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Die Situation in Afghanistan zwei Jahre nach Kriegsende

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
da am 31. märz und 1. april die dritte afghanistan-konferenz in berlin stattfindet, bietet sich die gelegenheit ein resümee der vergangenen zwei jahre nach kriegsende zu ziehen.

die taliban wurden zwar von der macht vertrieben, dafür haben irgendwelche schlächter von der nordallianz das ruder in der hand.
die sind zwar auch nicht viel besser als ihre vorgänger, was die USA allerdings nicht davon abhält, in diesem fall nach dem motto "leben und leben lassen" zu verfahren.
afghanistan ist mit dreiviertel der weltweiten opiumproduktion wieder der weltgrößte heroin-produzent.

Von Normalität keine Spur

Im Vorfeld der dritten Afghanistan-Konferenz werden die ungelösten Probleme eines krisengeschüttelten Landes überdeutlich

http://www.heise.de/tp/deutsch/special/ost/17077/1.html


und jetzt kommen die FRAUEN...
gut genug, um immer wieder ins argumentationsfeld geführt zu werden, wenn es denn passt- der krieg wurde auch angeblich im namen ihrer befreiung geführt.

nur leider, leider hat sich deren situation so gar nicht verbessert- die afghanische frauenorganisation RAWA spricht sogar von verschlechterungen.

Die Herrschaft der Vergewaltiger

...In der Tat: Die Situation der Frauen in Afghanistan ist nach wie vor entsetzlich. Zwar dürfen Mädchen und Frauen in Kabul und einigen anderen Großstädten zur Schule gehen und Berufe ausüben, aber im größten Teil des Landes sieht es anders aus. In der westlichen Provinz Herat erlässt der Kriegsherr Ismail Khan Dekrete, die denen der Taliban gleichen. Viele Frauen haben keinen Zugang zu Bildung und dürfen nicht für die ausländischen Nichtregierungsorganisationen oder die UN arbeiten. In einheimischen Regierungs- und Verwaltungsstellen sind Frauen fast gar nicht vertreten. Frauen dürfen ohne Begleitung eines nahen männlichen Verwandten weder ein Taxi nehmen noch zu Fuß unterwegs sein. Wenn sie mit Männern angetroffen werden, die keine nahen Verwandten sind, können Frauen von der Sonderpolizei festgenommen und gezwungen werden, eine ärztliche Untersuchung über sich ergehen zu lassen, um festzustellen, ob sie vor kurzem Geschlechtsverkehr hatten. Wegen dieser andauernden Unterdrückung begehen Monat für Monat viele Mädchen Suizid - deutlich mehr als unter der Taliban-Herrschaft.

Auch im von der Nordallianz kontrollierten Norden und Süden Afghanistans ist es um die Frauenrechte nicht besser bestellt. Eine Mitarbeiterin einer internationalen Nichtregierungsorganisation äußerte gegenüber amnesty international: "Wenn zur Zeit der Taliban eine Frau in der Öffentlichkeit einen Zentimeter Haut zeigte, wurde sie ausgepeitscht. Heute wird sie vergewaltigt."

Nicht einmal in Kabul, wo Tausende ausländischer Soldaten stationiert sind, fühlen sich die afghanischen Frauen sicher, und viele tragen weiterhin die Burka, um sich zu schützen. Wenn überhaupt Schulbildung für Mädchen angeboten wird, haben die Eltern oftmals Angst, ihre Töchter diese Chance nutzen zu lassen: Mehrere Mädchenschulen sind bereits niedergebrannt worden, Mädchen sind auf dem Weg zur Schule entführt worden, und nach Angaben von Human Rights Watch sind sexuelle Übergriffe gegen Kinder beiderlei Geschlechts an der Tagesordnung....

http://www.graswurzel.net/288/afghanistan.shtml

da man nur ein unrechtsregime durch ein anderes, wieder den USA genehmes, ersetzt hat, ist das ja auch kein wunder.

um menschenrechte und ihre durchsetzung ist es nie gegangen.

auch noch eine interessante zusammenfassung der situation dort, mit augenmerk auf die neue, angeblich demokratische verfassung:

Ein Rückschritt für die Demokratie

Die neue afghanische Verfassung

In dem folgenden Artikel beschäftigt sich James Ingalls mit der Verabschiedung der neuen Verfassung in Afghanistan.

Am 4. Jänner 2004 kamen 502 Delegierte über eine Verfassung für Afghanistan überein, ein Akt den viele als positiven Schritt in Richtung Demokratie beschrieben haben. Der US Botschafter in Afghanistan, Zlmay Khalizad, schrieb: „Die Afghanen haben die Möglichkeit wahrgenommen, die ihnen von den Vereinigten Staaten und deren internationalen Partnern gegeben worden ist[; nämlich] ein Fundament für demokratische Institutionen zu legen und einen Rahmen für nationale Wahlen zu schaffen.“ [1] Wenn man danach urteilt, wer sich beteiligen durfte, die Art ihrer Beteiligung, und nach dem Dokument selbst, ist das Fundament, das von den Delegierten und ihren ausländischen Aufsehern gebaut worden ist, vollkommen antidemokratisch.

Die Legitimation afghanischer Warlords...

weiter hier:

http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Afghanistan/ingalls.html
 
W

Weinberg, Oliver

Gast
8)
Naja, Du reisst es ja an: Der Drogennachschub rollt
wieder und die Öl Pipeline kommt vielleicht auch
irgendwann, falls diese Möglichkeit nicht doch noch
das eine oder andere Alternativland einknicken
läßt, sich dumpen zu lassen...

P.S. Ich bewundere Deinen Fleiß im Zusammentragen
von Informationen, Samhain.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.739
Der Umgang mit Hilfsorganisationen ist eigentlich auch ein Qnüller. Rupert Neudeck berichtet:
Jede Hilfsorganisation, die sich in Kabul registrieren läßt, muß etwa 2000 Dollar an die afghanische Regierung abführen. Warum müssen Organisationen, die Spendengelder ins Land bringen, eigentlich Gebühren bezahlen? Das Geld wäre sinnvoller eingesetzt, wenn man damit gleich Schulen oder Hospitäler bauen würde. Doch ohne den Zulassungsschein bekommen wir keine Visa für unsere Arbeit in Herat
Die Bürokratie lässt die Hilfe hängen:
In Kabul verliert man deshalb viel Zeit und viel Energie. Wir müssen zum Beispiel alle Papiere in die Amtssprachen Dari oder Pashto übertragen lassen. Dagegen wäre nichts zu sagen, wenn diese Übersetzungen von irgend jemanden anschließend auch gelesen werden würden.
Bürokratiefalle

[Frauenrechte]
Es lohnt sich ein Blick auf die Seite Bettina Böttingers, die den Frauentrakt des Gefängnisses Welayat in Kabul besucht hat.
Gegen die allermeisten der Frauen hier liegen keine schriftlichen Anklagen vor. Sie haben sich nicht im strafrechtlichen Sinne schuldig gemacht, sondern gegen die öffentliche Ordnung, besser gesagt Moral, verstoßen. Sie haben die althergebrachten Gesetze nach der Scharia nicht geachtet, besonders, was sexuelles Verhalten angeht. Eines Sexualverbrechens macht sich eine afghanische Frau schon dann schuldig, wenn sie beispielsweise vor einer Zwangsheirat davonläuft.
BERICHT ÜBER DAS FRAUENGEFÄNGNIS WELAYAT IN KABUL
 

Eskapismus

Großmeister-Architekt
19. Juli 2002
1.212
hallo wiedermal, bin zurzeit in Moskau und bin deshalb nicht mehr so schreibwuetig wie frueher.

Sorry wenn ich diesen Thread fuer eigene Interessen missbrauche. Ich plane naechste Woche nach Usbekistan und Kirgistan zu reisen (aufgrund russischer Visabestimmungen wird es aber wohl noch ein par Tage laenger dauern :?). Ein Kumpel von mir, den ich hier kennen gelernt habe plant diese Reise schon lange und wollte mit einem anderen Kumpel gehen der nun aber verhindert ist. Nun hat er mich gefragt und ich denke, dass das durchaus ein Abenteuer werden koennte und habe kurzentschlossen zugestimmt.

Ich habe mich ein wenig ueber diese beiden Laender informiert und es scheint mir schon fast ich haette nichts zu befuerchten. Jedenfalls steht auf der Website des Schweizerischen Amtes fuer ausswaertige Angelegenheiten bei den Reisehinweisen nichts schlimmeres als bei den Hinweisen fuer Russland. Und mein Kumpel predigt mir immer wieder, dass ich gar nichts zu befuerchten habe. In den Reisefuehrern steht nichts besonderes ausser man solle sich von der Afghanischen Grenze fern halten, man solle die Finger von Drogen lassen und man sollte sich den Islamischen Kleider- und Verhaltensweisen anpassen. Wenn ich aber diese Artikel ueber Afghanistan lese dann kommt es mir vor als wuerde man mir da was verschweigen.

Kennt ihr Faelle von verschleppten Touristen, oder aehnlichem in diesen Laendern? Was wisst ihr alles ueber diese beiden Laender?

Ich kann ja mal ein par Storys von meiner Reise hierhinstellen falls das jemanden interessiert.
 

Don

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.692
Ich denke ein Reisebericht wäre durchaus im Sinne des Forums, denn ich glaube die wenigsten hier können sich selbst ein Bild machen wie es dort vor Ort wirklich aussieht - und Medien, nun ja...... .


Aber ich denke hierfür wäre ein Thread im Aktuellen und Zeitgeschichte passend.


mfg Don
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
Vier US-Soldaten getötet

Schwerster Verlust seit Beginn der Operation "Mountain Storm" im März
Kabul - Bei einem Kampfeinsatz im Südosten Afghanistans sind vier US-Soldaten getötet worden. Die Soldaten seien am Sonntag in der Unruheprovinz Sabul rund 350 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kabul ums Leben gekommen, teilte das US-Zentralkommando mit. Es war der schwerste Verlust der US-Armee in Afghanistan seit Beginn ihrer Militäroperation "Mountain Storm" am 7. März im Süden, Osten und Südosten des Landes. In der Region suchen rund 20.000 Soldaten der US-geführten Streitkräfte nach Taliban- und El-Kaida-Mitgliedern. (APA)
Vier US-Soldaten getötet

http://derstandard.at/?id=1680203


Schwere Kämpfe in Afghanistan: http://freace.de/artikel/200405/300504a.html

Afghanistan: NATO droht Fiasko: http://www.kurier.at/ausland/629206.php

Amnesty: USA verletzen in Afghanistan Menschenrechte: http://www.afghanmania.de/aw/news/0,news,3667,00.jsp

Drei Zivilisten bei US-Angriff in Afghanistan getötet: http://www.afghanmania.de/aw/news/0,news,3661,00.jsp
 

geschmackloss

Geheimer Meister
11. Dezember 2002
384
man kann nicht erwarten, dass ein land welches seid zig jahren im krieg liegt plötzlich durch eine demokratische verfassung befriedet wird!!!
is auch logisch, das leben dort war schon seid jeher kampf! blos weil jetzt die amerikaner da sind legen die nich die waffen weg und sind friedlich!!
sowas brauch jahrzente/jahrhunderte, wie in europa, stellt euch vor vor 300 jahren hätte man in deutschland versucht die jetzige verfassung durchzubringen???
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.739
Afghanistan ist Krisenstaat geblieben.

FACTS AND FIGURES THAT TELL THE STORY

HEALTH

Pregnancy: One woman dies every 20 minutes in pregnancy/childbirth
2002: Pregnancy and childbirth the leading cause of death in women
500 trained midwives for female population of 11 million

Life expectancy:

2001: 46
2004: 43

Under-five mortality rank:

2001: 4
2004: 4
Measles: 2000: 1,400 cases of measles per month
2003: 40 cases per month

Polio:

1999: 27 reported cases
2003: 7 reported cases
2004: 3 reported cases

CHILD SOLDIERS

8,000 child soldiers in official army
Feb 2004: Government starts to demobilize 2,000 child soldiers
400 children killed each month from landmines

EDUCATION

Four million children in education
1.2 million girls in education; aim to get a million more girls into education

Net primary school enrolment ratio:

1995-99: M:F 53:5
2004: M:F 42:15

Total adult literacy:

1995-99: 32
2004: 36

OPIUM PRODUCTION

2001: 185 tons of opium (reduction of 96 per cent from 1999)
2003: Second-largest opium harvest (after 1999) with yield of 3,600 tons
Poppy cultivated in 28 of 32 provinces, involving 1.7 million Afghans. Drug trade income is $2.3bn, more than 50 per cent of Afghanistan's legal GDP
69 per cent of farmers surveyed intend to increase cultivation in 2004
Nearly 30 per cent of farmers plan to more than double production
43 per cent of non-poppy farmers intend to start cultivating in 2004


Sources: UNICEF SOWC (State of the World's Children) annual report); CARE International; Afghanistan Annual Opium Poppy Survey 2001); Afghanistan Farmers' Intentions survey 2003-04); Amnesty International

The Independent/UK, May 25, 2004 by Kim Sengupta

Das waren jetzt negative Zahlen: wer positive hat, fühle sich somit aufgefordert, sie reinzustellen.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.739
'Auslandskorrespondenz' und Erfahrungsberichte

@ Eskapismus
Das wäre sehr interessant. Ich würde es so machen, wie Don es vorgeschlagen hat.
 

Eskapismus

Großmeister-Architekt
19. Juli 2002
1.212
Don schrieb:
...ich glaube die wenigsten hier können sich selbst ein Bild machen wie es dort vor Ort wirklich aussieht - und Medien, nun ja...... .

Also um ehrlich zu sein hab ich bis auf auf ein umfangreiches Guidebook auch keinen blassen schimmer was mich so erwartet die Bilder (insbesondere Usbekistan) sind aber ziemlich beeindruckend.



Bilder



Reisebericht mit Bildern

Eigentlich wollten wir auch nach Turkmenistan und Kasachstan reisen aber es ist ziemlich schwierig nach Turkmenistan rein zu kommen und in Kasachstan gibt es ausser einer Bruecke angeblich nichts zu sehen (fuer ein Land, mit der groesse Indiens ein wenig beschaehmend....)

Turkmenistan haette mich aber schon ziemlich interessiert und vielleicht finde ich spaeter mal die Gelegenheit dorthin zu reisen.

Man sollte sich aber in acht nehmen ueber den Diktator zu scherzen siehe
hier
und andere Turkmenbashi Scherze
 

Moppelkotze

Geselle
11. April 2003
38
Hallo


Gestern habe ich was über Frauen in Afganistan gelernt.


Die Verbesserung der Lage der Frauen. Anissa hat da eine kleine Revolution ausgelöst. "Als sie in Katachel mit ihrem Fahrrad fuhr, strömten aus den Häusern und Höfen bald Frauen und Mädchen auf die Straße", erzählt Sibylle Schnehage. "Nach afghanischem Naturgesetz können Frauen gar nicht Radfahren", sagt sie schmunzelnd.

http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/472005/artid/2849659

Auf der Webseite von Katachel e.v.http://www.melvine.be/users/katachel/content.php?id=0&lang=de
gibts noch weitere Infos.

Ciao Moppelkotze
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
weitere worte erübrigen sich:

Handelsware Mensch

Afghanistan: Nach dem florierenden Opiumexport nun auch Frauen und Kinder im Angebot

Allgemein bekannt ist, daß die US-Armee nicht nur einen Präsidenten nach Afghanistan importiert hat, sondern mit Hilfe gleichzeitig ermächtigter Kriegsherren den Opiumexport wie nie zuvor in Schwung gebracht hat. Daß aber zwei weitere Wirtschaftszweige im »amerikanischen Afghanistan« – so die Autorin Jane Stillwater in ihrem Beitrag für den Baltimore Chronicle – wachsen und gedeihen, wurde bisher kaum thematisiert: Es geht um den Handel mit Kindern und menschlichen Organen...

http://www.jungewelt.de/2004/10-16/005.php
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
also so krass wie das hier dargestellt wird, ist die lage nicht...
hier mal ein aktuelles gespräch der jungen freiheit mit dem afghanistan-experten dr. reinhard erös, der die Kinderhilfe Afghanistan gegründet hat und auch autor des buches ee mit dem Teufel ist...
der mann hat wirklich ahnung, ich selber habe ihn mal auf einem vortrag an unserer schule erlebt...
ich wollte nicht das komplette interview reinpasten, weils sonst wieder ärger mit dem copyright gibt, und verlinken kann ichs auch nicht...

„Silberstreif der Hoffnung“
Der Afghanistan-Experte und ehemalige Elitesoldat der Bundeswehr Reinhard Erös über die Lage nach der Präsidentschaftswahl
Moritz Schwarz

Herr Dr. Erös, die afghanische Präsidentschaftswahl wird von Wahlbeobachtern trotz „massiver Unregelmäßigkeiten“ insgesamt als „frei und fair“ bewertet. Sie sind Sonntagnacht aus den Provinzen Nangahar und Laghman im Osten des Landes zurückgekehrt. Wie war Ihr Eindruck?

Erös: Wir haben jedenfalls in den sieben Schulen, die wir in den vergangenen Monaten dort gebaut und der Uno als Wahllokale zur Verfügung gestellt haben, keinerlei Unregelmäßigkeit feststellen können. Der Fall „Fälschungen mit abwaschbarer Tinte“, der am Sonntag durch die internationale Presse ging, ist wohl eher eine der leider häufigen journalistischen Übertreibungen. Man sucht ein Beispiel für eine Unregelmäßigkeit - die es sicherlich gegeben hat -, und einer schreibt dann vom anderen ab. Dadurch verstärkt sich die Darstellung derart, daß man zu Hause in Deutschland den Eindruck gewinnt, die gesamte Wahl sei verfälscht worden.

Das heißt, die Wahlen entsprechen tatsächlich demokratischem Standard?

Erös: Natürlich nicht dem, den wir in Deutschland haben. Aber erinnern Sie sich bitte an die letzten US-Präsidentschaftswahlen, die hätten bei uns wohl juristisch kaum Bestand gehabt. Dennoch behaupten wir nicht, die USA seien keine Demokratie. Man muß die Frage, ob die erste Wahl in Afghanistan akzeptabel verlaufen ist, an afghanischen Maßstäben messen, nicht an westlichen - das wäre ignorant.

wers ganz lesen will, geht einfach auf www.junge-freiheit.de und clickt sich weiter...
könnt ihr gar nicht übersehen
 

Paran

Vorsteher und Richter
30. November 2003
795
Sehr interessant ist auch folgendes Interview:

Silberstreif der Hoffnung“
Der Afghanistan-Experte und ehemalige Elitesoldat der Bundeswehr Reinhard Erös über die Lage nach der Präsidentschaftswahl
Moritz Schwarz

Herr Dr. Erös, die afghanische Präsidentschaftswahl wird von Wahlbeobachtern trotz „massiver Unregelmäßigkeiten“ insgesamt als „frei und fair“ bewertet. Sie sind Sonntagnacht aus den Provinzen Nangahar und Laghman im Osten des Landes zurückgekehrt. Wie war Ihr Eindruck?

Erös: Wir haben jedenfalls in den sieben Schulen, die wir in den vergangenen Monaten dort gebaut und der Uno als Wahllokale zur Verfügung gestellt haben, keinerlei Unregelmäßigkeit feststellen können. Der Fall „Fälschungen mit abwaschbarer Tinte“, der am Sonntag durch die internationale Presse ging, ist wohl eher eine der leider häufigen journalistischen Übertreibungen. Man sucht ein Beispiel für eine Unregelmäßigkeit - die es sicherlich gegeben hat -, und einer schreibt dann vom anderen ab. Dadurch verstärkt sich die Darstellung derart, daß man zu Hause in Deutschland den Eindruck gewinnt, die gesamte Wahl sei verfälscht worden.

Das heißt, die Wahlen entsprechen tatsächlich demokratischem Standard?

Erös: Natürlich nicht dem, den wir in Deutschland haben. Aber erinnern Sie sich bitte an die letzten US-Präsidentschaftswahlen, die hätten bei uns wohl juristisch kaum Bestand gehabt. Dennoch behaupten wir nicht, die USA seien keine Demokratie. Man muß die Frage, ob die erste Wahl in Afghanistan akzeptabel verlaufen ist, an afghanischen Maßstäben messen, nicht an westlichen - das wäre ignorant.

Offenbar stört niemanden, daß der Sieger - Hamid Karsai - von vornherein schon feststeht.

Erös: Auch hier wurde in unseren Medien wieder stark übertrieben. So ganz sicher, gleich im ersten Wahlgang zu gewinnen, war sich nämlich Karsai zunächst selbst nicht. Ich konnte noch wenige Tage vor den Wahlen feststellen, daß Karsais „Parteigänger“ im Osten Afghanistans und in den pakistanischen Flüchtlingslagern groß die Werbetrommeln rühren mußten.

Akzeptieren die Afghanen denn Karsai tatsächlich als ihren Präsidenten?

Erös: Für die Mehrheit der Afghanen ist er als Präsident zumindest zur Zeit alternativlos. Es geht ihnen vor allem darum, das erste Saatkorn von Frieden und Stabilität keimen zu sehen und sich Wohlwollen und Unterstützung westlicher Länder, insbesondere der USA und Deutschlands, zu sichern. Falls Karsai das leisten kann, ist die Mehrheit der Afghanen mit ihm als Präsidenten einverstanden. Am Samstag haben sich vor den Wahllokalen sogar einige seiner politischen Gegner, darunter frühere „Top-Taliban“ wie Mullah Abdul Salam Rocketi oder Karimullha für Karsai ausgesprochen, ebenso Fazlmohammad Ibrahimi, Führungsmitglied von Hezbi-Islami, der Partei des von den USA gesuchten Top-Terroristen Gulbuddin Hekmatjar, welcher noch vor Tagen aufgefordert hatte, die Wahlen zu boykottieren.

Angeblich kann Karsai aber nicht einmal Sicherheit und Stabilität innerhalb der Stadtgrenze von Kabul garantieren.

Erös: Mit ziemlicher Sicherheit würde Karsai ohne seine US-gesponserten Leibwächter nicht lange am Leben bleiben. Aber dieses Los teilt er mit etlichen Politikern, nicht nur in Afghanistan, auch in anderen Ländern. Der Punkt ist aber, daß er nicht einem Volkszorn zum Opfer fallen würde, sondern den Rivalitäten der Kriegsherren und Opium-Lords, die ihre Felle davonschwimmen sehen. Karsai ist bei seinen Landsleuten nicht verhaßt, er hat lediglich keine nennenswerte militärische Hausmacht.

Peter Scholl-Latour bezeichnete die Situation in Afghanistan unlängst als „Chaos“.

Erös: Ich schätze Peter Scholl-Latour als erfahrenen Journalisten wirklich sehr, aber er ist mit Verlaub - nicht nur beim Thema Afghanistan - ein rhetorisch begnadeter Polarisierer. Aber es gilt zu bedenken, daß er seine Aussagen in unseren Medien meist vor dem Hintergrund der beschönigenden Darstellungen der US- oder der Bundesregierung macht, die den Eindruck erwecken wollen, in Afghanistan laufe im Grunde alles nach Plan, während das Land tatsächlich nach wie vor extrem instabil ist und der Mohn ungehindert blüht. Ich glaube, es geht Scholl-Latour darum, darauf hinzuweisen, daß wir uns in die Tasche lügen, wenn wir diesen euphemistischen Darstellungen glauben. Das heißt aber im Umkehrschluß nicht, die Situation wäre gänzlich außer Kontrolle.

Immerhin befindet sich das Land in einem sogenannten „Post War Status“ - das rechtfertigt doch wohl das Wort „Chaos“?

Erös: Ich kann nur für den Osten Afghanistans, in dem ich mich seit 1999 wieder regelmäßig aufhalte, verläßliche Aussagen machen. Der Begriff „Chaos“ trifft für die Lage in den Provinzen Nangahar, Lagman, Kunar und zunehmend auch für Khost nicht (mehr) zu. Ich kenne die Zeit der sowjetischen Besatzung und des „Bruderkrieges“ von 1990 nach Abzug der Sowjets bis zum ersten Auftreten der Taliban 1994 aus eigener Erfahrung. Damals herrschten wirklich Krieg und Chaos. Verglichen damit erlebt das Land seit dem Sommer 2002 eine Phase des beginnenden Friedens und zunehmender Stabilität - auch wenn diese Situation in den Augen eines Westlers immer noch als „Chaos“ erscheinen mag. In Afghanistan - das etwa 25 Millionen Einwohner hat - kamen im Jahr 2003 nach Angaben der Uno etwa 1.200 Menschen durch Gewalt zu Tode. In den USA - die 250 Millionen Einwohner haben - zählte man im gleichen Zeitraum ca. 13.000 Tote. Ein relatives Patt! Und würden Sie deshalb behaupten, daß in den USA Krieg und Chaos herrschen?

Es kommt dabei doch wohl auf den Charakter der Gewalt an: Geht sie auf kriminelle oder auf politische Energie zurück? Vor allem im Süden kommt es zu eindeutigen Widerstandshandlungen gegen die US-Besatzungstruppen.

Erös: In Afghanistan gilt es sorgfältig zu prüfen, ob wirklich jeder in westlichen Medien als „terroristischer Akt“ bezeichnete Vorfall einen politisch motivierten Hintergrund hat. Ich habe etliche Male erlebt, daß in unseren Medien angebliche al-Qaida-, Taliban- oder Hekmatjar-Anschläge gemeldet wurden, während es sich tatsächlich häufig um Unfälle mit Blindgängern, Minen oder um Familienstreitigkeiten oder Akte von Blutrache handelte. Nur ein Beispiel: Im Sommer 2002 wurde in den ARD-Tagesthemen gemeldet, daß „vermutlich al-Qaida Terroristen“ einen Sprengstoff-Anschlag auf das Materiallager einer Hilfsorganisation in Nangahar durchgeführt hätten, dem etwa siebzig Bewohner eines nahegelegenen Dorfes zum Opfer gefallen wären. Ich war zufällig in der Nähe und konnte bald feststellen, daß es sich nicht um einen Anschlag handelte, sondern um eine brennende Zigarette, weggeworfen von einem Mitarbeiter der Hilfsorganisation, die Bau-Sprengstoff zur Explosion gebracht hatte. In der Tagesschau am Folgetag konnte ich diesen „Irrtum“ korrigieren. Natürlich trifft es manches Mal auch zu, daß Schulen und andere Einrichtungen - von wem auch immer - regelrecht angegriffen werden. Meine kleine Hilfsorganisation Kinderhilfe Afghanistan hat mittlerweile 13 Schulen gebaut, davon ist keine einzige je angegriffen worden. Über all diesen Schulen weht übrigens neben der afghanischen auch die deutsche Flagge, die die Afghanen von sich aus angebracht haben.

Immerhin griffen Widerstandskämpfer 2003 einen Autobus der Bundeswehr mit einer Bombe an, töteten vier deutsche Soldaten und verletzten zahlreiche weitere.

Erös: Ich war nicht dabei und habe auch keine exklusiven Informationen darüber. Es gibt allerdings Hinweise dafür, daß es möglicherweise nicht gezielt gegen Deutsche ging. Mit ähnlichen Bussen waren Tage zuvor US- und britische Soldaten transportiert worden.

Was ist mit dem Beschuß des Bundeswehrlagers „Camp Warehouse“ in Kabul am Freitag?

Erös: Hierzu habe ich keine eigenen Erkenntnisse und möchte nicht spekulieren.

Welches Verhältnis haben die Afghanen zur al-Qaida?

Erös: Al-Qaida steht in Afghanistan quasi auch für „Araber“, also Glaubensbrüder im Islam. Das ist der - wohl einzige - positive Bezug, den ein „Durchschnittsafghane“ zu al-Qaida hat. Araber als Angehörige eines anderen Volkes schätzt man dagegen weniger. Sie gelten in Afghanistan als „arrogant“, als „unverdientermaßen reich“, als „britische Knechte“. Der klassische „Paschtunen-Islam“ ist zudem ein bunter, lebendiger, farbenfroher Volks-Islam, ohne hierarchischen Klerus. Die Paschtunen sind ausgesprochene Individualisten und sehr obrigkeitskritisch, keine „hündischen Inder oder Perser, die sich ihren Königen nur auf allen Vieren nähern“, wie es mir gegenüber einmal ein Paschtune formulierte. Der traditionelle afghanische Islam ist eher mit dem konservativen, volksnahen Katholizismus in meiner Heimat Ostbayern zu vergleichen, mit seiner Heiligenverehrung und Wallfahrten zu Heiligengräbern ist er für den wahhabitischen Islam à la al-Qaida ein echtes Sakrileg. Selbstmordanschläge des sogenannten Dschihad-Islamismus sind den Afghanen kulturfremd. Mir ist kein einziger Fall dieser Art bekannt.

Bei den Taliban handelt es sich aber doch um afghanische Islamisten?

Erös: Zwar sind die Taliban Afghanen, werden allerdings von ihren Landsleuten gehaßt und noch viel mehr verachtet. Sie gelten als Analphabeten, etwa neunzig Prozent der Taliban können tatsächlich nicht lesen und schreiben. Sie werden als Dummköpfe, Primitivlinge, Kriminelle an der Kultur und Geschichte dieses gebildeten Landes betrachtet. Ihr ungeheuer brutales Verhalten insbesondere gegenüber Frauen und Mädchen wird von den Afghanen eher als verachtenswertes Verletzen der schützenswerten Würde der Frau und damit der Kultur Afghanistans gewertet und abgelehnt. Ich konnte vor zwei Jahren an einer Hauswand in einem Dorf der Provinz Nangahar lesen: „Mr. Bush, wir danken dir, daß du uns von den Taliban befreit hast ....“ An der anderen Wand des Hause stand dann die Fortsetzung geschrieben: „... welche du uns 1994 ins Land gebracht hast“. Die Taliban haben allerdings auch ein gewisses Maß an Ruhe und Ordnung in das Chaos und die Anarchie des Bruderkrieges der sogenannten „Mudschaheddin-Kommandanten“ gebracht, zumindest in den ersten Jahren im Osten und Süden des Landes. Der vielleicht wichtigste Aspekt ist aber, daß die Taliban vor allem Paschtunen, also keine Ausländer sind. Es ist also - so die Einstellung vieler Afghanen - primär Sache der Afghanen, mit den Taliban auf ihre Weise fertigzuwerden. Nicht ohne Grund hat Karsai die meisten Taliban aus den Gefängnissen entlassen und schon geäußert, er könne sich vorstellen, den einen oder anderen „moderaten“ Taleb mit in die Regierung zu holen.

Der Hauptmakel der Amerikaner ist also, daß sie als Ausländer im Land sind?

Erös: Nicht die - temporäre - Präsenz der US-Truppen stößt auf energischen Widerstand - damit haben sich die meisten Afghanen als Einsicht in die Notwendigkeit abgefunden -, sondern das Verhalten so manches GIs.

Was meinen Sie konkret?

Erös: Ein Beispiel: Ich war 2003 mit meinen afghanischen Mitarbeitern in einem zivilen Pritschenwagen, auf dem wir zwei kranke Frauen transportierten, auf einer schmalen Bergstraße unterwegs. Plötzlich brausten zwei US-Jeeps heran und bedrängten uns, Platz zu machen. Wegen Minengefahr fuhren wir nicht zur Seite, sondern signalisierten den Amerikanern, daß wir sie an einer nahen Einmündung vorbeilassen würden. Das dauerte den Soldaten aber offenbar zu lange, so daß sie mit ihren Maschinengewehren schräg über uns in die Luft schossen - was bei den Schlaglöchern in den Straßen durchaus auch „ins Auge gehen“ kann. Als wir schließlich an der Einmündung hielten und sie vorbeiwinkten, hielten sie an und zwei Unteroffiziere kamen auf uns zu. Einer von ihnen drückte mir - ich war mit einheimischer Kleidung und Vollbart nicht als Ausländer zu erkennen - sein Sturmgewehr auf die Brust und drohte „Piss off you Afghan-muslim motherfucker!“ Meine afghanischen Begleiter waren ob dieser Beleidigung so erregt, daß sie die Amerikaner auf der Stelle töten wollten. Eine Ehrverletzung des Gastes, seiner Mutter und einer Schmähung des Islam von diesem Ausmaß - und um eine solche handelte es sich hier - kann nach dem uralten Wertekodex der Paschtunen nur mit dem Tod gesühnt werden. Ich konnte meine Mitarbeiter nur mit Mühe davon abbringen, ihr Vorhaben umzusetzen.

Am Abend haben sich Ihre Begleiter beim Vorgesetzen der US-Soldaten beschwert.

Erös: Es stellte sich heraus, daß die Soldaten nicht zu einer Kampfeinheit, sondern zu einem Provincial Reconstruction Team, die nicht zum Kämpfen, sondern für den Wideraufbau des Landes zuständig sind, gehörten! Der Kommandeur dieser Einheit, obendrein ein Reserveoffizier und Akademiker, also kein „Terroristenjäger“, sondern eher ein „Zivilist in Uniform“, kam noch am Abend völlig bestürzt zu mir, entschuldigte sich und bot mir 25.000 Dollar „Entschädigung“ an, die er gleich bar mitgebracht hatte. Dann aber kam es erst zum eigentlichen „Höhepunkt“ der ganzen Geschichte: Er entschuldigte sich gar nicht für das Verhalten seiner Männer an sich, sondern für den Umstand, daß sie es gegenüber einem Westler an den Tag gelegt hatten: „Wenn meine Männer geahnt hätten, daß Sie ein Deutscher sind ...!“ Das heißt nichts anderes, als daß selbst dieser gebildete und eigentlich zivile Offizier die Einheimischen lediglich als „Afghan-muslim motherfucker“ betrachtete. Diese Einstellung vieler US-Soldaten gegenüber den Afghanen ist nahezu die Garantie für das Scheitern jeglichen Vertrauensgewinns, der Grundvoraussetzung eines erfolgreichen Wiederaufbaus in Afghanistan.

Das heißt, früher oder später kommt die Eskalation?

Erös: Nicht, wenn die mehr als zweitausend Jahre alte Kultur des Landes beachtet und respektiert werden würde. Ein herabwürdigendes Verhalten ist ebenso wie der Versuch des Überstülpens einer säkularen „Multikulti“-Zivilgesellschaft nicht nur scham- und wirkungslos, sondern kontraproduktiv und gefährlich! Afghanistan kann nur als afghanische Gesellschaft stabilisiert werden. Es gilt kulturell an das „alte Afghanistan“ vor 1979 anzuknüpfen, an ein ungeheuer gastfreundliches Afghanistan mit einem traditionellen aber nicht aggressiven Islam und mit einem föderal organisierten Staat, der zwar Stammesstrukturen, aber keine kriegerischen ethnischen Konflikte kannte. Wir sollten uns auf praktische Hilfe für die Afghanen beschränken wie den Wiederaufbau der Infrastruktur, die Stabilisierung traditioneller und moderner politischer Institutionen und der Wirtschaft, die auf den Stand des 21. Jahrhunderts gebracht werden muß. Mit guten, kostenlosen Schulen für Buben und Mädchen, mit Zugang zu moderner Medizin, vor allem mit der Schaffung von eigenständigen Arbeitsplätzen ist ein wichtiger Anfang zu schaffen. Hierzu versuchen wir mit den Projekten unserer Kinderhilfe Afghanistan unseren Beitrag zu leisten, und ich sehe da schon mehr als nur einen Silberstreif der Hoffnung am Horizont.



Dr. Reinhard Erös verbrachte insgesamt etwa sieben Jahre als Arzt in Afghanistan. Von 1986 bis 1990 ließ er sich der ehemalige Fernspäher und Sanitätsoffizier der Bundeswehr dazu unbezahlt beurlauben und arbeitet in der „Illegalität“. Von sowjetischen Speznaz-Truppen gejagt, versorgte er in versteckten Höhlenkliniken die Zivilbevölkerung. Nach seiner Rückkehr zur Bundeswehr absolvierte er für Uno, Nato und zivile Hilfsorganisationen 15 Auslandseinsätzen auf dem Balkan, in Afrika, Süd-Amerika und Asien.

1998 - zur Zeit der Taliban - ging er erneut nach Afghanistan und bereist das Land seitdem bis heute immer wieder. Der 1948 im bayerischen Tirschenreuth geborene Oberstarzt war vor seinem Abschied von der Truppe 2002 Kommandoarzt des Eliteverbandes Division Spezielle Operationen (DSO) der Bundeswehr. Bekannt wurde Erös durch Fernsehauftritte und Presseberichte als der „Nachbar Osama bin Ladens“, neben dem Familie Erös ab 1998 in Peschawar zufällig wohnte. Ebenfalls 1998 gründete er die Kinderhilfe Afghanistan, 2002 veröffentlichte er das Buch „Tee mit dem Teufel - als Militärarzt in Afghanistan“ (Hoffmann & Campe)

Kinderhilfe Afghanistan: Die von der Familie Erös - sechs Kinder - gegründete private Hilfsinitiative baute zwei Dutzend Schulen und Gesundheitsstationen in Afghanistan, die durch Spenden finanziert werden. Zudem gibt sie dort derzeit etwa 450 Menschen Arbeit.

Quelle: www.junge-freiheit.de
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.739
So resummiert der Stern:
Rund 150 Frauen setzten sich innerhalb von sechs Monaten in Herat, einer Stadt im Westen von Afghanistan, in Brand. Aus Angst, aus Scham, aus Verzweiflung. Ein Fanal, das mehr über das Land verrät als die Wahl am vergangenen Samstag.
Flucht ins Feuer

Leider weiss ich nicht mehr, welches Medium so resummiert hat: die Verlierer der Wahlen in Afghanistan seien die UN und die internationalen Organisationen und die Gewinner die Afghanen.
 

arius

Großer Auserwählter
16. Juli 2003
1.555
Nato-Minister treffen sich in Berlin Gemeinsamer Einsatz von USA und Nato in Afghanistan?
Die Verteidigungsminister der Nato-Staaten kommen heute zu einem informellen Treffen in Berlin zusammen. Sie beraten unter anderem über den Friedenseinsatz der Militärallianz in Afghanistan und die Möglichkeiten einer Verschmelzung mit dem von den USA geführten Anti-Terror-Kampf "Enduring Freedom".

- Unions-Experte: Nato und USA müssen zusammenarbeiten
- Gertz: Gefahr für Soldaten erhöht sich
 

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