naja...Dann gib doch mal ein konkretes Beispiel dafür aus seinen Büchern.
Konkret geht es nicht, da ich das Buch nicht hier habe. Hatte es aber vor 2 oder 3 Jahren mal in der Hand und auch gelesen! Ist auch ein Grund wieso ich mich hierbei eher auf Internetquellen stützen muss um mein Gedächtnis aufzufrischen.
Die Theorie lautet ja, daß Bernstein mit Orichalkos identisch ist. Hatte ich übrigens schon im letzten Beitrag geschrieben...Und was die Bernstein-Vorkommen angeht ... soweit ich weiss hat weder Plato noch Solon jemals erwähnt, dass eben solche mit Kupfer zusammen in Atlantis vorkamen! Das Vorkommen auf Helgoland ist ein Beweis für dessen Vielfalt, nicht aber für dessen Beziehung zu Atlantis. Zeige mir mal im Kritias-Dialog eine Stelle an der Bernstein erwähnt wird, und nutze dafür am Besten des Text einer Uni, Hochschule oder eines Übersetzers, nicht aber von einem Autor der gleich hineininterpretiert.
Die Mauer ist dreifarbig, nicht das Orichalkum. Weder Solon noch Plato konnten wissen, um welchen Stoff es sich tatsächlich gehandelt hat. Der Atlantisbericht ist eine Nacherzählung ägyptischer Aufzeichnungen.Und um nochmal auf dieses 3farbige Gestein zurück zu kommen ... Plato nennt es "orichalcum", was man NICHT als Bernstein übersetzen kann:
Wie Du richtig geschrieben hast, gibt es viele Übersetzungen.Zwar soll es sich im Original um ein unbekanntes Erz handeln, welches auf Atlantis hohe Vorkommen hatte, wertvoller als Gold war und als Schmuckstein verwendet wurde - es habe einen "feuerähnlichen Glanz" - , doch gilt für das genannte griechische Wort im allgemeinen die Übersetzung "Messing" oder "Bergerz", wie es auch bei Homer, Vergil und anderen gebraucht wurde. Allerdings finden sich noch ganz andere Übersetzungen, wenn man nachschlägt, was die Römer unter "orichalcum" oder "aurichalcum" verstanden. So findet sich neben dem schon erwähnten "Messing" die altlateinische Bedeutung "Gold". Tatsächlich steckt sowohl im lateinischen als auch im griechischen Wort "ori", orei" und "auri" der Name des Edelmetalls. Die deutsche Übersetzung des Platon-Texts aber benutzt den Ausdruck "Goldkupfererz", der dem Gold noch den Hauptbestandteil aller Messinglegierungen hinzufügt.
Auf dieser Seite wird behauptet, daß Spanuth ein irischer Pastor sei...http://www.geocities.com/drapokalyps...i/atlantis.htm
Auf dieser Website wird auch erklärt wieso die Identifizierung dieses _Metalls_ als Bernstein nicht richtig sein kann.![]()
Die Seite geht nur unzureichend auf das Thema ein. Messing z.B. wäre genauso wenig ein Erz, wie Bernstein. Die Frage, warum Platon nicht den Begriff electron verwendete, läßt sich dadurch erklären, daß der Bernsteinhandel lange Zeit vor der atlantischen Wanderung zum Erliegen kam, und dieser Stoff den ägyptischen Priestern, welche ja die Erzählung der Atlanter notierten, vollkommen unbekannt war. Die Archäologie hat übrigens den Beginn des Jahrhunderte andauernden Erliegens des Bernsteinhandels auf etwa 1200 v.Chr. datiert.Das es sich bei "orichalcum" um Bernstein handel ist somit nicht eindeutig und lieferte in den 30ern eher einen Aufschwung der Nazi-Mythologie in Bezug auf die Herkunft der Germanen: hätte man Atlantis wirklich im Norden Deutschlands gefunden wäre das für deren "Glauben" ein ungemeiner Vorteil gewesen. Da es sich jedoch bei "orichalcum" nach den Übersetzungen aus dem griechischen sowie dem lateinischen eher um ein Metall als um ein organisches Material handelt und es außerdem noch zahlreiche andere Bernsteinlagerstätten gibt (z.B. auch auf Sizilien!) ist die damit verbundene Theorie von Spanuth fehlerhaft. Mag zwar ein guter Gedanke sein, aber er ist NICHT SO EINDEUTIG wie es in seinem Buch rüberkommt.
@Lord Gosar:
http://www.weltverschwoerung.de/modu...045&highlight=



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Klar sind die 3farbigen Steine und das Orichalkos 2 unterschiedliche Dinge. An diesen Macht Spanuth jedoch einen Teil seiner Theorie fest. Die 3farbigen Steine mögen heute auf Helgoland vielleicht vorkommen, dass es jedoch genau die gleichen sind die Solon und Plato beschreiben ist auch nur eine Theorie und nicht bewiesen. Eindeutig ist das Keineswegs. Das Orichalkos ist ebenso kein eindeutig übersetzbarer Rohstoff. Das es Bernstein ist mag vielleicht gut zu Helgoland passen, es kommt jedoch auch in anderen Gegenden der Erde vor, und das auch schon vor 3000 Jahren. Eindeutige Beweise sind das niemals.
(was zugegeben schwierig ist *fg*)


