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Thema: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

  1. #1
    Lehrling Mobutu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    Hallo liebe Verschwörungsfreunde und Verschwörungsfreundinnen.

    Die meisten Themen drehen sich in den Foren um die USA, Israel und anderes. Ich wollte mal ein Afrika-Forum eröffnen und hier probieren möglichst interessante Hintergrundinfos zu sammeln....mal schauen ob's klappt. Was läuft eigentlich in Afrika ? Welches sind die regionalen Grossmächte, und was für Ziele verfolgen sie ? Uganda interveniert in andere Länder mit Truppen, Sierra Leone's Söldnerarmeen kämpfen im Konflikt in Cote d'ivoir usw. Wer kennt Hintergründe und Zusammenhänge und hat Lust sie hier darzulegen. Ich freue mich auf spannende Beiträge.

  2. #2
    Vorgesetzter und Richter fumarat befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Ich würd mal sagen eine Zentrale Rolle spielt im Norden Ägypten und in Westafrika Nigeria. Und der Ghaddhaffi ist der Schurke.
    Und wenn dein Herr es gewollt hätte, wären alle auf Erden allesamt gläubig geworden. Willst du etwa die Leute zwingen, gläubig zu werden?
    [Sure 10:99]

  3. #3
    Lehrling Mobutu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    ein bisschen genauer begründen müsstest du deine vermutung schon noch...
    warum gerade die zwei Länder ?

  4. #4
    Lehrling dubio befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    tja leider hört man in den medien nur sehr wenig über die afrikansichen Probleme (Kriege, Konflikte [ausg. Hunger] usw.).

    Eins weiß ich aber mit sicherheit, dass afrika de meisten kriege (vor allem Bürgerkriege) der Welt hat und hatte.

    Werd mich mal erkundigen

  5. #5
    Auserwählter Meister der Neun semball befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Nun ja, nach der Kolonialzeit sind dort unten eigentlich hauptsächlich Bürgerkriege, Korruptionl, Diktaturen, Hunger & Seuchen.

    Eine positive Ausnahme ist z.B. Namibia
    Wofür man nicht zu kämpfen bereit ist,
    das verliert man.
    (Sebastian Haffner)

  6. #6
    Vorgesetzter und Richter fumarat befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    ein bisschen genauer begründen müsstest du deine vermutung schon noch...
    warum gerade die zwei Länder ?
    Nun ja.
    Ägypten und Nigeria sind zwei große Staaten, die auch ein gewisses Gemeinschaftsbewußtsein haben.

    Ich muß sagen, daß mir Zentralafrika ein Rätsel ist. Das allgemeine Problem ist ja, daß die Grenzen durch die Kolonialisten völlig willkürlich gezogen wurden. Deshalb entwickelt sich auch kaum ein Nationalbewußtsein. Ich weiß auch nicht genau was die Lösung für Afrika ist. Vielleicht eine islamische Nordallianz und ein christlich geführter Süden?

    Fumarat
    Und wenn dein Herr es gewollt hätte, wären alle auf Erden allesamt gläubig geworden. Willst du etwa die Leute zwingen, gläubig zu werden?
    [Sure 10:99]

  7. #7
    Ritter vom Osten und Westen agentP befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Ich frage mich allerdings, ob die Christen im Norden und die Moslems im Süden so begeistert von Deiner Lösung wären.
    Faith in government defies both, history and reason!

  8. #8
    Vorgesetzter und Richter fumarat befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Klar gibts auch so Schwierigkeiten, aber vielleicht weniger. Ich hab einfach den Eindruck, daß der afrikanischen Mentalität der Nationalismus widerspricht und halte deshalb eine Einigung auf nationalistischer Ebene für schwierig.
    Und wenn dein Herr es gewollt hätte, wären alle auf Erden allesamt gläubig geworden. Willst du etwa die Leute zwingen, gläubig zu werden?
    [Sure 10:99]

  9. #9
    Lehrling Mobutu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Ich habe auch das Gefühl, die Afrikanischen Regierungen scheren sich meist wenig um ihre Völker und wollen vorallem selbst in Saus und Braus leben.

  10. #10
    Lehrling Mobutu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Es gibt glaub auch ziemlich krasse ethnische Probleme in Afrika
    und zwar zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi.
    Die Hutu sind glaub eher in der Mehrheit, jedoch stellen die Tutsi meist die Führer und Regierungsschicht, was oft zoff gab.

  11. #11
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    Was läuft eigentlich in Afrika ?
    indymedia hat nen haufen infos über afrika:
    ambazonia: ambazonia.indymedia.org
    kongo: congo.indymedia.org
    nigeria: nigeria.indymedia.org
    simbabwe: zimbabwe.indymedia.org
    südafrika: southafrica.indymedia.org

  12. #12
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    kannst ja mal im Factbook des CIA schauen, was die Ami´s über den Afrika-Kontinent denken!

    gruß

    trashy

  13. #13
    Lehrling c5_md befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard Rohstoffgewinnung und -handel

    >>> Hintergründe der afrikanischen Abhänigkeit! <<<

    Eine zentrale Rolle bei kriegerischen Auseinandersetzungen in afrikanischen Staaten spielt die Gewinnung und der Handel von Rohstoffen. Afrika ist eines der reichsten Länder der Erde (bemessen an Bodenschätzen). Wie kann es jedoch dazu kommen, dass sozialer und wirtschaftlicher Notstand, speziell in der zentralafrikanischen Region, vorherrscht?

    Afrika birgt die kostbarsten und rechhaltigsten Bodenschätze in sich. Gold, Silber, Diamanten und auch Erze wie das Coltan, dem erst seit ein paar Jahren hinterhergejagt wird, locken profitgierige, westliche Industrienationen an.

    Um die Situation der afrikanischen Bevölkerung und deren gewaltherrschenden Tyrannen ein wenig zu verdeutlichen, setze ich mit einem Beispiel fort.


    Der Kongo. Das Tantal. Die Toten. Die Reichen. Die Ignoranten.


    In dem Boden der demokratischen Republik Kongo befindet sich das begehrte Erz Coltan. Coltan wiederum beinhaltet einen hohen Anteil von Tantal. Dieses Metall ist wegen seiner enormen Wärmeleitfähigkeit für Prozessoren in Handys und PCs besonders gut geeignet. Aufgrund technologischer Fortschritte und erhöhter Nachfrage im Elektroniksektor steigt natürlich auch der Preis und somit das Verlangen nach diesem Rohstoff.

    Der Abbau von Coltan beginnt in Minen, wo afrikanische Zwangsarbeiter (darunter auch ein hoher Anteil von Kindern ab 8 Jahren) mit leichtem oder gar keinem Gerät, das heißt mit bloßen Händen, nach dem Erz buddeln. Zur Arbeit werden sie von ansässigen Rebellengruppen gezwungen. Die wiederum verpflichten sich europäischen, amerikanischen und asiatischen Firmen bestimmte Mengen im Monat abzubauen und für relativ viel Geld zu verkaufen. (Deutschland nimmt hier eine tragende Rolle ein. Bis zu 3/4 der Gesamtmenge wird in Deutschland umgesetzt. Ein bestimmter großer Konzern und dessen Tochterfirma besitzen wohl die Exklusivrechte. Deswegen engagiert sich Deutschland auch in der Frage, ob ein Bundeswehreinsatz im Kongo gerechtfertigt sei, um bestehende wirtschaftliche Interessen nicht in Gefahr zu sehen.) Der Erlös der Rebellen geht bis zu 70% in Rekrutierung neuer Mitglieder und natürlich in Waffen. Viele Waffen.

    Es ist nicht besonders hervorzuheben, dass die Bedingungen in den Minen und in der Geiselhaft von Rebellen nicht gerade „günstig“ sind. Das kongolesische Volk splittet sich in abhängige Zwangsarbeiter, feige Rebellengruppen und korrupte Politiker.

    Die Verantwortlichen planen den nächsten Schachzug und beobachten das munter Treiben abseits von Gewalt, Skrupellosigkeit, Ohnmacht, Hass und Gier. WTO und IWF unterstützen den desolaten Zustand eines ganzen Kontinentes im Namen der Freiheit und des liberalen Welthandels.

    Und wir stellen uns die Frage, ob das nächste Handy von NO**A oder Sie**ns sein soll!


    Stellungnahme erwünscht!
    greetinx - c5_md

  14. #14
    Geselle Anemi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    @c5_md
    Whow, ein sehr informativer Beitrag!
    Besonders interessant finde ich Deine Aussage zu den Gründen für die Bereitschaft Deutschlands, sich im Kongo zu engagieren...
    Leider hast Du nicht geschreiben, um welchen deutschen Konzern es sich handelt und mit welcher Rebellenbewegung sie ihren Vertrag hat. Könntest Du das noch nachreichen?
    Quellen wären natürlich auch schön!
    (Nicht das ich Dir nicht glaube, aber ich möchte das nachlesen und vertiefen, weil ich das so interessant finde!)
    There is a pleasure sure in being mad - which none but madmen know (Dryden).
    Lieber ein bißchen verrückt als total blöd (Anemi).

  15. #15
    Lehrling c5_md befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Ganz sicher kann ich nicht sagen um welchen Konzern es sich handelt. Aber in einem inszeniertem Briefwechsel wurde der Käufer ständig als BUYER bezeichnet. Ich denke, das die Phonetik bewußt eingesetzt worden ist, um den Käufer nicht direkt zu verraten.

    Die Tochterfirma, die dirket im Kongo die Geschäfte abwickelt heißt "Somigl".

    Um ein Coltangeschäft abwickeln zu können sind Dr. Bronsart, H.C. Strack und Mr. Bonjer wichtige Ansprechpartner.


    Übrigens: Tantal wurde von dem schwedischen Chemiker Eckberg entdeckt, der das Metall nach dem griechischen Gott Tantalus benannte. Tantalus wurde zum ewigen Leiden in der Unterwelt verdammt.


    greetinx - c5_md

  16. #16
    Meister JCDenton befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    zu dem Coltan Thema: Ausschnitt aus dem Buch "Schwarzbuch Markenfirmen"

    Elektronikindustrie
    Seit dem großen Boom der Elektronikindustrie durch Handys, Computer oder Spielkonsolen, hat sich der Bedarf an dem seltenen Metall Tantal vervielfacht. Es wird in Australien, Brasilien, Kanada und Afrika gefunden. 20 Prozent der Weltproduktion stammen aus der zentralafrikanischen Republik Kongo, in der ein brutaler Krieg zwischen Regierungstruppen und verschiedenen Rebellen um das gewinnträchtige tantalhaltige Erz „Coltan“ entbrannt ist. Im Kongo finden sich Soldaten aus sieben afrikani-schen Nationen. Der Osten des Landes wird von zehntausenden ruandi-schen Soldaten kontrolliert und hier liegen auch die Minen, in denen das Coltan abgebaut wird. Der Teufelskreis besteht, laut UNO- Bericht, aus der Zusammenarbeit zwischen den Firmen die das Erz fördern und der ruandischen Armee. Für den Schutz, den die Soldaten in mafiaartiger Manie ausüben, bekommen sie Geld aus dem Coltanabbau und kaufen dafür Waffen ein. So bleibt das Umfeld für die illegale Ausbeutung erhal-ten und die Besetzer im Land. Kinderarbeit, Vergewaltigungen, Verskla-vung, willkürliche Erschießungen und Plünderungen bestimmen das Le-ben dort. Dieser Zustand kann nur aufrechterhalten werden, weil Firmen der westlichen Industrienationen dieses blutige Erz kaufen. Allein zwi-schen Februar 2000 und Januar 2001 stieg der Preis für ein Kilo Tantal von 180 auf 950 Euro. Wer profitiert davon? In der Hauptrolle steht hier der Bayer Konzern, dessen Tochterunternehmen H.C.Starck mit Sitz in Goslar weltweit mehr als die Hälfte des Tantals produziert und an die Elektronikindustrie weiterverkauft. Auf die Frage nach der Herkunft des Erzes verweigert Bayer die Aussage. Recherchen des Autors, bei denen der Firma H.C.Starck fingierte Angebote mit klaren Aussagen zur Her-kunft gemacht wurden, nahm die Firma bedenkenlos an und war an einer
    langfristigen Zusammenarbeit interessiert. Der Hauptlieferant für die Bayertochter ist der in Nürnberg lebende Karl-Heinz Albers mit seinem bereits durch einen UNO-Bericht angeprangerten Unternehmen, Masingi-ro. Bei einem persönlichen Gespräch erklärte er bereitwillig, das Material aus dem Kongo zu beziehen und sich über die Umstände im Land be-wusst zu sein. Die großen Elektronikkonzerne wie Mitsui, Siemens, Sony oder Samsung würden auch direkt kaufen, erklärte er weiter. Anrufe bei den Konzernen ergaben ein geschlossenes „No comment“. Ein weiteres fingiertes Angebot, direkt an die Konzerne gestellt, hatte beim Hersteller Samsung Erfolg. Auch dort wollte man trotz der klaren Herkunft kaufen...

    noch ein link zu dem buch : http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/...960127-3826948

  17. #17
    Geselle grauenhafterzwerg befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Schöne heile welt.Alles wunderbar und zur Zufriedenheit der ständig
    konsumierenden Hohlkörper gelöst.
    Egal ob im Kongo oder in den Sonderwirtschaftszonen Ausbeutung auf Sklavenhalterniveau im Namen des Marktes.Kapitalismus war noch nie Fein in der Wahl seiner Methoden und doch halten Ihn manche für das Alleinheilmittel und den Markt und dessen Regulatorien für Naturgesetzte .
    Falsch und Selbstmörderisch aber schon Marx sagt egal was mann darüber denkt:
    Biete dem Kapital 500% Profit und es wird bei Strafe des eigenen Unterganges alle Bedenken über Bord werfen.
    Ob Bayer,Niki,Siemens oder wie immer Sie heißen mögen machen sich mit Ihren Geschäften auf Kosten der Menschen der Verletzung Grundlegender Menschenrechte schuldig und gehören vor Internationale Gerichtshöfe und verurteilt.
    Möglich wärs! Wenn die Politik nicht so eng mit denen Verwandt wäre!
    Folglich müßte mann die gleich mit Verurteilen was für ein Caos.
    Ich bin für schnelle Lösungen ohne viel Aufwand so wie es die Arbeiter in Argentienien täglich praktizieren.Betriebe besetzten,Besitzer enteignen korrupte Politiker auf die Bäume jagen und gut wird das.
    Bis die nächsten kommen und mehr wollen wie die anderen lol.

  18. #18
    Beatus ille, qui procul negotiis. Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    Im Kongo hat sich nichts verändert, im Gegenteil die Gewalt hat sich verstärkt.




    In der Demokratischen Republik Kongo tobt Afrikas größter Krieg, der bereits 3,3 Millionen Todesopfer forderte. Fast alle bewaffneten Gruppen im Osten setzen systematisch Vergewaltigungen ein. Die Soldaten wollen die Dorfbewohner mit den brutalen Übergriffen erniedrigen und ihre Gegner demoralisieren. Ehemänner oder Väter werden deshalb häufig gezwungen, bei den Vergewaltigungen zuzusehen. Immer wieder werden Mädchen und Frauen von Soldaten verschleppt und in ihren Camps über Monate missbraucht. Viele kehren nie zurück. Medizinische Versorgung und psychologische Hilfe für Überlebende gibt es kaum. Viele Opfer wagen es zudem aus Scham nicht, eine Vergewaltigung öffentlich zu machen oder gar anzuzeigen. Dabei bräuchten besonders Mädchen, die von einem ihrer Peiniger schwanger geworden sind, dringend Unterstützung.
    UNICEF : Demokratische Republik Kongo: Schutz und Hilfe für vergewaltigte Mädchen


    Hintergrund
    UN-Organisationen schätzen, dass 65 Prozent der Opfer sexueller Gewalt im Jahr 2008 Kinder waren, meistens Mädchen. Sie leiden unter schweren Verletzungen, haben Schwierigkeiten einen Partner zu finden, brechen häufig die Schule ab, werden von ihren Familien zurückgewiesen oder stehen vor der Herausforderung, ein durch Vergewaltigung gezeugtes Kind großzuziehen.
    Sexuelle Gewalt wurde in der Demokratischen Republik Kongo in den letzten 15 Jahren systematisch und großflächig angewandt. Mehr als ein Dutzend bewaffnete Gruppen benutzen Vergewaltigungen, um die Zivilbevölkerung zu terrorisieren, zu strafen und zu kontrollieren. Auf Grund ihrer schieren Größe und ihrer geographischen Verbreitung im ganzen Land ist die kongolesische Armee der hauptverantwortliche Akteur für sexuelle Gewalt. Seit Januar 2009, als die Armee einen Feldzug gegen die Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas (FDLR) - eine bewaffnete ruandische Hutu-Gruppe - begann, hat sich die Anzahl an Vergewaltigungen in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu im Osten Kongos verdoppelt bzw. verdreifacht. Täter sexueller Gewalt stammen sowohl aus der kongolesischen Armee, der FDLR als auch kongolesischen Rebellengruppen.
    Demokratische Republik Kongo: Befehlshaber der Armee für Vergewaltigungen zur Rechenschaft ziehen | Human Rights Watch

  19. #19
    Geheimer Sekretär Pinsel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von Pinsel
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    man beachte auch die staatsform: Demokratische Republik Kongo
    worum geht es eigentlich im kongo?bei den ogonies hat schell gewütet und wir sind dort weiterhin brav tanken gefahren!
    wissen wir wer da wirklich seine finger im spiel hat?
    Ich sagte zu Manfred: "Nigeria ist einer der größten Ölproduzenten der Welt mit über 120 Mio. Einwohnern. Ist zum Beispiel der Ogonie-Führer und Schriftsteller Ken Sarowiwa für dich ein Begriff? Er musste mit mehr als 300 seiner Landsleute für den Öl-Multikonzern Shell sterben. Sind Sékou Touré, Kwame Nkrumah, Patrice Lumumba, Steve Biko, Markus Garvey, Tousaint Louverture oder Thomas Sankara ein Begriff für die deutschen Bürger? Warum werden diese kaum informiert über den Einfluss und die Verantwortung der deutschen Außenpolitik als Akteurin in der EU und der transnationalen Unternehmen in Bezug auf Afrika? http://www.bpb.de/popup/popup_druckv...ml?guid=4DFFS6
    Geändert von Pinsel (26.11.2009 um 13:08 Uhr)
    die wahrheit klebt irgendwo da draußen....
    holo

    http://www.youtube.com/watch?v=9YKObf-Tw2U

  20. #20
    Beatus ille, qui procul negotiis. Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    Ja woher haben die Diktatoren denn ihre Waffen um ihre Bevölkerung zu attackieren? Waffenschieberei aus China und auch in Amerika produzierte Waffen gelangen in deren Hände.

    Sicher weiß man wer eigentlich die Auslöser des Verhaltens dieser Afrikanischen Machthaber sind, wenn man ein wenig nachdenkt. Wer Produziert Waffen? Wer braucht die Ölreserven oder die Diamanten welche dort z. T. noch vorkommen?



    Gruß

    Baronesse

  21. #21
    Geheimer Meister Ich mag mein Beck's befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von Ich mag mein Beck's
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???



    Die deutschen schneiden sich schon ihren Teil vom Kuchen ab, es sind nicht immer die anderen.



    "Durch in Deutschland entwickelte Kleinwaffen sind bis zum heutigen Tage etwa 1,5 Millionen Menschen umgekommen", schätzt Grässlin. Wenn die Bundesregierung sich jetzt gegen Kleinwaffen engagiere, würden also die "eigenen Gewehre wieder eingesammelt, die vorher exportiert wurden".
    Kleine Waffen auf dem Prüfstand | Politik | Deutsche Welle | 15.07.2008

    Mein Stiefvater kommt aus Sierra Leone, ich kann also ein Liedchen davon singen. Informationen aus erster Hand quasi
    "The Snake, the rat, the cat, the dog - how you gon' see them, if you livin' in the fog?"

  22. #22
    Beatus ille, qui procul negotiis. Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    Tja sowas hatte ich geahnt...

  23. #23
    Geselle Viminal befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    Zitat Zitat von Baroness de Berjaraque Beitrag anzeigen
    Sicher weiß man wer eigentlich die Auslöser des Verhaltens dieser Afrikanischen Machthaber sind, wenn man ein wenig nachdenkt. Wer Produziert Waffen?
    Also Auslöser des Verhaltens ist schlicht eigene Gier und Unmenschlichkeit.
    Natürlich nutzen und fördern ausländische Interessengruppen diese Gangster, aber die Tatsache bleibt dass diese selbst Gangster sind. Und hier liegt auch die eigentliche Lösung: Nicht wir im Westen müssen im Stile moderner Kolonialherren etwas unternehmen um den "primitiven Afrikanern" endlich zu zivilisierten Staaten zu verhelfen, sondern die Afrikaner selbst müssen sich aufraffen und eine Zivilgesellschaft aufbauen in der Gangster und Verrückte nicht Präsident werden können. Dann wären auch ausländische Ölinteressenten und Waffenlieferanten kein Problem mehr.
    Und ja, ich bin der Überzeugung die Afrikaner können das, sie haben es schließlich auch geschafft die Kolonialherren loszuwerden.

  24. #24
    Geheimer Sekretär Pinsel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Benutzerbild von Pinsel
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    Zitat Zitat von Viminal Beitrag anzeigen
    Also Auslöser des Verhaltens ist schlicht eigene Gier und Unmenschlichkeit.
    Natürlich nutzen und fördern ausländische Interessengruppen diese Gangster, aber die Tatsache bleibt dass diese selbst Gangster sind. Und hier liegt auch die eigentliche Lösung: Nicht wir im Westen müssen im Stile moderner Kolonialherren etwas unternehmen um den "primitiven Afrikanern" endlich zu zivilisierten Staaten zu verhelfen, sondern die Afrikaner selbst müssen sich aufraffen und eine Zivilgesellschaft aufbauen in der Gangster und Verrückte nicht Präsident werden können. Dann wären auch ausländische Ölinteressenten und Waffenlieferanten kein Problem mehr.
    Und ja, ich bin der Überzeugung die Afrikaner können das, sie haben es schließlich auch geschafft die Kolonialherren loszuwerden.
    stimme ich dir auch zu aber...
    wir haben die mittel das in die länge zu ziehen. es ist doch nicht verkehrt, den menschen hier in europa
    zu zeige was oder wie unsere hände mit im spiel haben!
    die wahrheit klebt irgendwo da draußen....
    holo

    http://www.youtube.com/watch?v=9YKObf-Tw2U

  25. #25
    Geselle Viminal befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    Gewiß.
    Im übrigen hat die ARTE-Sendung "Mit offenen Karten" auch mehrere Beiträge über Afrika bzw afrikanische Länder.

  26. #26
    Beatus ille, qui procul negotiis. Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    Hallo Viminal;
    Also Auslöser des Verhaltens ist schlicht eigene Gier und Unmenschlichkeit.
    Ich weiß nicht ob das immer nur Gier ist, wer unmenschlich aufwächst, sieht die Welt auch mit anderen Augen.
    Natürlich nutzen und fördern ausländische Interessengruppen diese Gangster, aber die Tatsache bleibt dass diese selbst Gangster sind. Und hier liegt auch die eigentliche Lösung: Nicht wir im Westen müssen im Stile moderner Kolonialherren etwas unternehmen um den "primitiven Afrikanern" endlich zu zivilisierten Staaten zu verhelfen, sondern die Afrikaner selbst müssen sich aufraffen und eine Zivilgesellschaft aufbauen in der Gangster und Verrückte nicht Präsident werden können.
    Dazu müßen die Afrikaner aber erstmal wissen wie es in anderen Ländern läuft und wie sie ohne Krieg etwas verbessern könnten, dabei können die Europäer sicher helfen.
    Dann wären auch ausländische Ölinteressenten und Waffenlieferanten kein Problem mehr.
    Und ja, ich bin der Überzeugung die Afrikaner können das, sie haben es schließlich auch geschafft die Kolonialherren loszuwerden.
    Wenn wir davon ausgehen, daß "unsere Lebensart" tatsächlich erstrebenswert ist, bräuchten wir nur eine gute Strategie, wie wir ihnen wirklich helfen können, damit sie sich selbst helfen können.

    Meine Meinung ist vielleicht oft hart, aber meine Beobachtung hat gezeigt, daß es nützlicher ist anderen zu helfen, sich selbst zu helfen, als ihnen alles abzunehmen.

    Dass die Hilfe für Afrika erhöht, gerne auch verdoppelt werden müsse, um den Kontinent aus dem Schlamassel zu helfen, ist eine seit ungefähr 30 Jahren oft geäußerte These. Und tatsächlich stieg die Entwicklungshilfe ständig. Sagenhafte 2,3 Billionen Dollar, schätzt der Weltbankökonom William Easterly sind seit den sechziger Jahren geflossen, überwiegend nach Afrika. Gebracht hat das alles herzlich wenig. Sonst würden Jeffrey Sachs, Bono oder Heidemarie Wieczorek-Zeul nicht ständig noch mehr Geld verlangen.

    Was eines der unzähligen Paradoxe darstellt: Obwohl die Hilfe ganz offensichtlich nicht viel eingebracht hat, soll sie permanent erhöht werden. Ob das Geld nun offiziell für Suppenküchen oder die Krankheitsbekämpfung gedacht ist, spielt keine Rolle. Der Hunger ist auf diese Art und Weise bisher so wenig beseitigt worden wie die Malaria, die man, nur so am Rande, andernorts sehr effektiv mit DDT bekämpft hat, was man bei den Afrikanern aber nicht so gerne sehen möchte.

    Hilfe kann lethargisch machen
    Dies alles, obwohl die Geldhähne des Westens stets weit geöffnet waren und manche Länder geradezu mit Entwicklungshilfe fluteten. Oder vielleicht gerade deswegen. Der Verdacht liegt nahe. Nahezu alle ehemaligen Drittweltländer, denen es heute besser geht, haben es ohne oder nur mit wenig fremder Hilfe geschafft (Singapur, China, Thailand). Die am meisten bekamen hingegen, denen geht es heute am schlechtesten.
    Kommentar: Warum Afrika dank Entwicklungshilfe im Elend verharrt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

  27. #27
    Beatus ille, qui procul negotiis. Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt Ehemaliger_User ist jedem bekannt
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    Zitat Zitat von Viminal Beitrag anzeigen
    Also Auslöser des Verhaltens ist schlicht eigene Gier und Unmenschlichkeit.
    Natürlich nutzen und fördern ausländische Interessengruppen diese Gangster, aber die Tatsache bleibt dass diese selbst Gangster sind. Und hier liegt auch die eigentliche Lösung: Nicht wir im Westen müssen im Stile moderner Kolonialherren etwas unternehmen um den "primitiven Afrikanern" endlich zu zivilisierten Staaten zu verhelfen, sondern die Afrikaner selbst müssen sich aufraffen und eine Zivilgesellschaft aufbauen in der Gangster und Verrückte nicht Präsident werden können. Dann wären auch ausländische Ölinteressenten und Waffenlieferanten kein Problem mehr.
    Und ja, ich bin der Überzeugung die Afrikaner können das, sie haben es schließlich auch geschafft die Kolonialherren loszuwerden.

    Viminal, das versuchen sie doch die Afrikaner und was kommt dabei heraus? Rebellengruppen die alles abschlachten was nicht schneller ist als sie selbst, Kindersoldaten welche auch mit Drogen gefügig gemacht werden, sowie ein Kampf jeder gegen jeden. Die Leute dort haben weder die Kraft noch die Mittel noch die Möglichkeit sich alleine aus der durch den WESTEN entstandene MISERE von Hunger, Krakheit und Armut heraus zu helfen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kindersoldat

    Schon seit der Kollonialzeit werden der Afrikanische Kontinent und seine Bevölkerung ausgebeutet und die dortigen Machthaber erfahren nun noch eher Unterstütung (Waffenlieferunge unsw.) Durch die "Zivilisierte" Welt als, dass sie abgesetzt werden.

    Dein Zynismus ist erschreckend: Sie sind die Kollonialherren los geworden? Dafür haben sie nun Machthaber, welche die ehmalichen Kollonialherren ganz subtil mit Rohdiamanten und anderen Bodenschätzen beliefern, welche die Leute bei wenig Lohn zu tage fürdern dürfen...Die Kollonialherren agieren leider nur ein wenig perfider und subtiler als früher.

    Die Menschen in Afrika sind größtenteils so gebeutelt, die Bodenschätze längst im Westen zu Geld gemacht, dass sie sich eben NICHT mehr alleine retten können. Es wird sogar teilweise noch verhindert.

    Afrika zu helfen hat defakto nichts mit dem "erhabenen Weißen Mann" zu tun, der jetzt den "dummen Kaffern" den Weg zeigen muss. Vielmehr ist der bisher ausbeutende, perverse Weiße nun mal in der PFLICHT sich um diejenigen zu kümmern, denen er seit jeher nur Schaden zugefügt hat



    Das Ganze dann natürlich fernab jeglichen Profites für die Westliche Welt.

    Gruß

    Baronesse
    Geändert von Ehemaliger_User (28.11.2009 um 09:23 Uhr)

  28. #28
    Geselle Viminal befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    Nein, dein Zynismus ist erschreckend:
    Die Afrikaner sollen sich vom perversen weißen Mann helfen lassen ihn selbst los zu werden ...
    Was wir tun können und sollten ist unsere eigenen Eliten und Anführer, falls sie Verbrechen und Ausbeutung (in Afrika) unterstützen, absetzen - also jene denen Du die Waffenlieferungen unterstellst. Den Aufbau der eigenen Zivilgesellschaft müssen die Betroffenen selbst leisten - damit meine ich ja nicht das wir sie ignorieren sollen, nein, das nicht, wenn sie z.b. bei uns studieren wollen oder Anleitung suchen, dann von mir aus gern.
    Aber noch weiter ungefragt eingreifen? Nein, das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint".
    Außerdem ist das ein logisches Problem: Du sagst selbst das noch immer Kräfte im Westen aktiv sind die Afrikaner ausbeuten wollen und offenbar mächtig genug sind jede afrikanische Initiative zu unterdrücken. Wie also willst Du als westliche Initiative die nur bei den Afrikaner ansetzt erfolgreich sein? Mal abgesehen von der Vertrauensfrage muss das genauso scheitern. Was aber Erfolgsaussichten hat, ist die Korrektur der Politik unseres Landes, das würde dann auch den Afrikanern helfen.

    Anders gesagt: Wir müssen unseren Stall ausmisten, die Afrikaner den ihren.
    Global denken, lokal handeln! Das bedeutet du solltest zwar u.a auch das Wohlergehen der Afrikaner im Auge behalten, aber als in Deutschland lebende hier die richtigen Dinge tun anstatt den Einwohnern von Zentralafrika Ratschläge zu geben.

    Im übrigen kursiert im Netz eine Dokumentation mit dem Namen: Angola - US, UN, and Communist Revolutionary Tactics in Africa
    mit Hintergründen über Angola.

  29. #29
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    Zitat Zitat von Viminal Beitrag anzeigen
    Nein, dein Zynismus ist erschreckend:
    Die Afrikaner sollen sich vom perversen weißen Mann helfen lassen ihn selbst los zu werden ...
    Was wir tun können und sollten ist unsere eigenen Eliten und Anführer, falls sie Verbrechen und Ausbeutung (in Afrika) unterstützen, absetzen - also jene denen Du die Waffenlieferungen unterstellst. Den Aufbau der eigenen Zivilgesellschaft müssen die Betroffenen selbst leisten - damit meine ich ja nicht das wir sie ignorieren sollen, nein, das nicht, wenn sie z.b. bei uns studieren wollen oder Anleitung suchen, dann von mir aus gern.
    Aber noch weiter ungefragt eingreifen? Nein, das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint".
    Außerdem ist das ein logisches Problem: Du sagst selbst das noch immer Kräfte im Westen aktiv sind die Afrikaner ausbeuten wollen und offenbar mächtig genug sind jede afrikanische Initiative zu unterdrücken. Wie also willst Du als westliche Initiative die nur bei den Afrikaner ansetzt erfolgreich sein? Mal abgesehen von der Vertrauensfrage muss das genauso scheitern. Was aber Erfolgsaussichten hat, ist die Korrektur der Politik unseres Landes, das würde dann auch den Afrikanern helfen.

    Anders gesagt: Wir müssen unseren Stall ausmisten, die Afrikaner den ihren.
    Global denken, lokal handeln! Das bedeutet du solltest zwar u.a auch das Wohlergehen der Afrikaner im Auge behalten, aber als in Deutschland lebende hier die richtigen Dinge tun anstatt den Einwohnern von Zentralafrika Ratschläge zu geben.

    Im übrigen kursiert im Netz eine Dokumentation mit dem Namen: Angola - US, UN, and Communist Revolutionary Tactics in Africa
    mit Hintergründen über Angola.
    Ja unser Stall gehört durchaus ausgemistet. Hatte ich gesagt wir sollen ihnen Ratschläge geben den Afrikanern? Nein ich hatte gesagt die Westliche Welt sollte die Finger von den Landesressourcen lassen und den Despoten und Diktatoren Einhalt gebieten.

    Deine Theorie wir sollen unser Ding machen und die das ihre und alleine durch Änderung unserer politischen Situation wirds in Afrika nicht besser. Ausser wir verabschieden uns von den Amerikanischen und Chinesischen "Freunden" und machen unser Ding alleine. Das funktioniert aber nicht. Und selbst wenn es funktionieren würde, wären wir noch lange nicht aus der Pflicht sicher nicht mit "guten Ratschlägen" sondern Aktivitäten. Die Ärzte ohne Grenzen wären ein Beispiel dafür. Oder die vielen Hellfer von Organistationen oder auch Privatpersonen, welche sich ohne Profitgier in der sog. "Dritten Welt" engagieren

    So wie du es dir vorstellst Afrika "im Auge behalten" und bei uns mal klar Schiff machen ist schlichtweg ein viel zu langes Unterfangen, wenn es denn je funktionieren sollte. Bis es soweit wäre, dass die Afrikaner von unserer Westpolitik profitieren sind Abertausnde gestorben, verhungert oder getötet worden. Lassen wir doch ganz einfach den Dingen ihren Lauf und beschäftigen uns mit unseren Innenpolitischen und Aussenpoliitischen Eitelkeiten so wie bisher.Dann wirds sicherlich für alle besser.

    Gruß

    Baronesse

  30. #30
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    Standard AW: Afrika - Wer kennt Hintergründe ???

    Hallo Baronesse,
    Ja unser Stall gehört durchaus ausgemistet. Hatte ich gesagt wir sollen ihnen Ratschläge geben den Afrikanern? Nein ich hatte gesagt die Westliche Welt sollte die Finger von den Landesressourcen lassen und den Despoten und Diktatoren Einhalt gebieten.
    Hättest du dich etwas mit der Geschichte Afrikas in den letzten 50 Jahren befaßt, kämst du nicht auf solche Aussagen.
    Es wäre schon gut wenn Diktatoren und Despoten nicht vom Ausland gestützt würden! Reinzugehen und sie zu stürzen, würde die Fortsetzung des Kolonialismus bedeuten: wir bestimmen, wer in Afrika regieren darf.
    Bitte nicht. Die Erfahrung zeigt daß unmenschliche Regimes oft genug von Europa oder den USA aus eingesetzt oder am Leben gehalten wurden. Es stimmt schon, es kann Afrika erst besser gehen wenn die Afrikaner selbst ihre Verantwortung erkennen und dementsprechend handeln.
    Ich weise auf den von Sche verlinkten Artikel hin
    Die meisten Kriege, die am schlimmsten wütenden Krankheiten, die wildwuchernde Korruption. Kaum eine Schreckenstabelle, in der es die Afrikaner nicht zu traurigen Rekorden bringen würden. Wo sagenhafte Bodenschatzreserven und günstiges Klima (Kongo, Nigeria, Sierra Leone) ein angenehmes Leben und Wohlstand für alle hätten bringen können, toben oder tobten verheerende Kriege und bereichern sich Kleptokraten auf geradezu unverschämte Weise. Ganz zu schweigen von Ländern wie Simbabwe, die einmal eine wahre Kornkammer gewesen sind, und wo jetzt starrsinnige Diktatoren alles in Grund und Boden wirtschaften.
    Afrikanische Diktatoren, wohlbemerkt. Es ist nun aber eine demokratische Grundregel daß sich ein Volk selbst seine Regierung wählt - deine Argumentation läuft darauf hinaus, daß der Westen sich das Recht nimmt, unbeliebte Regierungen wo auch immer mittels Militär zu beseitigen. Wir hatten ja mit dem Irak ein wunderbares Beispiel dafür; da kann man gut sehen wie sehr das Volk davon "profitiert" wenn es Demokratie per ordre de mufti verordnet bekommt.
    Nein danke, eine Demokratie nach Art von G.W.Bush wird niemandem etwas bringen außer dem militärisch-industriellen Komplex der USA.
    Was aus Afrika wird, ist Sache der Afrikaner. Unsere Sorge sollte sein, die Zukunft der EU zu gestalten - und dabei auch gleich mal überlegen ob wir mit anderen Kontinenten wirtschaftlich fairer umgehen sollten - derzeit tun wir das nämlich nicht.
    Grüße
    Lobet mir die Friedenshetzer!

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