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Eine neue Sichtweise zur Entstehung von Religionen!

Dies ist eine Diskussion zum Thema "Eine neue Sichtweise zur Entstehung von Religionen!" im "Glaube und Religion" des Bereiches "Nachdenkliches"

  1. #1
    Prinz von Jerusalem Benutzerbild von Bona-Dea
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    Beitrag Eine neue Sichtweise zur Entstehung von Religionen!


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    Es ist mir klar das einige entsetzt sein werden, wenn ich nun sage, dass Religion dadurch entsteht, das viele an einen einzigen "Propheten" ihre Hilflosigkeit und Unfähigkeit knüpfen, dass er ihnen ihr Seelenheil bringen soll, fast immer gibt es masslose Übertreibungen um zu zeigen das dieser Mensch etwas besonderes gewesen sein soll. Je länger die mündliche Überlieferung, desto fantastischer die Geschichten.
    Moses konnte demnach das rote Meer teilen, Flüche schleudern und mit Gott persönlich sprechen, den anderen dummen Hanseln war das versagt, sie brauchten einen Führer und den fanden sie in Moses.

    Der Glaube kann Berge versetzen oder wahnsinnig machen.
    Freud sagte zu diesem Thema:
    Wir verstehen nun, dass der primitive einen Gott braucht, als Weltschöpfer, Stammesoberhaupt, persönlicher Fürsorger. Dieser Gott hat seine Stelle hinter den verstorbenen Vätern, von denen die Tradition noch etwas zu sagen weiß.
    Der Mensch unserer Zeit benimmt sich auf die gleiche Weise. Auch er bleibt infantil und schutzbedürftig selbst als Erwachsener; er meint, er kann den Anhalt an seinen Gott nicht entbehren, soviel ist unbestritten, aber warum darf es nur einen einzigen Gott geben, warum gerade der Fortschritt vom Henotheismus zum Monotheismus die überwältigende Bedeutung erwirbt, ist recht einfach, je größer und mächtiger der Gott, desto zuverlässiger der Schutz, den er spenden kann. Aber die Macht eines Gottes hat nicht seine Einzigkeit zur notwendigen Voraussetzung. Viele Völker sahen nur eine Verherrlichung ihres Obergottes darin, wenn er andere ihm untergebende Gottheiten beherrschte. Auch bedeutete es ein Opfer an Intimität wenn dieser Gott universell wurde und sich um alle Länder bekümmerte.
    Es hat sich leider nicht feststellen lassen, dass der menschliche Intellekt eine besondere feine Witterung für die Wahrheit besitzt oder das, dass menschliche Seelenleben eine besondere Geneigtheit zeigt, die Wahrheit anzuerkennen. Wir haben eher im Gegenteil erfahren, dass unser Intellekt sehr leicht ohne alle Warnung irre geht.
    Die Idee eines einzigen übermächtigen Gottes hat Zwangscharakter, sie muss Glauben finden. Soweit ihre Einstellung reicht, darf man sie als Wahn bezeichnen. Im Jahre 1912 hatte Freud in seinem Buch „Totem und Tabu“ versucht die Situationen die zu diesem Wahn führten zu rekonstruieren.
    Siegmund Freud
    Der Mann Moses und die monotheistische Religion

    Erstaunlich ist, dass sich im Alter der größten Vitalität so um das 20 Lebensjahr, die schwersten Geisteskrankheiten häufen. Typisch für das präpsychotische Denken ist die starke Beschäftigung mit der eigenen Existenz das Insichkehren, weg von einem oft als feindlich und unbefriedigend wahrgenommenen Umfeld oder Umwelt

    Der schmale Weg zwischen Sinnfindung und Sinnentleerung der zu der späteren Schizophrenie führen kann ist oft durch einen unsteten labilen Charakter gekennzeichnet. Geisteskrankheit bricht oft in Momenten von großen Emotionen durch.
    Nach C.G. Jung gehören hierzu: Tennungs,-Trauer,-Belastungs,-Entlastungs,-Prüfungssituationen,-Ermüdung,-Schlafentzug,-starke Angst,-Rausch,-Fieber,-Blutarmut,-Schock,-genetische Erkrankungen also eine Vielzahl von Einflüssen.
    Der messianische Jesuswahn:
    Nicht selten glauben Schizophrene, sie selbst seien Jesus oder wie Jesus. Jesus kann als Held, Gottessohn, Retter oder wie im NT als endzeitlicher Erlöser, wie wir es in allen messianischen Vorstellungen sehen können erlebt werden. Mit Berufung darauf, dass war ja von den Propheten angekündigt, ist die Identifikation möglich und für den „Kranken“ und sein Umfeld nicht unmöglich!
    In der Passion Jesus, hat der „Betroffene“ die Vorstellung, dass Martyriums selbst auf sich zu nehmen um die Welt zu retten. Eine andere vom Prinzip her gleiche Sache ist die Besessenheit.

    Ist es also einfach nur eine Frage der Psyche die durch irgend etwas geschwächt wurde, oder glaubt ihr es stehen doch Götter und Dämonen dahinter, die Menschen so etwas einflüstern?!
    Geändert von Bona-Dea (27.09.2011 um 09:36 Uhr)
    Una persona inteligente resuelve un problema, un sabio lo evita.

  2. #2
    Beatus ille, qui procul negotiis.
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    Standard AW: Eine neue Sichtweise zur Entstehung von Religionen!

    Eine Frage an die TE:
    Differenzierst du zwischen religiösem Wahn und Religionsgründungen oder ist das für dich alles eins?

  3. #3
    Beatus ille, qui procul negotiis.
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    Standard AW: Eine neue Sichtweise zur Entstehung von Religionen!

    Liebe Bona- Dea,

    Moses konnte demnach das rote Meer teilen, Flüche schleudern und mit Gott persönlich sprechen, den anderen dummen Hanseln war das versagt, sie brauchten einen Führer und den fanden sie in Moses.
    Wir wissen heute, dass es für das Volk zur damaligen Zeit keinen anderen Weg gab. Sie konnten weder lesen noch schreiben. Sie verließen sich auf die Personen die ihnen einen Weg bereiteten. Es wäre dem damaligen Volk schwer gefallen ohne solche Personen weiter zu leben. Sie waren zu der Zeit wirklich nicht in der Lage ohne eine gute Hoffnung zu leben. Sie wären an sich selbst zerbrochen.

    Kein Zweifel, dass er das war, aber es gibt noch eine andere Seite an ihm. Schon damals schrieb er, Religion habe Anteil an der menschlichen Kulturentwicklung, da sie den Verzicht besonders auf "eigensüchtige sozialschädliche Triebe" fordere.
    Genau dies sagte Freud auch.

    „Unendlich viele Kulturmenschen, die vor Mord oder Inzest zurückschrecken würden, versagen sich nicht die Befriedigung ihrer Habgier, ihrer Aggressionslust, ihrer sexuellen Gelüste, unterlassen es nicht, den anderen durch Lüge, Betrug, Verleumdung zu schädigen, wenn sie dabei straflos bleiben können, und das war wohl seit vielen kulturellen Zeitaltern immer ebenso“. In diesem Zusammenhang wird nun die Religion ein Thema, denn das Leben sei schwer zu ertragen angesichts der Entbehrungen durch die Kultur und dessen, was Menschen aufgrund der Unvollkommenheit der Kultur einander an Leiden zufügen. Dazu kommen die Schädigungen, die eine unbezwungene Natur und das Schicksal zufügen, wodurch das Selbstwertgefühl des Menschen schwer bedroht werde.
    Hier lenkt Freud ein, dass er mit seiner Philosophie allein nicht zum erwünschten Ergebnis kommt.

    Daraus folgt für
    Freud die Suche nach einem Ausgleich – in der Religion: „Göttliche Aufgabe wird es nun, die Mängel und Schäden der Kultur auszugleichen,
    die Leiden in acht zu nehmen, die die Menschen im Zusammenleben einander zufügen, über die Ausführung der Kulturvorschriften zu
    wachen, die die Menschen so schlecht befolgen. [...] So wird ein Schatz aus Vorstellungen geschaffen, geboren aus dem Bedürfnis, die
    menschliche Hilflosigkeit erträglich zu machen, erbaut aus dem Material der Erinnerungen an die Hilflosigkeit der eigenen und der Kindheit des
    Menschengeschlechts“
    Er weist darauf hin, wie wichtig es ist, Menschen in die richtige Bahn zu lenken, wenn es in der Familie nicht nach den Gesetzen gelebt wird. Inzest spielt eine große Rolle.

    Für Freud ist die Religion deshalb eine Illusion und psychisch besonders wirksam, weil sie die Erfüllung der „ältesten,
    stärksten, dringendsten Wünsche der Menschheit“ verspricht: „Das Geheimnis ihrer Stärke“, heißt es fast wörtlich wie bei Ludwig Feuerbach,
    „ist die Stärke ihrer Wünsche“
    Die Triebe müssen in positive Energie umgewandelt werden.

    Die Grundlage, die Freud selbst eine Konstruktion nennt, bildet die Urhordentheorie von Charles Darwin: Der Urmensch habe einstmals in kleinen Horden gelebt, von einem starken Männchen beherrscht, das seine uneingeschränkte Macht willkürlich und gewalttätig ausübte und die Söhne als potenzielle Konkurrenten tötete, kastrierte oder vertrieb. Indem die Brüderschar sich zusammentat und den Vater tötete, etablierte sie eine andere Art von sozialer Ordnung, einen Gesellschaftsvertrag auf der Basis der Erinnerung an die Befreiungstat und der dadurch entstandenen Gefühlsbindungen untereinander.
    Und dies war ein Grund, warum er die Religion auch für wichtig empfand.

    Schon
    in „Totem und Tabu“ von 1912 griff Freud diese Theorie auf und verband sie mit seiner Kulturtheorie: Soziale Ordnung sei mit Triebverzicht
    verbunden, weil es nur so zur „Anerkennung von gegenseitigenVerpflichtungen“ kommen konnte und zur Einsetzung verbindlicher
    Institutionen, „die Anfänge also von Moral und Recht.“
    Er war nicht nur Gegner der Religion, sondern er verstand diese als notwenig. Er drehte sich oft im Kreis, was man nachlesen kann.
    Er wusste selber keinen besseren Rat als denselben eine Institution zu bilden.

    Andererseits hat der Monotheismus trotz des neurotischen Charakters der Religion für Freud doch einen entscheidenden Fortschritt gebracht:
    den Fortschritt in der Geistigkeit.Der Fortschritt in der Geistigkeit besteht darin, daß man gegen die direkte Sinneswahrnehmung zu Gunsten der sogenannten
    höheren intellektuellen Prozesse entscheidet, also der Erinnerungen, Überlegungen, Schlußvorgänge
    Sigmund Freud identifizierte sich mit Moses, er sah sich als Moses in aller Ruhe dasitzen und die Gesetzestafeln im Schoß liegend. Es kam dazu, weil er die Skulptur des Moses von Michelangelo, diese in Rom in San Pietro in Vincoli steht, bei einem Besuch 1901 sehr beeindruckte.
    Freud war also nicht ganz fort von der Religion, er konnte selber mit seiner These: Es, Ich, Über- Ich nicht weiter kommen. Es musste auch für ihn ein Grundprinzip den Menschen führen. Was er dann auch als richtig ansah. Er wusste selber keine bessere Lösung.

    http://www.dieuniversitaet-online.at...hrbuch2006.pdf

    Alles Liebe Dir

    Venatrix
    Geändert von Ehemaliger_User (27.09.2011 um 11:02 Uhr)

  4. #4
    Beatus ille, qui procul negotiis.
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    Standard AW: Eine neue Sichtweise zur Entstehung von Religionen!

    Liebe Bona- Dea,

    Ist es also einfach nur eine Frage der Psyche die durch irgend etwas geschwächt wurde, oder glaubt ihr es stehen doch Götter und Dämonen dahinter, die Menschen so etwas einflüstern?!
    Die Psyche des Menschen ist so unvorstellbar unterschiedlicher Natur, dass man keine psychische Krankheit mit der nächsten vergleichen kann.
    Es gibt mit Sicherheit keine Götter und Dämonen die uns Menschen etwas einflüstern.

    Es ist kein Zufall, dass soviele Menschen psychisch erkranken. Die Psyche ist klug, sie verabschiedet sich vom normalen menschlichen Denken, wenn es um denselben Menschen einbricht. Das können viele verschieden Faktoren sein. Man kann auch sagen, wenn es zuviel wird, macht die Psyche zu.
    So wie es viele Rückenleiden oder andere Erkrankungen gibt, die auf eine Überbelastung hinweisen. Die Menschen, die ein körperliches Signal gesetzt bekommen, sind genauso krank, wie die psychisch Kranken. Nur dieselben können es nach außen hin besser erklären. Der psychisch Kranke zeigt nach außen eigentlich keine Gesundheitsstörungen, weil sich alles im Gehirn abspielt. Und so kann der psychisch Kranke sich schlechter mitteilen, seine Erkrankung erklären.
    Viele Menschen verstehen die Zusammenhänge nicht, schütteln mit dem Kopf oder wollen erst recht nichts davon hören. Für viele gibt es diese Krankheit noch immer nicht.
    Es gibt genauso viele Orthopäden, die dem Patienten wenig oder gar nicht helfen können, außer mit Schmerzmitteln.
    Vielleicht noch Schuheinlagen oder Korsetts, die den so kranken Rücken stärkt. Wenn du einen Patienten fragst, wie oft er Schmerzen verspürt, dann kommt oft die Antwort: Ja am Montag ist es am Schlimmsten. Meist in der Nacht von Sonntag auf Montag schlafe ich recht unruhig und habe große Schmerzen.
    Da spielt die Psyche auch eine große Rolle....wenn der Rücken wirklich kaputt ist, die Bandscheibe nicht mehr sichtbar wird auf dem Röntgenbild, dann ist der Schmerz immer da. Man spricht dann von einem chronischem Rückenleiden. Doch das von mir vorhin beschriebene Verhalten eines Rückenkranken, der zu bestimmten Stresssituationen Schmerzen bekommt, der kommt oft mit gewissen Stresssituationen nicht zurecht. Davon gibt es mehr als man glaubt.

    Alles Liebe Dir

    Venatrix

  5. #5
    Prinz von Jerusalem
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    Standard AW: Eine neue Sichtweise zur Entstehung von Religionen!

    Hallo Azrad,
    Eine Frage an die TE:
    Differenzierst du zwischen religiösem Wahn und Religionsgründungen oder ist das für dich alles eins?
    Ich würde das schon differenzieren, sehe aber bei einigen Religionsgründungen, durchaus diesen von mir geschilderten Hintergrund.

    Wie die retrospektive Auswertung der Symptomatiken nun belegt, litten die Menschen in Bayern mehr als doppelt so häufig unter religiösen Wahnvorstellungen als ihre Landsleute in Ost-Berlin (28,6 Prozent gegenüber 11,6 Prozent). Auch die inhaltliche Ausgestaltung des Wahns unterschied sich: Während Wahnideen in Bayern christlich gefärbt waren, fanden sich in Berlin, so Pfaff, eher abergläubische und magisch-metaphysische Gedanken. Der Wahn ist folglich kein fester und unabänderlicher Bestandteil einer Schizophrenie – vielmehr wird sein Auftreten von kulturellen Erwartungen gesteuert
    Woher kommt der religiöse Wahn?

    Hallo Vena,

    Das Buch welches ich vor Freud zu Rate gezogen habe, ist das letzte das er geschrieben hat. Er hatte also wesentlich mehr Erfahrung in seiner Laufbahn und hat es mehr aus Muße geschrieben, er konnte es damals aber noch nicht veröffentlichen, er lebte zu dieser Zeit in Wien und um die Praxis und das Verbot der Psychoanlyse nicht zu gefährden verzögerte er die Veröffentlichung.
    Der Mann Moses und die monotheistische Religion ist eine Studie von Sigmund Freud. Es ist seine letzte Schrift, die er in seinem Todesjahr 1939 im Alter von 82 Jahren in seinem Londoner Exil geschrieben hat.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Man...ische_Religion


    Hier mal ein Fallbeispiel, wie sich religiöser Wahn, im Vergleich zu reflektiertem noch kritischen Glauben äußern kann.

    Psychiatrienetz - Religises Erleben in der Psychose


    Es sollen auch nicht alle Gläubigen hier als psychisch Krank dargestellt werden, sondern man muß auch das differenzieren.

    Stellt man den normalen religiösen Glauben dem religiösen Wahn gegenüber, sind einige spezifische Unterschiede festzumachen. Der normale religiöse Glaube erlaubt eine realistische Selbsteinschätzung, beim religiösen Wahn wird diese durch eine überhebliche Selbsteinschätzung überlagert. Daneben ermöglicht der normale religiöse Glaube die innere Distanzierung und Infragestellung religiöser Inhalte, wohingegen im religiösen Wahn fixe Ideen die Gedankenwelt des Betroffenen bestimmen. Auch die Glaubensinhalte, die beim normalen religiösen Glauben denen der jeweiligen religiösen Gemeinschaft entsprechen, sind beim religiösen Wahn ohne jegliche Übereinstimmung und damit nicht überprüfbar.
    Religiöser Wahn
    Geändert von Bona-Dea (27.09.2011 um 12:26 Uhr)
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  6. #6
    Beatus ille, qui procul negotiis.
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    Standard AW: Eine neue Sichtweise zur Entstehung von Religionen!


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    Hallo Bona,


    Es ist schon richtig, wenn du sagst, Glaubenswahn macht ohne Zweifel krank. Menschen die ohne Religion erzogen wurden, führt leicht zu abergläubischen Wahn usw.
    Darum ist es so wichtig, dass der Mensch seinen Willen und seine geistige Freiheit bewahrt. Egal welche Religion wir nun anschneiden wollen, es hängt sehr viel von der Auffassungsgabe jedes Einzelnen ab. Und bedeutsam ist auch wie kritisch jeder Einzelne hinterfragt. Werte und Normen in unserer Gesellschaft haben nicht die Bedeutung die sie eigentlich haben sollten. Hinzu kommt die Persönlichkeit, das Selbstbild und in wie fern der Mensch sein Leben annimmt.
    Im Rahmen seiner Möglichkeiten zufrieden ist, damit Selbstzweifel gar nicht erst auftreten. Dies ist nur möglich, wenn von klein auf, der Weg gebahnt ist, wo die geistige Freiheit von großer Bedeutung ist. Dennoch bin ich überzeugt, wie wichtig es ist, einer Religion anzugehören, die dasselbe zulässt, was ich eben erwähnte.

    Ohne Religion könnte ein Mensch genauso krank werden, wie du schon sehr schön aufgezeigt hast.
    Wir kommen nicht drum herum, wie die Frage immer lautet, woher kommen wir, wohin gehen wir.
    Damit setzt sich jeder Mensch im Laufe seiner Zeit auseinander. Und doch wird diese Frage immer offen bleiben.
    Natürlich kann man glauben, doch wissen wir von nichts.
    Offensichtlich mögen einige Menschen schwere Probleme damit haben, weil sie nicht alles ergründen können.
    Sie verlaufen sich in Gedankenwege, Verzweigungen und Irrgedanken. Ein ewiger Kreislauf scheint sich daraus zu ergeben.
    Solche kreisende Gedanken hinzu noch das Verständnis aufzubringen für die Gesellschaft, Wirtschaftslage ....und vieles mehr,
    bewirkt bei manchen Menschen eine beschränkte Sichtweise, obwohl sie breitflächig zu denken vermögen. Damit kann schon eine Depression ins Rollen gebracht werden oder eine schizophrene Psychose sich anbahnen. Eine Fehlsteuerung, eine Entgleisung der Normalität.
    Sicher hat es teilweise mit religiösen Denkweisen zu tun, allerdings ist dies nicht die Überzahl. Eine Stoffwechselstörung im Gehirn verursacht dann das Letztendliche, der Mensch kann sich selbst nicht mehr heraus helfen und er benötigt die Hilfe die ihm angeboten wird.

    Wie du schon schreibst, ob es Dämonen oder Götter sind, die uns beeinflussen, alleine schon der Gedanke es könnte so sein, scheint von weit her.
    Einen klaren Blick für das Wesentliche, dem Hier und dem Jetzt ist sehr wichtig. Zuviel sich mit solchen Gedanken zu beschäftigen bringt zweifels ohne den Organismus zum Wanken. Wenn man sich mit der Religion oder mit der Psychologie befasst ist es von besonderer Bedeutung nicht nur zufällig auf eine Internetseite zu gelangen die einen aufzuklären vermag. Das geht in die Hose, wichtig ist, der erste Baustein ist das Studium. Nicht umsonst müssen wir über Jahre studieren um Kranken zu helfen, gar zu heilen.

    Die Sucht nach der Suche, finden und doch wieder die Lösung verkannt zu haben, bringt keinen Menschen zur Erfüllung seines Lebens.
    Eine gewisse Neuorientierung ist fast täglich der Fall in unserem Leben, stets kommen neue Wege auf uns zu, nichts bleibt wie es ist.
    Und gerade aus dieser Stagnation ergeben sich Krankheitsbilder, die möglicherweise gar nicht aufgedeckt werden, hieraus ergibt sich die Tatsache, wie sehr jeder Mensch seinen Gedanken nachgeht, wie sehr er mit der Umwelt verzweigt ist. Schon da heraus ergibt sich die Vielfalt der verschiedenen Sichtweisen, obwohl es nur einen Geist geben kann, der dafür sorgt, dass wir am Leben gesund teil haben können.
    Da heraus erkennen wir schon wie schwer es ist, Menschen so sehr zu beeinflussen, dass sie nur ein Ziel vor Augen haben, den Weltfrieden.
    Es wird ihn nie geben, der Mensch ist nicht dafür ausgebaut und wir können nur zu sehen wie sich die Menschheit bekämpft. Es ist so und es lässt sich nicht ändern. Es gibt keine Religion die den Frieden über die ganze Welt bringen kann. So gern wie zu meinen vermögen, so können wir gerne weiterhin meinen, doch die Tatsache ist beständig, es bleibt uns das friedliche Zusammenleben zuerst in unseren Familien aufzubauen oder zu erhalten. Das ist ein wesentlicher Schritt, der allzu gern übersehen wird. Krankheiten bilden sich oft in den Familien meistens durch Fehlleitung oder Verhaltensmuster die geprägt sind von vielen unterschiedlichen Gründen, die oft nicht so leicht zu erkennen sind.

    Alles Liebe Dir

    Venatrix

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