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Frage zur Psychologie

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.739
In welchem Alter sind/werden die Weichen für die Persönlichkeit eines Menschen (hauptsächlich) gelegt?
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.739
Dann wäre der eigene Einfluss (zum Beispiel durch Selbstreflexion) auf die Persönlichkeitsbildung (beinahe) gering.
 

LillithVelkor

Großmeister
7. Januar 2004
89
Soweit ich gehört habe in, oder unmittelbar nach der Pubertät. so zwischen 15 und 20, denke ich.
Aber ich schließe mich der Meinug an, dass es für jeden an sich selbst liegt, wann es passiert. Auch könnten erlebisse zu frühzeitigem "erwachen" führen.
Aber ein Teil wird sicherlich schon immer, seid anbeginn der entwicklung "aktiviert" sein.
 

LillithVelkor

Großmeister
7. Januar 2004
89
@ Streicher.
Da stimme ich Dir, zu.
Aber worauf willst Du im eigentlichen hinaus?
Darauf dass es schwer ist seine persönlichkeit selbst zu bestimmen, da ein Feedback erforderlich ist?

Oder geht es Dir im allgemeinen um eine "headonistische-Steuerung"?
 

tsuribito

Vorsteher und Richter
27. September 2002
732
Grossen Einfluss haben die Orale(Vertrauen, Misstrauen, Liebesfähigkeit), Anal-Sadistische(Reinheit, Zwangshandlungen etc) und Ödipale Phase(Gewissen, Sexualentwicklung)auf den Menschen.
Komplett persönlichkeitsbildend sind sie nicht aber sie helfen schon dabei festzulegen, ob du nen geisteskranker Massenmörder oder nen Kindergärtner wirst.

Ich empfehle die Lektüre von Anna Freud und des Reports von Erikson an die US Regierung zu dem Thema. Kohlberg wäre auch nicht schlecht(wurde von dem Link da oben auch verwendet)
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
streicher schrieb:
Dann wäre der eigene Einfluss (zum Beispiel durch Selbstreflexion) auf die Persönlichkeitsbildung (beinahe) gering.

ich denke das kommt auf die energie an, die ein individuum investiert....

wer menschen kennt, die schon mal eine therapie absolviert haben wird vielleicht bestätigen können, wie sehr sich die leute abmühen sich zu verändern und wie sehr alte verhaltensweisen und persönlichkeitsanteile erhalten bleiben... auch wenn (gehirnwäschengleich) massive änderungen herbeigeführt werden kann das ganz schnell wieder zusammenbrechen und zum vorschein kommt die alte persönlichkeit.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.739
@ LillithVelkor
Mit der Fragestellung kann man vieles verbinden, zum Beispiel die Überlegung, wie viel man eigentlich an eigener Persönlichkeit hat. In letzter Zeit habe ich einige Unterhaltungen über das Thema gehabt. Eine Person sagte mir, dass die Persönlichkeit etwa im Alter von 21 Jahren 'abgeschlossen' ist. Eine weitere erzählte, dass nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen über Gehirn und Entwicklung im Alter von 4 Jahren die Grundweichen gelegt sind und ausserdem, dass ohnehin viel 'Entwicklung' vom - nennen wir es einfach mal nach Freud 'Über-Ich' abhängig ist, was man nicht bis wenig beeinflussen kann. Nun möchte ich ein wenig mehr Aufklärung. :)
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.739
@ tsuribito
An ein paar gründliche Lektüren kommt man bestimmt nicht vorbei.


@ forcemagick
Eben. Was ist diese 'alte Persönlichkeit'?
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
streicher schrieb:
@ forcemagick
Eben. Was ist diese 'alte Persönlichkeit'?

ich würde sagen das ist eine ganze menge... ..... vielleicht auch am besten mit zu definieren über fragen:

-was löst angstgefühle aus?
-welche ängste sind das.?
-was schmeckt, was schmeckt nicht?
-was bedeutet freude was leid?
-welche strategien habe ich um meine ziele zu erreichen?
-welche strategien helfen mir mit frustration umzugehen?
-welche interessen habe ich?
-was löst abscheu aus?
-wann sind meine toleranzschwellen überschritten?
-wo sind die grenzen meiner leidensfähigkeit?
-was ist mir sympathisch was nicht?

ich denke wenn man diese fragen beantwortet kommt man zu einer ganzen reihe von "weichenstellungen" die in der vergangenheit einmal stattgefunden haben...

schreckerlebnisse.... erlebnisse großer freude und wohlbehagens... strategien, die ich mir abgeschaut habe, die ich erprobt habe, die funktionieren, oder die ich als funktionsuntüchtg identifiziert habe aus verschiedenen gründen...

bei vielen der weichenstellungen kann ich wohl wieder danach fragen welche vorherigen weichenstellungen dazu geführt habne mögen... begünstigt haben könnten...
 
W

Weinberg, Oliver

Gast
:wink:
..also da kommen dann ja wohl auch die sogenannten Gehirnschaltkreise
des menschlichen Nervensystems ins Spiel.

Autoren wie Leary, Wilson u.a. unterscheiden hier klar zwischen
Konditionierungen und Prägungen. Letztere finden statt, wenn
ein Gehirnschaltkreis sich ausbildet, also aktiviert wird, beginnend
mit dem
1) Bio Überlebens Schaltkreis, der besonders empfänglich für Heroin ist,
also auf vegetative Befriedigung abzielt(0 Jahre, also bereits vor-
geburtlich wirkend)

2) dem emotional-territorialen Schaltkreis, der das Bewegungsverhalten
des Individums beeinflußt (beginnt mit der 'bewußten' Bewegung des
Säuglings)

3) dem kehlköpfig/manuellen Schaltkreis, der kulturell assimilierend
wirkt, Sprache, intellektuelles Verständnis und Kreatitivät bedingt
(beginnt teilweise auch schon vor dem zweiten Lebensjahr, z.B.
bei den Sternenkindern-anderswo Indigo Kinder genannt)

4) Dem sozio-sexuellen Schaltkreis, beginnend mit der Pubertät.

Die grundlegenden Erfahrungen des Individums innerhalb der
Ausformung dieser Schaltkreise bedingt demnach das, was den
Menschen als spätere Persönlichkeit ausmacht. Darüber gelegte
Konditionierungen haben keine so tief durchdringende Kraft, wie
diese Prägungen, weshalb es auch besonderer psycholigischer
Techniken und/oder Traumata/Geburtserlebnisse/Nahtoderlebnisse
und natürlich auch Drogenerfahrungen sind, die solche Prägungen
aufdecken und verändern können, während eigentlich jeder in
der Lage sein sollte, seinen Konditionierungen auf die Spur zu
kommen und diese zu ändern.

Wo ich bei diesem Modell noch eine Schieflage ausmache, ist die
Frage, in wie weit persönliche Erfahrungen in das Erbgut einfliessen
und nachgeborene Generationen beeinflussen und welchen Einfluss
die (mögliche) wandernde Seele in ihren Gasttempel einbringt,
aber als ein Erklärungsversuch finde ich die Arbeit Learys, Wilsons
und all der anderen wirklich schon seeehr weit gedacht.

Smile
 

Kennedy

Großmeister
4. April 2004
58
Ich denke das hat alles sehr viel mit dem sozialem Umfeld in der Jugend zu tun.
Eine gute Erziehung kann dann aber sicher auch nicht schaden;-)
Ich denke weichen werden im Leben immer gestellt auch wenn mans manchmal gar nicht so direkt merkt.

~mfg~

JFK
 

DaJ23

Geheimer Meister
28. Oktober 2003
150
forcemagick schrieb:
-was löst angstgefühle aus?
-welche ängste sind das.?
-was schmeckt, was schmeckt nicht?
-was bedeutet freude was leid?
-welche strategien habe ich um meine ziele zu erreichen?
-welche strategien helfen mir mit frustration umzugehen?
-welche interessen habe ich?
-was löst abscheu aus?
-wann sind meine toleranzschwellen überschritten?
-wo sind die grenzen meiner leidensfähigkeit?
-was ist mir sympathisch was nicht?

Öhm find ich sehr sehr interessant diese ähm.. Fragen?! 8O
Was ist mit Menschen die sich genau diese Fragen immer und immerwieder Fragen und zu vollkommen unterschiedlichen Ergebnissen kommen? Man sich aber letztenendes nur von der äusseren Welt führen lässt und mehr und mehr die Kontrolle verliert? Was ist dann? :? Solangsam fühl ich mich echt absonderlich :lol: :? :cry: :evil:
 
W

Weinberg, Oliver

Gast
DaJ23:
"Was ist mit Menschen die sich genau diese Fragen immer und immerwieder Fragen und zu vollkommen unterschiedlichen Ergebnissen kommen? Man sich aber letztenendes nur von der äusseren Welt führen lässt und mehr und mehr die Kontrolle verliert? Was ist dann? :? Solangsam fühl ich mich echt absonderlich.."

:wink: KEINE PANIK :wink:

Die Antworten auf die oben gestellten Fragen sind frei davon,
als absolut zu gelten. Vielleicht verstehst Du sie besser als
Begrenzungen Deiner Wahrnehmungen, die Du selbst immer
wieder transzendieren kannst.
Nimm z.B. die Ekelfrage. Wenn Du mal ein Jahr in einer Einrichtung
mit Schwerstmehrfachbehinderten gearbeitet hast, haben sich Deine
Empfindungen da aller Wahrscheinlichkeit nach geändert und so
läßt sich mit all diesen Fragen verfahren...

Und Angst vor dem Kontrollverlust???
Wo fängt denn wahre Entspannung Deinem Dafürhalten nach an.
Mit Kontrolle tut es immer irgendwie/irgendwo weh. Probier es
doch mal in einem Isolationstank (gibt es in Hamburg!) aus...
 

DaJ23

Geheimer Meister
28. Oktober 2003
150
Weinberg schrieb:
DaJ23:
Und Angst vor dem Kontrollverlust???
Wo fängt denn wahre Entspannung Deinem Dafürhalten nach an.
Mit Kontrolle tut es immer irgendwie/irgendwo weh. Probier es
doch mal in einem Isolationstank (gibt es in Hamburg!) aus...

Sorry fürs Offtopic, aber das interessiert mich jetzt wirklich:
Das mit dem Kontrollverlust hab ich schon mein Leben lang... Angst davor aber andererseits den Weg zu sehen das es irgendwann "passiert".
Und was ist bitte ein Isolationstank und was soll das in dem Zusammenhang helfen?

mfg DaJ23
 
W

Weinberg, Oliver

Gast
:tuschel:
DaJ23, das ist nur für uns...

..also, als ich so 11/12 war, hatten wir in der Turnstunde am Seil zur
Decke hoch klettern und was glaubst Du, was mir oben am Gipfel
bedingt durch die Reibung am Schritt passiert ist......?

Woooow, was für ein geiles Gefühl, gefolgt von dem Gedanken
'Du bist in 5 Meter Höhe! Halt Dich jetzt bloß fest!'

Und wenn ich jetzt mal auf den prägenden Einfluß des ersten
sexuellen Ereignisses zurück weise, dann kannst Du Dir vorstellen,
wie es bei mir mit der angst vor dem Kontrollverlust aussieht..

Nur, das Bedürnis ist halt da und sucht sich andere Wege (sucht
ist dabei schon mal das passende Wort für das Ergebnis... :roll: )

Im Isolationstank jedenfalls liegst Du in einer Salzhaltigten Lösung,
die Deinen Körper trägt, so wie im Toten Meer, etwas konzentrierter
noch und Du liegst in völliger Dunkelheit und in akustischer Isolation.
Jetzt (jedenfalls bei mir) fängt der Körper an, sich gegen das
Durchhängen lassen zu wehren, eben Angst, die Kontrolle zu verlieren
und es schmerzt im Nacken...bis kurz vor Ende der Sitzung, da
war ich kurz mal kontrollfrei und die Entspannung, die sich nur
durch diesen Augenblick eingestellt hat, war so nachhaltig, dass
ich auf dem Nachhauseweg meine Brieftasche verloren habe... :wink:
(aber nur für ein paar erschrockene Stunden...)

Das ist jetzt zwei Jahre her. Ich hoffe, das Teil gibt es noch.
Würde ich gern mal wiederholen. Hat damals aber schon 50 Euro
für eine Stunde gekostet....

Es gibt auch ein Buch von John Lilly darüber (Zentrum des Zyklons)
und einen sehr abgefahrenen Film ('Der Höllentrip') über diese Tanks.
Nen Flyer zu dem Hamburger hab ich auch noch irgendwo rum liegen..

Gruß und hoffe es hat geleuchtet..
 

Don

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.692
Hmmm,

meinst Du jetzt die Entwicklung eines Menschen und die Festlegung der Grundfähigkeiten wie Erkennen, Sozialen Umgang etc?

Man spricht in der Enrwicklung eines Menschen immer von "Fenstern" die eine zeitlang geöffnet sind. Diese Fenster beginnen sich ab der Geburt bis zum 8 Lebensjahr (soweit mir bekannt) zu öffnen. Das Kind lernt dadurch sehr schnell Situationen zu erkennen, unbewußt analysieren und für sich zu verwerten.

Später lernt der Mensch bedeutend mühseliger und aufwendiger Dinge zu verstehen und sie zu verarbeiten. Dieses spielereische Lernen ist es was sehr interessant ist und erstaunlich zugleich wenn man bedenkt was für eine Menge an Informationen ein Gehirn eines Kindes in kurzer Zeit verarbeiten muß. Viele der Informationen sind täglich neu und werden oft nicht wiederholt, trotzdem lernt ein Kind genau in den ersten Jahren das meiste..... .

Habe ich Dir helfen können Streicher, oder suchtest Du etwas anderes?

mfg Don
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.739
Hi Don,

Das war auf jeden Fall hilfreich. Ich habe sehr allgemein (und beinahe hilflos) gefragt. Diese "Fenster" sind also genetisch angelegt? Wird evtl. auch von einem Lerntrieb gesprochen? Diese ersten acht Lebensjahre sind unwahrscheinlich entscheidend. Welchen Schluss muss man ziehen ... man kann nur jedem Kind eine gute und soziale Kindheit wünschen (dann geht es der Welt in Zukunft weit besser). Es heisst aber auch, dass beispielsweise die Eltern an der sozialen Formung baumeistern (können).
Gerade habe auch ich noch mal einen Blick auf den Aufbau des Gehirns geworfen - Das Gehirn - die Grundbestandteile und Da braucht man mehr Zeit - ...

Aus dem ersten Link:
Das Stammhirn ist der evolutionär älteste Teil des Gehirns; es wird auch das Reptiliengehirn genannt und funktioniert im Prinzip immer noch wie bei einem Krokodil. Das heisst, es kümmert sich redlich um das Überleben - seine Stärke ist das Handeln
Augenbrauhe hoch. Ist das Stammhirn das Gehirn, das "gezügelt" werden muss? Mal ganz plakativ gefragt... :wink:

Du merkst schon - ich suche Antwort auf viele Fragen.

Beste Grüße
streicher
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.739
Weinberg, Oliver: Wo ich bei diesem Modell noch eine Schieflage ausmache, ist die
Frage, in wie weit persönliche Erfahrungen in das Erbgut einfliessen
und nachgeborene Generationen beeinflussen
Ein Gedanke, den man nicht überlesen darf. So etwas ist nicht einfach auszumachen. Woran könnte man das möglicherweise feststellen, so es so sei, denn du setzt ja voraus, dass persönliche Erfahrungen in das Erbgut einfliessen?
 

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