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totenbücher

michl

Geselle
31. Juli 2003
17
salve zusammen,

kann mir jemand ne kurzfassung zum tibetanischen und zum ägüptischen totenbuch geben ?
vielen dank schon mal
dermichl
 
28. Dezember 2002
13
um mich kurz zu fassen:
beim tibetanischen Totenbuch geht es in der einen hälfte um das Leben an sich, in der anderen hälfte wird der Tod selber und die Stationen die jeder Sterbende nach dem Tod durchmachen muss, beschrieben(Konfrontation mit Geistern, Karma- entweder Wiedereintritt ins Leben oder Nirvana). Es heißt, wenn man es einmal gelesen hat, bleibt es ein Leben lang im Unterbewusstsein stecken und man kann mit dessen Hilfe eine bessere Wiedergeburt erreichen).
(kann an einigen Stellen sehr langweilig werden)

das ägyptische hab ich nicht gelesen. Mir wurde gesagt, dass es nur um die Totenreise des einbalsamierten Pharaos geht und nicht die der Normalbevölkerung. Ohne Gewähr!

gruß aurora
 

Shiva2012

Vollkommener Meister
17. Januar 2003
565
Ich lasse mal Grof sprechen :
Der Bardo Thödol ist ein Führer für die Sterbenden und die Toten, ein
Handbuch, das den Toten anleiten soll, mit Hilfe eines sachkundigen Leh-
rers die verschiedenen Stufen des Bereichs zwischen Tod und Wiedergeburt
zu erkennen und die Befreiung zu erlangen. Die mit dem Prozeß des Todes
und der Wiedergeburt verbundenen Bewußtseinszustände gehören einer
größeren Gruppe von Zwischenbereichen oder »Bardos« an. Zu ihnen zählt
der Bardo-Zustand des Daseins im Mutterschoß, der Bardo des Traumzu-
stands, der Bardo des ekstatischen Gleichgewichts in der tiefen Meditation,
der Bardo des Todeseintritts (Chikhai Bardo), der Bardo der karmischen Illu-
sionen nach dem Tod (Chönyid Bardo) und der Bardo des Daseins, während
man nach Wiedergeburt strebt (Sibpa Bardo).

Das Tibetische Totenbuch wurde als Führer für die Sterbenden verfaßt. Es
hat jedoch zusätzliche Bedeutungsebenen. Nach der buddhistischen Lehre
treten Tod und Wiedergeburt nicht nur am Ende des irdischen Lebens, son-
dern in jedem Augenblick unseres Daseins ein. Die im Bardo Thödol
geschilderten Zustände können während systematischer spiritueller Übun-
gen auch meditativ erlebt werden. Dieser wichtige Text ist daher gleichzei-
tig ein Führerfür die Sterbenden, für die Lebenden und für ernsthaft spirituell
Suchende. Er gehört zu einer Reihe von Anweisungen über die verschiede-
nen Typen der Befreiung: Befreiung durch Hören, durch Sehen, durch Erin-
nern, durch Schmecken und Berühren.
Quelle : Stanislav Grof - Totenbücher (Seite 12)

Der Vorteil am Tibetischen Totenbuch ist, das die Fachleute noch heute unterrichten.
Als Buch - mit vielen kleinen Übungen - empfehle ich :
Sogyal Rinpoche - Das Tibetische Buch vom Leben und vom Sterben

Hie beschreibt er die Bardos in ihrer Analogie zu Phasen des Schlafes und erläutert weiter :
Natürlich handelt es sich bei den Bardos des Todes um viel tiefere Be-
wußtseinszustände als bei den Schlaf- und Traumerlebnissen und um viel
machtvollere Momente; aber ihre relativen Feinheitsgrade entsprechen
sich in etwa und vermitteln einen Einblick in die Verbindungen und Par-
allelen, die zwischen verschiedenen Ebenen des Bewußtseins existieren.
Manche Meister benutzen dasselbe Beispiel, um zu verdeutlichen, wie
schwierig es ist, das Gewahrsein während der Bardo-Zustände aufrecht-
zuerhalten. Wie viele von uns bemerken die Veränderungen im Bewußt-
sein, wenn sie einschlafen? Wer ist sich schon des Zustandes zwischen
dem Einschlafen und dem Einsetzen der Träume bewußt? Wie viele wis-
sen während eines Traumes, daß sie träumen? Das vermittelt uns viel-
leicht eine Vorstellung davon, wie schwierig es erst sein muß, mitten im
Aufruhr der Bardos des Todes das Gewahrsein aufrechtzuerhalten.

Wie unser Geist sich in den Schlaf- und Traumzuständen verhält, weist
darauf hin, wie er sich in den entsprechenden Bardo-Erfahrungen verhal-
ten wird. So zeigt zum Beispiel die Art, wie wir jetzt auf Träume, Alp-
träume und Schwierigkeiten reagieren in etwa, wie wir nach dem Tode
reagieren werden.

Darum spielt auch der Yoga des Schlafens und Träumens eine so tra-
gende Rolle in der Vorbereitung auf den Tod. Ein wahrhaft Praktizieren-
der versucht, sein Gewahrsein der Natur des Geistes fehlerlos und unun-
terbrochen Tag und Nacht aufrechtzuhalten, und er wird auf diese Weise
alle Phasen von Schlaf und Traum dazu nutzen, sich mit den Bardo-Er-
fahrungen während des Todes und danach vertraut zu machen
.
(Seite 138)
 

michl

Geselle
31. Juli 2003
17
hi aurora und shiva,

vielen dank soweit jez hab ich schon mal ne richtung
wäre geil wenn noch jemand was über das ägyptische sagen kann

dermichl
 
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