht die beiden als Paar, das sich nicht trennen lässt. Der Wahn ist für ihn weniger eine Krankheit als eine andere Art von Erkenntnis, eine Gegenvernunft, die ihre eigene Sprache hat oder besser: ihr eigenes Schweigen.
    Quelle

    Hier noch etwas zu Michel Foucault .
    Seltsam, aber so steht es geschrieben.

  5. #5
    Vollkommener Meister
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    Standard

    Vielleicht hilft es dir weiter, wenn Du dich mal mit dem Werk von Michel Foucault auseinandersetzt. Speziell meine ich Wahnsinn und Gesellschaft.
    ..ach, ja der Foucault. War da nicht mal eine Ungarn Reise mit psychisch Behinderten, auf der ein junger, ambitioniert intellektueller Kollege eines seiner Bücher (vielleicht sogar das Genannte) im Gepäck hatte und während einer Siesta in Anwesenheit der Klienten erzählte, dass sein Studienseminar einen ganzen Nachmittag nur über einem einzigen Satz daraus diskutiert hätte, und er ging daran, öffnete das Buch und zitierte diesen Satz und ein jüngerer Klient bemühte sich diesen Satz zu verstehen und dekompensierte in der Folge und hat sich bis heute (fünf Jahre danach) noch immer nicht wieder völlig erholt.

    Auf manche Bücher gehört einfach ein Warnhinweis....
    (Was sicher den Reiz erhöhen täte, sie zu lesen )

  6. #6
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    laut aristoteles ist der ideale mensch zuerst einmal der philosoph aber unabhängig von der eignung zu einem bestimmten beruf ist es der tugendhafte mensch der ein vernünftiges leben führt, was überhaupt auch im vergleich zum genusshaften leben das einzige sei, das auf dauer glücklich mache. da ich seine definition von tugendhaft nicht genau kenne - aufschluss gibt aber sicher ein stück weit die nikomachische ethik - behelfe ich mir mit hildegard von bingen, die wirklich alle 35 tugenden aufgezählt hat und auch die entsprechenden psychischen störungen, so diese tugenden nicht vorliegen.

    das buch ist ganz hinten aufm schrank weshalb ich jetzt erst mal einige zitiere, weil ich auch gleich weg muss
    aber ich schau später gerne genauer nach falls es jemand genauer wissen möchte.

    also die schamhaftigkeit steht da beispielsweise, die gerechtigkeit, die barmherzigkeit, usw usf also alles eigenschaften, die heute nicht wirklich in sind, die aber jeder irgendwie angenehm findet, so er jemand trifft der sich vernünftig verhält.
    als mögliche störungen wird sehr oft die schizophrenie genannt, die depression und alle möglichen körperlichen symptome.

    @elli

    ich bin übrigens davon überzeugt, dass ein tugendhafter mensch nicht zwingend angepasst sein muss und durchaus eine eigene individualität besitzt. leider wird das bei uns eben gleich so definiert und hat einen religiösen touch, aber ich denke es lohnt sich vor allem in der heutigen zeit darüber nachzudenken, wo die dekadenz und perversion eben fröhliche urständ feiert und nicht jede geistige abhandlung muss einem guru-werk gleichkommen das mit faustrecht durchgesetzt wird. das finde ich etwas überzogen in dem fall, zumal philosophen erfahrungsgemäß viel zu friedlich sind um ihre eigenen ideen tatsächlich nachhaltig umzusetzen. meist werden sie ja "entdeckt" und nicht selten sogar missbraucht
    jede kunst ist selbständiges leben
    wassily kandinsky

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