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Für was sollte ich IHM schon dankbar sein?

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
sorry, hab den eingangspost nicht ganz gelesen, aber in aller kürze:

atheist: ich bin mir sicher, dass es keinen gott gibt.

agnostiker: ich weiß (leider) nicht, ob es einen gott gibt.

ignostiker: ich weiß nicht, ob es gott gibt, und es ist mir auch egal.


ich selbst würde mich ja als ignostiker bezeichnen - i don`t know and i don`t care.
 

Flowing_tears

Geheimer Meister
17. Juli 2004
246
Wofür man Gott dankbar sein sollte ist ne gute Frage.
Okay hardcore Lebensfetischisten sagen jetzt, dass man dankbar sein soll für alles schöne auf der Welt, dafür das man geboren wurde , dafür das man nicht hunger leidet , bla.
Okay soweit sogut, aber wenn ich nie geboren wäre, dann hätt ich auch keinen Hunger und auch keine Schmerzen und würd nie sterben , weil ich nie gelebt hab ?

Also find ich ist Gott n ziemlicher Sauhund wenn er mich verflucht hier auf der Erde ca 90 Jahre zu verbringen, wenn ich auch einfach meine ewige Ruhe haben könnte... Ich finde ewige Ruhe durchaus schöner als diese Welt , in der man die schlechten Sachen nicht mit den guten aufwiegen kann..

Aber ich bin eh der Meinung das Religionen dumm sind. Die meisten richten sich darauf aus, irgendwem oder irgendwas zu dienen. Da lob ich mir LaVey, so dient man nur sich selbst..

Alles in allem kann man sagen, dass ich Leute die denken ein omnipräsenter "Gott" würde ihnen helfen, ziemlich vermessen finde.
 

Lyle

Vorsteher und Richter
16. Februar 2003
777
David schrieb:
Glücklich sind alle, denen Gott ihre Sünden vergeben und ihre Schuld zugedeckt hat!
Glücklich ist der Mensch, dem Gott seine Sünden nicht anrechnet, und der mit Gott kein falsches Spiel treibt!
Erst wollte ich dir, Herr, meine Schuld verheimlichen. Doch davon wurde ich so schwach und elend, daß ich nur noch stöhnen konnte.
Tag und Nacht bedrückte mich dein Zorn, meine Lebenskraft vertrocknete wie Wasser in der Sommerhitze.
Da endlich gestand ich dir meine Sünde; mein Unrecht wollte ich nicht länger verschweigen. Ich sagte: «Ich will dem Herrn meine Vergehen bekennen!» Und wirklich: Du hast mir meine ganze Schuld vergeben!
Darum sollen auch alle, die dich lieben, Herr, zu dir beten. Wer dich zur rechten Zeit anruft, der bleibt verschont von den Wogen des Unheils.
Bei dir bin ich in Sicherheit; du läßt nicht zu, daß ich vor Angst und Not umkomme. Ich singe und juble: «Du hast mich befreit!»
Und du sprichst zu mir: «Ich will dich lehren und dir sagen, wie du leben sollst; ich berate dich, nie verliere ich dich aus den Augen.
Sei nicht wie ein Pferd oder ein Maultier ohne Verstand! Wenn sie wild ausschlagen, mußt du sie mit Zaum und Zügel bändigen, sonst folgen sie dir nicht!»
Wer Gottes Weisungen in den Wind schlägt, der schafft sich Not und Schmerzen. Wer jedoch dem Herrn vertraut, den wird Gottes Güte umgeben.
Freut euch an ihm und jubelt laut, die ihr zum Herrn gehört! Singt vor Freude, die ihr Gott gehorcht!



David schrieb:
Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich.
Ich will dich täglich loben und deinen Namen rühmen immer und ewiglich.
Der HERR ist groß und sehr zu loben, und seine Größe ist unausforschlich.
Kindeskinder werden deine Werke preisen und deine gewaltigen Taten verkündigen.
Sie sollen reden von deiner hohen, herrlichen Pracht und deinen Wundern nachsinnen;
sie sollen reden von deinen mächtigen Taten und erzählen von deiner Herrlichkeit;
sie sollen preisen deine große Güte und deine Gerechtigkeit rühmen.
Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.
Der HERR ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke.
Es sollen dir danken, HERR, alle deine Werke und deine Heiligen dich loben
und die Ehre deines Königtums rühmen und von deiner Macht reden,
daß den Menschen deine gewaltigen Taten kundwerden und die herrliche Pracht deines Königtums.
Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft währet für und für. Der HERR ist getreu in all seinen Worten und gnädig in allen seinen Werken.
Der HERR hält alle, die da fallen, und richtet alle auf, die niedergeschlagen sind.
Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.
Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.
Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken.
Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen.
Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und hört ihr Schreien und hilft ihnen.
Der HERR behütet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlosen.
Mein Mund soll des HERRN Lob verkündigen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich.
 

theGreenPig

Geselle
5. April 2004
19
wayne:

warum wir hier sind, weiss keine sau. ich kenne niemanden, der mir den ursprung der realität erklären kann(urknall.. jaja.. und davor? -gott. -und davor?).
das überschreitet entweder unseren horizont, oder wir müssen das glauben, was wir fassen können. denke so weit wie du kannst, glaube daran, und lass dir keinen scheiss einreden. menschen wollen macht. das war schon immer so. schlaue menschen denken weit voraus. manche ideen überdauern jahrtausende, ohne wiederlegt zu werden.
es gab ideen, von denen wir nie etwas gehört haben, und niemals etwas hören werden.
ob du dem, worauf du stösst, dankbar bist oder sein solltest...
das ist keine bedingung. unser gefängnis ist die zeit. alles was ausserhalb dieser dimenson liegt (es MUSS noch eine "schale" darum geben, weil zeit nicht konstant ist.. google physik), können wir uns leider nicht vorstellen - auch wenn man es berechnen kann.
glaube oder nicht. wenn du glaubst dann handele danach und lerne. wenn nicht.. dann .. lerne und denk weiter nach.

ich vertraue religionen soweit, dass sich SO viele menschen nicht irren können, wenn man von jeder religion den machtfaktor, bzw den "damals-war-das-halt-die-ideale-lösung"-faktor abzieht.
was bleibt ist: achte andere menschen, denke daran, dass sie sich(wenn sie nicht total verblödet sind) ähnliche gedanken wie du machen, dass jeder nur ein produkt seiner vergangenheit, seiner anlagen, familie, freunde und des whatever-faktors ist.
dieser "whatever-faktor" ist halt:

-einfluss des zufällig gewählten tvprogramms
-..
-erlebnisse des tages, die man nicht vorhersehen konnte
-der eigenen entscheidung
-..und der entscheidung, die daraus resultiert.

ob du der instanz, die für diesen faktor verantwortlich ist, in diesem moment dankbar bist, musst du selber entscheiden.
oft stellt sich irgendetwas erst später als sinnvoll heraus.
bist du dem planeten jupiter dankbar, um zu glauben, dass es ihn gibt?
ich habe ihn noch nicht gesehen, und muss irgendwelchen physikern oder astronomen vertrauen.

me hoping u got the point ;)
 

Wayne_I

Geselle
29. Oktober 2004
16
Tut mir leid, ich bin euch dankbar für eure versuche, aber ich zweifle doch sehr daran dass hier jemand den TExt wirklich gelesen hat. Eine andere Möglichkeit wäre mangelndes Verständnis, aber wenn man sich etwas Mühe gibt müßten meine Gedanken doch verständlich sein.
Jemand von euch hat geschreiben man könnte Gott doch dankbar sein und man wüßte -wenn mann glaubt - dass immer jemand da ist, auch wenn man selber ganz alleine ist und dass Gott die GEbete erhört. Wenn dem so wäre, dann würde Gott sich immernoch aktiv in unser Leben einmischen und dadurch müßte man in auch zur Verantwortung für all das Leid auf der Welt heranziehen. Da ist mein Problem, entweder er hilft hier niemanden und dann ist er vollkommen überflüssig, oder aber er hilft einigen Leuten. Wenn das jedoch so wäre, dann würde er bewußt das Leid der Menschen geschehen lassen. Dies wäre kein Gott der Gebete, Dank oder Huldigungen verdient hätte. Ich habe das im Eingangspost wesentlich klarer ausgedrück und würde jeden, das dazu etwas schrieben will bitten diesen einmal gründlich zu lesen und erst dann zu antworten. Ansonsten, sind mir eure Antworten nicht von sehr großem Nutzen. Danke im Vorraus
 

Rupert

Geheimer Meister
9. September 2004
237
Gibt es Gott oder gibt es ihn nicht? Diese Frage musste ich auch einst für mich selbst beantworten. Ich weiß nicht, ob dir meine Ansicht zu dem Thema hilft, aber ich will sie dir auch nicht vorenthalten ...
Ohne Zweifel muss dieser Jesus einiges gemacht haben, was nicht sehr viele Menschen fertiggebracht haben, das steht fest. Sonst hätte niemand Bücher über ihn geschrieben ... ohne Zweifel muss Moses ein paar tolle Tricks gezaubert haben, sonst gäbe es die fünf mosaischen Bücher nicht. Aber warum konnten diese zwei Personen Todkranke heilen, Meere spalten, über Wasser gehen? Wie konnte Jesus den Tod überwinden? Aus eigener Kraft nicht. Ihnen muss jemand geholfen haben. Dieser Jemand ist Gott.

Aber wer ist nun Gott? Für mich ist er in uns allen. In allem Lebendigen. In dem Menschen im Besonderen, denn die Menschen haben sich über die Jahrtausende so weit entwickelt, dass sie die göttliche Kraft in ihnen am besten nutzen können. Ja, für mich widersprechen sich Darwins Evolutionslehre und die Schöpfungstheorie nicht. Meines Erachtens wurde die Schöpfungstheorie nur falsch interpretiert. Gott schuf nicht den Menschen als sein Abbild; denn der Mensch ist gering im Vergleich zu einer so hohen Macht. Der Schöpfer kreierte das Universum mit sich selbst; ein unendlicher Raum, grenzenlos in seinen Möglichkeiten, facettenreich wie nichts. Doch zwei so große Räume - Gott und das Universum - können nicht nebeneinander existieren. Daher denke ich, dass sich Gott in unser Universum aufgelöst hat und nun in allem Lebenigen steckt.

Der ständige Lauf der Fortpflanzung, das Blühen und Welken, das Leben und Sterben; dies alles ist Teil des großen Kreislaufes, der die göttlichen Elemente von Generation zu Generation weiterträgt.

Natürlich wirst du jetzt berechtigterweise einwerfen, dass das Leben auch grausam ist; Hunger, Krankheiten, Kriege. Das ist richtig. Doch woher kommen diese Krankheiten? Wer macht den Krieg? Wer sorgt für Hunger? Viele Krankheiten, die uns heute bedrohen (Aids, Krebs usw.) wurden erst durch den Menschen geschaffen oder ans Tageslicht gefördert ! Es war der göttliche Funke, der uns zu diesen Taten geführt hat; denn ohne ihn wären wir leer und ein Sklave unserer Triebe.

Doch wieso führt uns ein so perfekter Funke dazu, solche Greuel anzurichten? Ganz einfach: der Funke in uns, das, was manche Menschen auch als Seele bezeichnen würden, kann vielseitig eingesetzt werden. Viele Menschen vertrauen darauf, dass sie im nächsten Leben Vorteile haben werden, wenn sie nur ein gutes Karma besitzen, ihr jetziges Leben friedvoll und freundlich, hilfbereit gegenüber anderen meistern; die Urheber dieser Ideen nutzten ihren göttlichen Funken "gut", wenn man dieses Wort so pauschal überhaupt verwenden darf. Sie versuchten, das Gemeinschaftswesen zu fördern, die Menschen zu friedfertigen Wesen zu machen, das Leben angenehmer zu gestalten. Jesus nutzte seinen göttlichen Funken mit an Perfektion grenzendem Können; er versuchte, die Menschen aufzurütteln; die stocksteife jüdische Lehre seiner Zeit zu bewegen, die Menschheit zu verbessern, doch er erntete den Tod. Ist er wirklich auferstanden? Ich weiß es nicht. Doch ich glaube, dass er einen gerechten Lohn erhalten hat für das, was er auf sich genommen hat, um die Menschheit ein Stück besser zu machen.

Womit wir schon beim nächsten Thema wären - ein Leben nach dem Tod, gibt es das? In meinem Verstädnis wird der Tod EIN Leben beenden und ein anderes beginnen lassen. Wenn wir unser Leben beenden, also sterben, entweicht - so hoffe ich - der göttliche Funken und ordnet sich an einem noch leeren Platz wieder ein. Doch, so glaube ich, ist dieser Platz nicht vom Zufall bestimmt; je hilfsbereiter, freundlicher, ehrlicher; je besser man sein Leben gelebt hat, umso angenehmer wird die künftige Position sein. Das lädt natürlich dazu ein, sich auf den Erfolgen auszuruhen und die jetzige Existenz mit High-Life zu verschwenden, obwohl man als Bevorteilter so viel Gutes tun könnte. So kommt man dann wieder in eine nicht so vorteilhafte Position, deren halbwegs erfolgreiches Meistern wieder ein Schritt in eine angenehmere Existenz ist.

Doch wer bestimmt, welche Funken welcher Materie Leben einhaucht? Der Funken selbst. Denn Gutes verleiht Kraft. Und je kräftiger der Funken ist, umso länger kann er suchen, umso erfolgreicher wird er im Finden sein. Man sollte sich den so oft erwähnten Funken Gottes nicht als kleinen Flugapparat vorstellen, der wild durch die Gegend zappelt und sich ein Kindchen aus gutbürgerlichem Hause sucht, das ihn beherbergen kann; vielmehr wartet er im Stillen, bis er fühlt, dass er gebraucht wird. Das könnte auch elektromagnetische Felder und Geister näher erläutern; manche Seelen brauchen länger, um ihren neuen Bestimmungsort zu finden, sie verweilen derweil in einer Zwischenwelt, die nicht fest, nur manchmal sichtbar ist; Poltergeister könnten dementsprechend verunstaltete Existenzen sein, die ihre neue Heimat nicht finden können, weil keiner sie "haben will".

Die Anhänger von polytheistischen Religionen halte ich keineswegs für Spinner; ich denke nur, dass sie nicht den göttlichen Funken verehren, sondern diejenigen, die ihren Funken am optimalsten genutzt haben.

Ebenso denke ich, dass Beten auf keinen Fall sinnlos ist ! Denn wer betet, spricht seinen göttlichen Kern an; auf dass ihm Geschick und Glück gegeben werde, um die gewünschten Aufgaben und Herausforderungen zu meistern. Je stärker das Vertrauen in den Kern, umso mehr gibt er auch zurück; das könnte auch eine Bestätigung auf Centauris Erfahrungen sein.

Natürlich will ich niemandem diese Meinung als richtig verkaufen, sind bloß meine Gedankengänge, die mir helfen, das Geschehen zu verstehen; vielleicht bringen sie dich ja etwas weiter, Wayne.
 

Lyle

Vorsteher und Richter
16. Februar 2003
777
@ Wayne_I
Darf ich Dir mal eine Frage über Deinen Vater stellen?
Hat er Dich aus jeder Patsche in die Du dich begeben hast, sofort herausgeholt und Dich vor allen Konsequenzen geschützt.

Sollte er es getan haben, kann ich ihm leider kein Kompliment für seine Erziehung machen. Denn zum Erwachsenwerden gehört dazu, dass man lernt seine eigenen Entscheidungen zu treffen und mit deren Konsequenzen zu leben, und nichts anderes tut Gott. Und so wie ein Vater manchmal zusieht, wie sein Kind die Konsequenzen seiner Handlungen ausbaden muss, so sieht auch Gott manchmal zu. Nur "manchmal" bedeutet längst nicht "immer".
Und woher willst Du eigentlich wissen, dass Gott z.B. einen Mörder nicht zur Rechenschaft zieht.
 

Wayne_I

Geselle
29. Oktober 2004
16
Sicher, das hatte ich völlig übersehen. Ein kleines Kind, irgendwo in der Innenstadt von Bagdad trägt nur die Konsequenzen für sein unverantwortliches HAndeln, wenn ihm eine Bombe Arme und Beine wegreißt. Jetzt habe ich alles verstanden...

Nein, mein Vater hat mich seit ich 12 war immer alles alleine klären lassen. Er hat mich nie aus der SCheisse gezogen. ICh trage seit jahren die Verantworrtung für alles was ich tue.
 

benicio

Intendant der Gebäude
10. Oktober 2004
817
hi

keiner von uns wird die existenz eines gottes beweisen und dir wayne überzeugende argumente liefern können.
bei all dem leid, dass auf unserem planeten vorhanden ist, ist es auch nicht leicht an einen eingreifenden gott zu glauben.... und wenn man sich die mühe macht die bibel zu lesen, kann man schon garnicht an einen unfehlbaren gott glauben.

ich denke es ist erstmal von vorteil wenn etwas abstand von den biblischen schriften nimmt. die bibel ist meiner meinung nach "nur" ein zusammengefriemeltes teils zusammengedichtetes, über die jahrhunderte instrumentaliesiertes sammelsorium verschiedenster quellen. ist also nicht verwunderlich wenn mancheiner wiedersprüchliches in ihr entdeckt (sinnflut, teilung des meeres, grausame gottestaten im AT...) und von "gelehrten" bibelkundigen nur unzureichend befriedingende antworten darauf bekommt.

weiter machen wir den fehler unsere existens für zu wichtig zu halten.
wir gehen immer nur von unserem standpunkt aus, betrachten das gesammte geschehen aus einer sehr einseitigen perspektive. warum ich? warum die menschen leiden? was für eine bedeutung hat mein leben oder das der menschen? usw.
wir vergessen, dass das universum und all das was noch drumherum sein mag schon lange vor uns dagewesen ist. und wir verdrängen, dass die spezies mensch irgendwann auch ein ende finden könnte, und das universum auch ohne uns lange, lange existieren kann.
wir sind teil vom ganzen, wir bestehen aus dem selben "material" wie alles um uns herum...brauchen es nur lange genug zu zerstückeln.

wir verdrängen, dass leid auch von anderen lebensformen empfunden wird. denkt doch nur an all die tierchen die gerade im zuge der nahrungskette erlegt werden... die leiden auch in dem moment... und das völlig natürlich und nicht aus boswilligkeit. was ich damit sagen will ist, dass leiden zum leben dazugehört, wie alles andere auch.
wir können jetzt nicht, nur deshalb weil unsere spezies vollkommen egoistisch und barbarisch agiert, die gesammte existenz (schöpfung...würde ich sagen) verurteilen.

wenn es das gute gibt so muss es auch das böse geben, das prinzip der dualität.... nur so können doch erst empfindungen, meinungen, erfahrungen usw. entstehen, indem man die verschiedensten facetten des lebens erfährt wird man doch erst reif, erfahren, weise, ...all-wissend?
was würde es uns bringen wenn alles immer nur so wäre wie wir es uns vorstellen? angenommen wir würden ewig lange leben... immer gesund, wir würden nur einen einzigen gefühlszustand kennen, glück... keine enttäuschungen, nichts das uns irgendwie negativ stimmen könnte...
was würde uns das bringen? wie furchtbar wäre das denn?

ohhh es ist wieder so spät muss jetzt kicken gehen...beeile mich...

das woraus wir bestehen oder was das alles erschaffen hat oder anders...das was existiert, ist das gegenteil von "nichts"... und das kann nur alles sein. klingt für mich logisch...
und alles, das ist auch gut und böse. es unterscheidet, es bewertet aber es verurteilt nicht so wie wir es uns vorstellen. alles gehört zusammen.
alles ist wichtig um die einheit , das ganze zu bilden.

und darauf kommt es meiner meinung nach an.
wenn wir beseelte körper sind... dann ist nicht notwendigerweise der körper wichtig, oder das was den körper zu lebzeiten umgibt oder das was sich materiell auf der materiellen welt abspielt... es kommt eher darauf an was wir, als seelen ohne körper aus dem materiellen schöpfen können.
mal etwas makaber ...
wen juckts, wenn dem körper der kopf abgeschlagen wird... wichtig ist, dass ich weis wie es ist und ich daraus meine schlüsse ziehe.
wie ist es reich zu sein? wie ist es zu hungern? wie ist es 1000 frauen flachgelegt zu haben?
wie ist es ohne penis geboren zu werden? usw. ...nach diesem prinzip der dualität kann man erst lernen zu unterscheiden und sich zu entwickeln.

deshalb glaube ich an mehrere leben, nur so macht es in meinen augen sinn...
es wäre doch sehr unfair wenn man jmden (eine seele) während einer einzigen lebensspanne, anhand der umstände die zu dem zeitpunkt gegeben sind zu beurteilen...
(ein kind im irak wird nicht so aufwachsen können wie ein kind in den usa...aber ist es dann selbst schuld wenn es so oder so denkt?).

ok ich muss weg.
hoffe es war einigermasen verständlich...

lg
benicio
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
es gibt doch nur leiden auf der welt, weil wir es als solches erkennen können. das ist doch mit der vertreibung aus dem paradies gemeint. wir haben vom baum der erkenntnis gegessen und jetzt sind wir keine tiere mehr, die nur auf gott vertrauen müssen, sondern müssen uns selber durchs leben schlagen. mit allen vor- und nachteilen. ich glaube nicht wortwörtlich daran, dass gott uns aus dem paradies geschmissen hat, meiner meinung nach ist das nur eine metapher, die erklärt, warum wir das leiden aushalten müssen. eine philosophische abhandlung, so in worte verpackt, dass es der einfache mensch vor 2000 jahren auch verstandne hat. für tiere gibt es kein leid, für die ist ihr leben ein nicht hinterfragbarer fakt, und sie wissen nicht, wie es anderen tieren ergeht - zumindest nicht in diesem globalen ausmaße, wie es uns menschen bewusst ist. für tiere gibt es kein leid auf dieser welt, denn für sie gibt es nicht weder das konzept "leid" noch das konzept "diese welt". war das die bergpredigt, das mit den vögeln, die sich um nichts sorgen und trotzdem leben, und wir sollen es genau so machen? das ist für mich die gleiche geschichte...
 

Z

Geheimer Meister
24. Juni 2003
487
Wayne, ich empfehle dir das Buch "Die Götter waren Astronauten" von Däniken, ist echt sehr interessant und könnte dir einige Anstösse geben.

just my cents,

Z
 

Lyle

Vorsteher und Richter
16. Februar 2003
777
Sicher, das hatte ich völlig übersehen. Ein kleines Kind, irgendwo in der Innenstadt von Bagdad trägt nur die Konsequenzen für sein unverantwortliches HAndeln, wenn ihm eine Bombe Arme und Beine wegreißt. Jetzt habe ich alles verstanden...
Nicht ganz. Es sind nicht unbedingt die Konsequenzen seines unverantwortliches Handeln, sondern eher ein Teil der Konsequenzen des unverantwortliche Handelns anderer Menschen bzw. der Menscheit.
 

LordComputer

Geselle
31. Oktober 2004
13
Also ich bin voll deiner Meinung Wayne_I, es gibt weder einen gott noch eine selee, und wenn es doch sowas wie eine selee geben sollte dann hat genauso ein Hund wie ein Affe oder ein Mensch eine.
Es ist völlig nebensächlich ob es einen Gott, Selee oder sonst was gibt.
Denn wenn wir realistisch sind werden sich solche fragen sowieso nie beantworten lassen, nicht einmal nach dem tot, denn wenn es keine Selle gibt gibt es auch nach dem Tot nichts mehr.

Das einzig was nach dem Tot übrig bleibt ist die Körperenergie, den wir wissen ja das einergie weder erezeugt noch verloren gehen kann.
 

Innana

Großmeister
28. Oktober 2004
53
@Wayne
also, irgendwie widersprichst du dich ein wenig, einerseits glaubst du nicht an die existenz gottes, andererseits kannst du auch nicht wirklich etwas dagegen setzen . ich denke du bist einfach in einer glaubenskrise. ich unterstelle Dir sogar, daß Du dir heimlich wünschst, es gäbe gott, damit endlich jemand hier die verantwortung übernimmt. Da gott aber keine "Person" ist (stell ich jetzt ganz frech einfach mal so in den raum :D ), kann "es" auch keine verantwortung übernehmen, ergo gibt es "gott" deiner Meinung nach dann auch nicht...
Der biblische name von gott, bedeutet soviel wie "ich bin !" oder "ich bin da" , nicht "ich übernehme hier die Verantwortung". Andereseits droht gott auch nicht, daß ist dogmatisches kirchengefasel.
Also, (jetzt hör ich mich wahrscheinlich fast an wie dein dogmatisierter vater 8O ) mir gings mal ähnlich wie dir, ich war so verwirrt von dem ganzen glauben, weil sich da sowieso keiner einig ist und weil eben jede religion was anderes sagt, aber doch irgendwie das gleiche meint und hab mich auch irgendwann davon verabschiedet.
ABER, gott hab ich trotzdem behalten, denn gott dieses unerklärliche wesen, das man hören und spüren kann, wenn man will, kann nun wirklich nichts dafür, daß es ständig (falsch!?) interpretiert und erklärt wird ! Also fazit : les die bibel, den koran, buddas lehren oder sonstwas und zieh dir einfach deine zehn prozent raus. so mach ich es und kann es nur empfehlen. Man hält sich frei von dogmen und geniesst trotzdem all die informationen die einen weiterbringen auf der großen Suche. Hoffe ich konnte dir was geben. :D :D
tschau derweil Innana
 

Lyle

Vorsteher und Richter
16. Februar 2003
777
Hallo Antimagnet.
Zunächst geht es mir darum, in weit die Geschichte als Metapher zu verstehen ist. Nun, meine grundsätzliche Einstellung dazu ist, dass biblische Geschichten auch eine metaphorische Bedeutung haben können. Wenn ich also sage, dass ich eine Geschichte als historische Begebenheit anerkenne, was so ziemlich bei allen biblischen der Fall ist, dann schließe ich damit nicht a priori aus, dass es auch eine weitergehende symbolische Bedeutung gibt. Deshalb kann ich Dir allgemein zustimmen, wenn Du sagst, dass es sich um eine philosophische Abhandlung handelt. Gleichzeitig widerspreche Dir allerdings wenn Du sagst, dass sich die Geschichte nicht tatsächlich ereignet hat. Wenn ich somit beide Bedeutungen zulasse, dann muss ich aber aufpassen, dass sie sich gegenseitig nicht widersprechen. Das wäre aber der Fall, wenn ich Deine Symbolik annehme. Nach dem was Du Geschrieben hast, wäre Leid die Folge der Erkenntnis. Die Geschichte jedoch besagt, dass Leid ebenso wie Erkenntnis beides die Folge einer anderen Ursache ist. Die Erkenntnis war die Folge der Sünde, ebenso wie auch das Leid die Folge der Sünde war. Die Erkenntnis - und zwar geht es hier um moralische Erkenntnis - ist eine Sache die nur der Mensch besitzt, kein Tier kennt den Unterschied zwischen richtig und falsch. Ich denke im Unteraschied zu Dir aber schon, dass Tiere Leid erfahren können. Wir Menschen leiden z.B. dann, wenn ein Kind stirbt, ich denke nicht, dass dies bei (zumindest einigen) Tieren anders ist. Wenn in der Natur z.B. ein Junges von einem Raubtier getötet wurde und die Mutter den Kadaver findet, dann sieht das zumindest in den Dokumentationen schon so aus, als würde dort Leid erlebt. Was dort wirklich abgeht frag aber vielleicht besser einen Verhaltensforscher.

Ich hoffe, ich konnte Dir dienlich sein
Gruß
Lyle
 

Wayne_I

Geselle
29. Oktober 2004
16
@Innana:

Der Punkt ist doch, dass es völlig egal ist, ob es einen Gott gibt oder nicht. Ich brauche da nichts gegenzusetzen, es ist eben eine Glaubensfrage, einen Beweis oder GEgenbeweis gibt es nicht.
Ich meine, wenn es Gott gäbe, dann verdient er unseren Glauben nicht, weil wir ihm überhaupt nichts zu verdanken haben.
 

benicio

Intendant der Gebäude
10. Oktober 2004
817
@wayne
bist du deinen eltern etwa nicht dankbar?...die haben dich doch in die welt gesetzt...
also ehrlich...
ich glaube du machst irgendeine schlimme phase durch.
mach dir doch bitte mal die mühe und informiere dich, mach die augen auf, mach dir gedanken über das was die leute dir hier schreiben...
nicht einfach nur abblocken und schmollen "nöö, alles ist böse, es gibt soviel leid, gott ist doof".
mag sein, dass für dich im moment alles irgendwie wenig sinn ergibt... aber das muss ja nicht so bleiben.

[/quote]
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
(@lyle)

ok, etwas ausführlicher:

was die metaphorik angeht, da sind wir wohl verschiedener meinung (ich gehe davon aus, dass der reale charakter bei den meisten geschichten nicht gegeben ist), aber ich denke, dass das hier eher nebensächlich ist.

Nach dem was Du Geschrieben hast, wäre Leid die Folge der Erkenntnis.

naja, ich meinte es so:
klar hat ein tier schmerzen und fühlt somit leid. ich denke auch, dass tiere mitleid haben können. aber sie haben kein konzept vom leiden in der welt. tiere fragen sich nicht, warum gott (oder sonst wer) dieses leid zulässt. oder dass man dieses leid minimierne könnte, wenn man nur wollte. insofern ist natürlich schmerzempfinden keine folge der erkenntnis... doch halt, irgendwie schon. man muss ja den schmerz erkennen. ner bakterie wird man kaum schmerzen zufügen können, die hat ja diesbezüglich gar keine erkenntnis. höher entwickelte tiere haben diesbezüglich eine erkenntnis. und wir menschen haben eine erkenntnis für "das leid der welt". was die vetreibung aus dem paradies angeht, so interpretiere ich das für mich so: schon vor ein paar tausend jahren haben menschen erkannt, dass das leiden in der welt doch eigentlich nicht sein müsste. und um es ihnen zu erklären, wurde die paradies-geschichte erzählt. als strafe durch eine höhere gewalt - so hoch, dass man sie nicht anzweifeln oder ihre methoden hinterfragen darf. es ist halt so, dass wir menschen leiden müssen. das gehört zum mensch-sein dazu. wären wir keine menschen, sondern paradies-bewohner, wäre alles viel besser. wir sind aber nicht mehr im paradies - obwohl man sich ein paradies ja leicht vorstellen kann. es ist ja nicht so abstrakt, und wie leicht es ist, erkennt man an der großen anzahl utopischer gesellschaftskonzeptionen, von den großen etablierten wie z.b. der perfekte kommunismus bis zu den kleinen privaten utopien, die jeder hat, frei nach dem motto: wenn die mesnchen doch bloß so und so (vielleicht so wie ich) wären, es wäre alles viel besser. aber die menschen sind nicht so wie ich (obowhl sie es könnten, ich bin es ja auch) und so erklärt sich das dilemma, warum die menschen nicht so sein können, wie sie sein könnten. ääh, ja. halbwegs verständlich?
 

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