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Um zu einer neuen Sichtweise zu gelangen, mußte es erstmal eine neue Wissenschaft geben, die Religionswissenschaft. Theologen sind Spezialisten für ihre eigene Religion, Religionswissenschaftler erforschen überwiegend andere Religionen.
Theologen wollen keine Kompromisse, Religionswissenschaftler wollen keine Dogmen einer einzelnen Religion. Sie werden ja nicht von Päpsten bezahlt und sind sozusagen niemandem Rechenschaft schuldig.

Theologen beurteilen richtig und falsch nach ihren religiösen Dogmen, somit tritt ihr Glaube, allen anderen als der Wahre gegenüber.



Die Religionswissenschaft ist eine Geisteswissenschaft oder auch Kulturwissenschaft, die sich mit allen konkreten Religionen, religiösen Gemeinschaften sowie (religiösen) Weltanschauungen und Ideologien der Vergangenheit und Gegenwart befasst. Zu ihren Subdisziplinen zählen beispielsweise die Religionsgeschichte, Religionsphänomenologie, Religionssoziologie, Religionspsychologie, Religionsethnologie, Religionsökonomie, Religionsgeographie u. a. Zur universitären Theologie bestehen Berührungspunkte in allen theologischen Bereichen: kirchengeschichtlichen, exegetischen, systematischen und praktischen. Die Theologie(n) sind darüber hinaus auch Objekte der Religionswissenschaft. Etabliert hat sich inzwischen die von manchen so genannte "Angewandte" (Wolfgang Gantke) beziehungsweise "Praktische Religionswissenschaft" (Udo Tworuschka).
Religionswissenschaft